Christian Buchen. Foto: Manfred Esser

Der Kandidat der CDU für die Bürgermeisterwahl stellt zwei weitere Themenfelder aus seinem Wahlprogramm vor: Mit Blick auf das Zanders-Areal will Christian Buchen „Die Stadt neu denken” – und außerdem die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben.

Der CDU-Bürgermeister-Kandidat Christian Buchen strebt eine „intelligente Vernetzung“ Bergisch Gladbachs an; er will bis Ende 2022 mehr als 500 Dienstleistungen der Stadtverwaltung auch digital anbieten, so dass diese nicht nur in den Bürgerbüros, sondern auch von zu Hause und unterwegs genutzt werden können.

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„Wir müssen in diesem Bereich gegenüber anderen Kommunen enorm aufholen, um zum Beispiel für junge Firmen und vor allem für „Start-up“-Unternehmen attraktive Bedingungen zu schaffen“, betont Buchen. Der „Smart City-Index“ des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V (Bitkom) vergleicht mit dem Schwerpunkt Innovationen alle deutschen Großstädte. Bergisch Gladbach befindet sich in diesem Vergleich derzeit nur auf Platz 80 von 81.

WLAN im öffentlichen Raum, Ausbau des Mobilfunknetzes, ein innovatives „lernendes“ Verkehrsleitsystem, moderne Kommunikationswege zwischen Verwaltung und Bürgerschaft, Entwicklung einer neuen „GL-City-App“ als interaktive Möglichkeit einer effektiven Bürgerbeteiligung – das sind einige Vorhaben, die Buchen realisieren will.

Es sei höchste Zeit, dass Bergisch Gladbach in diesem Bereich auf die „Überholspur“ wechsle. „Wenn ich Bürgermeister bin, mache ich Smart City zur Chefsache“, unterstreicht Buchen, der von Beruf Wirtschaftsinformatiker ist.

Das komplette 10-Punkte-Programm zur Digitalisierung finden Sie hier.

Zanders: Wohnen in allen Facetten

In einem weiteren Themenfeld stellt der CDU-Bürgermeisterkandidat seine Ideen für die Gestaltung und Nutzung des Zanders-Areals vor. Dieses 38 Hektar umfassende städtische Grundstück bietet, wie er hervorhebt, „die historische Chance, das Leben und Arbeiten in unserer Stadtmitte neu zu denken“.

Da die Papierfabrikation und damit die Sicherung der rund 400 Arbeitsplätze für die CDU unverändert Vorrang habe, gehe es zunächst darum, die angrenzenden Flächen zur Innenstadt zu entwickeln – unter Einbeziehung einer „intensiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess“.

Dabei sei es ihm ganz wichtig, dass die städtebauliche Förderung des Zanders-Areals stets im Rahmen der mit hohen Zuschüssen ausgestatteten „Regionale 2025“ gedacht werde, so Buchen. 

In dem Themenpapier spricht er sich, bezogen auf das Zanders-Areal, für die Schaffung eines „Stadtteils für alle“ aus. Es solle „Wohnen in allen Facetten für Familien und Singles, für Jung und Alt, von bezahlbar bis anspruchsvoll, von klassisch bis kreativ, von interkulturell bis integrativ“ möglich werden.

Er, Buchen, stelle sich auch Gewerbeflächen vor, „die flexible Nutzungen erlauben, sei es durch kleine und mittlere Handwerksbetriebe oder Start-ups aus der IT-, Beratungs- oder Medienbranche“.

Für ihn seien die Einbeziehung von Naherholungsflächen, die Offenlegung der Strunde, begrünte Dächer und Solaranlagen, Obstwiesen und neuer Baumbestand sowie blühende Vorgärten und verpflichtend anzulegende Tiefgaragen selbstverständlich.

Das gesamte Papier zum Zanders-Areal finden Sie hier

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16 Kommentare

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  1. Bravo, für Ihren Beitrag, Herr oder Frau W.J.!!! Im Übrigen fehlen mir bei all den , oftmals ziemlich verquast ausgedrückten, Beiträgen verschiedener Herren , die von Damen. Die Stadtentwicklung , inclusive der Kosten dafür , geht diese schließlich auch etwas an.

  2. Alle beide der vermutlich aussichtsreichsten unter allen dieses Mal antretenden BM-Kandidaten scheinen ja die Absicht zu haben, die Stadt “neu denken” / entwickeln / gestalten … etc.zu wollen (natürlich nur soweit, dass niemand verschreckt wird, v.a. auch manche der eigenen Parteifreunde bzw. Koalitionspartner nicht) …

    Zum Thema Stadt “neu denken” usw. ein ganz interessanter Beitrag des DLF, hier im Lichte der mutmaßlichen Konsequenzen des “coronaischen Zeitalters” (gilt aber wohl auch unabhängig davon):

    https://www.deutschlandfunk.de/stadtentwicklung-wie-die-corona-pandemie-unsere-staedte.724.de.html?dram:article_id=480836

  3. @Lothar Eschbach
    Sie sind ja, lieber LEs, gerade ob Ihrer tatkräftig und respektabel ausdauernd „subversiven“ Aktivitäten, ungleich dichter am hiesig hintergründigen Stimmungspuls als ich es bin

    – aber mir kommt gerade bspw. Ihre an anderer Stelle geäußerte Befürchtung in den Sinn, dass etwa eine „nachhaltig” in die Fläche „geklotzt” großformatige Plakatkampagne der Schwarzen Partei am Ende das hier ausgeprägte „Idyllen“- und Verharrungsbedürfnis (über das smart komprimierte Versprechen sozusagen „ungefährlicher Modernität” per „black containment“) doch noch einmal erfolgreich stimulierte …

    Und der andererseits annoncierte „Stein des Umsturzes“ müsste durch eine entsprechend mitreißende Change-Offensive ja auch erst ‘mal so recht in‘s Rollen kommen bzw. überhaupt noch gebracht werden …

    Wobei ich da, zugegeben, (und vielleicht zu unrecht) skeptisch bleibe

    – denn wo genau soll ein solcher, tragfähig intelligenter und widerstandsfest belastbarer „spirit of change“ dann sein notwendiges „Back Office“ finden?
    Beim vormals kleineren Großkooperanten, also den Hellroten als Partei … ??
    Und seit ich die Plakate der Grünen Partei gesehen habe …

    Aber da mag mir mein defizitärer Sinn für politische und andere Realitäten auch den Blick verstellen oder mindestens arg trüben …

    Wenn es jedenfalls so ist oder wäre, wie Sie es einschätzen, Lothar Eschbach,
    dass also die geballten und wohl memorierten (!) Erfahrungen bei den zentralen Themen für eine künftige Stadtentwicklung (wie eben INSEK, vor allem FNP, aktuell INHK oder, sich andeutend, Zanders-Komplex) eine zureichende Mehrheit am 13.09. sozusagen „wechselbereit“ oder bereit für besagten „Politikwechsel“ machten,

    dann hoffe ich in genau dem Sinn auf eine möglichst starke Rolle der (im Übrigen gar nicht plakatierenden und hoffentlich daran zuletzt nicht gebrechenden) FWG, um das knirschende Gefüge der „Stammbesetzung” im Rat in frische Fahrt und auf neuen Kurs zu bringen …

    Es gibt davon abgesehen doch farbdurchlaufend kluge und potentiell willige Köpfe, die sich im Falle eben bewegter bzw. zur Bewegung zwingender Verhältnisse im Rat dann vielleicht verschärft aus der Deckung wagen würden, um bestenfalls ganz neue Dynamiken „lagerüberspringend“ in Gang zu bringen, damit einen wirklichen „Politikwechsel“ einzuleiten …

    Und bei aller Kritik an „der Politik” zumal in Sachen Stadtplanung darf man halt nicht vergessen, dass es, Beispiel auch Bensberg, nicht gerade einflusslose Interessengruppen gibt, die etwa das Wohl der Zukunft ernsthaft an der Anzahl von Parkplätzen inmitten des recht überschaubaren Innenstädtchens bemessen …

    Vom Wunsch nicht weniger nach dem Bau eines „Innercity-Highways GL“ (sprich der große Untote über den Bahndamm) nicht zu reden – Ist wenigstens dieser Irrsinn mittlerweile und meinethalben würdig bestattet?!

    Unter‘n Strich bleibe ich bei der Vermutung, dass der „große Lagerkampf“ zwischen Schwarz und Ampelbund sich letztlich qua Stärke / Schwäche von Grün entscheidet (plus ggf. Schwarzen Einbußen durch Hellblau); da wird man sich ampelseits sehnend an das Ergebnis der verg. Europawahl erinnern …

    Oder die hiesige Ratswahl bildete am 13.09. m.o.w. 1 zu 1 (und ampelseits ernüchternd) die genau gegenwärtigen Bundesverhältnisse ab, wobei dann wiederum die Rolle einer möglichst starken FWG desto interessanter werden könnte …

    Aber bleibt alles Spökenkiekerei – Der Urnengang in rund 2 Monaten bietet dem hiesigen Wähler in freier Entscheidung und im Lichte bisheriger Erfahrung immerhin alle Möglichkeiten und Chancen …

  4. Self fulfilling prophecy, lieber Herr HG Ullmann, deshalb ist die Wiederholung auch so wichtig.

    Natürlich verbinde ich als Wahlbürger auch ein Stück Hoffnung mit dem Blick auf die Zeit nach der Wahl und so abwegig ist der herbeigesehnte Politikwechsel ja nicht, hergeleitet selbstverständlich aus den schlechten Erlebnissen und unterdurchschnittlichen Ergebnissen des bisherigen Handelns, mindestens in den letzten fünf Jahren. Wenn die CDU zu den jetzt von ihr großflächig beworbenen Themen auch nur durchschnittliche Leistung gebracht hätte, wäre der Ruf nach Politikwechsel nicht so laut und so erforderlich, es geht nicht nur um das Mobilitätskonzept. Keine Zeit mehr für partikulare Lernkurven in Zukunftsfragen.

    Man nehme den FNP, das Ergebnis unter Führung der CDU hat bei den engagierten Bürgern gesessen, wie keines davor und das stadtweit, nicht nur wegen des Zanders Gelände. Man nehme das InHK Bensberg mit dem Votum der engagierten Bürger und das, was am Ende dabei rausgekommen ist, auch an Aufenthaltsqualität. Bis zum Wahltermin ist auch die „Verwaltungsmauer mit Treppe des Siegerentwurfs“ sichtbar, hingehen, ansehen. Man nehme den ursprünglich geplanten Feuerwehrstandort im Frankenforst, die Instrumentalisierung der Feuerwehr, um ein Stück Königsforst platt zu machen. Alles überzeugende politische Akte unter Führung der CDU.

    Sehr wohl war auch immer die SPD maßgeblich beteiligt, also deutliche Mitschuld an den Dramen der politischen Arbeit in letzter Zeit. Auch kein Ruhmesblatt für die SPD, allerdings muss man ihr zu Gute halten, bei Zeiten mit Frank Stein einen veritablen Bürgermeisterkandidaten „herbeigezaubert“ zu haben und zumindest per Entschluss zum Dreierbündnis, sich abgewandt zu haben vom Seniorpartner und Schwergewicht in dieser Region, der CDU.

    Auch die FDP, bekannt durch die richtigen Fragen zur falschen Zeit, ihr konnten es nicht Flächenausweisungen genug sein und auch bei den anderen Themen InHK Bensberg da folgte man dem „Siegerentwurf“ und beim Feuerwehrstandort war man dabei.

    Nun könnte es ja durchaus so sein, dass der Bürgermeisterkandidat der SPD gewählt wird und das das einzige Zeichen einer Stärkung der SPD bleibt. Natürlich mit der besetzten Position des Bürgermeisters mehr Macht bei der SPD als heute, aber vielleicht weniger Stimmen. Bündnis 90/Die Grünen legen einen Traumstart hin, weil die von ihnen langjährig vertretenen Themen und Positionen mehr denn je gefragt sind und für Lernkurven keine bis wenig Zeit vorhanden ist. Ja und die Überraschung, das wird die FWG, die Freie Wählergemeinschaft, die auf Anhieb locker die FDP im Stimmenanteil überholt. Die FWG mit ihrem Kernthema der Bürgerbeteiligung reüssiert am „Markt“ der Wähler und stürzt damit das bisherige Dreierbündnis kaum gegründet schon in existentielle Nöte.

    Wer also vor der Wahl die Leistungsbilanz der „Beteiligten“ Revue passieren lassen möchte, der sollte sich in jedem Fall klar machen, was er mit seiner Stimme „Gutes tun“ kann. Die wunderbare Zumutung, selbst denken dürfen zu müssen.

    Politikwechsel jetzt, kein „weiter so“, keine Zeit für weitere Lernkurven.

  5. Einen real existierenden Politikwechsel wird es vermutlich nur dann geben, wenn keines der beiden „Großlager“ (Schwarz einerseits und Ampelbund andererseits) „fett“ oder auch und vermutlich eher knapp gewinnt.

    Da auf beiden Seiten jeweils einer der beiden vormaligen Großkooperationäre steht, von deren „Großer Kooperation“ GL in den vergangenen sechs bzw. fünf Jahren geprägt wurde, die vor allem auch den FNP-Prozess in Gehalt und Verfahren bis zuletzt gemeinsam durchgebracht haben, dürfte jeder „Politikwechsel“, wenn überhaupt, mit entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung verbunden sein …

    Die größte Chance für eine neue Dynamik liegt vielleicht doch darin, wenn eben eine möglichst starke Fraktion der neu antretend Freien Wähler in einer dafür sozusagen idealen Pattsituation zwischen den „Großkombattanten“ für im doppelten Wortsinne aufbrechende Bewegung innerhalb und zwischen den Lagern sorgte …

  6. Bei der nun gestarteten Wahlwerbung der CDU habe ich den Eindruck gewonnen, nicht kleckern, sondern klotzen ist das Motto, jetzt müssen die großen Plakate her. Der Abstand bei den „Buswords“ ist zu groß geworden. Schon wird das ein oder andere Schlagwort einem Mitbewerber zugeordnet, „Grün“ z. B.

    Es wirkt auf mich eher beängstigend, diese aufdringliche Werbung. Da wird versucht Inhalt durch Plakatierung zu ersetzen. Nicht gedacht hätte ich, in Zeiten der Nachhaltigkeit bei der CDU ein solch großes Werbebudget zu sehen. Ein Ausdruck der Verunsicherung oder gar Ergebnis eines gemessenen Delta?

    Ob Digitalisierung, Grün, Mobilität oder Smart City, yni, alles, was auch nur annährend den Anschein erweckt maßlos vergrößert eine inhaltliche Distanz zum Thema aufholen zu können, zumindest im Stimmenfang, alles das wird genommen und zwar in Übergröße plakatiert.

    Wahrscheinlich ist damit bei der CDU die stille Hoffnung verbunden, zumindest einige zu spät gekommene Wähler noch einzusammeln. Häufig bleibt der letzte Eindruck hängen, erst recht, wenn der in Übergröße erscheint.

    Vor 5-10 Jahren wären diese Schlagzeilen der CDU zum Kommunalwahlkampf passend gewesen, jetzt ist keine Zeit mehr für solche Lernkurven. Es geht um einen Politikwechsel, kein „weiter so“.

  7. Die spannendsten Wahlplakate derzeit von der Schwarzen Partei:
    Deren BM-Kandidat wirbt jetzt in großem Format für eine „grüne Stadt“!

    Er muss es tun, denn Stärke oder Schwäche von „Agent Green“ werden vermutlich das Rennen zwischen Schwarz und Ampelbund entscheiden.
    Und da Grün selbst sich von den Hellroten vor allem (und Gelb) hat „casten“ lassen, müssen mindestens grüne Streifen ein sonst allzu monotones Schwarz aufbrechen.

    Für Schwarz „allein zuhaus´“ wird´s, neben dem eigenen Anschluss an die mutmaßlich „grüne Welle“, wohl darauf ankommen, nicht (allzuviel) an Hellblau abzugeben, denn im Falle eines nicht unwahrscheinlichen Kopf-an-Kopf-Rennens mit dem Dreifarben-Terzett, zählte jede Stimme.

    Interessant hier auch, ob und inwieweit mögliche „Protestwähler“ unbedingt den Hellblauen Dampfhammer schwingen oder sich für eine dieses Mal neue und rein kommunal fokussierte Option entscheiden:
    Nämlich die Silbergrauen (sprich die v.a. aus der konstruktiven FNP-Kritik reanimiert hervorgegangen Freien Wähler).

    Deren Stärke wiederum hätte in einer (politisch sehr attraktiven, weil zur Bewegung zwingenden) Pattsituation zwischen den „Großlagern“ den Vorteil, dass sie prinzipiell (und dann nach reiner Sachmaßgabe) für sämtliche Player oder Player-Kombinationen entsprechend innovationsfördernd partnerfähig wären.

    Jedenfalls dürfte / sollte / müsste der Wahlkampf auf der Zielgeraden nach den Sommerferien noch Einiges bieten, denn selten schien ein kommunaler Urnengang (im Einzelnen wie Ganzen) in GL so offen …

  8. Gerade kam ich an einem großen Wahlplakat des Herrn Buchen vorbei mit der Aufschrift: “Überlassen wir das Thema Neue Mobilität nur anderen oder packen wir es an?” Falls mit “wir” diejenigen gemeint sind, die die Politik dieser Stadt bislang maßgeblich bestimmen und dabei eher unbefriedigende Resultate geliefert haben, dann hat der Teil des Satzes vor dem “oder” einiges für sich – von mir aus gern inklusive des “nur”.

  9. “Die Stadt neu Denken”
    Ein schöner Spruch, aber ich muss hier doch einmal etwas los werden, was mir besonders aufstoesst.
    Thema Neues Stadthaus:
    Ich bin erstaunt, entsetzt und wütend, daß hier Kosten von bis zu 100 Millionen € in den Raum geworfen werden. Wenn man bedenkt, dass das Quartier 13 mit 168 hochpreisigen Wohnungen nur 47Millionen € kosten soll, das die RBS in Hand 99 moderne Wohnungen für ca. 21 Millionen € baut, da verschlägt es doch Jedermann die Sprache. Soll hier ein neuer “Palazzo prozzo” gebaut werden, mit vergoldeten Cup holder und beheizten Klobrillen?
    “Die Stadt neu Denken”
    Es ist mir klar, daß vor einer Wahl viel versprochen wird. Aber bei diesen vielen Vorhaben und Absichten, die angesprochen wurden, muesste H. B. ja Jahrzehnte im Amt bleiben,um dies auch nur ansatzweise zu realisieren.
    Die Stadt soll attraktiv sein für alle Bürger. Ihr schafft es ja noch nicht einmal einem kleinen Mountainbiker Verein zu helfen. Da versteckt man sich hinter viel Papier, um klare Kante und Verantwortung zu zeigen.
    “Die Stadt neu Denken”
    Es wird viel geredet über Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, von neuen Radfahrwegen, von Reduzierung der innerstädtischen Verkehrsdichte. Schön, aber die Stadtbedienstenden belegen mit ihren Fahrzeugen immer mehr öffentlichen Parkraum. Mit gutem Beispiel voran gehen, Fehlanzeige. Wasser predigen und Wein saufen. Toll
    Ein Feuerwehrhaus soll plötzlich 700 000€ mehr kosten. Die Begründung ” schwierige Bodenverhaeltnisse, Dachbegruenung, Wasserreservoir”. Seid ihr eigentlich vollkommen unfähig zu sparen. Für diese Summe kann man sich ein tolles Haus bauen.
    Ich will und zum Schluss nur noch sagen, ich bin entsetzt über diese Stadtvorderen. Sollen hier Denkmäler gesetzt werden? In anderen Städten wird gespart und sind z. B. Kitas kostenlos. Wir brauchen Leute die fachliche und technische Erfahrung haben. Die die Kosten im Blick haben, so als wenn es das eigene Projekt betrifft.
    Es ist mir klar, daß meine Meinung natürlich zerrissen wird. Das ich als kleiner Bürger dieser Stadt nicht das Große Ganze erkenne und von den besonderen Umständen keine Ahnung habe. Ich bin nur wichtig mein Kreuzchen da zu setzten, damit das “Weiter so” auch weiter so läuft. Danach soll der Bürger bitte still sein und den Mund halten. Es verwundert mich nicht, dass es immer mehr Protestwaehler gibt. Als bisher konservativer Wähler sage ich, Mein Kreuzchen bekommt ihr nicht.

  10. Ein denkbares „Um-Buchen” bei der nächsten Urnenbilanz am 13.09. …
    Schönes Wortspiel von Dr. Sütterlin!

    Ob es durch den Stein des Anstoßes bzw. der Ampel verursacht wäre, wenn es denn zum partiellen (denn die Hellroten bildeten ja das beharrende Kontiunuum) Farbenswitch im Rat und auch noch bürgermeisterlichen Farbwechsel käme, also à la „Black politics no longer matter here“ (um ein hochriskantes Wortspiel zu riskieren) …?

    Herr Buchen und Herr Stein scheinen per Auftritt und Mentalität zwar m.o.w. verschieden, gehören aber beide zur bislang waltenden Administration in Politik und Verwaltung, sind oder waren bis kürzlichst noch Seit‘ an Seit‘ praktische Pfeiler der „Großen Kooperation“.

    Vermutlich werden beide Lager, von „springenden“ Sympathieeffekten abgesehen, je ihren Mann wählen, unter‘m Strich also eine Frage der Innenmobilisierung.

    Und beide würden als mögliche BM‘s bei tatsächlichem Aufflammen allzu gewagten „Denkens“ dann wohl von den in etwa gleich verteilten Kräften altbackenen Beharrens in ihren jeweiligen Parteien sehr schnell wieder „abgelöscht” werden …

    M.E. wird die kommende K-Wahl vor allem durch eine entsprechende Stärke oder Schwäche der Grünen entschieden werden:
    D.h. geht das Kalkül von Hellrot und Gelb auf, sich auf einer gemutmaßt hochwogend Grünen Welle samt BM-Kandidat über die Schwelle tragen zu lassen oder nicht?

    Eine Rolle spielt im gleichen Zusammenhang wahrscheinlich auch, ob und wieviel gerade die Schwarze Konkurrenz beim Urnengang an die wieder antretend Hellblauen abgeben, v.a. wenn es im Gesamtergebnis knapp werden sollte.

    Am reizvollsten wäre doch ein richtiges Patt zwischen Ampelbund und Schwarzer Macht im Rat
    + einer möglichst starken Fraktion der Freien Wähler als wirklich neuer Kraft, die dann eine wirksam bewegende Rolle spielen könnte …

    Im Falle eines solchen Patts wären wahrscheinlich auch überhaupt „lagerauflösend“ bewegliche Neukombinationen der Farben … denkbar …

    Wenn man also dem vielzitiert „neuen Denken“ hier eine real existierende Chance wünscht, dann wären zur Beweglichkeit zwingende Verhältnisse im Rat die unbedingte Voraussetzung
    – Völlig unabhängig davon, wer sich schließlich die Amtskette um den Hals legen darf …

  11. Herr Buchen will die Stadt neu denken und die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben.
    Zu dem Thema „Stadt neu denken“ sind in Google mehr als 150 Artikel aufgeführt. Es gibt auch eingetragene Vereine, Stiftungen (z.B. Bertelsmann, Heinrich-Böll) und öffentlich geförderte Institutionen (z.B. RWTH Aachen), die „Stadt neu denken“ zum Ziel haben. Beim Studium einiger der Publikationen frage ich mich, was denn Herr Buchen mit „die Stadt neu denken“ gemeint hat. Sind es die Straßen, der ÖPNV, die Verwaltung, der Führungsstil, die Information der Bürger, der Umweltschutz, um nur einige wenige zu nennen? Und was ist mit den Kitas, was mit dem Wohnungsbau, etc?
    Wenn es wirklich erforderlich ist, die Stadt neu zu denken, hat die jetzige Führung der Stadt Fehler gemacht. Und dann gebietet die Höflichkeit und der Anstand, Ross und Reiter zu nennen anstatt nebulös zu sagen, wir müssten die Stadt neu denken.
    Noch eine Anmerkung zur Digitalisierung, die Herr Buchen voranzutreiben beabsichtigt, sofern er denn im September zum Bürgermeister gewählt würde. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) umzusetzen steht nicht im Belieben oder Vermögen eines Bürgermeisters, es ist seine gesetzliche Pflicht. Es mutet eigenartig an, dass diese Pflicht als besonderes Highlight des Wahlprogramms dargestellt wird.
    Ich hoffe, dass das „Regierungsprogramm“ ehrlicher formuliert ist, weil es sonst leicht zum Um-Buchen kommen könnte.

  12. Oh Herr Schlösser,
    ich befürchte, Sie haben da eine Steilvorlage hingelegt, wenn Sie von der Zahl positiver Ziele schreiben, die der Noch-Bürgermeister erreicht haben soll – in 2 Legislaturperioden. Wo ist ein Zukunftsplan für die Stadt, der der Bevölkerung beweist, dass die Politiker in ihrem Sinn handeln wollen? Bisher – nicht zuletzt durch die ersten Planungen des neue FNP bewiesen – schien man in Rat und Verwaltung den Industriestandort BGL erheblich ausweiten zu wollen, weil die Stadt Arbeistplätze braucht, damit die ebenfalls weit überzogenen Ausweisungen für Wohnbebauung auch mit Mietern gefüllt werden können? Wo ist ein Verkehrskonzept, das die Versuche, dem motorisierten Individulaverkehr immer mehr Raum zu bieten statt ÖPNV und Radwege stark zu favoriesieren? Wann werden die Versprechen eingelöst, sich um Schadstoffemissionen zu kümmern, selbige zu messen und daraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen? Wann hört die Verwaltung auf, den Rat vorzuführen, ohne den Fakten zu schaffen und nach den direktiven der Volksvertreter zu agieren und nicht umgekehrt? Die “Chefsache Bensberg” wurde zu einem langjährigen Dilemma, das sogar die 2 Amtszeiten des Noch-Bürgermeisters überlebte und uns noch lange beschäftigen wird. Wenn es stimmt, dass die Schlossstraße keinen Bürgersteig haben wird sondern Straße und Gehwege eine Ebene ohne Absetzung geplant ist, dürfen die PKWs dort maximal 6 km/h fahren. Verdienst des Herrn Bügermeisters? – Da gibt es noch mehr! –

    Fairness in der Politik – das mögen gerade CDU-Politiker einmal vormachen. Oder war es fair gegenüber der Bevölkerung, die Klinikerweiterung auf der Schlodderdiche Wiese zuzulassen oder den Antrag für den Krügerneubau oder den Frankenwald platt machen zu wollen oder die Straße über den Bahndamm mit riesigen Auswirkungen in Bensberg weiter zu verfolgen? Und Herr Buchen wird das alles gut fortsetzen? Na prost Mahlzeit!!!

  13. Herr Buchen will also bis Ende 2022 mehr als 500 Dienstleistungen der Stadtverwaltung auch digital anbieten, so dass diese nicht nur in den Bürgerbüros, sondern auch von zu Hause und unterwegs genutzt werden können. Gut so, aber das ist gar nicht in sein Belieben gestellt, denn das müssten Bürgermeister jeder Parteicouleur weil das neue Onlinezugangsgesetz (OZG) die Umsetzung der digitalen Zugangsmöglichkeiten bis 2022 vorschreibt. Als steuerzahlender Bürger hätte ich es erfreulicher gefunden wenn Herr Buchen für die Umsetzung des OZG die Organisation einer umfassenden gemeinsamen Digitalisierungsinitiative der NRW-Kommunen angeregt hätte, die dabei professionelle Hilfe von geeigneten IT-Dienstleistern wie zB SAP in Anspruch nimmt. So steht zu befürchten, dass jede Kommune ihr eigenes Rad selbst neu erfindet und dabei enorme Ressourcen verschwendet werden.

  14. Hallo Herr Josef Schlöser,

    Großartig Ihre Erinnerungen, was meinen Sie genau, wenn Sie sich erinnern und sagen, die Neugestaltung Bensbergs ist großartig?

    Wenn Sie schreiben, “er wird alles gut fortsetzen”, dann bedeutet das zunächst doch erst einmal, dass er dazu die Wahl gewinnen müsste. Die Mehrheit müsste sich also am 13. September 2020 für Ihren CDU Kandidaten entscheiden, wenn Ihre Aussage zutreffen sollte. Abgesehen davon hört sich für mich “er wird alles gut fortsetzen” genau so an, wie ich es bislang auch immer verstanden habe, “weiter so”.

    Für “weiter so” haben wir aber weder Zeit noch Geld und das nicht nur wegen der Corona Krise. Die Versäumnisse beim Klimaschutz, beim Mobilitätskonzept, in der Bildungslandschaft der Schulen in der Stadtentwicklung, die lassen kein “weiter so” zu.

    Wenn ich dann höre, dass der Kandidat “die Stadt neu denken ” will, dann wird mir angst und bange, fällt mir doch gleich der Spruch von Ihrem ehemaligen Kollegen Herrn Flügge ein, der den Bahndamm “neu denken” wollte “als Mobilitätsband”. Da wird wohl auch noch „gedacht“.

    Es liegen eine Menge guter Vorschläge auf dem Tisch, da sollte man mit einem Prozess vorbildlicher Bürgerbeteiligung eine Antwort erarbeiten, wie wollen wir leben und arbeiten in unserer Stadt. Da sind neben exzellenter Erfahrung und Umsetzungskompetenz die Kenntnis der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Stadt sehr gefragt. Nur auf Fördermittel zu setzen reicht da nicht, viel wichtiger sind die gemeinschaftlich auszulotenden Möglichkeiten zur Neugestaltung der Politik in Bergisch Gladbach. Ein Neuanfang ist erforderlich, kein „weiter so“.

  15. Hallo Herr Kassupke,
    das ist doch alles zu rasch dahergesagt, oder? Wenn Sie objektiv mal bedenken, was alles unter CDU-Bürgermeister Lutz Urbach Positives passiert ist, dann können Sie doch wirklich nicht an Ihren Vorbehalten festhalten!

    Ich erinnere: Der Turbo-Kreisel Schnabelsmühle mit der neuen Straßenführung in der Stadtmitte ist ein Erfolg, Die Neugestaltung Bensbergs ist großartig; die Großsanierung des Schulzentrums Saaler Mühle, jetzt die des NCG – sind Erfolgsmaßnahmen, die Radstation am S-Bahnhof ist auch eine richtige Maßnahme, kleinere Neuerichtungen und Sanierungen von Turnhallen und Schulen in GL nicht zu vergessen – da gibt es noch mehr! Ist das wirklich nichts, Herr Kassupke? So eine Pauschal-Abfuhr bringt eimfach nichts, weil sie einfach nur platt ist.

    Christian Buchen wird als Bürgermeister alles gut fortsetzen und natürlich eigne Akzente setzen, weil er es kann! Christisn Buchen ist von Beruf ein IT-Spezislist. Von daher hat er das Wissen, was unsere Stadt weiter nach vorne bringt. Bleiben Sie also bitte sachlich und fair!

    Gruß Jo Schlösser, Mitarbeiter der CDU-Fraktion

  16. Wow!

    ***
    Es sei höchste Zeit, dass Bergisch Gladbach in diesem Bereich auf die „Überholspur“ wechsle.
    ***

    Tja, wie sagte schon Müntefering: “Opposition ist Mist!” Da kann man natürlich nichts durchsetzen von seinen guten Ideen und wartet darauf, dass man endlich den Bürgermeister stellt und der Stadt die verdiente rosige Zukunft bescheren kann.

    Oh, Moment! Was muss ich da erfahren? Die CDU sitzt sich hier schon seit Jahren auf der Regierungsbank die Är…e platt und erzählt nun, was sie jetzt aber gerne mal bewegen würde? Ist das nicht ein wenig lächerlich? Warum habt ihr das denn nicht längst gemacht? Das einzige glaubwürdige Programm der Partei, die den Bürgermeister stellt, wäre ein engagiertes “weiter so!”