Die GFO Klinken Rhein-Berg gehen einen kleinen Schritt in Richtung Normalität: Im Marien-Krankenhaus und im Vinzenz Pallotti Hospital werden drei weitere OP-Räume geöffnet, um wieder mehr normale Operationen durchzuführen. Der Kampf gegen Corona hat aber nach wie vor die höchste Priorität.

Auch in den vergangenen Wochen sei in den Kliniken der GFO operiert worden, die Notfallsäle sowie ein OP für dringende Tumorfälle waren immer geöffnet, berichtet Stefan Machtens, Chefarzt der Urologie und einer der ärztlichen Direktoren der GFO Kliniken. Allein im Marien-Krankenhaus waren aber vier der sieben OP-Räume freigehalten worden, um ausreichend Reserven für einen möglichen Anstieg von Corona-Patienten zu schaffen.

Dr. Stefan Machtens, ärztlicher Direktor des MKH

Daher mussten viele Operationen aufgeschoben werden, die Warteliste ist inzwischen lang. Nun nimmt ein weiterer OP-Saal die Arbeit auf, den sich alle ärztlichen Disziplinen im täglichen Wechsel teilen. Hinzu kommt ein OP-Raum für endoskopische Eingriffe der Urologie.

Und auch im VPH in Bensberg geht ein weiterer OP in Betrieb. Dort stehen neben dem Notfallsaal ein OP-Saal für stationäre und einer für ambulante Patienten zur Verfügung. 

Zunächst sollen die Patienten operiert werden, die unter besonders starken Beschwerden leiden und die keine Intensivbehandlung im Anschluss benötigen, erläutert Machtens.

Die Kliniken stünden jedoch in Kontakt mit allen Patienten. Wer eine dringende OP benötige, der werde als Notfall eingestuft und so schnell wie möglich operiert. Das sei auch in der Vergangenheit so gehandhabt worden, kein Patient sei gefährdet worden.

Die Kliniken beobachteten die Corona-Entwicklung sehr sorgfältig und sind jederzeit bereit, die normalen Operationen wieder zurück zu fahren. „Die Öffnung geschieht nur unter Vorbehalt; wir werden uns ganz vorsichtig an die neue Lage herantasten”, sagt der ärztliche Direktor des MKH.

Nach wie vor sind zwei komplette Stationen für Corona-Verdachtsfälle und für infizierte Patienten reserviert. Die Öffnung weiterer OP-Säle sei frühestens in zwei oder drei Wochen möglich, sofern die Zahl der Corona-Patienten niedrig bleibt.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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