Der Klimawandel betrifft vor allem Jugendliche – doch ausgerechnet sie beteiligen sich weniger an Wahlen als die Älteren. Bei der Kommunalwahl am Sonntag können sogar 16- und 17-Jährige wählen – daher appelliert die Klimabewegung Fridays for Future an alle jungen Wahlberechtigten, ihre Stimme abzugeben.

Mit einer Mahnwache haben Bergisch Gladbacher Mitglieder von Fridays for Future am Freitag in der Fußgängerzone auf die Bedeutung der Wahl zum Stadtrat und Bürgermeister am Sonntag aufmerksam gemacht.

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,,Immer mehr Städte sprechen den Klimanotstand aus”, sagt eine der Sprecherinnen der Bewegung in Bergisch Gladbach. Aber die Politiker würden zu viel Symbolpolitik machen – sie redeten nur und handelten nicht. So würden sie versuchen, die Jugendlichen ruhigzustellen.

Daher forderte die Mahnwache die Jungwähler:innen dazu auf, Parteien zu wählen, die sich für den Klimaschutz einsetzen.

Aber nicht nur die Politik müsse etwas tun, sagt die Sprecherin. Auch der Handel müsse seinen Teil dazu beitragen: Denn die Verbraucher kauften, was ihnen vorgesetzt werde – zu viele Lebensmittel seien in viel Plastik eingepackt.

24 Stunden Mahnwache zum Globalen Klimastreik

Bereits jetzt macht Fridays for Future auf den nächsten Klimastreik aufmerksam: Am 25. September findet der nächste Globale Klimastreik statt. Die Ortsgruppe Rheinisch Bergischer Kreis von Fridays for Future wird mit einer 24-Stunden-Mahnwache dabei sein. Sie beginnt um 8 Uhr auf dem Platz der Partnerstädte (S-Bahnhof Bergisch Gladbach) und endet am nächsten Morgen um 8 Uhr.

,,In unseren Augen wurden noch zu wenige Maßnahmen ergriffen, um unser Klima zu schützen. Dies wollen wir mit der 24-Stunden-Mahnwache ausdrücken”, sagen die Jugendlichen der Fridays-for-Future-Bewegung in ihrer Einladung.

Es soll in diesen 24 Stunden ein abwechlungsreiches Bühnenprogramm geben mit vielen Reden und Workshops. Auch die Band Stadtrebellen aus Köln tritt auf.

Ein separates Schlafzelt wird aufgebaut, auch für Toiletten ist gesorgt. Außerdem gibt es ein Küchenzelt, in dem aus geretteten oder gespendeten Lebensmitteln gekocht wird. Gegen eine kleine freiwillige Spende wird das Essen verteilt.

Weitere Informationen gibt es auf der Instagram-Seite.

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