Wer in den Sommerferien zuhause bleibt, kann die Heimat auch per Geocaching erkunden – der Suche von versteckten Dosen per Satellitenkoordinaten. Das Team von „bergischhoch2“ betreut eine ganze Serie von Geocaches mit spannenden Rätseln an besonderen Orten.

Ralf und Susanne, Oliver, Bryan, Holger und Sascha: Die sechs Ehrenamtler bilden das Team von bergischhoch2. Dahinter verbirgt sich nichts anders als ein gemeinsames Geocaching-Projekt der Nachbarstädte Bergisch Gladbach und Odenthal.

Das Team von bergischhoch2 bei der “Arbeit”

Mit qualitativ hochwertigen „Schatzkisten”, den sogenannten Geocaches, wollen die Gemeinden Besucher in die Region locken. Dass die Caches aber auch für Einheimische spannend sind, zeigt ein Gespräch mit BaumFink.

So lautet der Name des Geocachers Oliver. „Unser Team betreut seit 2014 die Caches von bergischhoch2“, erklärt er. Es entwickelt neue Ideen, kümmert sich um die handwerkliche Umsetzung, betreuet die Logistik, steht bei Fragen parat und pflegt die Caches online auf www.geocaching.com.

Das Projekt bergischhoch2 gab es schon vor 2014. Dann hat sich die Stadtverwaltung an einen erfahrenen Geocacher gewandt und um Unterstützung gebeten. Von dort wurde der Kontakt zu Bryan vermittelt.  Und prompt fand sich die Truppe zusammen mit dem Auftrag, die Caches von „bergischhoch2“ zu optimieren.

Hintergrund: Geocaching ist eine Schatzsuche per Satellitennavigation (GPS). Was es dabei in unserer Region aber auch weltweit zu finden gibt, ist auf Webseiten wie www.geocaching.com zu sehen.

Weitere Infos für Einsteiger finden Sie am Ende dieses Textes.

Zehn Funde für eine Überraschung

Und die Truppe kam auf die Idee mit den Stempeln: Wer eine Geocache-Dose fand, konnte dem Versteck einen Stempel entnehmen und damit einen Vordruck der Stadt ausfüllen. Wer zehn Caches der Serie gefunden hatte bekam eine Überraschung.

„Das gibt es auch heute noch. Aber statt des Stempels genügt der digitale Nachweis, dass man zehn Caches gefunden hat. Das macht es noch einfacher“, so Oliver. Cacher tragen ihre gefundenen „Dosen” auf einer Webseite wie www.geocaching.com ein. So kann man nachweisen, welche Caches man gefunden hat.

Bei diesem Cache wird es handwerklich

Die Überraschung kann man sich im i_Punkt in Altenberg abholen oder über das Profil von „bergischhoch2“ anfordern. Die Aussicht auf das wertige Geschenk lockt immer mehr Interessenten auf die Pfade von „bergischhoch2“.

Elf mal bergischhoch2

Was gibt es dabei zu entdecken? Wir haben eine Kurzübersicht zusammengestellt. Unter den Links finden Sie mehr Details zu den einzelnen Verstecken:

Die Caches von bergischhoch2 im Überblick
  1. Villa Zanders: Kurzer Multi-Cache, also eine Suche mit mehreren Stationen, rund um das Kunstmuseum
  2. Einsatz an der Steinbreche: Kleine Rätsel in historisch-feuriger Umgebung
  3. Altes Schloss Bensberg: Geocaching mit Fernblick auf Köln
  4. Grube Blücher: Zurück in die Zeit des Bergbaus, Taschenlampe und gutes Schuhwerk nicht vergessen!
  5. Asselborner Mühle: Drive-in: Ankommen, parken, finden (mit etwas Glück!)
  6. Alte Dombach: Neun Stationen, die in die Papierherstellung einführen
  7. Geologie im Bergischen: Kleine Rundreise durch „Gruben“ aller Art
  8. Odenthal: Wanderung durch den Ortskern
  9. Milchtankstelle Oberborsbach: Ohne „Kuh-R-Code“ geht hier nix
  10. Der Geist von Altenberg: Mystik im Dom und ein kniffliges Kreuzworträtsel
  11. Der letzte Abt von Altenberg: Auf den Spuren von Abt Alberich

Die Caches sind in der Regel auch mit Familien gut zu lösen. Für den Spaß genügt ein Handy mit GPS-Funktion, also der Möglichkeit zur Navigation per Satellitensignal. Darauf lädt man eine App, die GPS-Koordinaten ansteuern kann.

Gut zu wissen: Die Caches von „bergischhoch2“ sind auf der Plattform www.geocaching.com unter dem Suchwort „bergischhoch2“ oder direkt unter folgendem Link zu finden: https://bit.ly/bergischhoch2

Um die Caches auf der Website geocaching.com anschauen zu können wird ein kostenloses Basis-Profil benötigt, das in zwei Minuten angelegt ist

Finanziert wird die Cache-Reihe durch den Tourismus- und Wirtschaftsetat der Stadt Bergisch Gladbach sowie Mittel der Gemeinde Odenthal. Die Städte folgen damit einem echten Trend:

So betreibe Düsseldorf als Landeshauptstadt eigene Caches, bei denen umprogrammierte Parkautomaten für die Ermittlung von Satellitenkoordinaten genutzt werden. Im bayerischen Oberstaufen gebe es gar Infosäulen der Gastronomie, die für das Geocaching eingesetzt werden könnten, weiß BaumFink zu berichten.

Hier vermutet man keinen Geocache

Oliver alis BaumFink sieht das Geocaching mithin nicht als Werbeinstrument, sondern vielmehr als Medium, um Interessenten zu spannenden Locations vor Ort zu führen. Und weil die Gemeinden die Finanzierung übernehmen, könne man hochwertige Caches anbieten, die regelmäßig kontrolliert und auf wertigem Niveau entwickelt würden, sagt Oliver. Zudem habe man so Zugang zu ungewöhnlichen Orten oder Bauwerken, die private Cache-Owner eher nicht für ihre Angebote nutzen könnten.

Fast 3.000 Besucher

„Bergischhoch2“ ist eine spannende Cache-Serie, die dank guter Rätsel, toller Örtlichkeiten und hochwertiger, animierender Verstecke lange im Gedächtnis bleibt. Für die Ferien bieten sie also echte Cache-Highlights. Man sollte sie aber nach und nach angehen. Hier steht das Erlebnis kombiniert mit Spaß und Bewegung im Vordergrund.  

Mittlerweile freut sich die Gruppe über knapp 3.000 Besucher. Es wird laufend an neuen Ideen und deren Umsetzung gearbeitet. Daher lohnt es sich, regelmäßig auch nach neuen bergischhoch2-Caches zu suchen.

Wer das Team von bergischhoch2 bei seiner Arbeit unterstützen möchte, selbst Unterstützung beim Cachen benötigt oder einfach nur Fragen zu den einzelnen Caches hat, kann eine Mail schreiben an bergischhoch2@gmail.com

Infos zum Geocaching

Was ist Geocaching? Das Wort Geocaching leitet sich ab aus Geo = Erde und Cache = geheimes Lager. Es geht darum, im Freien versteckte Dosen (=Geocache) zu finden. Der Cacher nutzt dabei Satellitenkoordinaten, die er vorher auf sein GPS-Gerät oder sein Handy lädt. GPS-Gerät oder Handy lotsen den Cacher dann zum Versteck, so wie das Navi im Auto.

Wie geht es? Vor Ort geht dann die eigentliche Aufgabe los: Die Dosen sind meistens sehr gut versteckt, getarnt, oder es gilt eine kleine Aufgabe zu lösen, um das Versteck zu entdecken oder gar zu öffnen. Findet der Cacher die Dose, z.B. unter einer Baumwurzel, oder getarnt als Stein, trägt er sich in das Logbuch ein. Dieses befindet sich in der Dose und dient als Nachweis, dass man vor Ort war. Fertig! Die Schatzsuche war erfolgreich – auf zum nächsten Cache!

Was wird fürs Geocaching benötigt? Man kann spezielle GPS-Geräte nutzen, die es z.B. von Garmin oder Magellan gibt. Eine Übersicht finden Sie hier. Wer nicht direkt in Hardware investieren möchte, nutzt z.B. die App von www.geocaching.com. Hier kann man sich kostenlos anmelden und einfach loslegen (iOS und Android): Die Karte aufrufen, einen Cache anklicken, Infos durchlesen und losmarschieren. Mit einer Premium-Mitgliedschaft sieht man bei Geocaching mehr Caches und nutzt Zusatzfunktionen. Das ist für den Einstieg aber nicht notwendig.

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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