Maske als Statement: Die Einkleider in Bensberg mit Kunden auf der Wartebank

In Bensberg und Refrath sind viele Inhaber am ersten Tag der Wiedereröffnung mit dem Besuch der Kunden zufrieden. Dass es weiterhin viele Einschränkungen gibt, störe nicht groß, Optimismus ist das Gebot der Stunde.

„Es läuft ruhig an und wird sich einspielen“, sagt Hermann-Josef Wagner, Inhaber von Foto Wagner. Als Vorstandsmitglied der IG Refrather Handel steht er mit den anderen Händlern im direkten Kontakt. Dass Feste, wie z.B. das Kirschblütenfest ausfallen, sei ein harter Schlag.

Grundsätzlich aber sei die Händlerschaft optimistisch, die Krise zu bewältigen. Wagner lobt die Entscheidungen der NRW-Regierung ausdrücklich: sie habe schlimmere Folgen verhindert.

Hermann-Josef Wagner im Fotomedientreff Wagner

In Refrath und Bensberg, wie auch in der Gladbacher Innenstadt, waren die Geschäfte für Bekleidung, Schuhe, Parfüm und viele anderen Waren zum ersten Mal seit fast fünf Wochen wieder offen.

Mode Röhr in Refrath

Hier folgen viele Kunden dem Ratschlag, in den Geschäften eine Maske zu tragen. Ob es in der Schlange beim Bäcker war, im Modegeschäft oder am Bankschalter, die Masken waren vertreten.

In Weyer’s Bistro hat Wirtin Manuela Jünger die Zeit genutzt, die Gaststätte zu renovieren, auch der Biergarten ist schon hergerichtet. Jünger hofft sehr, dass auch die Gastronomen bald wieder ihre Tore öffnen dürfen – auch wenn es dafür noch keinerlei Signale gibt.

Manuela Jünger

Der Punkt „Sicherheit“ spielte bei allen wieder geöffneten Geschäften eine große Rolle. Abstand halten, Desinfektion nutzen,  gesonderte Ein/Ausgänge benutzen, abwarten bis man eingelassen wird. So dürfen in zahlreichen kleineren Ladenlokalen nur zwei Personen gleichzeitig einkaufen. 

Geschäfte mit einer größeren Fläche haben auch ein bestimmtes Limit an Kundschaft, die gleichzeitig im Laden sein darf, betont Ulrike Haeger von InterSport Haeger in Bensberg. Hier passieren die Kunden am Eingang eine Sicherheitssperre. Desinfektionsmittel für die Hände stehen bereit.

Das Team von Haeger trägt gelbe Westen. Auf denen wird signalisiert: „2 Meter Abstand“ einhalten.  Ulrike Haeger ist Mitglied der Interessengemeinschaft Bensberger Händler (IBH). Auch sie ist zuversichtlich, dass sich die Änderungen einspielen und die Kunden ihr Einkaufsverhalten anpassen und man gemeinsam diese große Aufgabe stemmt. 

Susanne und Frank Kramm (Die Einkleider) aus der Nikolausstraße haben ihr Schaufenster zur Wartezone mit Sitzkissen erweitert. „Hier wartet man doch mit bester Sicht, freute sich auch Olaf Schmiedt, Vorstand der Bensberger Bank.

Die Einkleider selbst sind sich einig: „Desinfektion, Gesichtsmasken, zwei Meter Abstand – aber trotzdem die gute Laune nicht verlieren“, das ist wichtig.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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