Die Serie von Versuchen, Senioren telefonisch so massiv unter Druck zu setzen, dass sie ihr Bargeld an vermeintliche Polizisten herausgeben, reißt nicht ab. Jetzt wurde eine 83-Jährige in Refrath das Opfer. Die Polizei bittet um Hinweise.

Mit der inzwischen weit verbreiteten Betrugsmasche haben Täter gestern eine Rentnerin mit Anrufen terrorisiert und ihr anschließend mehrere tausend Euro abgenommen, berichtet die Polizei am Mittwoch.

Bei der Refratherin habe sich sich telefonisch ein angeblicher Polizist mit dem Namen Berger gemeldet. Er schilderte die alt bekannte Masche: Man habe Einbrecher festgenommen und Hinweise darauf, dass in den nächsten Stunden bei ihr eingebrochen werden solle. Sie solle ihr komplettes Erspartes von der Bank holen und dieses an einen anderen angeblichen Polizeibeamten übergeben.

Der Anrufer hielt sein Opfer über Stunden am Telefon fest. Immer wieder nötigten er und ein anderer Täter die alte Dame, nicht aufzulegen. Sie solle mit niemandem sprechen, da es sich um eine verdeckte Ermittlung handele. Auch die Bankangestellten seien beschuldigt und dürften nicht informiert werden.

Dann erschien ein Mann in der Wohnung der 82-Jährigen. Er zählte das Geld gemeinsam mit der Geschädigten, stellte handschriftlich einen Zettel mit der Summe aus und verschwand. Auch der Anrufer legte plötzlich auf und meldete sich nicht mehr. Als die richtige Polizei informiert wurde, waren die Täter samt der Beute bereits verschwunden.

Die beiden Anrufer sollen etwa 30 bis 40 Jahre alt gewesen sein. Sie sprachen Deutsch mit einem Akzent. Sie traten beide sehr überzeugend als Polizeibeamte auf. Auch im Hintergrund waren Bürogeräusche in Form von Stimmen und Tastaturen zu hören.

Der Täter, der das Geld abholte wird wie folgt beschrieben: Er war etwa 175 cm groß bei normaler bis muskulöser Statur. Er war etwa 25 bis 30 Jahre alt, hatte schwarze Haare und wirte insgesamt Südländisch. Bekleidet war er mit einem hellen T-Shirt und einer Hose.

Zeugen, die die beschriebenen Personen in Refrath bemerkt haben, melden sich bitte bei der Polizei unter der Telefonnummer 02202 205-0.

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