Wer sein Vermögen geordnet an die nachfolgende Generation übertragen möchte, sollte nicht erst im Alter mit der Planung beginnen, rät Heike Trompetter von der Kreissparkasse Köln in ihrem Expertenbeitrag.

Die wenigsten machen sich allzu gern Gedanken über ihren eigenen Nachlass. Das verspüre ich regelmäßig in Kundengesprächen, und das lässt sich menschlich auch gut nachvollziehen.

Gleichwohl ist es ratsam, sich rechtzeitig mit der Vermögensnachfolgeplanung zu befassen. Denn fehlt eine letztwillige Verfügung, tritt im Sterbefall automatisch die gesetzliche Erbfolge ein – und die muss nicht immer dem Willen des Erblassers entsprechen. Ich habe daher nachfolgend einige Aspekte zusammengestellt, die dabei helfen, einen geordneten Übergang des eigenen Nachlasses zu planen.

Vermögensübertragung zu Lebzeiten

Oftmals ist es sinnvoll, Vermögensübertragungen bereits zu Lebzeiten anzustoßen. Denn so lassen sich schenkungssteuerliche Freibeträge optimal nutzen. Dies kann auch so gestaltet werden, dass die alleinige Verfügungsgewalt erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Beschenkten übergeht. Das wird zum Beispiel bei Minderjährigen oft so gehandhabt.

Verfügungen von Todes wegen

Wünscht der Erblasser eine anderweitige Verteilung seines Vermögens als durch die gesetzliche Erbfolge vorgesehen, sollte er seine Bestimmungen frühzeitig unter Einhaltung gebotener Formvorschriften festhalten. Das kann klassischerweise ein Testament sein oder auch ein Erbvertrag.

Für eine rechtssichere Formulierung des letzten Willens empfiehlt sich, einen Notar oder gegebenenfalls einen Fachanwalt für Erbrecht hinzuzuziehen.

Testamentsvollstreckung

Es besteht die Möglichkeit, einen Testamentsvollstrecker zu benennen, der im Sterbefall die Verantwortung dafür übernimmt, die Wünsche des Erblassers zu erfüllen. Dadurch werden die Erben in einer emotional schwierigen Zeit von Formalitäten entlastet.

Diese Verantwortung kann zum Beispiel einem Anwalt, aber auch jeder anderen Person des Vertrauens übertragen werden. Ebenfalls ist eine Dauertestamentsvollstreckung möglich, die sich etwa dann empfiehlt, wenn der Nachlass schrittweise freigegeben werden soll.

Stiftung

Wer seinen Erben nicht den gesamten Nachlass hinterlassen möchte oder keine Erben hat, kann im Rahmen einer Stiftungslösung sicherstellen, dass das Vermögen gemäß den persönlichen Wünschen Gutes bewirkt.

Die Kreissparkasse Köln begleitet nicht nur bei der Errichtung einer Stiftung, sondern kümmert sich darüber hinaus um die Verwaltung sowie das Vermögensmanagement.

Unternehmerisches Vermögen

Unternehmerisches Vermögen ist unter bestimmten Voraussetzungen erbschaftssteuerlich privilegiert. Hierzu empfiehlt sich, frühzeitig einen Steuerberater hinzuzuziehen.

Zu beachten ist ebenfalls, dass die letztwillige Verfügung und der Gesellschaftervertrag aufeinander abgestimmt sind. Denn bei Abweichungen gilt: „Gesellschaftsrecht bricht Erbrecht“.

Dies soll verdeutlicht werden am Beispiel der Vererbung von Anteilen an einer Arztpraxis: Angenommen, laut Gesellschaftervertrag darf der Anteil nur an einen Arzt vererbt werden. Weiterhin angenommen, laut Testament soll der Nachkomme den Anteil erben, der jedoch kein Arzt ist. In diesem Fall könnte der Nachkomme nicht ohne Weiteres erben. Damit der erklärte Wille des Erblassers greifen kann, wäre also geboten, rechtzeitig den Gesellschaftervertrag anzupassen. 

Die Beispiele zeigen, dass eine frühzeitige und durchdachte Vermögensnachfolgeplanung das Fundament für einen geordneten Übergang auf die nächste Generation bildet. Jede familiäre und finanzielle Situation ist dabei individuell und erfordert maßgeschneiderte Lösungen.

Die Kreissparkasse Köln begleitet und koordiniert diesen Planungsprozess gerne auch mit den anwaltlichen und steuerlichen Beratern ihrer Kunden. Wenn Sie Fragen dazu haben, hilft Ihr Sparkassenberater Ihnen gerne weiter.

Sprechen Sie uns einfach in einer unserer Filialen an oder nehmen auf einem anderen gewünschten Weg Kontakt zu uns auf.

Ihre Heike Trompetter

Zur Person: Heike Trompetter ist bereits seit 2003 bei der Kreissparkasse Köln beschäftigt. Die ausgebildete Bankkauffrau und studierte Diplom-Kauffrau legte den Schwerpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit frühzeitig auf die Vermögensberatung.

Ab 2011 beriet sie in Bergisch Gladbach Firmenkunden in Vermögensangelegenheiten, ab 2013 vermögende Privatkunden. Seit Mitte 2019 leitet Heike Trompetter als Filialdirektorin Vermögensberatung ein elfköpfiges Team in der Regional-Filiale Bergisch Gladbach. 

Kontakt

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Regional-Filiale Bergisch Gladbach
Hauptstr. 208-210, 51465 Bergisch Gladbach
Telefon: 0221 227-7311
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Zum Selbstverständnis der Sparkasse gehört zudem ein intensives gemeinnütziges Engagement. So unterstützt die Kreissparkasse Köln Jahr für Jahr Initiativen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen über Spenden, Fördermittel aus der PS-Lotterie oder Ausschüttungen ihrer 14 Stiftungen – darunter auch zahlreiche in Bergisch Gladbach.

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