Annette Glamann

Die Ausstattung der Schüler an den weiterführenden Schulen Bergisch Gladbachs mit mobilen Endgeräten fordert die FDP seit langem. Inzwischen sei klar, dass das alles andere als ein Luxus-Thema ist.

Digitales Lernen … das erschien lange Zeit als „Luxus-Thema“! Gerade in Zeiten der (notwendigen) Schulschließungen zeigt sich jedoch, wie wichtig es bildungspolitisch ist, allen Kindern die gleiche Voraussetzung zum digitalen Lernen zu ermöglichen. Digitales Lernen wird auch nach der Corona Krise ein wichtiger Zusatzbaustein zum Präsenzunterricht bleiben.

Einige Schüler/innen sind gut mit Technik ausgestattet, andere haben gar kein mobiles Endgerät zur Verfügung. Die angestrebte Chancengleichheit in der Bildung wird dadurch substanziell behindert. Zahlreiche Schüler und Schülerinnen sind und bleiben dadurch benachteiligt.

Daran hat die FDP am Dienstag in einem Schreiben an Bürgermeister Lutz Urbach erinnert – konkret: An unseren Antrag zum Medienentwicklungsplan, der im zuständigen Ausschuss ABKSS vor einem halben Jahr (am 27. November 2019) bereits auf der Tagesordnung stand und der wegen Beratungsbedarfs zurück gestellt wurde. Dieser Antrag wurde bis heute nicht beraten.

Sein Inhalt ist jedoch in diesen Tagen dringlicher denn je!

DARAN haben wir unseren Bürgermeister heute noch einmal erinnert – und ihm insbesondere zum folgenden Punkt unseres o.g. Antrags einen Ergänzungsantrag übermittelt: 

„Als Standard bei den mobilen Endgeräten wurde eine Bedarfsquote von 1:5 festgelegt. – Diese Bedarfsquote ist für weiterführende Schulen viel zu gering. Hier ist 1:1 als Ziel anzustreben.“ (Zitat aus unserem o.g. Antrag)

DAS möchten wir nun wie folgt ergänzt sehen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, wie alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen baldmöglichst mit einem ein Tablet (mobiles Endgerät) für den digitalen Unterricht ausgerüstet werden können, das sie zur persönlichen Verwendung in der Schule bekommen und im Bedarfsfall auch mit nach Hause nehmen können. Das Konzept sollte die Bereitstellung der Tablets, die sichere Verwaltung inkl. Versicherungsschutz sowie die Bereitstellung geeigneter Software-Pakete zur Nutzung umfassen. Lerninhalte müssen von den Schulen auf Basis von Lehrplänen definiert werden.

Zu den Kosten

Ein geeignetes Tablet kostet zwischen 200 € und 350 €. Benötigt werden zusätzlich Software zur einheitlichen Administration der Geräte und die Einrichtung der Konnektivität. Somit würden sich die  initialen Anschaffungskosten pro Klasse nach unseren Schätzungen zwischen 8.000 € und 12.000 € bewegen.

Laufende Kosten und Kosten für die Erneuerung von Geräten sollten von der Verwaltung ermittelt werden. Einschlägige Provider, wie Apple, Microsoft oder Lenovo, bieten gerade für den Bildungsbereich attraktive Sonderkonditionen. Die Verwaltung wird aufgefordert, einen Stufenplan für die Ausrüstung der Schülerinnen und Schüler vorzulegen – angefangen bei den oberen Klassen der weiterführenden Schulen.

Es ist dringend notwendig, endlich gute Rahmenbedingungen für digitales Lernen zu schaffen, um baldmöglichst zumindest einem Teil der Schüler/innen (z.B. vor Abschlüssen) gleiche Chancen zu ermöglichen. 

„Wenn Kinder ‚durchs Raster‘ fallen, weil sie ohne Schulbesuch keine Gelegenheit zum Lernen haben, wird es für die Gesellschaft letztlich teuerer als jedes Tablett“, befindet Annette Glamann, die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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2 Kommentare

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  1. Eine gute Idee,aber es wird ein Wunschtraum bleiben.Ab wann ist man den Bedürftigt?
    Wo fängt es an und wo hört es auf?
    Kinder aus den hartz 4 Familien haben an dem 14 Jahr “stolze “0,25€ für Bildung.BuT und die Schülerbeihilfe ist für I Patt/Laptop nicht ausgelegt.Auch ist nicht ein Internet anschluss vorhanden(waurum auch immer).