140 Schüler:innen und Lehrkräfte waren nach einem Corona-Fall am Berufskolleg vorsorglich getestet worden, kein einziger fiel positiv aus. Daraus lassen sich, ebenso wie aus der langfristigen Fallentwicklung im ganzen Kreis, einige Schlüsse ziehen. Am Freitag wurde in RheinBerg nur eine neue Infektion bestätigt.

Nach der Infektion einer Schülerin am Berufskolleg Kaufmännische Schulen hätte nur der direkte Kontaktkreis getestet werden müssen, doch das Kreisgesundheitsamt bot freiwillige Tests an – wovon 140 Schüler:innen und Lehrkräfte Gebrauch machten.

Jetzt liegen die – ausschließlich – negativen Ergebnisse vor. Das löst bei der Kreis- und Stadtverwaltung große Erleichterung aus – weil erstens das Hygienekonzept des gerade erst geöffneten Berufskollegs funktioniert hat und es offenbar keine hohe Dunkelziffer bei den Corona-Fällen gibt.

Dank bei den Verantwortlichen

Schulleiterin Nicole Schuffert nutzte die Gelegenheit,um sich bei den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, beim Berufsschulverband und beim Gesundheitsamt für die gute Vorbereitung und Beratung zu bedanken.

Bürgermeister Lutz Urbach, der im Moment auch Dezernent für die führungslosen Fachbereiche 4 und 8 sowie Verbandsvorsteher des Berufsschulverbandes ist, werte die Ergebnisse als gutes Zeichen. „Im Hinblick auf die weiteren Öffnungen im Schulbereich sind wir gut aufgestellt”, sagte Urbach.

Zahl der Infektion auf niedrigem Niveau

Unabhängig davon wurde am Freitag im Kreis RheinBerg nur ein neuer Corona-Fall bestätigt. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt jetzt bei 440, davon gelten 350 als genesen, 18 sind verstorben.

Die Anzahl der der Infektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner liegt unverändert bei 3,5.  Diesen Wert stellt der Kreis jetzt erstmals auch in einer Verlaufsgrafik zur Verfügung.

In der Entwicklung seit dem 10. März lassen sich grundsätzliche Richtungsänderungen bei der Corona-Bekämpfung gut erkennen. Die Zahl stieg zunächst an und wurde erst durch die Einführung erster Kontaktbeschränkungen gebremst.

Die Spitze um den 11. April geht auf Infektionsketten in Altersheimen zurück. Danach fiel die Zahl kontinuierlich, stieg nach der ersten Lockerung der Corona-Regelungen um den 23. April wieder ein wenig an und ging mit Einführung der Maskenpflicht um den 27. April wieder auf Talfahrt. Aktuell verharrt sie auf sehr niedrigem Niveau.

Die aktuelle Statistik sieht so aus:

neue FälleInfektionenToteGenesenInfiziert
Bergisch Gladbach12131415148
Burscheid0170161
Kürten0220184
Leichlingen0290254
Odenthal0210183
Overath0392352
Rösrath0460424
Wermelskirchen0532456
RheinBerg14401835072

Derzeit befinden sich noch sechs (Vortag: fünf) Personen, die am Corona-Virus erkrankt sind, in einem der vier Krankenhäusern im Kreis, davon zwei (Vortag: eine) in intensivmedizinischer Betreuung.

Weitere Beiträge zum Thema

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Guten Morgen, ich finde, die Zahl der Infektionen allein sagt nichts über den momentanen Zustand in RheinBerg aus. Zum einen ist nicht jeder, der sich seit Beginn des Jahres indiziert hat, auch erkrankt und außerdem ist meines Erachtens die Zahl der aktuell erkrankten/positiv getesteten Menschen relevant.
    Die Zahl der Infizierten steigt natürlich immer weiter, denn wer einmal gezählt ist, wird ja von dieser Zahl nicht mehr abgezogen.

    Einen lieben Gruß und bleibt alle schön gesund.
    Antje Sauerteig