An einem frostigen Vormittag haben sich Frau Wirrkopf und der Reporterhund auf die Suche nach Wegekreuzen gemacht. Ob er fündig geworden ist, hat Bambam noch nicht verraten. Aber Frau Wirrkopf hat ein paar schöne Fotos vom Weg nach Kaltenbroich mitgebracht.

Nach der ersten frostigen Nacht mit Minustemperaturen schien am Vormittag die Sonne und der Reporterhund wollte Wegekreuze in Heidkamp finden. So sind wir also mit dem Bus Richtung Bensberg gefahren, Haltestelle Lerbacher Weg ausgestiegen und Richtung Sand am Lerbacher Weg entlang gelaufen.

Wege entlang Straßen sind nicht unbedingt ein Highlight für uns beide, aber der Fußweg war breit und sicher. BamBam konnte frei laufen und so trödelten wir Richtung Sand, vorbei an Schloss Lerbach und an Wiesen, die der Frost leicht mit Zucker bestreut hatte.

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Als wir die Häuser hinter uns gelassen hatten, begrüßte uns der Wald.

Es gibt Bänke auf dem Stück Weg, dass man verschnaufen kann.

Hinter diesem Haus biegt die Straße nach Kaltenbroich ab. Man sollte als Besucher nicht mit dem Auto ins Dorf fahren. Da bietet sich der Parkplatz von Schloss Lerbach an. Denn das Dorf ist klein, alt , die Straßen sind eng und es gibt keine Durchgangsstraße, man muss ohnehin wieder zurück.

Der Weg führt als erstes nach Oberlerbach. Hier kann man an einer Milchtankstelle frische Milch kaufen. Aber man muss die Flaschen dafür mitbringen, es gibt dort keinen Automaten für Flaschen, nur für Milch und Eier. (Korrektur: Dank einer aufmerksamen Leserin wissen wir nun, dass man Flaschen im Lädchen kaufen kann.) Denn der Bauernhof hat zahllose glückliche Hühner, die alle auf eingezäunten Wiesenstücken herumlaufen dürfen. Ich wünsche mir da immer eine Bank, zum Sitzen und Hühner beobachten.

Wenn man sich vom Anblick der Hühner losgerissen hat und weitergeht, kommt man nach Kaltenbroich. Hier stehen etliche alte Fachwerkhäuser, einige mit Denkmalschutz. In den Gärten gibt es Tausend Kleinigkeiten zu finden. Alleine Trappertown bedarf der ausgiebigen Betrachtung.

Es gibt noch eine Besonderheit in Kaltenbroich: man hat dort eine eigene, unabhängige Wasserversorgung.

Diese Wasserstelle gehört dazu.

Danach sind wir gemütlich wieder zurück nach Heidkamp gewandert. Natürlich hat der Reporterhund auch Wegekreuze gefunden. Aber er ist mit seinem Text noch nicht fertig. Darauf muss man noch etwas warten.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Seit Herbst 2012 genieße ich meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Mit dem Reporterhund BamBam erkunde ich die Stadt und die Umgebung. Dabei halte ich Ausschau nach Schönem und Ärgerlichem. Über beides...

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3 Kommentare

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  1. Sieht wirklich sehr schön aus und hört sich auch sehr einladend an… für die Anwohner ist es allerdings oft auch eher nervig. Denn stellen Sie sich nun vor, es ist Ihre Haustüre, an der täglich gefühlt Millionen Spaziergänger laut lachend und schnatternd vorbei laufen. Es ist Ihr Garten, in dem tausend Kleinigkeiten angestarrt werden – u. a. der Teller auf dem Ihr Abendessen liegt oder der Bikini, in dem man eigentlich nur mal ungestört auf seinem Liegestuhl liegen wollte. Es ist Ihre Ausfahrt, aus der Sie kaum noch rauskommen, weil die Millionen Spaziergänger einfach gar nicht auf Seite gehen oder nur noch so zögerlich Platz machen, als ob man der Eindringling wäre, und nicht der Bewohner dieses Dorfes. Stellen Sie sich vor, es ist Ihr einstmals so idyllisches Dorf mit dem angrenzenden Wald, der auf einmal zugemüllt ist mit weggeworfenen Rotzfahnen, Mundschützen, Hundekot-Beuteln, Snack-Verpackungen… Stellen Sie sich vor, Sie gucken aus Ihrem Wohnzimmer-Fenster und können den Anblick der Natur davor gar nicht mehr genießen, weil sich davor solche Menschenmassen tummeln wie auf einer Einkaufsstraße. Und keinem scheint bewusst zu sein, dass das hier nicht einfach nur eine wunderschöne Wanderstrecke ist, sondern eben auch ein Wohnort, in dem tatsächlich auch Menschen leben. Und es wäre schön, wenn sich alle Spaziergänger beim Durchqueren des Dorfes so verhalten würden, wie sie es vor ihrer eigenen Haustüre auch gerne hätten. Und vor seiner eigenen Haustüre hätte man doch bestimmt gerne etwas mehr Luft zum Atmen, etwas mehr Sicht auf die Natur, etwas mehr Ruhe, keinen achtlos fallen gelassenen Müll, ungestörte Bewegungsfreiheit mit den eigenen Fahrzeugen… Also herzlich Willkommen liebe Spaziergänger, Wanderer, Jogger, Fahrradfahrer… aber bitte nur, wenn Ihr Euch auch so verhaltet, wie Ihr es für Euch und Eure Wohngegend auch gerne hättet. Wenn Ihr das nicht könnt, bleibt doch bitte zu Hause. Oder gebt uns Eure Adressen beim Betreten des Dorfes bekannt, damit wir uns dann auch vor Euren Haustüren daneben benehmen können. Liebe Sonntags-Grüße von einer Anwohnerin

  2. Schöner Bericht! Die Wasserstelle ist aber m. W. außer Betrieb. Sie ist als Naturdenkmal eingetragen.

  3. Liebe Frau Wirrkopf, vielen Dank für Ihren Bericht mit den schönen Fotos. Ich freue mich immer auf Ihre Beiträge. Heute jedoch eine wichtige Korrektur: Es gibt wohl Flaschen zu kaufen an der Lerbacher Milchtankstelle, und zwar im Lädchen, nicht an der Aussenzapfstelle. Trotzdem viele liebe Grüße auch an Bambam von Ihrem Fan Gabi Heinemann