Marc d’Avoine hatte 2018 die Insolvenzverwaltung bei Zanders übernommen. Foto: Archiv

Der Insolvenzverwalter weist Forderungen der Stadt zurück, er solle ein Konzept für einen neuen Pachtvertrag zwischen der Stadt und Zanders vorlegen. Das sei nicht seine Sache – sondern Aufgabe der Stadt und Zanders selbst.

Er sei optimistisch, dass bei den derzeit laufenden Gespräch bald erreicht werden, was eigentlich normal sei, sagt der Insolvenzverwalter Marc d’Avoine: ein Pachtvertrag zwischen der Stadt als Vermieter und der Zanders GmbH als Mieter des Grundstücks. Das Dreiecksverhältnis über den Insolvenzverwalter sei als temporäre Lösung nach mehr als zwei Jahren nicht mehr tragbar, sagte d’Avoine dem Bürgerportal.

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Nachdem der letzte kurzfristige Pachtvertrag am 1. November ausgelaufen war hatte Bürgermeister Frank Stein Druck gemacht und bis zu nächsten Ratssitzung am 15. Dezember ein Konzept eingefordert, wie eine Lösung für den Konflikt gefunden werden könne.

Das sei jedoch nicht die Aufgabe des Insolvenzverwalters, sagte d’Avoine. Das Unternehmen und die Stadt würden doch „von erwachsenen Menschen“ geführt, „die sollten langsam mal hinbekommen, was auch im normalen Leben üblich sei“. Die Insolvenzverwaltung unternehme eine Menge, um den Prozess zu unterstützen. Er sei optimistisch, dass es bald zu einer Vereinbarung komme.

Die Frage, was passiert, wenn sich Zanders und Stadt jetzt nicht einigen, wollte sich d’Avoine angesichts der laufenden Gespräche nicht äußern.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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2 Kommentare

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  1. Als Mitglied der CDU sollte man schon den Namen des Partei Mitgliedes und Ex Bürgermeisters Lutz Urbach kennen.
    Jedenfalls ist mir ein Lutz Ursache nicht bekannt, jedoch wohl die Ursache für den Kommentar des CDU Mitgliedes. Dies erscheint mir allerdings eine etwas verklärende Darstellung zu sein. Lutz Urbach hatte immer eine gesunde und realistische Einstellung zu dem Problem „Zanders“.
    Jedenfalls erkannte dieser wenn der Investor versuchte der Stadt auch das Visionen zu verkaufen die nur für den eigenen Profit gedacht sind.
    Die Stadt und der Rat sollte sich nicht länger auf der Nase herum tanzen lassen und einen Schlussstrich ziehen.

  2. Es ist richtig, dass der Insolvenzverwalter nichts mit dem direkten Pachtvertrag zu tun. Ich wiederhole mich ungern aber zur Zeit von Lutz Ursache und der CDU hatte gerade die SPD und der Betriebsrat durch Demonstrationen und Vorwürfen in Richtung CDU und Lutz Ursache nicht gerade Zurückhaltung bewiesen. Die Zeit ist weiter und der Stadtrat sieht jetzt etwas anders aus. Den Grünen ist ihre Verkehrsproblematik wichtiger als die Erhaltung der Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Absicherung der Familien. Nur dieser Zug ist abgefahren und jetzt sollten SPD und Grüne ihre Lehren ziehen, wenn sie überhaupt dazu bereit sind. Wichtig war ihnen doch die Macht zu erlangen. Jetzt sollten Sie sich Ihren Aufgaben stellen und einmal in sich gehen. Dabei könnten sie sich die Frage stellen: hatten wir das Interesse der Bürger im Kopf oder war mehr unser Machtstreben eine Triebfeder für unser Handeln. Jetzt müssen sie lernen mit ihren Aufgaben und Verpflichtungen zu leben Hansjörg Kickuth Mitglied der CDU in Bergischen Gladbach