So stellen sich die Stadtplaner vom Club L94 im Siegerentwurf das künftige „Schlossplätzchen” vor. Ohne Emilienbrunnen

Wer die Bensberger fragt, der bekommt fast immer die gleiche Antwort: Der Emilienbrunnen soll bleiben, wo er ist. Damit hat die Stadt ein Problem – denn bei der geplanten Umgestaltung der Schlossstraße ist er im Weg. Nun soll ausgerechnet eine Umfrage aus dem Dilemma führen. 

Der Emilienbrunnen ist mit Bensbergs Geschichte eng verbunden, benannt nach der Mäzenatin Emilie Schmitz – und für viele Bensberger mit vielen Erinnerungen und Emotionen verbunden. Heimatforscher wie Willi Fritzen machen sich für ihn stark, der Denkmalschützer Michael Werling will sich zur Not sogar an den Brunnen ketten, um einen Abbau zu verhindern.

Genau das hat die Stadtverwaltung immer noch vor. Bei der umfassenden Umgestaltung der Schlossstraße im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes soll auch der Übergang zur Nikolausstraße umgebaut und der gesamte Bereich entrümpelt werden. Ziel ist eine „Straße der vielen Begegnungen – barrierefrei, großzügig und mit platzartigen Ausweitungen.”

Der Emilienbrunnen am Übergang von Schloss- zur Nikolausstraße

Konkret heißt das für den Brunnen: „Um diesen Kreuzungsbereich transparent und großzügig zu gestalten und auch die Nikolausstraße bis zur Kirche in die Gesamtgestaltung einzubeziehen, soll die dort angelegte Felsenlandschaft mit ihrer verwinkelten Treppenanlage zugunsten eines angenehmen und großzügigen Begegnungsraums weichen”, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Darum geht es, um den städtbaulichen Anspruch an eine „Straße aus einem Guss”. Vermutungen, der Brunnen müsse weg, um mehr Platz für die Außengastronomie für den benachbarten Griechen schaffen, waren von Anfang an nur Gerüchte.

Das Schicksal des Emilienbrunnens treibt auch die CDU-Fraktion im Stadtrat um, die mit einer Versetzung des Brunnens aber einverstanden wäre. Nur eingelagert werden dürfe er nicht.

Auch die Stadtverwaltung verspricht, dass der Brunnen nicht verschwinden soll. Das heißt, an seinem alten Ort schon. Und wohin dann?

Diese Frage gibt die Stadt jetzt an die Bürger zurück: „Was ist der beste Ort für den Emilienbrunnen?”

Die Antworten werden am Samstag, beim Tag der Städtebauförderung in Bensberg eingesammelt, im „Baubüro“ an der Schloßstr. 59 a. Vorschläge für geeignete Alternativorte können bis zum 1. Juli 2019 als E-Mail unter der Adresse inhk.bensberg@stadt-gl.de oder in Papierform eingereicht werden: Stadt Bergisch Gladbach, FB 6-61 Stadtplanung, Wilhelm-Wagener-Platz, 51429 Bergisch Gladbach.

Hinweis der Redaktion: Sie haben einen Vorschlag, eine Meinung? Dann nutzen Sie bitte das Kommentarfeld unten. Wir sammeln die Vorschläge und stellen sie zur Abstimmung. 

Die vorgeschlagenen Standorte, kündigt die Stadt jetzt an, sollen  durch „ein Gremium aus Ortskundigen, Stadtverwaltung und Bergischem Geschichtsverein begangen und eingehend geprüft” werden. Sie sollen Grundlage eines gemeinsamen Vorschlags sein für einen neuen Ort, „der dem Emilienbrunnen würdig ist”.

Weitere Beiträge zum Thema:

Was der Emilien-Brunnen für Bensberg bedeutet

„Neue Blickwinkel“ am Tag der Städtebauförderung


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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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20 Kommentare

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  1. Ich schließe mich den Standortverteidigern des Brunnens voll an. Schade, dass die Diskussion anscheinend durch persönliche Angriffe beeinträchtigt wird. Das hat der Brunnen nicht verdient.
    MfG

  2. Der derzeitige Standort des Emilienbrunnens, incl. der schönen, funktionierenden Treppenanlage und der Bepflanzung kann erhalten werden. Ebenso sind die wertvollen, z.T. mehr als 100 Jahre alten Bäume auf dem gegenüberliegenden Kirchengrundstück nicht unbedingt verloren.

    Dies hatte sich am Tag der Städtebauförderung ja bekanntermaßen als bedeutende mögliche Änderung gegenüber der ursprünglichen Planung des Projektes „InHk Bensberg“ herausgestellt.

    Wichtige Entscheidungsgrundlage hierfür sind die Stimmen der Bürger*innen, die bis zum bei der Stadt 1. Juli 2019 eingereicht werden. Daran möchte ich hiermit erinnern.

    U.a. gab es zu diesem Thema in der vergangenen Woche einen interessanten, sehr gut besuchten Vortrag im „Geschichtelokal“ des Bergischen Geschichtsvereins. Dieser Vortrag verknüpfte anschaulich die Historie und das ganz aktuelle Umfeld des Brunnens. Dabei wurde insbesondere in der anschließenden Diskussion noch einmal deutlich, dass alles dafür spricht, den Brunnen und sein Umfeld zu erhalten, ihn nachhaltig in das zukünftige Ortsbild zu integrieren: Die starke Verbindung zwischen Emilie Schmitz und Bensberg mit besonderem Bezug zu Kirche und Schloß/Denkmal, der Schutz von Natur und Stadtklima und -ebenso- die Beibehaltung der Ausgewogenheit des zukünftigen Straßenbildes.

    Wir, die Bürger*innen können nun selbst zur Entscheidung beitragen!

  3. Lieber Herr Thimme,
    wenn Sie sich auf der Bensberger Schloßstrasse einmal umschauen könnte man Zweifel bekommen, ob da in den letzten Jahrzehnten tatsächlich so wahnsinnig viele “rückwärtsgewandte Zeitgenossen” am Werke waren.
    Immer wieder wurde historische Bausubstanz zugunsten von Neuem eliminiert oder bis zur Unkenntlickeit verändert. Das Ergebnis ist eine städtebauliche Vollkatastrophe ohne jegliche Identifikationsmöglichkeit für den Bürgers. Was glauben Sie denn warum die Menschen sich nicht Orte wie Bensberg als Reiseziel aussuchen, sondern Orte mit erhalten gebliebenen historischen Innenstädten?!
    Das was in Bensberg über Jahrzehnte städtebaulich passiert ist, ist schlicht grausam. Ursache sind eben diese Zeitgenossen, die alles bestehende und historisch gewachsene als rückständig und nicht erhaltenswert einstufen. Scheinbar haben hier viele nichts gelernt und wollen auch den letzten Rest an alter Bausubstanz tilgen.
    Ein Versetzen des Brunnens würde ihn komplett entwerten und aus dem historischen Kontext reißen.
    Das ist kein Gegenstand, den man mal eben irgendwo anders parken kann. Wer mit Geschichte wenig am Hut hat wird das wahrscheinlich nicht verstehen.
    Ich habe im Übrigen gar nichts gegen eine Neugestaltung der Schloßstrasse. Es muss auch dringend etwas passieren. Nur lasst den Bürgern den alten Brunnen am jetzigen Standort.

  4. Sehr richtig, Herr Müller-Frank! Und letztlich liegt das in der Verantwortung der von uns gewählten Vertreter, des Stadtrates. Ich frage mich auch, ob dort und bei den von Ihnen genannten Planern nicht ein merkwürdiges Verhältnis vorliegt zu einem der wichtigsten Details von Stadtplanung, der Berücksichtigung von lebendigem Wasser, sprich Brunnen. Schon der außerordentliche Schneckenbrunnen in der Fußgängerzone in Gladbach ist vor einigen Jahren spurlos verschwunden. Im Bürgerportal konnte man darüber unter https://in-gl.de/2012/05/24/ein-brunnen-mehr-oder-weniger/ lesen. Der Zustand eines weiteren Brunnens in unserer Stadt, des von Gottfried Böhm (!) gestalteten Brunnens im Bergischen Löwen, macht mich seit Jahren traurig und nachdenklich. Er ist nämlich ohne Wasser! Vielleicht bringt das Bürgerportal ja mal ein Foto davon. Und nun noch der Emilienbrunnen! Welche Mentalität steckt da dahinter? Vielleicht fahren die gleichen Verantwortlichen lieber auf Fernreisen in andere Länder, um dort funktionierende Brunnen zu genießen!?

  5. Wenn hemmungslose Prinzipienreiterei der Planer über Sichtachsen und „moderne“ Innenstadtsanierung dazu führt, dass hundertjährige das Stadtbild prägende Kastanien gefällt werden und Denkmäler wie der Emilienbrunnen wegfallen sollen, dann müssen ihnen wohl vom Auftraggeber klarere Grenzen gesetzt werden. Beides muss tabu sein! Jeder Bürger möge sich vor Ort seine Meinung bilden!

  6. Der Emilienbrunnen hat seinen Platz auf der Schloßstraße.
    Dort wo er wargenommen wird, soll er stehen, auch z.B. vor dem Neubau.

    Was aber AUF KEINEN FALL passieren darf, ist das Fällen der beiden großen Kastanien um die Blickachse zur Kirche herzustellen!

    In Zeiten, wo wir um jede Blüte kämpfen, kann es nicht sein zwei so grosse, prächtige, überr hundert Jahre alte, gesunde Bäume zu fällen.

    Der Sichtachsen-Teil des Entwurfes ist sowieso eine Kopfgeburt, denn die Sichtachse Kölner Strasse – Schloss wurde dort ja auch durch flach-zeichnen der Hochhäuser an der Kölner Strasse geschaffen. Diese werden sicher auch nicht abgerissen …

  7. Ich verstehe das ganze nicht,der Brunnen gehört dahin wo er steht, an die Treppe.So hat er eine Bindung zur Kirche für die Emilie wohl auch genug gespendet hat Er müsste nur.eine kleine Schönheitsoperation erhalten.Notfalls würde ich ihn an der neuen Treppe akzeptieren.Niemals aber das Einmotten, er gehört auf die Schloßstraße.BASTA

  8. Hinweise für die Leser*innen, die möglicherweise über den zukünftigen Standort des Brunnens abstimmen wollen:

    Der Emilienbrunnen kann durchaus an seinem heutigen Standort bleiben, sofern es genügend Stimmen dafür gibt. Ein alternativer Standort ist nicht zwingend notwendig.

    Dies hat Herr Höring (CDU, Vorsitzender des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses) gestern während einer Diskussion bei der Eröffnung des Tages “der Städtebauförderung” deutlich gemacht.

    Bei derselben Gelegenheit haben die Vertreter*innen der Stadt darauf hingewiesen, dass bei der Abstimmung neben dem Standortwunsch zusätzliche Wünsche zur Gestaltung der Fläche um den Brunnen herum (Ergänzung: z.B. Gestaltung des Hangs neben dem Brunnen, Bäume/Sträucher, Treppenanlage, Grünanlage) willkommen sind. Nach Aussage von Herrn Honecker ist das bisher gezeigte Bild aus dem Siegerentwurf von Club L94 nicht die abschließende Lösung. Diese soll gemeinsam mit den Bürger*innen erst noch entwickelt werden.

    Also, liebe Mitbürger*innen: An die Schreibmaschinen!

  9. Lieber Heribert Thimme,

    sollten Sie wegen meiner Aussagen das Empfinden der üblen Nachrede oder Verleumdung haben, dann tut mir das ausgesprochen leid und ich bedaure das auch. Mein Interesse ist es, dass die Menschen offen miteinander umgehen, sich dabei anerkannt und respektiert finden mit Ihren Meinungen und sich konstruktiv an so wichtigen Diskussion, wie den Planungen unserer örtlichen Infrastruktur beteiligen, gleich welche Meinung sie vertreten. Diffamierung ist weder mein Stil noch lag oder liegt es in meiner Absicht jemanden zu diffamieren.

    Man sollte allerdings auch nicht mehr Staub aufwirbeln, als man bereit ist zu schlucken.

    Die Aussagen von Ihnen: „….immer dasselbe mit diesen rückwärtsgewandten Zeitgeistern. Sobald sich etwas verändern soll, geht ein Aufschrei quer durch diesen Teil der so denkenden Bevölkerung“, als auch Ihre Aussage ausgerechnet auch noch in Ihrem Beschwerdeschreiben an Herrn Watzlawek: „Langsam scheint da ja wirklich auch in Bensberg der Generationenwechsel angesagt zu sein, frei nach der Devise „weg mit dem Muff aus den alten Gewändern“, beide Aussagen sind für mich populistisch, in dieser bislang sachlich fachlich und mit guten Argumenten geführten Diskussion. Diese Aussagen sind wenig zielführend und durchaus geeignet, sowohl eine Gruppe, als auch den Einzelnen, die Alten oder diejenigen, die sich für die Erhaltung des Brunnens einsetzen zu diskreditieren.

    Nach mehreren auch konstruktiven Diskussionen über die Zeit und einigen sehr klaren Ansprachen und deutlichen Worten in der Gruppe ist es schade, die gemeinsamen Aktionen so beendet zu sehen.

  10. Sehr geehrter Herr Thimme, wir haben den Kommentar geprüft. Die Formulierungen sind nicht freundlich, eine Diffamierung können wir aber nicht erkennen. Die Redaktion

  11. Lieber Herr Watzlawek,

    Ich bitte Sie eindringlich, die diffamierenden Äußerungen von Herrn Lothar Eschbach hinsichtlich meinen Äußerungen zu entfernen.

    „Da kennt Heribert Thimme offensichtlich einiges an wesentlicher Ortsgeschichte nicht, hat anderes nicht wirklich verstanden und erzählt wird ja auch viel, wenn der Tag lang ist. Als Neubürger fällt dann die Differenzierung eher schwer.“

    Langsam scheint da ja wirklich auch in Bensberg der Generationenwechsel angesagt zu sein frei nach der Devise „Weg mit dem Muff aus den alten Gewändern“.

  12. Da wirft Heribert Thimme aber einiges durcheinander und möchte wahrscheinlich Aufmerksamkeit öffentlichkeitswirksam erzielen, indem er die immer wieder gerne genommene Veränderungsresistenz als “Aufschrei quer durch diesen Teil der so denkenden Bevölkerung” darstellt. Hier fehlt noch ein Bild dazu. Da kennt Heribert Thimme offensichtlich einiges an wesentlicher Ortsgeschichte nicht, hat anderes nicht wirklich verstanden und erzählt wird ja auch viel, wenn der Tag lang ist. Als Neubürger fällt dann die Differenzierung eher schwer.
    Die von Heribert Thimme gewählten drei Beispiele sind derart verschieden, dass es dem Vergleich von Äpfeln mit Birnen gleich kommt.
    Die schwarzen Luftballons. Dank des gemeinschaftlichen bürgerlichen Engagements über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren wurde die Zerstörung der Innenstadt von Bensberg mit einem Mamut Bauwerk Marktgalerie verhindert. Die halbe Schlossstrasse war schon auf Gebäudelänge an den Investor verkauft. Weder passte das Bauwerk in diese Strasse, an diesen Hang, noch war die Zulieferung gesichert und die wirtschaftliche Zukunft für das Vorhaben war auch mehr als fraglich. Damit sich die Menschen das Abmaß überhaupt vorstellen konnten, stellten die Eigentümer des Malerwinkels ein Gerüst auf und die Eigentümer des Goethehauses ließen schwarze Luftballons in Bauhöhe Schlossstrasse aufsteigen. Der Erkenntnisgewinn war groß, am Ende gab es eine Umplanung zu dem heutigen sehr viel verkleinerten Baukörper, worüber heute sogar der Investor froh ist.
    Das viel diskutierte Parkplatzthema möchte ich hier nicht weiter ausführen, nur so viel: Bei wachsendem online Handel und alternder Bevölkerung wird zukünftig der Umsatz durch Aufenthaltsdauer erzielt. Daraus folgt, die Aufenthaltsqualität muss überdurchschnittlich gut sein, damit die Menschen im Städtchen bleiben. Die Straße der vielen Begegnungen.´

    Auch zum Emilienbrunnen ist in letzter Zeit in sehr vielen Medien sehr viel berichtet worden, sodass eigentlich die Historie des Brunnens, einschließlich fachlicher Einschätzung, also die Einschätzung von Fachleuten und der Bedeutung für Bensberg und damit auch für die Identität des Ortes als bekannt vorausgesetzt werden darf. Das gilt natürlich nur bei ernsthaftem Interesse und Studium der unterschiedlichen Darstellungen und Beschreibungen.
    Allein die Darstellung im Denkmalpflegeplan der Stadt reicht aus, dass es aus Gründen der Wertschätzung und Identität für Bensberg selbstverständlich erscheint, dass der Brunnen dort stehen bleibt, wo er steht.
    Man kann Herrn Professor Michael Werling nur dankbar sein für sein großartiges Engagement, dass er sich nach Erstellung des Denkmalpflegeplanes der Stadt nun so vehement für den Erhalt des Brunnens an gleicher Stelle einsetzt. Eigentlich sollte der Denkmalpflegeplan genau diese Wirkung bei den Planern erzeugen. Was läuft da falsch?

    Mir scheint, dass die handelnden Personen eine ganz besondere Vorstellung von „Heilung“ der Sanierungsfolgen der 70-iger Jahre haben. Hier muss dringend mit fachlicher Kompetenz nachgearbeitet werden, zumal die Befragung der Bürger schon als „kreative Lösung“ angesehen wird. Da wird einem angst und bange.

    Die Planung als Konzeption sollte der Örtlichkeit angepasst werden und nicht die Örtlichkeit der Konzeption. Vor allem da, wo es sich um historische, Ortsteil prägende oder identitätsstiftende Bauwerke, Wegeverbindungen oder Objekte handelt ist das eigentlich selbstverständlich. Es wird sonst aus einer möglichen „Heilung“ die Zerstörung der letzten historischen Plätze, Objekte und Wegeverbindungen im Zentrum von Bensberg. Das würden dann auch viele Neubürger bedauern.

  13. … immer das selbe mit diesen rückwärtsgewandten Zeitgeistern. Sobald sich etwas verändern soll, geht ein Aufschrei quer durch diesen Teil der so denkenden Bevölkerung.

    Das war zunächst so bei der wuchtigen neuen Marktgalerie, wo schwarze Luftballons über Bensberg schwebten.

    Im 2. Akt ein Aufstand der Händler. Ort der Begegnungen, … jawoll, aber dabei lieber mehr als weniger Parkplätze.

    Nun der 3. Akt. Der Emilienbrunnen muß da bleiben wo er ist. Nur keine Veränderung. Das Zentrum von Bensberg verlagert sich in Zukunft von der Kreuzung Nikolausstr. zur neuen Schlossgalerie. Warum nicht den Brunnen auf diesen zentralen neuen Platz mit den schönen Boulevardstufen verlagern? Wer Emilie wirklich würdigen möchte, sollte doch für solch eine Lösung offen sein, statt den Brunnen so achtlos an der derzeitigen Kreuzung versteckt zu lassen. Ich wäre der letzte, der dafür plädieren würde, den Brunnen einzumotten aber das bessere war schon immer der Feind des Guten.

  14. Nun geht es der letzten grünen Insel im Zentrum von Bensberg an den Kragen. Wenn man die beiden Bilder im Beitrag miteinander vergleicht, wird das sehr deutlich. Alte, herrliche Bäume sollen ohne Not gefällt werden!

    Unabhängig von Standortfrage des Brunnens geht die Gefährdung des Stadtklimas in Bensberg damit in die nächste Runde (nach der Diskussion um die Betonmauer an der Schloßgalerie). Dabei hat doch Herr Urbach, unser Bürgermeister, als Schirmherr einer Kunst-Kampagne vor wenigen Tagen noch in der Presse verlauten lassen: „Wir müssen Nachhaltigkeit in die Köpfe bekommen“. Wie recht er hat!

    Ich wünsche mir vom Stadtrat, ja, ich fordere ihn auf, darauf zu bestehen, sich realistische Bilder der zukünftigen Lösung zeigen zu lassen. Bei der Diskussion um die Bensberger „Betonmauer“ waren die Bilder bis zu Schluss beschönigend, auch in der Presse. Herr Havermann und Herr Kleinert haben ja bereits darauf hingewiesen. Darüber hinaus müssen die Bensberger Bürger*innen diesmal einbezogen werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Es ist genügend Zeit.

    Zurück zum Brunnen: Der muss natürlich in seinem heutigen grünen Umfeld bleiben. Genau da, wo er heute ist: In unmittelbare Nähe zur Kirche (für deren Bau sich Frau Schmitz besonders eingesetzt hat) und zum Schloss, beides ebenfalls Symbole für die Identität Bensbergs.

  15. Stimmt, die Zeichnung ist ziemlicher Quatsch und zeichnet ein Bild, das wenig mit der Realität zu tun hat.
    Der beste Ort ist dort, wo er jetzt steht. Meinetwegen zwei Meter nach hinten verrückt, aber mitsamt Felsen – erst das Ensemble macht den Reiz aus, alleine ist der Brunnen langweilig (sorry, Emilie).

    Ein alternativer Ort müsste an der Schloßstraße sein, alles Andere wäre faktisch eine ‘Einmottung’. Mir fiele höchstens noch die Stelle neben dem Aufgang zum Irish Pub ein, gegenüber vom Progymnasium.

    Anderer Punkt: Auf der Zeichnung sind nur mickrige kleine Bäumchen abgebildet…was ist mit den schönen Kastanien?

  16. Auch ich befürworte den Standpunkt an der Treppe der neuen Galerie.

  17. Die hier abgebildete Zeichnung der Planer ist auch wieder eine Mogelpackung, wie man sie schon oft in Verbindung mit der Erneuerung der Schlossstraße und der Schlossgalerie zu sehen bekam. Dort, wo der Emilien-Brunnen weg soll, wird eine sanfte Ansteigung abgebildet, die mit der tatsächlichen Topographie nichts zu tun hat, es sei denn, man ebnet die rechte Seite der Kadettenstraße ein und nimmt die paar Bäume dort auch noch weg.

    Wenn aber der Brunnen dort tatsächlich im Weg sein sollte, haben er und die Bensberger m.E. einen Platz an prominenter Stelle verdient, und der kann im linken Bereich der unteren Treppe links von der neuen Galerie sehr schön aussehen. Dort könnte der Brunnen auch einen würdigeren Rahmen bekommen, erscheint das “Korallenriff” doch recht unschön.