Am Freitag ist die Corona-Pause für Friday for Future (FFF) vorbei. Dann starten die Klima-Aktivist:innen weltweit mit Aktionen. Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ ist die Ortsgruppe Rhein-Berg mit einer 24stündigen Mahnwache dabei. Die Veranstalter:innen organisieren ein Programm und bieten Schlafmöglichkeiten vor Ort.

Beginn der Mahnwache ist am Freitag um 8 Uhr auf dem Platz der Partnerstädte am S-Bahnhof Bergisch Gladbach. Fridays For Future Bergisch Gladbach (FFF GL) will mit einer Mahnwache vor Ort ein Signal gegen die Klimaveränderung setzen.

Hygiene-Regeln werden dabei groß geschrieben: So herrscht während der Mahnwache Maskenpflicht. Nur Musiker und Redner auf der Bühne sind davon befreit. Alle Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert. Es ist genug Desinfektionsmittel für die Hände vorhanden. Die Mikros werden regelmäßig ausgetauscht und desfinziert.

Eine FFF-Demo im vergangenen Sommer

„In unseren Augen wurden noch zu wenige Maßnahmen ergriffen, um unser Klima zu schützen. Das wollen wir mit der Mahnwache ausdrücken”, erklären die Akivist:innen im Vorfeld der Aktion, die bis Samstag, 26. September um 8 Uhr andauern soll. Permanent vor Ort ist das sechsköpfige Orga-Team. Hinzu kommen Interessenten und Mitstreier:innen.

Programm zur Mahnwache

Nach Angaben von FFF GL ist ein Programm mit Reden, Workshops und Musik geplant. So soll die Band „Stadtrebellen“ aus Köln am Freitag um 15.30 Uhr auftreten. Ein Schlafzelt, Sanitäranlagen sowie ein Küchenzelt stehen als Infrastruktur während der Mahnwache bereit. Die Speisen stammen von geretteten oder gespendetem Essen und werden gegen eine kleine Spende abgegeben.

FFF-Mahnwache auf einen Blick
Start: Freitag, 25.9.2020, 8 Uhr
Ende: Samstag, 26.9.2020, 8 Uhr
Programm: Reden, Workshops, Musik
Band Tired Hippis (11-12.30 Uhr) • Comedian Star: Markus Barth (13-13.20 Uhr) • Flashmobb Fridays for Future (15-15.10 Uhr) • Band: Stadtrebellen (15.30-16.45 Uhr) • Band: Projekt Two (19-20 Uhr) • Bürgermeister Frank Stein 20 Uhr 
Service: Schlafzelt, Sanitäranlagen, Küchenzelt
Weitere Infos unter diesem Link

Nach Angaben von FFF GL ist zur Mahnwache jeder herzlich willkommen. Da die Mahnwache global stattfindet versprechen sich die Aktivist:innen ein entsprechendes Medienecho. Zuletzt hatte FFF GL an junge Wähler appelliert, bei der jüngsten Kommunalwahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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7 Kommentare

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  1. In einem Land der satten Mägen ist das Wandern auf den Sternen denkbar. Doch man sollte bedenken, dass viele Menschen in der Welt weder Schuhe noch vor Hunger die Kraft haben den irdischen Weg zu beschreiten. Maßvolles bedarfsgerechtes Wachstum und ein gesicherten Leben werden wir nicht wahren können, wenn wir all das was unser Leben bisher so bereichert hat gegen die Wand fahren.

  2. Herr Dettmar,

    in Anzahl kWh mag das sein. Bei gelegentlich negativen Börsenpreisen ist das wirtschaftlich aber nicht wirklich sinnvoll.

    Da Strom in dem Moment produziert werden muss, wo er verbraucht wird und entsprechende Speicher (noch) nicht vorhanden sind, sind wir noch für einen langen Zeitraum auf Importe angewiesen.
    Sollten also, wie gewünscht, die Kohlekraftwerke und letzten KKW vom Netz gehen, so machen wir uns von Frankreich (Kernenergie), Polen (Kohlekraft) sowie Russlands Gas (Nordstream 2) für die noch zu errichtenden Backup-Gaskraftwerke abhängig.

    Wir importieren bereits jetzt nachts sehr oft zwischen 4-7 Prozent des verbrauchten Stroms aus Frankreich, da unsere eigene Produktion nicht ausreicht. (www.electricitymap.org)

    CO2 neutral werden wir langfristig nur mit Kernenergie, „Erneuerbaren„ und entsprechender Wasserstoffumwandlung per Elektrolyse sowie synthetischer Kraftstoffe als Speicher.

    (Ich gehe davon aus, dass die Wasserstoffbusse in der Stadt mit reformiertem Wasserstoff fahren, also keineswegs emissionsfrei.
    Kurzes Erklärvideo: https://youtu.be/JAPN13ECraQ)

    Zur Finanzierung:
    Man hat vor Kurzem die Corona-Situation genutzt, um die EEG Umlage für den Verbraucher zu deckeln und die Differenz aus Steuermittel zu begleichen. Somit entzieht man sich der Diskussion der nächsten Jahre über immer stärker steigende EEG Umlagen. Das Energiewirtschaftliche Institut in Köln hat bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass dieser Schritt kommen muss, da sich ansonsten politischer Sprengstoff entwickelt.

    Ich bin gespannt, wie die Medien in den nächsten Jahren über den Zuschuss aus Steuermitteln berichten werden. Ich prognostiziere erheblich weniger, da es der geneigte Express und Bild-Leser nicht auf der Stromrechnung sieht.

  3. @ Bernd+de+Lamboy
    1. Deutschland ist seit dem Jahr 2003 ein StromEXporteur. Das heißt, wir produzieren seit Jahren erheblich mehr Strom als wir selbst verbrauchen.
    2. Jeder sollte dort demonstrieren, wo er lebt, wählt, arbeitet, herumfährt…

  4. Tolle Sache, nur am falschen Platz, in falschen Land.
    Man muss dort demonstrieren, wo 98 % des Dreckes in die Luft gepustet wird! Und wir müssen zuerst einmal sicherstellen, dass wir, bei einem Energiedefizit in unserem Land nicht den Strom dort kaufen müssen, wo er mit den Rohstoffen erzeugt wird, die wir grade ersatzlos streichen. Schlimmer noch wäre es, wenn wir den Strom von den maroden Kernkraftwerken unserer unmittelbaren Nachbarn kaufen müssten.

  5. Es erfüllt mich mit Freude und beruhigt mich für unsere Zukunft, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Verantwortung für ihren / unseren Lebensbereich übernehmen (möchten). Der Anfang steht die Mitwirkung = Mitgliedschaft bei unseren demokratischen Gruppierungen und Teilnahme bei allen Wahlen, wenn es um unsere Regierung in Stadt, Land und Bund sowie Europa und die (Um)-welt geht.

  6. Toll, was diese Gruppe an Zeit und Kraft investiert. Eigentlich müssten diese Aufgaben unser Politiker und Verwaltung übernehmen und alles daran setzten, so schnell als möglich Klimaneutral zu werden. Warum müssen erst die Bürger und ihre Initiativen auf die Straße gehen, wo doch die Auswirkungen auf die Erderwärmung so deutlich sind?