Der Kandidat der CDU für das Amt des Bürgermeisters stellt zwei weitere Kapitel seines Programms vor: „Familie“ sowie „Sicherheit und Ordnung“. Konkret geht es Christian Buchen um OGS-Plätze, selbstbestimmte Mobilität bis ins hohe Alter, saubere Spielplätze und sichere Schulwege.

Christian Buchen, Bürgermeisterkandidat der CDU, will die Lebensqualität für Familien nachhaltig verbessern, indem in Bergisch Gladbach die noch fehlenden Kita-Plätze ausgebaut und die bisherige Betreuungsquote für OGS-Plätze von derzeit 74 Prozent zügig erhöht werden; am Ende müsse jedes Kind seinen Platz in einer offenen Ganztagsschule haben.

In der Vorstellung seines Themenfelds „Familie“ betont Buchen: „Ich möchte neue Grundschulen so planen und bauen, dass Schulbetrieb und Ganztagsbetreuung gemeinsam gedacht und gelebt werden, so wie bei der neu entstehenden GGS Bensberg. Wir werden in ein Jahrzehnt des Neubaus der Grundschulen eintreten.“

Profi-Projektsteuerung zur Modernisierung der Schulen

Zur grundlegenden Modernisierung der gesamten Schullandschaft werde er als Bürgermeister „eine professionelle Projektsteuerung einsetzen, die auch den Ausbau der digitalen Infrastruktur und den Weg zur digitalen Schule fest im Blick hat“.

Familienpolitik auf kommunaler Ebene begreift der CDU-Bürgermeisterkandidat „als eine Querschnittsaufgabe, die alle Lebensbereiche in unserer Stadt berührt“.

Die Familienstrukturen seien vielfältig und hätten doch eine verbindende Gemeinsamkeit: „Menschen übernehmen generationenübergreifend Verantwortung füreinander“, so Buchen. Deshalb wolle er die Rahmenbedingungen, die eine hohe Lebensqualität ermöglichten, sichern und neuen Anforderungen anpassen.

Saubere Spielplätze – sichere Schulwege

Buchen konkret: Der in Refrath geplante Mehrgenerationenpark, der auch Eltern und Großeltern Aufenthaltsqualität biete, sei für ihn Vorbild für weitere Anlagen dieser Art im gesamten Stadtgebiet.

Er unterstütze Orte der Begegnung für Seniorinnen und Senioren und befürworte eine „selbstbestimmte Mobilität bis ins hohe Alter“, etwa durch den Einsatz von Quartierbussen wie den „Bensberger Stadthüpfer“.

Sodann will Buchen dafür sorgen, dass die Qualität der „Spielplätze als beliebte Familientreffpunkte“ verbessert wird. Auch offene Jugendtreffs will der CDU-Bürgermeisterkandidat unterstützen und dauerhaft erhalten.

Beim Ausbau des Radwegenetzes stehe für ihn – mit Blick auf die Schulwege – die Sicherheit der Kinder an erster Stelle. Für junge Familien plant er zusammen mit Experten die Entwicklung eines „Einheimischenmodells“, um damit den preisgünstigeren Erwerb von Bauland zu ermöglichen.

Christian Buchen

Standortfaktoren: Sicherheit und Sauberkeit

Unter der Überschrift „Angsträume beseitigen – mehr Sicherheit in unserer Stadt“ stellt Buchen in einem weiteren Themenfeld seine Vorstellung von Sicherheit und Ordnung vor. Darin betont er, dass er den Ordnungsdienst weiter ausbauen wird und an neuralgischen Punkten in der Innenstadt wie in den Stadtteilen Video-Überwachungen eingerichtet werden sollen.

Wörtlich heißt es in dem Papier: „Weil Sicherheit und Sauberkeit wichtige Standortfaktoren für Bergisch Gladbach sind, setze ich alles daran, dass sich Bürgerinnen und Bürger in unseren Straßen wohl fühlen. Für die Sauberkeit der Stadtteile und Pflege der Grünanlagen werde ich mehr städtische Reinigungskräfte einsetzen. Die Straßenbeleuchtung werde ich optimieren. Da sich die Aufgaben unserer Ordnungskräfte ständig erweitern, sollen sie regelmäßig geschult werden.“

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7 Kommentare

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  1. Lothar Eschbach trifft schon die Lage …

    Zitat: „Wir als Wähler und Bürger wissen doch überwiegend, wo die großen Defizite stecken. Bei den Schultoiletten könnten wir anfangen, von Digitalisierung, dem Mobilitätskonzept oder Klimaschutz, ….yni ganz zu schweigen. Bürgerbeteiligung tut Not.”

    – und ein neuer, gesamtheitlicher Stadtentwicklungsplan, dessen Vorarbeiten vielenteils schon lange in den Schubladen warten und warten und warten …

    Soweit die Lage. Bleibt nur die Frage, welche Konsequenz Wählers alles entscheidende Wahlfreiheit am 13.09. daraus zieht.

    Sofern diese Konsequenz durch Wahlwerbung oder Wahlmotivation beeinflussbar ist, müsste aber von Seiten der zum „Wechsel“ blinkenden Ampel noch Einiges und Eindeutiges kommen,

    um glaubhaft zu machen, dass es um mehr geht als den sozusagen binnensportlichen Effekt, die „Schwarzen” (und das in GL!) endlich auf das Oppositionsbänkchen zu kicken (inkl. Neuverteilen diverser Posten) …

    Vergleicht man die Lage auch der Stadt mit der Situation angesichts heraufziehend schwerer Gewitter, lautet die zweite Frage natürlich:

    Soll man Buchen suchen oder soll’s der Stein sein, unter dem man Schutz bzw. die Zukunft findet? Ob nun dieser oder jener …

    — Es mag naiv sein, aber zu einem tatsächlichen Politikwechsel oder Neustart zwischen Schloß und Strunde gehörte für mich das starke Abschneiden der Freien Wählergemeinschaft (FWG) als einzigem Newcomer in der nächsten Legislatur.

    Denn die FWG kommt aus einer / steht für eine breite Bürgerbewegung in Sachen Flächennutzungs- bzw. eben Stadtentwicklungsplan als zentralem Zukunftsthema.

    Und sie könnte, wenn sie stark genug würde, für ganz neue Bewegung / Beweglichkeit unter den „üblichen Verdächtigen“ sorgen (die im Idealfall weder einzeln noch in bisheriger „Blockformation” mehrheitsfähig wären, was der FWG dann eine „aufbrechende“ Hebelwirkung jenseits der gewohnt erlahmenden Parteischaraden zuspielte).

    Das käme auch einem neuen BM, der es wirklich ernst meinte (und der alles sein dürfte, nur kein Parteilakei) zugute.

    Denn auch da hat Eschbach Recht: Nicht zuletzt gehe „es um Wissen und Können des ‚Kopfes der Veranstaltung‘, der Führungspersönlichkeit.”

    Spannend wird’s. Exakt acht Wochen noch, dann raschelt’s in den Urnen.

  2. Nicht häufig stimme ich mit Herrn Jörg Krell überein, aber diesmal vollständig und ganz. Wo er Recht hat, da hat er Recht.

    Es ist ja nicht nur der „arme Herr Buchen“, den es nun durch die Marketingstrategen der CDU hammerhart trifft. Es wird eine Erwartungshaltung an den Menschen Buchen aufgebaut, die er schlicht nicht erfüllen kann. Das würde man aber bei einem Wahlsieg der CDU und des Herrn Buchen erst wieder in 5 Jahren merken, so wie bisher immer. Da kann ich nur warnen, kein „weiter so“, keine neuen Lernkurven bei Standards.

    Es geht leider nicht um die Wahl einer „Wunschvorstellung“, einer „schönen neuen Welt“ oder der Frage nach „Schöner Wohnen“, es geht um die knallharten Fragen der Sanierung einer Kommune und das in wesentlichen Themen ihres „Daseins“ und ihrer Zukunftsgestaltung. Da wird kein „Schönheitspreis“ verliehen und kein „Siegerentwurf“ prämiert, sondern es geht um Wissen und Können des „Kopfes der Veranstaltung“, der Führungspersönlichkeit. Es ist keine Frage, ob wir es anpacken, es muss ganz einfach geleistet werden.

    Eine realistische Einschätzung, wo Bergisch Gladbach in diesen „Daseinsfragen“ steht mit Angabe der Rahmenbedingungen und Richtung, wohin die Reise gehen könnte, wie das Aufholen passieren soll, das wäre hilfreich in dieser Situation. Selbst in der Werbung hätte der CDU mehr Realitätssinn gut getan. Wir als Wähler und Bürger wissen doch überwiegend, wo die großen Defizite stecken. Bei den Schultoiletten könnten wir anfangen, von Digitalisierung, dem Mobilitätskonzept oder Klimaschutz, ….yni ganz zu schweigen. Bürgerbeteiligung tut Not.

    Die „Buswords“ der vergangenen Jahre werden durch diesen Werbeauftritt der CDU auch noch wieder emotional aufgeladen. Auch viele Wähler reiben sich „im hier und jetzt“ erstaunt die Augen, alles Versäumnisse. Es werden nun die Themen aufgerufen, die in den letzten 10 Jahren hätten gelöst werden müssen. Während die Zeit „davongelaufen“ ist, war der Wähler verdammt in der Rolle als Zuschauer, beim Zuschauen, wie die Verantwortlichen und Beteiligten ihre „Lernkurven“ absolvierten.

    Alle Wähler müssen es nun auch noch ertragen, wie die ortsansässige CDU hinter den Versäumnissen der vergangenen Jahre „hinterherplakatiert“. Es war zu keiner Zeit so deutlich erkennbar, wie unglücklich und rückständig die CDU am Ort in allen Fragen der „Daseinsvorsorge“ unterwegs war und ist und das mit einer satten Zweidrittelmehrheit im Rat. Alles wäre möglich gewesen, es hätte kein FNP gegen starken Bürgerwillen sein müssen. Große Plakate können die Defizite nicht überdecken, sind allenfalls ein Zeichen dafür, dass man sie erkannt hat. Verlorene Zeit.

    Kein „weiter so“, keine Zeit für neue „Lernkurven“ bei bekannten Themen, den Wechsel wählen.

  3. Herr Krell verweist nicht zu Unrecht darauf, dass „vieles“ jetzt von Herrn Buchen für die Zukunft Versprochene „schon lange“ hätte „umgesetzt werden können”.

    Der Wahrheit unausgesprochen zweiter Teil:
    Die FDP ist mit ihren Vorschlägen während der vergangenen sechs bzw. fünf Jahre nicht gegen eine „Schwarze“, sondern eine (bis vor knapp einem Jahr) fest gefügt „Schwarz-Hellrote Wand“ gerannt …

    Und jener stoischen Wand „Hellroter Abschnitt“ steht jetzt im Ampelbund …

    Ob daher die bisher auch eher sanft konkurrierenden Versprechungen des Herrn Stein eine Chance haben, wird (vom Ergebnis der BM-Wahl selbst abgesehen) wohl entscheidend davon abhängen, wie das Kräfteverhältnis innerhalb der Ampel ausfällt.

    Mag übrigens durchaus sein, dass der Eindruck täuscht:
    Aber von einer und erst recht vibrierenden Wechselstimmung ist bisher zumindest vordergründig nix zu spüren …

  4. Hallo Herr Krell,
    warum mäkeln Sie eigentlich immer wieder an den Themen-Feldern des CDU-BM-Kandidaten herum? Was ist für Sie so unerträglich, wenn Christan Buchen deutlich seine Ziele benennt?

    Ist doch klar, dass Sie und Ihre FDP immer schon alles wussten, wie es zu gehen hat. Wenn Sie das so sagen, werden Ihnen die Menschen sicher folgen. Also seien Sie weiter der selbsternannte GL-Heilsbringer im Ampel-Geflecht.

    Ich bin davon überzeugt, dass sich die Wählerinnen und Wähler über die zwölf Schwerpunkt-Papiere, die inzwischen veröffentlicht wurden, ein genaues Bild über die Ziele Christan Buchens bilden können.
    Schönen Tag noch!

  5. Viele Versprechungen, doch die Realität der CDU Politik in unserer Stadt sieht anders aus – eher Bewahren und Aussitzen! Die Verbesserungen, die von BM Kandidat Buchen vorgeschlagen werden, hätten schon lange umgesetzt werden können. Die FDP hat vieles davon immer wieder angemahnt.

    ##### Hinweis ####

    Jörg Krell ist Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP bei der Kommunalwahl.

    Am 13. September wird der Stadtrat und der Bürgermeister neu gewählt, der Wahlkampf spiegelt sich auch in unserer Kommentarspalte. Im Sinne der Transparenz kennzeichnen wir die Kommentator:innen, die bei der Wahl antreten oder zu einem Wahlkampfteam gehören – soweit bekannt.

  6. Die Aussagen von Herr Buchen zur Familie begrüße ich uneingeschränkt und hoffe, dass es ihm gelingt sie zu Taten werden zu lassen.