Wolfgang Honecker, Fachbereichsleiter Planen und Bauen

Als Stadtplaner nimmt Wolfgang Honecker seit sechs Jahren eine Schlüsselposition bei der Neugestaltung der Stadt ein, zuletzt kämpfte er vehement für die Modernisierung der Schlossstraße. Jetzt steigt er auf – und wird Fachbereichsleiter für die wichtigen Themen Stadtplanung, Stadtentwicklung und Verkehr.

Diese wichtige Personalie hatte der Haupt- und Finanzausschuss in nichtöffentlicher Sitzung am Donnerstag bestätigt, teilt die Stadtverwaltung jetzt mit. Honecker habe sich in einer internen Ausschreibung durchgesetzt und folgt als Leiter des Fachbereichs 6 (Immobiliennutzung) am 1. August auf seine bisherige Chefin Elisabeth Sprenger, die in den Ruhestand geht.

Zur Person: Wolfgang Honecker ist 47 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern im Alter von zwölf und sieben Jahren. Der Diplom-Ingenieur hat Architektur mit Schwerpunkt Städtebau studiert, in seiner Geburtsstadt Aachen. Nach einigen Jahren in einem Planungsbüro, einem Referendariat und vier Jahren als Stadtplaner bei der Stadt Frankfurt wechselte er als Bezirksplaner nach Köln-Mülheim und 2014 nach Bergisch Gladbach. 

Honecker ist Mitglied im Ausschuss Stadtplanung der Architektenkammer NRW, Mitglied bei WIR StadtplanerIN NRW sowie in der SRL – Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung.

In Bergisch Gladbach hat die Stadtplanung in den vergangenen Jahren durch die Debatte über den Flächennutzungsplan, einzelne Bebauungspläne und große Projekte die das Integrierte Handlungskonzept Bensberg mit dem Komplettumbau der Schlossstraße eine besondere Rolle gespielt. Mit dem Zanders-Areal, dem Stadthaus am S-Bahnhof und die neue Nutzung der alten Stadthaus-Standorte stehen weitere Mega-Projekt an.

„Das Äußere der Häuser ist das Innere der Stadt“

Seine Bau-Philosophie beschreibt Honecker so:

„Meine Auffassung ist, dass eine Stadt lebenswert für ihre Bewohnerinnen und Bewohner sein soll. Das umfasst die Versorgung mit allem, was man braucht: Wohnraum, Arbeit, Kultur, aber auch ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt.“ 

Das könne durch eine lebendige Quartiersgesellschaft bewirkt werden, und durch die Qualität der Bebauung, formuliert Honecker: „Das Äußere der Häuser ist das Innere der Stadt.“

„Qualitativ anspruchsvolle Konzepte – wie zum Beispiel in Bensberg”

Eine wichtige Aufgabe des Fachbereichs ist zudem die Beantragung von Bundes- und Landsmitteln für kommunale Projekte. Die Städtebauförderung sei baukulturell und finanziell sehr wichtig für die Aufwertung der Städte, sagt Honecker.

Bergisch Gladbach könne es sich nicht erlauben, bei der Inanspruchnahme dieser Fördertöpfe außen vor zu bleiben – und müsse „qualitativ anspruchsvolle und integrierte Konzepte detailliert ausarbeiten, wie zum Beispiel in Bensberg,“ betont Honecker.

Für die Schlossstraße, den Stadtgarten und einige weitere Bestandteile des InHK Bensberg bekommt die Stadt hohe Fördergelder; für die Schlossstraße hatte die Stadt einen Wettbewerb durchgeführt, dessen Ergebnis in Bensberg zu vielen Debatten geführt hatte – und für den Honecker energisch kämpft.  

Viele neue Aufgaben

Darüber hinaus muss sich Honecker jetzt um eine Reihe weiterer Aufgaben kümmern. Zum Fachbereich gehören neben der Stadtplanung auch die Stadtentwicklung, die strategische Verkehrsentwicklung, der Geoservice, die Bauaufsicht, die Untere Denkmalbehörde und die Geschäftsstelle des Gestaltungsbeirats.

„Viele Prozesse sind in der letzten Zeit angestoßen worden, die ich als sehr wichtig für die Zukunft unserer Stadt erachte“, sagt Honecker. Dazu zähle er die Baulandstrategie, das Handlungskonzept Wohnen, die Priorisierung der Flächen im neuen Flächennutzungsplan und die Verbesserung des Verkehrs.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Dann wollen wir einmal hoffen, dass so immens wichtige Themen wie Stadt- und Verkehrsentwicklung, die jahrzehntelang vernachlässigt wurden, nun beherzt aufgegriffen werden. Was nützt ein FNP, wenn niemand die Bevölkerung wissen lässt, worin man in dem Olan eine Stadtentwicklung sehen kann? Was nützen schöne neue Wohnquartiere, wenn niemand sagen kann, wo der zusätzliche Verkehr hin soll?

    “Detailliert ausgearbeitete, qualitativ anspruchsvolle und integrierte Konzepte wie in Bensberg” hört sich an, dass den Bensbergern all Ihre Wünsche erfüllt wurden. Der ausgeschriebene wettbewerb dazu hat tatsächlich zu vielen Duiskussionen in bensberg geführt. Was aber realisiert wurde und wird, hat an vielen Stellen wenig mit dem zu tun, was die bensberger wollten, im Gegenteil, am Beispiel Emilien-Brunnen bietet man lediglich eine Verschlimmbesserung an. Schloss-Galerie und -Straße wurden 15 Jahre lang zerredet und sind immer noch nicht zu Ende geplant.
    Man darf gespannt sein, ob tatsächlich 2021 mit der “Verschönerung” der Schlossstraße begonnen wird und 2022 damit endet. Gerade diese Straße – im Willkürspiel von Verwaltung sowie Eigentümern und Händlern und den unsäglichen Geschichten um die Bäume – muss schon ein Schmuckstück werden, um der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, den Ärger vergessen zu lassen.

    Wir können nur hoffen, dass Herr dazu beiträgt, in Bensberg endlich Ruhe einkehren zu lassen!

  2. Zum Thema Planung und Verkehr möchte ich folgendes sagen : Ich finde es richtig, dass Radfahren mehr Sicherheit und mehr Raum gegeben wird. Das dies zu Lasten von Parkplätzen für PKW’s und Verkehr geht ist jedem klar und auch ok. Aber bitte dies sollte alles mit Augenmaß geplant und realisiert werden. Ich habe jedoch den Eindruck, dass von Seiten der Radfahrgemeinde immer mehr Forderungen gestellt werden, ohne darüber nachzudenken, dass es nicht nur Radfahrer gibt. Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass die Parkplatzberechtigungsscheine für die Mitarbeiter der Verwaltung nicht im Gießkannenverfahren üppig verteilt werden. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrädern ist auch diesen Herrschaften zumutbar.