Das Zanders-Gelände im Zentrum von Bergisch Gladbach. Die markierten Flächen werden verkauft. Quelle: Geoservice Stadt Bergisch Gladbach, Geobasisdaten: Rheinisch-Bergischer Kreis

Inzwischen gehört das gesamte Zandersgelände der Stadt, der Kernbereich wird von der Zanders Paper GmbH genutzt.

Obwohl der Vertrag für das Zandersgelände formal am Monatsende ausläuft tun alle Beteiligten alles, um den weiteren Betrieb der Papierfabrik zu sichern. Einen neuen Pachtvertrag gibt es aber noch nicht. 

Die Verhandlungspartner hätten sich darauf geeinigt, den Betrieb der Anlagen durch die neue Zanders Paper GmbH bis auf weiteres zu dulden, bestätigte Moderator Ingo Wolf dem Bürgerportal. Diese Zeit solle genutzt werden, um einen vernünftigen Abschluss zu erzielen. Alle Beteiligten hätten einen außerordentlich starken Willen, eine Einigung zu erreichen.

Hintergrund der Unsicherheiten sind die Eigentumsverhältnisse: Im Zuge der Insolvenz hatte die Stadt Bergisch Gladbach das gesamte Grundstück gekauft, die Maschinen und Anlagen befinden sich in der Hand des Insolvenzverwalters.

Der Pachtvertrag zwischen der Stadt und dem Insolvenzverwalter läuft am 30. Juni aus, ein neuer Vertrag zwischen Stadt und Zanders Paper ist Gegenstand der laufenden Verhandlungen. Der Investor Terje Haglund verlangt günstigere Konditionen. Die Stadt fordert belastbare Konzepte – und argumentiert, dass eine günstigere Pacht gegen das Subventionsrecht verstößt.

Der Betriebsrat hatte Anfang Mai einen Runden Tisch vorgeschlagen, der seither unter Leitung des Rechtsanwalts und ehemaligen NRW-Innenministers Ingo Wolf tagt.

Die Stadt, der Insolvenzverwalter Marc d’Avoine und Zanders Paper hatten zuletzt am 25. Juni den Fortgang der Gespräche und ein konstruktives Klima bestätigt, sie wollen jetzt nicht erneut Stellung beziehen.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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