Viele Kinder und Jugendliche, aber auch zahlreiche Ältere nahmen am Klimastreik von Fridays vor Future in der Gladbacher Innenstadt teil. Wir haben ein paar von ihnen gefragt, warum sie dabei sind – und mit welchen Gefühlen sie der Bundestagswahl am Sonntag entgegenblicken.

Kurz vor der Bundestagswahl hat die Jugend-Klimabewegung Fridays for Future noch einmal zum großen bundesweiten Klimastreik aufgerufen. Auch in Bergisch Gladbach versammelten sich am Freitagmorgen nach und nach gut 400 Menschen auf dem Marktplatz.

Viele Kinder und Jugendliche, aber auch Familien mit Babys im Fahrradanhänger, die Enkelin mit der Oma im Rollstuhl sowie zahlreiche ältere Frauen und Männer.

Auf den Plakaten liest man: „Wir streiken, bis ihr handelt“, „Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit“ oder „Wann, wenn nicht jetzt – wer, wenn nicht wir“.

Ab 10.3o Uhr bewegte sich der Demonstrationszug über Laurentiusstraße, Odenthaler Straße, Turbo- und Driescher Kreisel und durch die Fußgängerzone wieder zurück zum Marktplatz.

Foto: Thomas Merkenich

Wir haben mit einigen Teilnehmer:innen gesprochen.

Lena Olivier (18): „Meine Stimmung in Bezug auf die Klimapolitik ist ein bisschen gespalten. Einerseits habe ich viel Hoffnung, dass die neue Regierung sehr grün wird und viel bewegt, aber andererseits bin ich auch unfassbar frustriert über das, was bisher passiert.

Wir sehen ja die Umweltkatastrophen, alleine die Flutkatastrophe im Juli, das war wirklich schlimm. Und wir sehen, wie wenig trotzdem getan wird. Und was für widersprüchliche Aussagen von den meisten Parteien kommen, das macht mich echt wütend. Ich hab wahnsinnige Angst, dass diese Parteien zu viele Stimmen bekommen und dann viel zu wenig passiert und meine Zukunft den Bach runtergeht.“

Hannah F. (39): „Ich wollte schon ganz lange hierhin kommen, heute habe ich es endlich geschafft. Ich hab zwei kleine Kinder und möchte ihnen gerne eine schöne und nicht ganz so kaputte Umwelt übergeben. In Bezug auf die Wahl habe ich etwas Sorge, aber ich versuche optimistisch zu sein.

Mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt mich schon seit Jahren, und es wird halt immer präsenter. Während der Coronazeit konnte man leider nicht seine eigene Tüte mit zum Bäcker bringen, das geht jetzt zum Glück wieder. Ich achte auch auf Plastikverpackungen, Mikroplastik in Cremes und so weiter. Aber ich könnte noch mehr machen.“

Pädagogin vom Kinderdorf Bethanien: „Wir sind heute mit einer Wohngruppe da. Es ist uns wichtig, dass die Kinder eine Zukunft haben. Und wir wollen ihnen zeigen, dass es wichtig ist, dafür auf die Straße zu gehen und auch was zu riskieren, damit man gehört wird – die Kinder sind ja heute offensichtlich nicht in der Schule.

Ich hoffe, dass die Kinder heute einen lehrreicheren Tag haben als sie es vielleicht in der Schule gehabt hätten, und dass sie sehen, wie viel man gemeinsam bewegen kann.“

Max* (13) aus dem Kinderdorf Bethanien: „Wir müssen dafür kämpfen, dass wir unsere Welt noch lange behalten können. Unsere Erzieher machen da richtig gut mit, die wollen zum Beispiel, dass wir meistens zu Fuß laufen und so.“

Werner Loers (66): „Ich habe große Angst, dass sich nach der Wahl nicht viel ändern wird. Die Grünen müssen irgendwie in der Regierung dabei sein, damit sie eine starke Stimme haben. Ich bin schon ganz lange aktiv im Klimaschutz.

Ich finde es ganz toll, dass sich die jungen Leute so stark dafür engagieren. Es ist aber auch gut, dass heute viele Ältere dabei sind, das Thema geht uns schließlich alle an. Ich finde, wenn man wie ich Rentner ist und die Zeit hat, muss man zu den Demos gehen.“

Foto: Thomas Merkenich

Anna* und Marlen* (beide 14): „Wir sind mit unserer Klasse von der Waldorfschule in Refrath da. Ich finde es wichtig, mich einzusetzen, weil es unsere Welt ist, und da müssen wir darauf aufpassen. Ich möchte auch, dass meine Kinder diese Natur, wie wir sie kennen, noch erleben dürfen.“

„Ich finde es auch super, dass wir auf der Straße laufen und die Leute in ihren Autos das mitkriegen.“

* Die Namen der Minderjährigen wurden von der Redaktion geändert

Laura Geyer

Journalistin. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg, ein Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro. Jetzt glücklich zurück in Schildgen.

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31 Kommentare

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  1. Hallo Herr Wagner, Sie *haben* aber eine Grundsatzdiskussion angestoßen. ;-)

    Eine „gezielte Fehlinformation“ erkenne ich eher in Ihren Posts als bei den Jugendlichen, unabhängig davon, wie genau sich diese mit dem (seit den 90ern eigentlich abgehakten) Thema AKWs auskennen…

    Die Antwort auf Ihre Frage ist einfach: Nicht „die Erneuerbaren“ brauchen eine „flexible Ergänzung“ (die natürlich ebenfalls erneuerbar sein muss), sondern Wind und Solar. Mit „Gas“ war in dem Kontext offensichtlich fossiles Erdgas gemeint – es gibt jedoch auch Bio- und Synth-Gas, die neben Wasser, Geothermie, Solarthermie (in wärmeren Ländern), Speichern, flexiblen Verbrauchern usw. Teil dieser „Ergänzung“ sind.

    Zu den Kosten s.u., zum Rohstoff- und Müllproblem: WKAs sind großtechnische Anlagen, die wie jede andere Industrie Ressourcen benötigen. Im Vergleich zu anderen Formen der Stromerzeugung spricht dieses Argument jedoch sehr deutlich *für* Wind- und Solarenergie, auch wenn bzgl. der Rotorblätter noch weitere Forschung nötig ist.

    nb… Es ist irgendwie absurd, heute Epigonen-Diskussionen zu führen über Fragen, die lange entschieden sind. Die Industrie ist (ebenso wie bei e-Autos) längst dabei, sich umzustellen – es geht schon lange nicht mehr um das ‚Ob‘, sondern nur noch um das ‚Wie‘ und vor allem ‚Wie schnell‘.

    Wir sollten stattdessen darüber reden, welchen Beitrag wir in GL bzw. im Kreis leisten können: Viel mehr (auch öffentliche) Solardächer, ev. auch (mittelgroße) Windräder, Gründung einer lokalen Energiegenossenschaft, energetische Sanierung inkl. Wärmepumpen, andere Einsparpotentiale…

    Herr Schreiner, „fossile“ Rohstoffe sind solche aus Lagerstätten in der Erdkruste, die nur extrem langsam oder gar nicht regeneriert werden. Daher gibt es auch ‚fossile Wasservorkommen‘ – wenn die angezapft und verbraucht werden, sind sie weg.

    Zu den Kosten für verschiedene Formen der Stromerzeugung siehe z.B. hier:

    https://www.dw.com/de/wind-sonne-g%C3%BCnstiger-als-kohle-atom/a-16232176
    https://www.dw.com/de/wo-lohnen-sich-solarparks-photovoltaik-stromkosten-floating-pv-agri-pv/a-57945237

    In sehr wind- oder sonnenreichen Regionen sind (heute) Gestehungskosten ab ca. 1,5 Cent/ kWh möglich.
    Seit Einführung des EEG sinken die Kosten rasant, ein Ende ist nicht abzusehen – genau das war ja Sinn und Zweck des Gesetzes: Forschung und Massenproduktion ankurbeln, damit die Preise sinken.

    Die damals installierten, relativ teuren Anlagen müssen bzw. mussten noch quersubventioniert werden – leider hat v.a. die Schwarz-Gelbe Regierung dabei schwere Fehler gemacht, weshalb heute private Haushalte die Großverbraucher mit ihrer Stromrechnung subventionieren. Das trägt ebenso zu den aktuell hohen Stromkosten bei wie die (abzuschaffende) Stromsteuer, die Braunkohle-Subventionen und die Geschäftspraktiken der quasi-Monopolisten.

    Interessant auch, dass die Schäden der Fukushima-Katastrophe (derzeitige Kostenschätzung: ca. 500 Mrd. Euro) „physikalisch unmöglich“ sind…q.e.d. ;-)

  2. Herr Schreiner,
    mein letzter Beitrag zu diesem Thema.

    „Die Versicherungsprämien liegen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich je Kraftwerk und Jahr“

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/japan-rechnet-mit-kostenexplosion-durch-fukushima-folgen-a-1118164.html

    „Während derzeit rund 700 Millionen Euro pro Jahr dafür aufgewendet werden, würden die Kosten künftig auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr steigen, sagte Industrieminister Hiroshige Seko am Dienstag.“

    Muss man eigentlich nicht mehr zu schreiben. Keine Versicherung der Welt würde für solche Schadenssummen versichern, wenn man das Risiko ehrlich betrachten würde. Das der Verein „Kerntechnik in Deutschland e.V.“ (Ihre Quelle) naturgemäß behauptet, Deutschlands AKWs wären im Gegensatz zu denen von u.a. Japan vor katastrophalen Unfällen gefeit, dazu kann ich nur sagen, dass die Japaner das von ihren Anlagen ebenfalls behauptet haben. Der unwahrscheinlichste Umstand bleibt eben nur solange unwahrscheinlich, bis er eintritt.

    Meiner Meinung nach ist Atomenergie – und mag sie noch so CO2-Effizient sein – keine bessere Alternative zu fossilen Energieträgern, das gesellschaftliche Risiko ist nicht akzeptabel. Das ist quasi wie der Versuch den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

  3. Herr Boschen, zum Thema Versicherung:
    „Entgegen der Annahmen des FÖS besteht volle Versicherungspflicht bei Kernkraftwerksbetreibern [7]. Die Betreiber müssen alle technisch
    denkbaren Schäden versichern – aber nicht physikalisch
    unmögliche Schäden, die Kernkraftgegner in NGO
    und Regierungsstellen einfach behaupten. Die Versicherungsprämien liegen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich je Kraftwerk und Jahr und sind im
    Strompreis bereits voll eingepreist. Kosten darüber hinaus sind nicht substantiierbar und sollten von Institutionen wie dem UBA, die sich wissenschaftlich geben, nicht übernommen werden.“

    https://www.kernd.de/kernd-wAssets/docs/fachzeitschrift-atw/2020/Artikel_atw_D_2021-1_Kernenergie_bewirkt_hoeheren_Nutzen_als_gesellschaftliche_Kosten_Peters_Musahl.pdf

  4. # Ulf Klein, wie erwähnt, wollte ich hier keine Grundsatzdiskussion über Atomkraft anstoßen sondern die gezielte Fehlinformation von Jugendlichen kritisieren. Diese jungen Transparentaufträger ihrer Eltern waren nämlich auf Nachfrage überrascht über die von Ihnen erwähnte „Binsenweisheit“, dass KKW weitgehend CO2-frei arbeiten. Ihr Argument, dass KKW-Strom grundsätzlich bis 10-fach teurer ist, wird ja schon allein durch die Tatsache widerlegt, dass die Stromkosten in Frankreich , bei 71% KKW-Anteil u. 13% Windkraft um 1/3 niedriger liegen als in Deutschland bei 13% KKW u.27% Windkraft. Deutschland hat mit 30,34 Cent/kWh die höchsten Stromkosten in Europa was schon jetzt ein enormer Wettbewerbsnachteil ist. Frankreich liegt mit 18.99 Cent/kWh im EU-Durchschnitt ( Quelle:eurostat,statista).Der CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung lag am 4. dieses Monats (einem windarmen Tag) in Deutschland 12fach höher als in Frankreich. Aufgrund der Bodenversiegelung durch ungeheure CO2-intensive Betonmengen, des Wegfalls der natürlichen CO2-Senken für die beanspruchten Flächen und die erforderliche Verbrennung des Rotorblatt-Sondermülls aus GFK und CFK ist Windenergie übrigens nicht CO2-frei, auch wenn ihre Emissionen etwas geringer sind als die der Kohleverstromung.
    Herr Klein, einen Widerspruch in Ihrem Kommentar sollten Sie aber noch auflösen: Zitate,“AKW und Kohle-Großkraftwerke lassen sich nicht schnell hoch- und runterregeln, daher eignen sie sich nicht als flexible Ergänzung zu Wind und Solar“, “……dass die Umwelt- und Klimabewegung ALLE Formen der fossilen Energieerzeugung ablehnt, ob Kohle, Öl, GAS oder Atom.“ Sie bestätigen, dass die Erneuerbaren wegen ihrer extremen Wetterabhängigkeit eine „flexible Ergänzung“ brauchen und lehnen gleichzeitig den Einsatz von flexiblen Gaskraftwerken ab ? Wie wollen Sie also eine sichere Grundversorgung herstellen ? In diesem windarmen ersten Halbjahr 2021 hat zur Vermeidung von Blackouts in D nicht nur der Anteil der Kohleverstromung wieder zugenommen sondern vor allem der Anteil der Gasverstromung.

  5. Herr Schreiner,
    zu den versteckten Kosten nur soviel: würden die Energiekonzerne die vollen Haftung für die potentiellen Risiken eines AKWs in Form von Versicherungen übernehmen müssen, gäbe es heute keine Atomenergie mehr. Diese Kosten werden nämlich aktuell von der Gesellschaft übernommen, was einer indirekten (und nicht zu knappen) Subventionierung gleich kommt. Nebenbei gibt es auch noch eine Reihe von direkten Subventionen wie z.B. Steuervergünstigungen oder die Zwischenlagerung (da Endlagerung ja immer noch ungelöst) von Brennelementen, die von der öffentlichen Hand getragen werden. 
    Verschiedene Quellen und Einzelnachweise finden sich hier:
    https://atomkraftwerkeplag.wikia.org/de/wiki/Subventionierung_von_Atomkraft

    Ihr Hinweis auf nicht „fossile“ Kernenergie ist eine Spitzfindigkeit, denn auch Ihnen ist sicher bekannt dass Uran nicht auf Bäumen wächst und im Bergbau aufwändig gefördert und aufbereitet werden muss.

  6. Sehr geehrter Herr Schreiner, wahrscheinlich meinen Sie, warum Ihr Kommentar nicht freigegeben wurde? Kommentare mit Links werden grundsätzlich zunächst zurückgehalten, wenn sie Links enthalten. Wenn wir Zeit finden, geben wir sie dann frei. Oder auch nicht.

  7. Dürfte ich fragen, warum mein Kommentar zur Herrn Kleinerts Aussagen von den Moderatoren freigegeben wurde?

    Eine Bitte um Belege für die 5-10-fachen Preise sowie der etwas spöttische Hinweis, dass Kernenergie nicht „fossil“ sollten doch nicht so problematisch sein.

  8. Hallo Herr Wagner, dass die Abschaltung von AKW „kein(en) Beitrag zur CO2-Vermeidung“ leistet, ist zunächst mal eine Binsenweisheit. Allerdings sollte die Einschränkung gemacht werden, dass sie „keinen _direkten_ Beitrag“ leisten: AKW und Kohle-Großkraftwerke lassen sich nicht schnell hoch- und runterregeln, daher eignen sie sich nicht als flexible Ergänzung zu Wind und Solar. Oft ist daher zu lesen, dass ihr Strom „die Netze verstopft“.

    In der Diskussion um Klimakrise und Energiewende versuchen Manche, die Atomkraft als angeblich „saubere“ Alternative wieder salonfähig zu machen. Diesem durchsichtigen Versuch, Klima- und Anti-AKW-Bewegung gegeneinander auszuspielen, wird seit Jahren vehement widersprochen („Don’t nuke the climate“ u.A.). Deswegen werden bei Klimaschutz-Demos häufig auch Anti-AKW-Transparente gezeigt: Nicht weil AKWs klimaschädlich seien, sondern um klarzustellen, dass die Umwelt- und Klimabewegung *alle* Formen der fossilen Energieerzeugung ablehnt, ob Kohle, Öl, Gas oder Atom.

    Aufgrund der Brennstoffgewinnung ist Atomenergie übrigens nicht CO2-frei, auch wenn ihre Emissionen natürlich weitaus geringer sind als die der Kohle- oder Gasverstromung. Das größere Problem stellen jedoch Betriebsrisiken und ungeklärte Entsorgungsfrage dar – und die Kosten: Atomstrom ist heute 5-10x so teuer wie Wind und Solar. Gerade für die Industrie wären damit in Zukunft extreme Wettbewerbsnachteile verbunden.

  9. Ja, Herr Wagner, wo Sie Recht haben, haben Sie zweifellos Recht.

    Wenn man dann noch bedenkt, von wem Teile der Anti-Akw-Bewegung in den 70ern finanziert wurden, dann kommt einem ein Plakat, das deren Symbolik zitiert, erst recht fragwürdig vor.

  10. Es ging bei meinem Kommentar nicht um eine Grundsatzdiskussion über Kernkraftnutzung sondern meine Kritik richtete sich an jene, die ihre Kids mit einem alten Transparent zur Abschaltung von Kernkraftwerken heute auf eine Klima-Demo schicken. Es gibt Gründe warum man die Kernenergie ablehnen kann, aber selbst mäßig Informierten sollte doch bekannt sein, dass mit ihrer Abschaltung Ende nächsten Jahres kein Beitrag zur CO2-Vermeidung geleistet wird. Das ist meine Kritik an der gezielten Fehlinformation von Jugendlichen.

  11. Wow, Zitate fordern, dann sind sie plötzlich zu lang.
    Dann sucht man sich genau den Teil raus, der, zum Glück und neutral, auch die negativen Seiten darstellt, ohne die positiven zu nennen.

    Genau das ist, was an der Diskussion zu dem Thema fehlt. Bei EE nur die Vorteile, bei Nuklear nur die Nachteile.

    Betrachtet man beide Seiten der jeweiligen Medaille, wird man zu dem Schluss kommen, dass nur eine Kombination von EE und Nuklear zum Ziel führt.

    Und nichts anderes sagt der Bericht.

    Aber sei es drum, nach TAZ- und Zeit-Artikel sind die Argumente wohl vorbei.

    Alles Gute bei der nächsten Demo.

  12. Das ist die Behauptung von Herrn Wagner: „IPCC empfiehlt seit 2007 auch die Kernenergie als geeignetes Mittel zur Decarbonisierung einzusetzen.“ Diese Behauptung geben auch Ihre endlosen englischen Zitate nicht her, wie ein Beispiel einer übersetzten Stelle zeigen soll:
    „Kernenergie könnte ein zunehmender Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Energieversorgung sein, aber es gibt eine Vielzahl von Hindernissen und Risiken.“

    Hier wird wieder ein Satz des IPCC -bewusst oder unbewusst- falsch interpretiert.

    Da diese Scheindiskussion zunehmend in undurchschaubare Dschungel führt, beende ich meine Beiträge hiermit, bin aber einverstanden, wenn Sie Herrn Watzlawek um meine E-Mail-Adresse bitten. Privat können wir dann meinetwegen weitermachen, ohne die Leser des guten Beitrags von Laura Geyer weiter vom wesentlichen Ziel ihres Artikels und der tollen Demo abzulenken.

    Das Bürgerportal ist jetzt auf jeden Fall im Besitz der Dokumentation einer Scheindiskussion, die vielleicht nur dazu dienen sollte, eine Plattform für das Verbreiten einer rückwärtsgewandten und falschen These zu finden.

  13. Der IPCC Bericht stellt auch keine Forderungen nach einer bestimmten Energieerzeugung auf sondern zeigt Wege, wie die Emissionen reduziert werden können und da ist nun mal in den meisten Punkten Kernenergie ein Teil der Lösung.

    Ein paar der Abschnitte, wo Kernenergie immer im Zusammenhang mit EE oder CSS genannt wird.

    Multiple options exist to reduce energy supply sector GHG
    emissions (robust evidence, high agreement). These include energy
    efficiency improvements and fugitive emission reductions in fuel
    extraction as well as in energy conversion, transmission, and distribution systems; fossil fuel switching; and low-GHG energy supply technologies such as renewable energy (RE), nuclear power, and carbon
    dioxide capture and storage (CCS). [7.5, 7.8.1, 7.11]

    Decarbonizing (i. e. reducing the carbon intensity of) electricity generation is a key component of cost-effective mitigation
    strategies in achieving low-stabilization levels (430–530ppm
    CO2eq); in most integrated modelling scenarios, decarbonization happens more rapidly in electricity generation than in the
    industry, buildings and transport sectors (medium evidence, high
    agreement). In the majority of low-stabilization scenarios, the share
    of low-carbon electricity supply (comprising RE, nuclear and CCS)
    increases from the current share of approximately 30% to more than
    80% by 2050, and fossil fuel power generation without CCS is phased
    out almost entirely by 2100. [7.11]

    Nuclear energy is a mature low-GHG emission source of baseload power, but its share of global electricity generation has
    been declining (since 1993). Nuclear energy could make an
    increasing contribution to low-carbon energy supply, but a variety of barriers and risks exist (robust evidence, high agreement).
    Its specific emissions are below 100 gCO2eq per kWh on a lifecycle
    basis and with more than 400 operational nuclear reactors worldwide,
    nuclear electricity represented 11% of the world’s electricity generation in 2012, down from a high of 17% in 1993. Pricing the externalities of GHG emissions (carbon pricing) could improve the competitiveness of nuclear power plants. [7.2, 7.5.4, 7.8.1, 7.12]

    7.5 therefore addresses
    options to replace unabated fossil fuel usage with technologies without direct GHG emissions, such as renewable and nuclear energy
    sources, and options to mitigate GHG emissions from the extraction,
    transport, and conversion of fossil fuels through increased efficiency,
    fuel switching, and GHG capture.

    The literature reviewed in this section shows that a range of technologies can provide electricity with less than 5% of the lifecycle GHG
    emissions of coal power: wind, solar, nuclear, and hydropower in suitable locations. In the future, further reductions of lifecycle emissions on
    these technologies could be attained through performance improvements (Caduff et al., 2012; Dale and Benson, 2013) and as a result
    of a cleaner energy supply in the manufacturing of the technologies
    (Arvesen and Hertwich, 2011).

    In many mitigation scenarios with low demand,
    nuclear energy supply is projected to increase in 2050 by about a factor of two compared to today, and even a factor of 3 or more in case
    of relatively high energy demand (Figure 7.11).

    The main mitigation options in the energy supply sector are energy
    efficiency improvements, the reduction of fugitive non-CO2 GHG emissions, switching from (unabated) fossil fuels with high specific GHG
    emissions (e.g., coal) to those with lower ones (e.g., natural gas), use
    of renewable energy, use of nuclear energy, and carbon dioxide capture and storage (CCS). (Section 7.5).

  14. In einem Text stehen oft viele Details. Je länger er ist, umso mehr. Es gilt aber, die Details vom Resümee zu unterscheiden. Das Resümee des Zeit-Artikels habe ich wörtlich zitiert. Hier ist das Zitat noch einmal: „Ist das die Forderug des IPCC? Nein!“ Das ist klar und deutlich.

    Der Zeit-Artikel fasst sich nicht als Argumenten-Sammlung für oder gegen Atomkraft auf. An keiner Stelle ist er oberflächlich. Er interpretiert den IPCC-Text. Das tut Herr Wagner auch, aber nach Meinung der „Zeit“ falsch. Der IPCC-Text ist übrigens von 2007, der Zeit-Artikel von 2019. Herr Schreiner benutzt einerseits den Ausdruck „oberflächlich“, wenn es ihm aber gerade passt, zitiert er den Artikel sogar.

    Ein wörtliches Zitat aus dem IPCC-Bericht, aus dem hervorgehen würde, dass der IPCC die Verwendung der Atomkraft empfiehlt, sind Herr Wagner und Herr Schreiner bisher schuldig geblieben. Vielleicht weil sie selber den IPCC-Bericht nicht gelesen haben?

    Man könnte beinahe den Eindruck haben, dass es einfach darum geht, Stimmung zu machen gegen Atomkraft-Gegner. Interessant ist, dass bei meinem Bericht „Moitzfelder Kinder für die Zukunft“ die kritischen Stimmen fast alle aus dem Lager der AfD kamen, wie eine Überprüfung meinerseits ergab.

  15. Mit Verlaub Herr Müller, aber die Zeit und TAZ Artikel kratzen nur an der Oberfläche und sind als Argumente nicht wirklich gut geeignet.
    Da gibt es sicherlich bessere Quellen, um gegen Kernenergie zu schreiben.

    Der Zeit Artikel ist von 2019 und widerlegt nicht, was Herr Wagner schreibt.

    Viel interessanter ist aber der Abschluss:
    „Klimaschutz und Atomausstieg gehen eben nur dann zusammen, wenn sich auch das Verhalten massiv ändert. Wenn der motorisierte Individualverkehr eingeschränkt, der Wärmeverlust durch bessere Isolierung der Gebäude reduziert und die industrielle Stromnachfrage so gesteuert wird, dass sie auf Situationen reagiert, in denen die Sonne nicht scheint und kein Wind weht. Die ärgsten Lücken ließen sich dann immer noch mit Gaskraftwerken schließen, die weniger CO₂ erzeugen als die Kohleverstromung. Auf diesem Weg ist Deutschland nicht wirklich vorangekommen.“

    Nachtschicht in einer Gießerei ist demnächst nicht mehr möglich, oder müssen sich mehrere Betriebe um Zeitfenster bewerben?

    Ein Wirtschaftsstandort, klimaneutral, wird nur mit EE und Kernenergie möglich sein.

  16. Es handelt sich bei dem Kommentar von Herrn Wagner um eine falsche, vielleicht voreilige, Interpretation des IPCC-Berichts, nicht um den IPCC-Bericht selber, wenn man folgendem Artikel in der „Zeit“ vertraut:

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwi4oLjM_J7zAhVthv0HHb1SC-4QFnoECAIQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F2019%2F14%2Fkernkraft-atomstrom-umweltschutz-erdatmosphaere-stromgewinnung&usg=AOvVaw0O_jHTJrRRuXpwMJQS3m_y

    Die „Zeit“ halte ich nach wie vor für seriös und glaubwürdig. Und sie sagt eindeutig: „Ist das die Forderung des IPCC? Nein!“

  17. # Engelbert Manfred Müller
    Lieber Herr Müller das IPCC empfiehlt seit 2007 auch die Kernenergie als geeignetes Mittel zur Decarbonisierung einzusetzen. Frankreich u.a. folgen diesem Beispiel und haben trotz noch wesentlich geringerem Einsatz Erneuerbarer einen dramatisch geringeren CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung (zB. am 4. dieses Monats, einem windarmen Tag, hatte F nur 1/12 des CO2-Ausst0ßes von D.
    Die von Ihnen geforderte Quelle:
    J.D. nach IPCC 4th Assessment Report 2007, Working Group III Report «Mitigation of Climate Change»
    Der «4th Assessment Report» des IPCC widmet seinen im Mai 2007 erschienenen dritten Band «Mitigation of Climate Change» den Präventivmassnahmen gegen die Klimaveränderung, d.h. den Mitteln zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Die wichtigsten anerkannten und geprüften Massnahmen sind die Energieeffizienz, die Entwicklung erneuerbarer Energien, die Senkung oder Sequestrierung von CO2-Emissionen aus fossiler Energie und – eine Neuerung gegenüber den früheren Berichten – die Kernenergie.

    Das IPCC stellt zunächst fest, dass die Kernkraftwerke mit einem Anteil von 16% der weltweiten Stromproduktion die globalen CO2-Emissionen im Vergleich zur herkömmlicher Stromproduktion bereits um 6 bis 10% senken. Bei dieser herkömmlichen Produktion entfällt heute sowohl in den westlichen Ländern als auch in den Entwicklungsländern ein hoher Anteil von weltweit rund zwei Dritteln auf die fossilen Brennstoffe. Der Bericht analysiert die Kosten einer eingesparten Tonne CO2 und zeigt auf, dass sie bei unter USD 20 liegen oder oft sogar negativ sind. Zurückzuführen ist dies darauf, dass die Stromproduktion aus Kernenergie günstiger ist als die Erzeugung aus anderen Energiequellen, insbesondere aus fossilen Brennstoffen.

    Die Kernenergie kann die CO2-Emissionen der Elektrizitätsbranche erheblich senken. Dank Kernenergie und Wasserkraft produzieren Länder wie Frankreich, Schweden und die Schweiz nahezu kohlenstofffrei Strom. Diese Länder sind aber heute die Ausnahme. Das Substitutionspotenzial ist in der Elektrizitätsbranche somit enorm, denn diese ist mit 25,9% der Gesamtemissionen der weltweit grösste CO2-Produzent, gefolgt von der Industrie (19,4%) und dem Verkehr (13,1%).

    Ein erhebliches Potenzial der CO2-Reduktion besitzt die Kernenergie zudem anerkanntermassen in den Bereichen Wärme (Fernheizung und Wärmepumpen), Mobilität (Elektroantrieb) und Produktion von Wasserstoff als Energieträger, der auch im Mobilitätsbereich Verwendung findet. Im Vergleich mit anderen Mitteln zur Reduktion der CO2-Emissionen gesteht das IPCC somit der Kernenergie ein sehr hohes und Potenzial und günstige Kosten zu.

    Das IPCC stellt auch fest, dass die Uranressourcen kein Hindernis darstellen und Brutreaktoren in Verbindung mit der Wiederaufarbeitung sogar sehr langfristige Perspektiven eröffnen (tausende von Jahren).

    Das IPCC hat sich auch mit Fragen der Reaktorsicherheit und des Abfallmanagements sowie mit den Befürchtungen der Bevölkerung und der politischen Opposition als Haupthindernis für einen weiteren Ausbau der Kernenergie befasst. Das IPCC stellt fest, dass trotz der Kontroverse wirksame technische Lösungen bestehen und dass sie bei richtiger Anwendung eine sehr hohe Sicherheit gewährleisten. Die Experten des IPCC empfehlen den Staaten, die Kernenergie in ihre Energiepolitik zu integrieren und den Bedenken der Bevölkerung mit besserer Information zu begegnen.

  18. Zum Thema der angeblichen Indoktrination. Was mich beunruhigt ist, dass so viele (zumindest dem Alter nach) erwachsene Menschen einerseits anscheinend „der Jugend“ überhaupt nichts zutrauen – vor allem keine eigene Meinung und keinerlei Abstraktionsfähigkeit, sich selbst andererseits aber von selbsternannten „Experten“ in irgendwelchen dubiosen Foren, Facebook und Telegram-Kanälen beeinflussen lassen und für harte wissenschaftliche Fakten (wie eben den anthropogenen Klimawandel) überhaupt nicht mehr zugänglich sind bzw. diese schlichtweg leugnen. Und diese Leute dürfen – im Gegensatz zu den meisten Teilnehmern der FFF-Demos – wählen gehen. Beängstigend.

    @Rene Kall
    Ich hoffe dass ich Sie bloß falsch verstanden habe, aber falls das irgendwie ein Vergleich mit dem dritte Reich sein soll, würde ich Ihnen raten noch mal ganz tief in sich zu gehen und zu überlegen ob Sie das wirklich ernst meinen.

  19. Herr Schreiner, das steht alles in dem Artikel, den ich Ihnen schon nach Ihrem ersten Kommentar in einem Link angegeben habe. Da brauchen Sie keine Hunderte von Seiten zu lesen. Ich hoffe, Sie haben ihn gelesen.
    Es lohnt sich auch, über die Personen, die „Nuklearia“ gegründet haben, zu recherchiern.

  20. Herr Müller, welche Atomlobby meinen Sie in Deutschland?
    Nuklearia ist ein Zusammenschluss von Personen, die sich für Kernenergie als saubere Energiequelle einsetzen.

    Als Lobbyvereinigung müsste es ja große wirtschaftliche Kräfte geben, die es unterstützen, diese untersagen Ihren Angestellten aber eher, an Demos teilzunehmen.
    Die Gelder, die die Energieunternehmen bekommen sind so üppig, da ist die Abschaltung in Ordnung, warum sollte man da Lobbyarbeit unterstützen. Da zählt Geld in den oberen Etagen, nicht der CO2-Ausstoß.

    Ich durchsuche Ihnen jetzt nicht die Hunderten von Seiten des IPCC, aber geben Sie IPCC und nuclear bei Google ein.

    Die UNECE (United Nations Economic Commission for Europe ) sieht es ähnlich

    https://unece.org/climate-change/press/international-climate-objectives-will-not-be-met-if-nuclear-power-excluded

  21. Von Herrrn Wagner hätte ich gerne ein Zitat, aus dem hervorgeht, dass der „IPPC die Kernkraft zur Einsparung von CO2 empfielt“
    Die Wissenschaftssenung „Quarks“ sieht das auf jeden Fall ganz anders, wenn man ihren Artikel sorgfältig und komplett liest.
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwi6pMKtu5zzAhV2hf0HHXp3DjkQFnoECAIQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.quarks.de%2Ftechnik%2Fenergie%2Fatomkraftwerke-fuer-den-klimaschutz%2F&usg=AOvVaw2M875B4VYGUh_8k6eOGGV2

  22. In seinem zweiten Kommentar weist Herr Mehmet Schreiner auf einen Artikel von „Nulklearia“ hin. Dazu muss man wissen, dass es sich hier um eine Organisation der Atomlobby handelt, wie aus einem Artikel der TAZ hervorgeht:

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjU0_Ktg5zzAhUuhv0HHdlQBw8QFnoECAIQAQ&url=https%3A%2F%2Ftaz.de%2FAtomenergie-und-Klimaschutz%2F!5646067%2F&usg=AOvVaw08mV-IHRGPnFF3Bk_FEi3U

  23. Einerseits finde ich es toll das dadurch das Thema Umweltschutz und Klimaschutz immer mehr in den Vordergrund gerückt werden.

    Anderseits finde ich es immer beängstigender wie Kinder immer mehr für Politische Interessen benutzt werden.
    Ein Kind und Jugendlicher interessiert sich für die Welt und bildet sich eine Meinung. Es lässt sich leiten von Gefühlen und Gedanken und formt daraus seine Weltsicht. Doch es lebt in dem engen Rahmen den die Gesellschaft ihnen gibt. Das Wort der Schule ist Gesetz. Das Wort der Eltern ist Gesetz. Und wer das Gesetz bricht wird bestraft.

    Nur leider nutzen viele Erwachsenen aus, dass Kinder in Ihnen eine Vorbildfunktion sehen. Obwohl die Kinder und Jugendliche noch nicht die nötige Reife haben werden viele für politische Machtinteressen benutzt.

    So nach dem Motto: Hab jetzt Angst ! Es geht um deine Zukunft. Jetzt oder Nie! Die da oben wollen dir alles kaputt machen also wähle die da ! Wenn wir jetzt nicht so handeln dann ist alles vorbei.

    Im Fernsehen (WDR, ARD) wurden kleinen Kinder genötigt ihre Omas als Umweltsäue zu beschimfen.
    In manchen Schulen wurden Kinder gedrängt demonstrieren zu gehen obwohl sie lieber in die Schule gehen wollten.
    Im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen lassen sich die Spitzenpolitker von Kindern interviewen. Und die Fragen von 9 Jährigen Mädchen sind dann oft über die Rolle der Nato im Ukraine Konflikt, die Verfassungsschutz-Skandale rund um Hans-Georg Maaßen.
    Ist ja klar wer kennt es nicht ? Man geht an der Grundschule vorbei und sieht Lea (7) und Wera (9) sich über den gescheiterten Afghanistan Einsatz unterhalten und den Umstieg auf eine neue angepasste Energiepolitik und Agrarwende. So sind Kinder nun mal.

    Haben wir das wirklich nötig? Auch in diesem Text ist es wieder so ein kleiner versteckter Unterton zwichen den Zeilen. Die Erzieher motivieren also die Kinder und unterstützen sie. (°-°)

    Wenn ich Lehrer wäre dann würde Ich darauf achten, dass Jeder seine Eigene Meinung haben kann. Und jeder darf das Wählen und glauben was er möchte und wenn er nichts wählt und nichts glaubt. Dann ist das auch ok. :)

    Vorallem aber würde ich den Kindern aber eine Kindheit und Jugend geben. Ich würde Ihnen nicht dicke Plastik Masken aufdrücken, sie nicht über die Schrecken der Welt informieren und Ihnen keine Angst machen.

    Zur Rechten Zeit bildet jeder seine Meinung und seine Überzeugungen. Und manch einer ändert sie auch noch.
    Und die Meinungen von „Jungen Wählern“ die an ihre „Zukunft“ denken sind auch sehr verschieden.

    Den Kindern wünsche Ich ein bisschen normalität.

  24. Wenn es noch eines Beleges dafür bedurfte, dass Bergisch Gladbach der Entwicklung immer 20-30 Jahre hinterherhinkt, dann haben die letzten Kommentare ihn geliefert. :-)

    Thema des Beitrags und der gestrigen Demo ist ‚Klimaschutz‘.
    Dazu wären (konstruktive) Kommentare und Vorschläge sehr willkommen, denn sowohl lokal wie auch bundesweit stehen sehr große Aufgaben an. Wir wissen alle, dass sich vieles ändern muss – aber davor haben Manche so große Angst, dass sie die Dikussion verweigern und stattdessen mit Scheindebatten ablenken. Bis es zu spät ist. Genau gegen diese Vogel-Strauß-Haltung demonstrieren (nicht nur) die Schüler:innen – offenbar ist das immer noch bitter nötig!

    (zu Atomkraft ist mit 3 Worten alles gesagt: Rohstoffe, Kosten, Atommüll)

  25. „Atomkraftwerke abschalten!“, dieses als Leitbild für eine CO2-reduzierte Klimadiskussion eingebrachte Transparent zeigt eigentlich exakt die Problemlage beim Informationsstand bei Teilen der Jugend die sich durch grüne Indoktrination und mangelnde unabhängige Information verfestigt hat. Die GRÜNEN sind aus der Anti-Atom-Bewegung hervorgegangen und jetzt zuzugeben, dass das ein riesiger Fehler war, hieße, die ganze Partei in Frage zu stellen. Schon deshalb müssen sie verbissen am Atomausstieg festhalten und jede Debatte darüber tabuisieren. Die GRÜNEN sind damit Klimasünder Nr. 1 in Deutschland, denn keine Entscheidung hat so gravierend-negative Folgen für Deutschlands CO2-Bilanz wie der Ausstieg aus der Kernenergie. Dies zeigt sich deutlich an direktem Vergleich mit Frankreich. Mit Schuld tragen aber auch SPD, CDU/CSU und FDP.
    ( ! ) Also ich mache den derzeit demonstrierenden Jugendlichen keinen Vorwurf, denn sie sind unschuldige Opfer von Informationsangeboten populistischer Vereinfacher geworden. Mit jugendlichem Eifer demonstrieren sie jetzt ihre auf beschränkter Informationsbasis erworbene Überzeugung. Das Tragische an der Geschichte ist doch, dass eine ganze Generation derart indoktriniert wurde daran zu glauben, dass der Klimawandel eine monokausale Ursache hat und dessen Vermeidung doch mit ausreichend gutem Willen einfach zu bewerkstelligen sei.
    1.) Niemand hat diesen Kids offenbar erklärt, dass unsere letzten Kernkraftwerke schon im nächsten Jahr abgeschaltet werden.
    2.) Niemand hat diesen Kids offenbar erklärt, dass damit eine CO2-Einsparung von 64 Millionen Tonnen jährlich entfällt. Das entspricht 17 Prozent der energiebedingten Emissionen und rund 7 Prozent der deutschlandweiten CO2-Emissionen.
    3.) Niemand hat diesen Kids offenbar erklärt, dass auch der IPCC die Nutzung von Kernkraft zur CO2-Einsparung empfiehlt. Bill Gates plädiert in seinem Buch zum Klimawandel vehement für Kernenergie und betont, eine „Zukunft, in der wir unsere Stromversorgung zu tragbaren Kosten CO2-frei machen könnten“ sei, ohne mehr Atomkraft einzusetzen, „schwer vorstellbar“. Denn, so Gates: „Sie ist die einzige CO2-freie Energiequelle, die zuverlässig und rund um die Uhr elektrischen Strom liefern kann, zu jeder Jahreszeit und fast überall auf der Welt, und die nachgewiesenermaßen im großen Maßstab funktioniert.“
    4.) Niemand hat diesen Kids offenbar erklärt, dass wir in 2019 einen Rekord beim Zukauf von ausländischem KKW-Strom hatten. Dieser heuchlerische Weg kann aber nicht zu jeder Zeit und in zunehmendem Maße gewählt werden weil er durch die sichere Eigenversorgung unserer Nachbarländer begrenzt ist.
    5.) Niemand hat diesen Kids die Kehrseite einiger derzeit empfohlenen Maßnahmen erklärt deren Folgen sie in Zukunft zu tragen haben. Zur geflissentlich verschwiegenen Wahrheit gehört, dass der weitere Ausbau der Windkraft an Land zum Verlust und zur Versiegelung vor allem von bewaldeten Höhenlagen führen wird. Die von den Grünen selbst propagierten benötigten 2% von der Gesamtfläche Deutschlands für die Windkraftindustrie entsprechen etwa EIN DRITTEL ALLER ( ! ) zur Zeit in D durch Gebäude und Infrastruktur versiegelten Flächen (das sind ca 6,5%). Da das nur in windergiebigen Gebieten erfolgen wird, werden wir eine dramatische Versiegelung wertvoller Naturflächen mit noch unabsehbaren negativen Folgen für die Mikroklimata, Fauna u. Flora erleben. Eine Gegenrechnung für die Verluste beim natürlichen CO2-Abbau wurde noch nicht angestellt.
    6.) Niemand erklärt diesen Kids warum die Haushaltskasse ihrer Eltern durch steigende Energiekosten immer schmaler wird. Seit einiger Zeit schießen die Gaspreise durch die Decke obwohl Russland seine Lieferungen vertragsgemäß voll erfüllt und Norwegen die Liefermengen sogar gesteigert hat. Ein Teil dieser Entwicklung liegt darin begründet, dass zunehmend auf Gaskraftwerke ausgewichen werden muss weil wir ein relativ windarmes Jahr haben u. zunehmend Gaskraftwerke für Windkraft einspringen müssen. Deshalb ist auch der Kohlestromanteil u. CO2-Ausstoß im windarmen 1.Halbjahr 2021 deutlich höher als im Vorjahr. Die Grünen wollen aber trotzdem die Lieferung weiterer Gasmengen durch Nordstream-2 verhindern.
    7.) Niemand erklärt diesen Kids welche Wege andere Länder gehen. Frankreich zeigt wie es geht: Am 4. September 2021, einem regnerischen Tag mit wenig Wind war die deutsche Stromerzeugung mit zwölfmal so viel Ausstoß von Kohlendioxyd verbunden wie die französische. F kann aber nicht nur an diesem Tag trotz deutlich weniger Erneuerbaren einen dramatisch geringeren CO2-Ausstoß erzielen. Wobei für D der Nuklearanteil Ende nächsten Jahres auch noch wegfällt und durch fossile Anteile ersetzt werden muss weil es bis dahin keine ausreichenden Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energieerzeugung geben kann.
    Niemand erklärt diesen Kids, dass China, Indien u. a. Länder technologieoffene Wege in die Zukunft gehen und damit die Konkurrenzfähigkeit und den Wohlstand ihrer Generation beeinflussen werden. China hat zB gerade den ersten inhärent sicheren Thorium-Reaktor angefahren. Das ist gut für die Welt aber ungünstig für Deutschland denn unsere Enkel werden einst auf solche Technologien der dann führenden Industrienationen zurückgreifen

  26. @Roth:
    Wissenschaftler weltweit (außer in DE) machen sich dazu Gedanken, sind der Lösung nahe und schaffen dadurch die Basis für ein CO2 freies Energiezeitalter, das durch Sonne und Wind in kleinen Teilen ergänzt wird.

    Zum Thema Atommüll gerne mal hier informieren:
    https://nuklearia.de/atommuell/

  27. Haette man sich vorab Gedanken über die Entsorgung von Atommüll gemacht, waere nie ein Atomkraftwerk ans Netz gegangen. So hinterlässt man diese Umweltprobleme den Menschen der Zukunft.