Eine abendliche Stadtführung durch die schöne Schlossstadt unternahmen auf Einladung der sozialdemokratischen Stadtteil-AG Bensberg-Herkenrath-Moitzfeld rund 30 Bürgerinnen und Bürger.

Der Kunsthistoriker und Stadtführer Markus Juraschek-Eckstein begann seine Führung an der Straße Burggraben. Sie liegt genau zwischen dem Bensberger Rathaus und dem Bergischen Museum, im Volksmund auch Türmchenhaus genannt, mit seinen historischen Gebäuden.

Das heutige Rathaus steht auf dem Grund des Alten Schlosses, der früheren Burg Bensberg. Einige Bauteile des Alten Schlosses wurden in den Neubau integriert. Bensberg ist geschichtsträchtig und wurde urkundlich das erste Mal im 12. Jahrhundert erwähnt. Ab dem 13. Jahrhundert diente die Burganlage den Grafen von Berg als Amtssitz. Auch, weil sie von dort aus ihre Besitztümer gut einsehen konnten, so auch das zum Herzogtum Berg gehörige Amt Porz.

Weiter ging es in den Innenhof des Rathauses, den Ratssaal und das Gebäudeinnere. Markus Juraschek-Eckstein erläuterte, was diesen Böhmschen Bau auszeichnet. Der „Affenfelsen“ mag nicht jedem gefallen, doch der berühmte Architekt Gottfried Böhm, Träger des Pritzker-Preises, hat mit dem Bensberger Rathaus ein sehr durchdachtes und einzigartiges Gebäude geschaffen.

„Es ist einer der bedeutendsten Beiträge der schöpferischen Denkmalpflege in Deutschland und sehr genau dem Alten Schloss und dem Bensberger Stadtbild angepasst“, so der Kunsthistoriker.

Danach wanderte die Gruppe weiter zum Neuen Schloss. Gebaut wurde es im frühen 18. Jahrhundert von Johann Wilhelm II., „Jan Wellem“ genannt und seiner Frau Anna Maria Luisa de‘ Medici als Jagdschloss. Heute ist Schloss Bensberg bekannt als ein 5-SterneHotel mit Restaurants, darunter ein 3-Sterne-Restaurant, und einer Altersresidenz im ehemaligen Schlosspark.

„Ein Rundgang durch Bensberg auf lange bekannten Pfaden, ist immer wieder schön. Dank der mit viel Detailwissen über Bensberg und seine Historie gespickten Ausführungen von Herrn Markus Juraschek-Eckstein war es eine sehr gut angelegte Zeit“, so der Teilnehmer Lothar Eschbach, ein gebürtiger Bensberger.

„Zwei Stunden sehr informativer und spannender Einblicke in die Geschichte Bensbergs. Bis jetzt war ich ein stolzer Bensberger, jetzt aber umso mehr!“, fasst Johann Dülken (Vorsitzender der Stadtteil-AG) den lehrreichen Rundgang durch die Schlossstadt zusammen.

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