Die Grünanlage in Refrath. Im Hintergrund ist die KVB-Linie zu erkennen. Foto: Helga Niekammer

In der Debatte über einen Spielplatz in der Grünanlage an der Wilhelm-Klein-Straße in Refrath meldet sich die Junge Union zu Wort – und fordert eine andere Nutzung.

Die Nachwuchsorganisation der CDU fordert eine „weitsichtige und generationsgerechte Politik” – und spricht sich gegen einen Bürgerantrag aus, in der Grünanlage einen Spielplatz einzurichten. Dem Antrag hatte sich die CDU Refrath / Frankenforst angeschlossen, er wird an diesem Mittwoch im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden behandelt.

Dagegen pocht die Junge Union darauf, dass es für Familien auch künftig die Möglichkeit geben, in Refrath und Umgebung wohnen zu können. Daher argumentiert die JU für eine kombinierte Lösung aus Bebauung und Erhalt der Grünfläche. Dagegen würde ein Spielplatz eine zukünftige Entwicklung der Fläche „kategorisch zunichte machen”.

,,Die Grünanlage ist in einem prekären Zustand. Seit Jahren hat sich niemand aus der Politik darum gekümmert. Im Zuge des Vorstoßes der Bebauung durch die Verwaltung, wird nun ein Spielplatz gefordert, der die Bebauung verhindern soll. Dies ist alles andere als eine generationengerechte Politik,” sagt der JU-Vorsitzende Matthias Schmickler.

Momentan werde die Grünanlage als Hundeklo und als Treffpunkt für Jugendliche genutzt, die Ruhestörungen und Vandalismus in der Nachbarschaft verursachen. Ein Spielplatz würde leicht Opfer solcher Vorfälle werden, warnt die Junge Union.

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2 Kommentare

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  1. Wenn ein innerstädtischer Park in einem ‚prekären Zustand‘ ist, sich niemand darum kümmert, und er infolgedessen auch nur wenig genutzt wird…ist ‚Zubauen‘ dann wirklich die richtige Konsequenz? Wäre eine Neugestaltung, gemeinsam mit den Bürger*innen die ihn nutzen sollen, nicht die viel naheliegendere Antwort?

    Natürlich braucht unsere Stadt bezahlbaren Wohnraum in zentraler, verkehrsgünstiger Lage, und das möglichst bald. Aber wenn die (angeblich) einzige Bauoption zum Verschwinden eines Parks führt, dann stimmt etwas nicht. Haben unsere Stadtplanenden so wenig Phantasie, dass ihnen nichts Besseres einfällt?

  2. Die Jusos stellten sich inzwischen hinter den Fraktionsbeschluss. Ihr Vorsitzender Corvin Kochan sagt: „Angesichts der prekären Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt, die bereits für mittelständische junge Familien zu spüren sind, muss diese Fläche zum Bau von bezahlbaren Wohnungen genutzt werden. Auch die Krankenschwester und der Polizist muss eine Möglichkeit haben zentral in Bergisch Gladbach zu leben. Diese Fläche ist mit der des alten Arbeitsamtes die einzige im Besitz der Stadt, welche sich für den Bau von günstigen Wohnungen eignet. Daher ist es umso wichtiger, dass die zur Verfügung stehenden Flächen genutzt werden, um die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen.“
    Die Argumentation ist also nicht ganz neu und stammt von den Jusos Bergisch Gladbach, die das Thema schon schon im September 2018 thematisiert haben und ihre Meinung zu diesem Thema auch nicht geändert haben.

    Siehe auch: https://www.google.com/amp/s/in-gl.de/2018/09/19/spd-will-soziales-bauprojekt-an-der-wilhelm-klein-strasse/amp/

    Beste Grüße
    Sascha Keimer
    -stellvertrender Vorsitzender der Jusos Bergisch Gladbach –