Seit dem Frühjahr haben nur sehr wenige Kulturveranstaltungen stattgefunden, und dann ohne Publikum wie diese Dreharbeiten für den #KulturKurier im Bergischen Löwen.

Für den Kultur-Stärkungsfonds der Stadt hatten sich im September nur 13 Kulturschaffende beworben. Daher gibt es jetzt eine zweite Runde, Anträge für eine finanzielle Unterstützung in der Corona-Krise sind bis zum 15. Dezember möglich.

Bereits Anfang September 2020 hat die Stadt Bergisch Gladbach Kulturschaffende dazu aufgerufen, sich um Unterstützung zu bewerben, um finanzielle Einbußen aufgrund der Corona-Beschränkungen abzumildern. Grundlage war ein Beschluss aus der Ratssitzung vom 1. September über den Kultur-Stärkungsfonds „GL hilft der Kultur“, der für das Jahr 2020 einmalig mit einem Betrag von 100.000 Euro ausgestattet wurde.

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10 von 13 Anträgen angenommen

Die Bewerbungsfrist lief am 9. Oktober ab. Gestellt wurden bis dahin 13 Anträge. Das Auswahlgremium aus Vertretern/Vertreterinnen der Politik, der Verwaltung und der Kulturszene/ Brauchtumsszene beschied 10 davon positiv. Bei Fördersummen laut Ausschreibung zwischen 1.000 und 5.000 Euro wurden unterm Strich nicht alle Mittel verausgabt.

Deshalb soll nun eine zweite Bewerbungsrunde angeboten werden, um auch denen helfen zu können, die ganz aktuell durch die neuen, harten Einschränkungen von der Schließung der Einrichtungen bzw. der Absage von Veranstaltungen betroffen sind.

Hilfe in einer existenzbedrohlicher Notlage

Mit dem städtischen Solidaritätsfonds „GL hilft der Kultur“ will die Stadt nun auch in der zweiten Runde freie Kultureinrichtungen, Vereine, Künstler*innen, Kreativ- und Kulturschaffende sowie Solo-Selbstständige im Kulturbereich unterstützen, bei denen Förderprogramme von Land und Bund nicht oder nur unzureichend greifen und die sich in einer existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Notlage befinden.

Auf der Grundlage des Ratsentscheides hat die Kulturverwaltung drei Förderkulissen entwickelt, die auch für die nun anstehende Bewerberauswahl gelten. Diese Corona-Nothilfe wird als freiwillige und einmalige Zuschusszahlung gewährt. Es handelt sich um eine kommunale Sonderförderung.

Neue Bewerbungsfrist ist der 15. Dezember 2020. Anträge können schriftlich oder digital gestellt werden. Adressat ist die Stadt Bergisch Gladbach, Fachbereich 4 – Kulturbüro, Scheidtbachstr. 23, 51465 Bergisch Gladbach, E-Mail: kulturbuero@stadt-gl.de.

Sollten Antragsteller keinen Zugang zum Internet haben, kann der Antrag auf Wunsch auch in Papierform zugesandt werden.

Über die Anträge entscheidet wie zuvor ein unabhängig besetztes Gremium. Die Entscheidungen sollen, wenn möglich, noch vor Ende des Jahres getroffen werden.

Die drei Förderkulissen

Freie Kultureinrichtungen (Theater, Museen u.ä.), die vorübergehend ihren Betrieb einstellen mussten, können einen Förderantrag stellen als Unterstützung bei Liquiditätsengpässen infolge der Corona-Pandemie. Der Zuschussbetrag ist auf maximal 5.000 Euro begrenzt.

Die Antragsberechtigung liegt vor, wenn der Hauptstandort der antragstellenden Kultureinrichtung sich in Bergisch Gladbach befindet. Der Zuschuss wird gewährt, sofern die Betriebseinnahmen nicht die Betriebsausgaben decken. Außerdem darf die Einrichtung nicht parallel eine Unterstützung aus staatlichen Programmen mit mehr als 10.000 Euro erhalten haben.

Künstlerinnen und Künstler, die wegen der Corona-Pandemie durch Einnahmeausfälle bei ihrer künstlerischen Tätigkeit in eine Notlage geraten, können Förderung beantragen als Kompensation für abgesagte Engagements, Ausstellungen, Publikationen, Präsentationen, Projekten, kulturelle Bildungsangebote usw. Der Zuschuss beträgt 1.000 € bis 2.500 €; der Fördersatz wird durch das Vergabegremium festgelegt.

Antragsberechtigt sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit Erst-/Hauptwohnsitz in Bergisch Gladbach, die eine kulturelle Tätigkeit schlüssig nachweisen können, z.B. Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse oder einem Künstlerverband. Außerdem muss der Lebensunterhalt der Antragsteller überwiegend aus der erwerbsmäßigen künstlerischen Tätigkeit bestritten werden. Gewährt werden kann die Unterstützung im Fall von corona-bedingten Veranstaltungsabsagen und dadurch verursachten Einnahmeausfällen. Auch hier darf nicht parallel staatliche Unterstützung von mehr als 10.000 Euro gewährt worden sein.

Kultur-, Heimat- und Brauchtumsvereine sowie kulturelle Fördervereine sind ebenfalls antragsberechtigt, sofern Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, zur Heimat- und Geschichtsforschung, Brauchtumspflege usw. ausgefallen sind bzw. ausfallen werden. Der Zuschuss beträgt auch hier 1.000 € bis 2.500 €, wobei der Fördersatz durch das Vergabegremium festgelegt wird. Der Sitz des Vereins muss Bergisch Gladbach sein, und wie bei den beiden vorgenannten Szenarien ist die Förderung bei gleichzeitiger staatlicher Unterstützung von mehr als 10.000 Euro ausgeschlossen.

Anträge können schriftlich per Vordruck bis zum 15. Dezember 2020 gestellt werden. Weitere Informationen geben die Internet-Seiten der Stadt Bergisch Gladbach.

Spenden weiterhin willkommen

Bürgerschaftliche Spenden sind nach wie vor möglich und ausdrücklich erwünscht. Die Stadt Bergisch Gladbach wirbt für den Fonds “GL hilft der Kultur” als gemeinschaftliche Möglichkeit, das kulturelle Leben der Stadt Bergisch Gladbach zu unterstützen. Jede Spende erhöht die Fördersumme und kommt so zusätzlich den Kulturschaffenden zugute.

Als Spendenkonto steht das Konto der Stadtkasse zur Verfügung – IBAN DE93 3705 0299 0312 0000 15 bei der Kreissparkasse Köln. Um die Spende zuordnen zu können, sollte als Verwendungszweck „GL hilft der Kultur“ angegeben werden.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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