Gerhard Heilig mit zwei Freiwilligen, die von der Freiwilligen-Börse an Berg TV vermittelt worden waren.

Die Freiwilligen-Börse RheinBerg e.V. vermittelt Freiwillige, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, an gemeinnützige Vereine. Zum Tag des Internationalen Tags des Ehrenamtes an diesem Wochenende gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Die Freiwilligen-Börse RheinBerg e.V. vermittelt Freiwillige an gemeinnützige Vereine und Organisationen – und sie kann in diesem Corona-Jahr (fast) ein Rekordjahr vermelden. In ihrer mehr als 20jährigen Geschichte wurde die Zahl der Vermittlungsgespräche lediglich vom „Flüchtlingsjahr 2015“ übertroffen. Während sich die Vermittlungsarbeit Anfang des Jahres nur sehr schleppend anließ, entwickelte sich ab August ein wahrer Ansturm auf die ehrenamtlichen Stellen.

Hintergrund: Vor 35 Jahren beschlossen die Vereinten Nationen, für den 5. Dezember einen Internationalen Tag des Ehrenamtes auszurufen. Er ersetzte in Deutschland den Tag des Ehrenamtes, der jeweils am 2. Dezember begangen wurde. An diesem Tag wird auch der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an besonders engagierte Personen vergeben.

„Fast täglich erhielten wir Anrufe oder Mails, die uns nach Angeboten für ein ehrenamtliches Engagement fragten. Zum Glück haben wir den persönlichen Beratungsgesprächen auch rechtzeitig eine telefonische Beratung an die Seite gestellt, sonst hätten wir die Zahl der Meldungen gar nicht bewältigen können,“ sagt Gerhard Heilig, Vorsitzender des Vereins.

Seit Jahren führt die Freiwilligen-Börse auch eine Statistik über das Durchschnittsalter der Ehrenamtler in spe. Der lag in den letzten Jahren bei 50 – 55 Jahren. Dieses Jahr allerdings ist er auf 42 Jahre gesunken.

Viel mehr junge Menschen als früher überlegen, ob sie sich nicht ehrenamtlich engagieren wollen. „Das freut uns natürlich sehr, denn das ist doch auch ein deutliches Indiz für das hohe gesellschaftliche Engagement der jungen Menschen,“ sagt Heilig. 

„Eine Schwierigkeit bei unserer Vermittlungsarbeit ist, dass durch Corona viele Stellen derzeit gar nicht besetzt werden können, weil z. B. Restriktionen bei den Stellenanbietern einen Einsatz von Ehrenamtler verhindern“, ergänzt Hans-Joachim Tiefenstädter, bei der Freiwilligen-Börse zuständig für die Erfassung und Aktualisierung der Angebote.

„Wir haben uns daher entschlossen, jeden Anbieter vor der Weitergabe der Kontaktadressen noch einmal zu kontaktieren, um sicherzustellen, dass wir unsere Freiwilligen nur mit aktuellen Adressen versorgen.“

 „Und da nun doch eine Reihe von Anbietern inzwischen mit Ehrenamtlichen versorgt sind, möchten wir gemeinnützige Vereine und Organisationen in Gladbach und im Rheinisch-Bergischen-Kreis, die Ehrenamtler beschäftigen wollen, dazu aufrufen, sich bei uns zu melden und Stellenangebote in unseren Katalog einzustellen. Alles das läuft natürlich, wie auch die Vermittlung kostenlos,“ ergänzt Tiefenstädter.

Eine Bitte äußert Heilig am Schluss noch: „Wir erhalten immer wieder Anfragen nach persönlichen Hilfen für Garten, Haushalt oder Besorgungen. Das können wir aber leider nicht leisten, da wir keine Vermittlung an Einzelpersonen betreiben. Hier bitten wir darum, sich an Gemeinden, Wohlfahrtsverbände oder Alten- und Familienhilfen zu wenden.“ 

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