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ist Mitglied des Arbeitskreises der Künstler (AdK).

3 Kommentare zu “Eine urbane und nachhaltige Entwicklung urbaner Kunst”

  1. Urbane Kunst trifft nachhaltige Entwicklung:

    Das Bemühen der Stadt ist anerkennenswert, und auch der Stiftungen ist lobenswert. Doch die Botschaft kommt viel zu spät. Ein nachhaltiges Kunstwerk zu schaffen, braucht ZEIT und Raum. Damit stimme ich der Kollegin Edda Jende, und dem Kollegen Lothar Sütterlin zu.

    Wir im AdK haben an unserem letzten Projekt, ‘es ist alles eitel’, über ein Jahr lang diskutiert, gearbeitet, Ideen verworfen und neue hereingebracht. Wir haben das Thema reifen lassen. Auch da ging es um Nachhaltigkeit, um Werden und Vergehen.

    Schnelles Handeln in dem oben genannten Projekt wirkt wie Augenwischerei, ist nicht unbedingt nachhaltig. Jeder von uns kann etwas tun, sei es im privaten Bereich, im Beruf oder im Ehrenamt,. Ein ‘soziales Gefüge’, ein ‘soziales Kunstwerk’ schaffen, durch sensitives, menschliches, nachhaltiges Verhalten, unter Einbeziehung der Achtung der Schöpfung und alten Kulturgutes. Politische Rangeleien sollten außen vor bleiben.

  2. Weitere Kommentare zum Thema finden Sie bei diesem Beitrag: https://in-gl.de/2019/05/07/wir-muessen-nachhaltigkeit-in-die-koepfe-bekommen/

  3. Die Ausschreibung für ein Kunstwerk, das den Menschen Nachhaltigkeit vor Augen führt bzw. bewußt macht, ist eine gute Idee. Sie erfordert allerdings vom Künstler bzw. der Künstlerin ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen darüber, was der heutige Mensch bzw. eine heutige Menschengruppe als nachhaltig empfindet und eine gehörige prophetische Begabung. Und das braucht Zeit: Erschwert wird der Prozess des Einfühlens durch die kurze Vorlaufzeit der Kunstaktion; und weil die Aktion nur für einen kurzen Zeitraum von wenigen Tagen vorgesehen ist; müssen die präsentierten Arbeiten ziemlich „laut“ sein, um bemerkt zu werden und in Erinnerung zu bleiben.

    Um sich dem Thema von der praktischen Seite zu nähern bietet sich an, historische Ereignisse aufzulisten, die für unsere Gegenwart nachhaltig sind. Hierzu zählen – will man nicht mit der Erfindung des Feuermachens uder des Rades beginnen – zweifellos die beiden Weltkriege, der Nationalsozialismus und die Wiedervereinigung Deutschlands, aber auch der lange Marsch in China und die Wahl des derzeitigen Präsidenten der USA, um nur einige politische Ereignisse aufzuzeigen. Von großer Nachhaltigkeit ist auch die Formulierung des Planck’schen Wirkungsquantums, der Einstein’schen Energie-Masse-Beziehung oder der Heisenberg’schen Unschärferelation, um nur einige Beispiele für die Nachhaltigkeit aus der Wissenschaft zu nennen. Nachhaltig sind aber auch die Reden von Martin Luther King, der Zwang zum Zölibat und die Beschränkung der Menschenrechte in der Römisch-Katholischen Kirche.

    Die Ausschreibung für das beabsichtigte Kunstwerk enthält sich vornehm der Definition, was unter Nachhaltigkeit zu verstehen sei. Kriterien für den Beweis der Nachhaltigkeit gibt es auch nicht. Juroren, die die Kunstwerke hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit bewerten, sind nicht benannt. Ich bezweifele auch, ob diese in der Lage wären, Nachhaltigkeit eines Kunstwerkes oder dessen Inhaltes für einen Zeitraum zu erkennen oder zu bewerten, der 2 oder mehr Generationen umfasst.

    Aufgrund meiner einfachen Überlegungen zu Inhalt und Rahmen des Begriffes Nachhaltigkeit halte ich die ausgelobte Kunstaktion für unseriös, ja sogar für schaumschlägerischen Aktionismus. Und ich kann den offenen Brief von Herrn Klaus Hansen nur begrüßen. Den Künstlerinnen und Künstlern rate ich dringend, sich sehr genau zu überlegen, ob sie sich an diesem Projekt beteiligen.

    Lothar Sütterlin

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