Eine Gruppe von Fridays for Future ist am Freitag in Moitzfeld zum ersten Mal mit knapp 40 Kindern und Eltern auf die Straße gegangen. Doch das ist erst der Anfang, weitere Demonstrationen und Projekte sind schon geplant. 

Diese Initiative, mit der die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future das erste Mal nach Bergisch Gladbach gekommen ist, geht auf Gundula Ludwig zurück. Sie ist Mutter von drei Kindern, ihre Gruppe richtet sich anders als andere nicht nur an Schüler, sondern an Kinder, Eltern und Einzelpersonen zugleich.

Die zentralen Anliegen sind es, das Thema Klimawandel in Bergisch Gladbachs Kindergärten und Grundschulen zu bringen und die Kinder schon früh mit Aspekten wie Eigenverantwortung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz vertraut zu machen.

Die Reaktionen auf ihr Engagement beschreibt Ludwig als gemischt. Sehr viele Eltern und Schüler äußerten sich sehr positiv über ihre Bemühungen und brächten sich aktiv ein. Sie stieße aber auch bei einzelnen Grundschülern auf Ablehnung. Dabei bekam sie Sprüche wie ,,So etwas werde ich nie machen” zu hören.

Nicht schwänzen, sondern aufklären

Ludwig stellt im Gespräch klar, dass sie nicht durch Schulschwänzen Druck auf die Politik ausüben will. Ihr Konzept ist es, durch die Erweiterung des Lehrplanes im Sachunterricht die Kinder ,,pädagogisch aufzuklären”. Dabei möchte sie die Schule als Partner gewinnen. Insgesamt gehe es der Yogalehrerin darum, die Grundschüler für Themen wie Tierschutz, Umweltschutz und Plastikvermeidung zu sensibilisieren.

Außerdem strebt sie an, sich ,,diplomatisch an den Einzelhandel richten und mit kreativen Ideen Schule und Wirtschaft miteinander vernetzen”, mit dem Ziel, auch in den Geschäften Plastik zu vermeiden. Als konkrete Idee schlägt Ludwig vor, zusammen mit einer Supermarktkette die Kinder für jeden plastikfreien Einkauf zu belohnen.

Vor Ort demonstrieren, global vernetzen

Im Sinne der Fridays for Future-Bewegung soll es aber auch die wöchentlichen Demonstrationen geben. Sie finden jeden Freitag um 16 Uhr im Zentrum von Moitzfeld statt.

Die Bewegung soll nicht isoliert in Moitzfeld aktiv sein, sondern will sich mit anderen Gruppen vernetzen. Ludwig beschreibt ihre Rolle in der Initiative als ,,Katalysator zum flächendeckenden Mobilisieren und Aufklären”.

Die Moitzfelder wollen sich auch am internationalen Klimastreik beteiligen, zu dem schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg für den 20. September aufgerufen hat. Dazu finde am 11. Juli ein Vortreffen in Bergisch Gladbach statt.

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