Er ist der Unbekannte im Rennen um das Bürgermeisteramt: Iro Herrmann, Radiologe, Ironman und Kandidat der Bürgerpartei GL. Der 70-Jährige meidet die Medien, aber nun äußert er sich in seinen Antworten auf die 26 Fragen des Bürgerportals zu Privatem und zu seinen politischen Zielen.

Warum er für die höchst umstrittene Bürgerpartei GL von Frank Samirae antritt, lässt er dabei allerdings offen. Zunächst schien Iro Herrmann eine falsche eidesstaatliche Erklärung aus dem Rennen zu werfen, doch der Kreiswahlausschuss ließ ihn dann doch zu. Ebenso wie AfD-Kandidat Günther Schöpf werden ihm keinerlei Chancen eingeräumt gegen die Kandidaten der großen Parteien, Christian Buchen (CDU) und Frank Stein (Grüne, FDP, SPD).

Herrmann hat nach eigenen Angaben Sport und Medizin studiert, war Extremsportler und ist auch mit 70 als Facharzt für Radiologie sowie für Nuklearmedizin in einer Kölner Praxis tätig.

Die Fragen sind wunderbar banal. Gerade deshalb erlauben sie hin und wieder persönliche Einblicke, die man sonst nicht erhalten würde. Der Fragebogen stammt noch aus der Gründungszeit des Bürgerportals, vor Wahlen holen ihn wir aus der Mottenkiste und legen ihn den jeweiligen Kandidaten vor.

Los geht’s. Nicht lange nachdenken, nicht weit ausholen – ein, zwei Sätze genügen.

Wie starten Sie in den Tag?
Nach dem erbarmungslosen Klingeln meines Weckers stehe ich gegen 6 Uhr auf und rette mich zur Kaffeemaschine. Nach zwei Kaffee ist der Tag mein Freund und ich starte bei gutem Wetter eine kleine Jogging-Runde. Danach bin ich offen für alles was da kommt.

Was wollten Sie als Kind werden?
Als kleiner Junge wollte ich meinem Opa nacheifern und Architekt werden.

Was sind Sie geworden?
Zunächst habe ich Sport an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert und bin Fechtmeister geworden. Nach dem anschließenden Medizinstudium bin ich Facharzt für Nuklearmedizin und Facharzt für Radiologie geworden.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Gern lade ich Kollegen zu mir nach Hause zu einer geselligen Runde ein.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Meine Frau und ich lieben es in der Natur zu sein. Bester Ort: Unser Garten.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Ich setze mich auf meine Harley und fahre ein wenig durch das Bergische Land.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Sehr unterschiedlich. Am liebsten bin ich mit der Familie zusammen, wir frühstücken gemeinsam und haben dann ein sehr variables Programm.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Ich bin der klassische „Kaffee-Sachse“. Während der Arbeit trinke ich am liebsten schwarzen Kaffee. In geselliger Runde bevorzuge ein Gläschen Rotwein.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Mein größtes Unglück wäre es, wenn es meiner Familie schlecht ginge.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… zu schön und liebenswert, als dass man die weitere Entwicklung in die Hände inkompetenter Politiker legt.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Die Menschen in dieser Stadt und deren Engagement, sowie die lebenswerte Infrastruktur.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Das Versagen der Politiker welche das Verkehrschaos in dieser Stadt nicht frühzeitig als drohendes Problem erkannt und beherzt für nachhaltige Lösungen gesorgt zu haben. Nur gut, dass wir bald einen neuen Bürgermeister haben!

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
Ich würde mir wünschen: Ausreichende Anzahl an Kita & OGS Plätzen, florierendes Gewerbe, das vielen Mitbürgern Arbeit verschafft und bezahlbaren Wohnraum für alle in Bergisch Gladbach.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… ohne Zögern wünschen, dass Menschen nie mehr durch Kriege leiden müssen.

Was war Ihre größte Leistung?
Meine Kinder, auf die ich sehr stolz bin und meine Erfolge im Sport: Studentennationalmannschaft im Fechten; später: 13 Ironman, 8 Doppel-Iron; 8 Triple-Iron.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Nicht an der Uni eine Professur angestrebt zu haben.

Mein großes Ziel ist es, …
In Bergisch Gladbach zum Bürgermeister gewählt zu werden.

Was ist Ihre Stärke?
Überzeugungskraft. Klarer Blick auf die Dinge.

Was ist Ihre Schwäche?
Mein Sohn; dem lasse ich zu viel durchgehen!

Wie sind Sie als Chef?
Ehrlich im Umgang mit den Mitarbeitern und transparent in meinen Entscheidungen, zielstrebig, erfolgsorientiert.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Bitte fragen Sie die Mitarbeiter.

Worüber können Sie sich aufregen?
Über die „Dummheit“; leider trifft man sie auf allen Ebenen und Orten.

Wer ist Ihr Vorbild im Beruf?
Jeder engagierte Kollege.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Meine Eltern, die ein Leben lang zusammen alle Widrigkeiten durchgestanden haben.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Nach dem Sportstudium noch Medizin zu studieren.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Ehrliche, aufrichtige Menschen zu werden und für den Frieden einzutreten

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Mein Lebensmotto: „Be free, be whatever you are, do whatever youwant to do, just so long as you don’t hurt anybody. And remember kids, I am your friend.“  (aus The American Tribal Love-Rock Musical)

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Sein Praxis-Kollege ist doch bei der letzten Wahl für die AfD angetreten.

    Da weiß man doch schon, wo die Reise der Bürgerpartei hingeht.