Michael Metten, Fraktionschef der CDU. Foto: Thomas Merkenich

Die CDU-Fraktion kündigt eine „kritisch-konstruktive Haltung“ zu den Vorhaben des Dreierbündnisses um den künftigen Bürgermeister Frank Stein an. Die eigene Fraktion fühle sich gut aufgestellt – und wolle die Politik der Ampel an den Taten messen. Michael Metten steht erneut für den Vorsitz bereit – und sendet ein Signal an die Grünen.

„Nach mehr als einem Jahrzehnt der Gestaltung mit schwierigen Entscheidungsprozessen nehmen wir die Rolle der Opposition konstruktiv an, zumal wir mit 36,2 Prozent der Stimmen und 20 gewonnenen Direktmandaten wieder die stärkste Fraktion in der kommenden zehnten Ratsperiode sind und von daher mit Selbstbewusstsein an den Start gehen können“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Metten.

Wenn im Rahmen der Kommunalwahl in Umlauf gebracht worden sei, die CDU habe keine Antworten und sei verbraucht, dann treffe das mitnichten zu. „Im Gegenteil – wir haben in unserer neuen Fraktion eine gute Mischung aus Erfahrung und frischen Impulsen“, unterstreicht er.

Metten zu einer weiteren Kandidatur bereit

Auf Drängen in der jüngsten Fraktionssitzung hat Metten seine Bereitschaft erklärt, bei den Ende Oktober anstehenden Vorstandswahlen wieder für das Amt des CDU-Fraktionsvorsitzenden zu kandidieren.

Zur künftigen Oppositionsrolle konkretisiert Metten: „Für uns ist es wichtig, dass für die Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach eine gute, verlässliche Politik gemacht wird. Wir werden kritisch beobachten, ob das Dreierbündnis genau dies zur Handlungsmaxime macht. Wir als CDU-Fraktion sehen deshalb genau hin, welche Beschlüsse gefasst werden, wobei wir nicht nur bewerten, sondern auch agieren wollen.“

Die CDU-Fraktion richte ihr Augenmerk auf den Fortgang bereits laufender Projekte, zum Beispiel die Generalsanierung des NCG, die Umgestaltung der Bensberger Schlossstraße, die Fortsetzung der Stadthaus-Planungen oder die für Ende Oktober angekündigte Eröffnung der beiden Bürgerbüro-Außenstellen.

„Bemerkenswerte Schnittmenge mit den Grünen“

Die CDU-Stadtratsfraktion achte zudem darauf, wie der erforderliche Umwelt- und Klimaschutz umgesetzt werde. „Wir halten nichts von einer Politik der Konzepte mit schrillen Absichtserklärungen – bei der Umsetzung wird es spannend“.

Wie vor den Wahlen deutlich geworden sei, gebe es bei grünen Themen „durchaus eine bemerkenswerte Schnittmenge mit Bündnis 90/Die Grünen“.  Auch das werde die CDU-Fraktion in ihrer Oppositionsarbeit im Auge behalten.

„Es geht, solange es gut geht“ 

Auf die Kritik, warum die CDU als erneut stärkste Fraktion ohne Bündnispartner dastehe, sagt Metten: „Bekanntlich hatte sich die Ampel bereits im Oktober 2019 als Zweckbündnis etabliert und mit dem SPD-Mann Stein einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten präsentiert. Obwohl auch wir zu dieser Zeit Gespräche mit Vertretern der FDP und Grünen geführt hatten, fiel deren Entscheidung zugunsten des Ampel-Bündnisses aus. Das galt und gilt es zu akzeptieren.”

„Natürlich bleibt es bemerkenswert, dass die SPD in den 26 Wahlbezirken nicht ein einziges Direktmandat gewinnen konnte und doch, dank des starken Ergebnisses der Bündnisgrünen, den neuen Bürgermeister stellt. Aber auch das ist demokratische Realität und geht, solange es gut geht,“ ergänzt Metten.

Was die Zusammensetzung der künftigen CDU-Fraktion betrifft, blickt Metten zuversichtlich nach vorne: „Wir verfügen in der neuen Fraktion über eine bemerkenswerte Breite an Fachwissen. Auch außerhalb der Ausschuss- und Ratsarbeit wird die Fraktion neue Impulse setzen. Das Diskussionsklima und der Teamgedanke stimmen, die Motivation auf das Kommende ist bei uns allen hoch.“

Alle Mitglieder der künftigen CDU-Fraktion

CDUHenkel, HaraldDirektmandat im Wahlbezirk 001
CDUSchacht, Rolf-DieterDirektmandat im Wahlbezirk 002
CDUFeß, JasminDirektmandat im Wahlbezirk 003
CDUWillnecker, JosefDirektmandat im Wahlbezirk 004
CDUButz, MatthiasDirektmandat im Wahlbezirk 005
CDUDr. Metten, MichaelDirektmandat im Wahlbezirk 008
CDURenneberg, OliverDirektmandat im Wahlbezirk 009
CDUGürster, UlrichDirektmandat im Wahlbezirk 010
CDUHaasbach, Hans JosefDirektmandat im Wahlbezirk 012
CDUHildner, ThomasDirektmandat im Wahlbezirk 013
CDUCasper, ClaudiaDirektmandat im Wahlbezirk 014
CDUWagner, Hermann-JosefDirektmandat im Wahlbezirk 015
CDUOpiela, BrigittaDirektmandat im Wahlbezirk 016
CDUKraus, Robert MartinDirektmandat im Wahlbezirk 017
CDUHeld, ChristianDirektmandat im Wahlbezirk 020
CDUBischoff, BirgitDirektmandat im Wahlbezirk 022
CDUSchade, LutzDirektmandat im Wahlbezirk 023
CDULucke, MartinDirektmandat im Wahlbezirk 024
CDUBuchen, ChristianDirektmandat im Wahlbezirk 025
CDUvon Berg, GabrieleDirektmandat im Wahlbezirk 026

Hinweis der Redaktion: Noch am Wahlabend ordnete Michael Metten das Ergebnis im Wahlstudio des Bürgerportals ein:

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9 Kommentare

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  1. Sehr geehrter Herr Driesch, Sie können hier gerne in der Sache streiten. Andere Diskutanten in dieser bevormundenden Art zu beurteilen steht Ihnen nicht zu.

    Zur Sache:

    Dieser „schöngefärbte Artikel“ ist kein Beitrag der Redaktion, sondern ein Beitrag der CDU. Wie andere Parteien auch nutzt sie die Plattform, die das Bürgerportal allen Bergisch Gladbacher Vereinen, Initiativen und auch Parteien bietet.

    Werner Schmitz-Dietsch hatte in den Aufbaujahren des Bürgerportals eine sehr wichtige Rolle, er hat sich vor mehr als fünf Jahren aus dem Unternehmen zurück gezogen.

    Das Bürgerportal war und ist parteipolitische (und auch sonst) unabhängig.

  2. Liebe Diskutanten, ich erlaube mir zu bemerken, dass Sie allesamt zu viel Zeit haben und mit Ihrem Geschreibsel einem ungenierten Zeitvertreib betreiben. Sie belästigen damit nicht nur mich als lesenden Bürger sondern alle die Leute die sich hier sachlich informieren wollen. Haben Sie keinen Karnevalsverein? Dort kann man an der Theke beim Bier seinen Schmarrn erzählen. Wenn ich mir den schöngefärbten Artikel hier so durchlese erinnere ich mich wie Schmitz Dietsch und Doro Dietsch die Franzz gemacht haben und dann dieses IGL gegrünet haben. Das ist CDU pur hier und Sie sind die Statisten!

  3. Hallo Herr Bans,

    Vorab: Ich diskutiere nicht über imaginäre Freunde, schon gar nicht hier. An welchen Hokuspokus Sie glauben, ist Ihre Privatsache, wir leben in einem freien Land. Zu dieser Freiheit gehört aber auch meine, von Ihren imaginären Freunden verschont zu bleiben. Also: Glauben Sie, was Sie wollen, aber belästigen Sie mich nicht damit!

    Hier geht es um Politik. Und zwar um die Politik, die die CDU in den letzten Jahren/Jahrzehnten gemacht hat und die Politik, die die nunmehr abgewählte CDU für die Zukunft fordert – und die dazwischen bestehenden Diskrepanzen.

    Dass die CDU das “C” vor allem aus Marketing-Gründen trägt, um schlichtere Gemüter in ihrer Wahlentscheidung zu beeinflussen, ist ein komplett anderes Thema. Wobei eine Partei mit Marketing-“C” natürlich immer noch besser ist als es eine Partei wäre, die sich tatsächlich von religiösen Prinzipien leiten ließe.

    Schlussbemerkung: Mein Leben geht Sie einen feuchten Kehricht an! Wie ich meine Pausen und meine Freizeit gestalte, überlassen Sie doch bitte mir.

  4. Werter Herr Bans,
    um in der von Ihnen scheinbar bevorzugten Diktion zu bleiben:

    Mich k . . . . an, wenn Sie Christ-sein mit CDU-wählen gleichsetzen. Die katholische Kirche versuchte schon immer, ihre Gläubigen vor Wahlen in Richtung Union zu schieben – und das nur, weil die beiden Schwestern ein “C” im Kürzel haben. Was an den Schwestern tatsächlich “Christlich” sein mag, hat sich mir noch nicht erschlossen. Der Befehl Söders, überall Kreutze hinzuhängen sicher nicht und das Turteln verschiedener Kardinäle mit der CDU auch nicht.

    Ihre CDU konnte es sich erlauben, jahrzehnteland eine Politik gegen die Bevölkreung zu machen, die lediglich bestimmten Branchen und den gut Betuchten zugute kam. Das ist jetzt vorbei, gewöhnen Sie sich dran.

  5. Sehr geehrter Herr Bans, Sie können das Meinungsbild hier gerne durch Kommentare zur Sache erweitern. Aber bitte in einem respektvollen Ton und ohne persönlche Angriffe.

  6. Kann es sein das hier immer die gleichen Leute kommentieren? Kasuppke Ullmann etc. mich Christ kotzt das derart an dass man sich über die CDU hier so auslässt. Diese Leute sollten sich mal einen Job suchen und nicht anderen im Netz auf den Wecker fallen. Habt Ihr nix zu tun?

  7. CDU: „Wir nehmen die Rolle der Opposition konstruktiv an“
    Was wäre denn die Alternative? Nichts tun und schmollen.

  8. “Für uns ist es wichtig, dass für die Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach eine gute, verlässliche Politik gemacht wird.”

    Warum ist das für die CDU eigentlich erst dann ein Kriterium, wenn sie bei der Gestaltung dieser Politik mehr oder weniger außen vor ist?
    Gute, verlässliche Politik für die Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach hätten Sie doch auch in den letzten Jahrzehnten schon machen können oder wurden Sie vom politischen Gegner mit Gewalt zu dem gezwungen, was Sie getrieben haben?

  9. Das Schwarze Kalkül liegt erfrischend klar:

    Die „steinern grüne“ Ampel macht‘s nicht allzu lange,
    und sobald sie an inneren Spannungen zerbirst,
    ist der Weg frei in‘s Schwarz-Grüne Paradies mit absolutester Mehrheit

    — und nicht zuletzt vollzogener Gegenrache am erst untreu gewordenen, dann eingeschmolzenen und dennoch (vorübergehend …) weiter regiert habenden Ex-GroKop-Partner …

    Die Antwort auf des Schwarzen Mephisto halb prophetischer, halb lockender Ansage kann interessant werden …

    Nicht weniger als der Ausgang eines ersten, im Schwange befindlichen Machtkampfes,
    in dessen Mittelpunkt zufällig die Bensberger Citybäume stehen:

    Abholzen oder nicht abholzen, das ist hier die Frage (obwohl es im Horizont klaren Verstandes eigentlich keine Frage ist) …

    Das nun offizielle neue Mehrheitsbündnis hatte kurz vor der Wahl immerhin ein „Moratorium” angekündigt;

    der amtierend Schwarze Stadtbaurat kurz nach der Wahl jedoch seine Absicht bekräftigt, die Kettensägen sprechen zu lassen …

    Obwohl ebenso seine Partei kurz vor der Wahl noch ein Manifest der (auch innerstädtischen) Bäume wohlgefällig erklingen ließ …

    Nun zählt Meph … Herr Metten ausdrücklich den planmässigen Fortgang des Schlossstrassen-Projekts in den scharfen Focus unbarmherzig oppositioneller Kontrolle künftig (grün)ampelnden Waltens …

    Und genau das dürfte spannend werden:

    Lässt die (grüne)Ampel das Abholzen der Bensberger Citybäume zu, so á la:

    Leider nix mehr zu machen (auch weil mindestens ein Ampelpartner nix mehr machen wollte …), aber danach wird’s dann wirklich grüner denn je …

    oder

    lenkt die ganz und gar nicht vergangen oder machtlos geworden Schwarze Macht mit „grünem“ Zwinkern und in Gestalt irgendeines Kompromisses doch noch ein,
    so als erster praktischer Schritt auf eine künftig Schwarz-Grüne Brücke zu …

    Sowohl die letztliche Entscheidung in der Sache als auch das entsprechende Wording beider Seiten versprechen höchste Kunst der Politik …

    Wobei es nicht nur schön, sondern schlicht vernünftig wäre, wenn die Bäume es überleben würden …