Die großen Müllfahrzeuge brauchen Platz.

Einige Sackgassen der Stadt sind so eng, dass Müllfahrzeuge nicht wenden können. Rückwärtsfahren ist jedoch gefährlich; zu gefährlich, wie ein Gutachter jetzt in Refrath feststellte. Daher fährt die Müllabfuhr die Wittenbergstraße nicht mehr an; Anwohner müssen die Mülltonnen zu zentralen Sammelplätzen ziehen. Weitere Straßen sollen folgen.

Die Wittenbergstraße ist eine Sackgasse zwischen Vürfels und der Straße In der Taufe, hier liegen u.a. die GGS Refrath und die Evangelische Kirche. Bislang fuhren die Müllwagen vorwärts rein, und rückwärts wieder raus.

Nun habe eine Sicherheitsuntersuchung ergeben, dass das Rückwärtsfahren in dieser Umgebung eine zu große Gefahr darstelle, teilt die Stadt mit. Daher sollen nun hier – und wahrscheinlich auch in anderen, vergleichbaren Straßen – Sammelplätze eingerichtet werden.

Der Sammelplatz am Ende der Wittenbergstraße

Konkret für die Wittenberstraße sind bereits zwei solcher Sammelplätze eingerichtet worden:

  • Sammelplatz 1: An der Ecke „Wittenbergstraße“ / „In der Taufe“; an dem durch das zeitlich befristete Halteverbot gekennzeichneten Platz neben dem Altkleidercontainer.
  • Sammelplatz 2: Neben der Wittenbergstraße – Hausnummer 2; auf der Straße ebenfalls an dem durch das zeitlich befristete Halteverbot gekennzeichneten Platz.

Schon seit Mitte August, so die Stadtverwaltung, müssen diese Plätze von den Anwohnern für die Müllentsorgung genutzt werden. Das heißt, dass Restmüll-, Bio- und Papiertonnen sowie Gelbe Säcke dorthin gebracht werden müssen.

Schon jetzt warnt die Stadt, dass künftig weitere Sammelplätze für die Müllentsorgung eingerichtet werden müssten. Es werde gerade geprüft, in welchen Straßen ein erhöhtes Gefahrenpotential besteht, das dieses Vorgehen erforderlich macht. Die betroffenen Bürger:innen sollen rechtzeitig informiert werden.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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4 Kommentare

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  1. Sehr geehrte Person “Bensberg”,
    ich habe nicht von “älteren oder behinderten Personen” geschrieben, sondern von “alleinlebenden BewohnerInnen von Mehrfamilienhäusern”. Es ist nicht angemessen, ALLEINLEBENDE Menschen mit “älter” und/oder “behindert” und/oder “krank” gleichzusetzen. Im Jahr 2018 lebte bereits in 41,9 % der Haushalte in Deutschland nur eine Person (vgl. Daten zur Bevölkerungsstruktur des Umweltbundesamtes). Auch eine alleinlebende Frau in den 40ern oder 50ern, die nicht bestens durch Sport trainiert ist, wird Schwierigkeiten haben, die schweren Mülltonnen von Mehrfamilienhäusern – oftmals auch noch überquellend gefüllt – allein viele Meter zu einer Sammelstelle zu ziehen.

    Die fälschliche Gleichsetzung mit “älter” / “krank” / “behindert” passiert häufig auch bei den Beschreibungen von Personen als “einsam” und/oder “sozial isoliert”. Es gibt eine steigende empfundene Einsamkeit und faktische soziale Isolation in Deutschland, auch schon im mittleren Lebensalter und bei jungen Erwachsenen. Für “SeniorInnen” gibt es schon seit vielen Jahren sehr viele Angebote und sie werden immer mehr, von den Kirchen über alle möglichen anderen Träger angeboten. Sie scheinen mir immer mehr zu werden. Für mittelalte und junge Menschen fehlen solche Angebote. Eine Freundin meiner Tochter, die ihre 3 Kinder allein großziehen musste, nachdem ihr Mann die Familie verlassen hatte, um mit einer anderen Frau eine zweite Familie zu gründen, steht jetzt, mit 49 Jahren, nach dem Auszug aller drei Kinder, einsam und ziemlich sozial isoliert da. In all den Jahren der Alleinerziehung mit Berufstätigkeit hat sie keine Zeit gehabt, um ein Hobby auszuüben oder sich ein von ihren Kindern unabhängiges soziales Netz aufzubauen. Die beiden Wandervereine, bei denen sie sich wegen einer Teilnahme erkundigt hatte, haben ihr mit Verweis auf die zumeist über 70-jährigen Mitglieder davon abgeraten…

  2. Joi: Schuld ist mal wieder die Stadt / der Entsorgen. Werden kleinere Fahrzeuge angeschafft, steigen die Gebühren = es wird geschimpft. Einfache Lösung: Das Parken wird in der Straße verboten = es wird erst recht gemeckert! Die Feststellung, dass ältere oder behinderte Personen Schwierigkeiten haben könnten, die Mülltonne zum Sammelplatz zu bringen, ist berechtigt. ABER: Wie wäre es mit ein wenig Nachbarschaftshilfe? Immer nach der Stadt – dem Land – dem Bund zu schreien und selbst nicht anzupacken, ist natürlich einfacher.

  3. Soll das jetzt echt zu meinem Problem werden, wenn sich der Entsorger zu große Autos anschafft und keiner damit unfallfrei rückwärts fahren kann?

  4. Ich wohne glücklicherweise nicht in der Wittenbergstraße oder einer der anderen Sackgassen in GL. Ich frage mich, wie alleinlebende BewohnerInnen von Mehrfamilienhäusern es schaffen sollen, die oft sehr schweren Mülltonnen etliche Meter zu einem Sammelplatz zu ziehen. Wie soll dieses Problem gelöst werden?