Eine 83-jährige Frau mit Vorerkrankungen ist an den Folgen einer Corona-Infektion im Krankenhaus gestorben, eine weitere Hochbetagte in einer zweiten Klinik ist schwer erkrankt – und im dritten Bergisch Gladbacher Krankenhaus ist ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert worden.

Den ersten Todesfall im Rheinisch-Bergischen Kreis bestätigte jetzt das Kreisgesundheitsamt in einer Mitteilung. Die 83-jährige Patientin aus Bergisch Gladbach, die multiple Vorerkrankungen hatte, sei am Donnerstag in einem Bergisch Gladbacher Krankenhaus an den Folgen der Infektion mit Covid-19 gestorben.

Die Patientin habe zuvor in ihrer eigenen Wohnung gelebt. Die  Kontaktpersonen aus ihrem Umfeld seien bereits ermittelt, kontaktiert und unter häusliche Quarantäne gesetzt worden.

Zweite Patientin schwer erkrankt

In einem weiteren Krankenhaus in Bergisch Gladbach sei eine 85-jährige Patientin schwer erkrankt. Auch diese Patientin lebt in der eigenen Wohnung; sie hatte keine Außenkontakte.

Infektion beim medizinischen Personal

Zudem berichtet das Gesundheitsamt von einer Corona-Infektion bei einem „Mitarbeitenden des medizinischen Personals“, der unter Quarantäne gestellt worden ist.

Hier seien Kontaktpersonen aus dem medizinischen und dem privaten Umfeld ermittelt worden bzw. würden gerade ermittelt. Um wieviele Kontaktpersonen es sich handelt teilt das Gesundheitsamt nicht mit.

Das medizinisches Fachpersonal, das mit den drei Betroffenen in den Krankenhäusern in Kontakt gekommen ist, wird derzeit getestet. Diejenigen unter ihnen, die für den Krankenhausbetrieb entbehrlich sind, wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt.

Gemäß einer RKI-Richtlinie können aber diejenigen, die als unentbehrlich eingestuft werden, unter voller Schutzausrüstung weiter arbeiten. Diese Abwägung werde getroffen, damit sowohl die Sicherheit der Patienten als auch die Funktionsfähigkeit der Krankenhäuser erhalten bleibt.

Appell an die Bevölkerung

Der Todesfall der 83-jährigen Patientin mache deutlich, dass die aktuellen drastischen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung notwendig seien, um die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen, betont das Gesundheitsamt.

Jede Bürgerin und jeder Bürger stehe in der Verantwortung soziale Kontakte soweit wie möglich zu vermeiden. Besonders gefährdete Personengruppen sollten derzeit auch von nahestehenden Menschen möglichst nicht besucht werden.

Kontaktperson in einer Rösrather Senioreneinrichtung

Auch in einer Rösrather Senioreneinrichtung sei eine Kontaktperson zu einer Corona-Erkrankung bekannt geworden. Es gibt aber keinen Corona-Fall in der Einrichtung, lediglich eine Person aus der Verwaltung habe mit einem Betroffenen Kontakt gehabt. Da der Pflegebereich davon nicht berührt sei, gebe es keine Auswirkungen auf die Bewohnerinnen und Bewohner.

81 Fälle in RheinBerg bekannt

Inzwischen ist die Zahl der bestätigten Fälle auf auf 81 gestiegen, in Bergisch Gladbach erhöhte sich die Zahl um vier auf 28.

Bürgertelefon

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist unter der Woche von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar. Am Wochenende werden Fragen rund um das Corona-Virus im Zeitraum von 10 bis 16 Uhr beantwortet.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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9 Kommentare

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  1. Warum dürfen gefährliche Sportarten noch ausgeführt werden ? Jeder Rennradfahrer im Straßenverkehr, Moutainbiker, Motorradfahrer etc. riskiert, dass er bei einem Unfall unnötig wichtige Krankenhausrecoursen belegt. Abgesehen davon, wer will schon freiwillig in Zeiten wie diesen ins Krankenhaus ?! Die Leute sollten mal an die Konsequenzen ihres Handelns denken und nicht an ihren Fun und ihr Ego !

  2. Warum dürfen Zahnärzte weiter Prophylaxe durchführen, das eigene Personal so leichtsinnig der Gefahr der Ansteckung aussetzen, Masken für nötige Angriffe in den Krankenhäusern und für Rettungsdienste verbrauchen und den Virus verbreiten….????
    Warum??? Ich kann es nicht begreifen…

  3. Ich meine, es nutzt nichts, die Verantwortung immer auf offizielle Stellen abzuwälzen. Jeder hat eine Eigenverantwortung, auch anderen gegenüber. Jeder muss Vorsichtsmaßnahmen ernst nehmen, auch wenn sie nicht ausdrücklich angeordnet würden oder deren Durchsetzung erzwungen wird. So kann man sich z. B. auch von öffentlichen Spielplätzen fernhalten, trotzdem sie nicht offiziell geschlossen wurden.
    Ein Appell an den gesunden Menschenverstand: Nicht das Gehirn ausschalten und den Behörden allein das Denken überlassen.

  4. Öffentliche Spielplätze(Gieratherstr. 42) sind meiner Meinung nach, viel zu spät geschlossen worden. Die Schließung erfolgte erst am 19.03.2020. Im Haus werden keine Desinfektionsmaßnahmen von seitens der Stadt durchgeführt.(Versiffte Türklinken usw.)

  5. Das Gesundheitsamt gibt keine persönlichen medizinischen Details bekannt. Warum auch?

  6. Sehr geehrte Damen und Herrn,
    im Falle der bedauerlichen Todesfälle von ausschließlich älteren Mitmenschen nach offensichtlichen Corona-Covid-19 Infektionen wird, ohne Details, ausschließlich von Vorerkrankten gesprochen.
    Erbitte Ihre Info, um welche Vorerkrankungen handelte es sich dabei eigentlich?
    War der aktuelle Immunstatus dieser Personen beknnt?
    Wurde eine Immunstimulation und wenn ja welche therapiert?
    Mit freundlichen Grüßen
    J. Lewalter

  7. Ich persönlich finde es unverantwortlich lässt den MC donalds nur noch drive machen was bringt es wenn 3 Leute nur rein und dann die anderen draußen warten muss da länger warten mit anderen kein ansteckt Risiko… Jugendliche sitzen immer noch voller Spaß und Freude an ihren Plätzen und trinken und machen Party Daumen hoch. Mein Vorschlag alles ab 18 Uhr dicht, erste Bus ab 6 Uhr und letzter ab 20 Uhr. Macht mal was wenn die Bürger euch wichtig sind!!!

  8. Ich arbeite in einem Krankenhaus in Bergisch Gladbach. Wo bekomme ich Auskunft ob in dem Krankenhaus der Virus ist. Mit freundlichen Grüßen Birgit Worms