Klaus Waldschmidt

Aktualisierung 20:00 Uhr: Die Grünfläche an der Wilhelm-Klein-Straße wird nicht bebaut.

Der zuständige Ratsausschuss (AUKIV) stimmte für einen Änderungsantrag der CDU zur „strategischen Grundsatzentscheidung Wohnungsbau” und nahm dieses Grundstück aus der Planung.

Nur die SPD kämpfte und stimmte dafür, wenigtens hier sozialen Wohnungsbau zu ermöglichen. Ihr eigener „Bürgertreff” in Refrath spielte dabei keine Rolle. iGL**, HintergrundDebatte

Der ursprüngliche Beitrag:

Die CDU will die kleine Grünfläche an der Wilhelm-Klein-Straße (vor allem aus sozialen Gründen) auf keinen Fall bebauen – doch die SPD hält an ihrem Beschluss fest, die städtische Fläche für sozialen Wohnungsbau frei zu geben. 

Dieser Beschluss war bereits bei der ersten Debatte zu dem Thema vor zwei Monaten in der SPD-Fraktion gefallen, bestätigt der Fraktionsvorsitzende Klaus Waldschmidt im Gespräch mit dem Bürgerportal. Dabei verweist er auf Pläne einer Wohnungsbaugenossenschaft sowie des Vereins „mitein-anders”, dort im sozialen Wohnungsbau aktiv zu werden.

Zusätzlich will die SPD die Verwaltung beauftragen, zu prüfen, ob auf dem Gelände darüber hinaus auch der Bau eines weiteren Kindergartens möglich sei.

Eine Beschlussvorlage der Verwaltung zur Verwendung der Fläche war in den zuständigen Ausschüssen bereits vorgelegt worden, dann aber auf Wunsch der CDU vertagt worden. Sie hatte Beratungsbedarf angemeldet.

In der Zwischenzeit hatte es – organisiert vom SPD-Ortsverein Refrath – vor Ort ein Bürgergespräch gegeben. Dort hieß es, eine Entscheidung so noch nicht gefallen, die Genossen wollten sich zunächst ein Bild von der Stimmung der Bürger machen.

Diese Veranstaltung, sagt Waldschmidt, hätten die Refrather alleine gemacht. Das Thema sei in der Fraktion nicht noch einmal angesprochen worden.

Die Jusos stellten sich inzwischen hinter den Fraktionsbeschluss. Ihr Vorsitzender Corvin Kochan sagt: „Angesichts der prekären Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt, die bereits für mittelständische junge Familien zu spüren sind, muss diese Fläche zum Bau von bezahlbaren Wohnungen genutzt werden. Auch die Krankenschwester und der Polizist muss eine Möglichkeit haben zentral in Bergisch Gladbach zu leben. Diese Fläche ist mit der des alten Arbeitsamtes die einzige im Besitz der Stadt, welche sich für den Bau von günstigen Wohnungen eignet. Daher ist es umso wichtiger, dass die zur Verfügung stehenden Flächen genutzt werden, um die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen.“

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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2 Kommentare

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  1. Es war ungeschickt von der SPD-Fraktion, sich auf die (absehbar unpopuläre) Bebauung des Parks festzulegen. Richtig ist aber auch: Es werden dringend neue, bezahlbare(!) Wohnungen in halbwegs zentraler Lage gebraucht. Da gibt es durchaus noch andere Möglichkeiten, z.B. die Überbauung innerstädtischer Parkplätze (wie in München) oder mal einen Torbau über eine kleine Straße. Zu behaupten, es ginge nur ‘hier oder gar nicht’, offenbart einen eklatanten Mangel an Phantasie.

    Und wenn jetzt schon über den kleinen Park geredet wird: Es wird immer wieder kritisiert, dieser sei ‘dreckig’, ‘unattraktiv’, ‘kaum genutzt’, gar ein ‘Angstraum’ – wäre die aktuelle Debatte nicht ein guter Anlass, genau das zu ändern? Warum setzen sich nicht Politik, Verwaltung und Bürger*innen an einen Tisch, um über eine Neugestaltung im Sinne potentieller Nutzer*innen zu sprechen?

  2. Es ist schon erstaunlich, dass der SPD Fraktionschef nicht weis, das die SPD zum Thema Wilhelm – Klein Straße i Bürger zur Diskussion eingelden eingeladen hat. Hier im Bürgerportsl wurde sehr ausführlich über das Ergebnis berichtet. Die Kommunikation innerhalb der SPD muss sehr schlecht sein, sonst müsste der Fraktionsvorsitzende wissen, was der Stadtverbandsvorsitzende auf dieser Versammlung selbst erfahren hat.
    Die Refrather Bürger wollen ihren Park erhalten. Innenverdichtung findet in Refrath derzeit sehr stark statt. KiTas sollten dort gebaut werden, wo neue Wohngebiete entstehen, damit die Elterntaxis nicht quer durch Refrath fahren müssen, und für Mehrgenerationenwohnen fehlen die erforderlichen Parkplätze und Spielflächen auf dem Grundstück. Die Verkehrserschliessung über die vorhandene Einbahnstraße ist in beiden Fällen auch nicht wirklich gut.