Anfang Mai wurde bei einem Schwätzchen auf der defekten Bank Friedrichsruh in Romaney beschlossen, dass man sich für die Reparatur stark machen wollte. Anfang Juni war „der Drops schon gelutscht“. Die Bank ist wieder voll einsatzfähig und wartet auf Naturfreunde, die die Aussicht genießen wollen.

Anfang Mai habe ich im Beitrag „Fuchs und Reh vor der Haustür“ von einem Treffen mit Doris Dünner vom Bürgerverein Romaney „an der Bank“ berichtet, bei dem wir beschlossen hatten, von der kaputten Bank zu erzählen, in der Hoffnung, dass sich jemand erbarmt und ein paar Bretter spendet.

Die Bank Friedrichsruh – vor der Reparatur.

Anfang Juni bekam ich per Mail eine Einladung zu einem Umtrunk an der Bank. Sie wäre repariert. Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach hätte die Bretter gespendet, der Bürgerverein Romaney habe die Bearbeitung und die Montage übernommen, und der Verschönerungsverein würde „einen ausgeben“.

Bei Frau Dünner und mir machte sich ein klein wenig Stolz breit, dass wir das tatsächlich erreichen konnten und wir freuten uns auf ein Wiedersehen an unserem reparierten Aussichtspunkt.

So habe ich mich am auf den Weg nach Romaney gemacht. Der Reporterhund i.R. wollte es sich nicht nehmen lassen, mich zu begleiten, schließlich hätte er auch zahllose Male auf dieser Bank für ein Foto posiert.

Nach und nach trudelten lauter mir fremde Menschen an der Bank ein. Ich lernte Vorstände und Mitglieder der beiden Vereine kennen und erfuhr, welche Aufgaben sie dort übernommen haben.

So sind zum Beispiel fast alle Fotos in diesem Beitrag von Malcolm Powell (BV Romaney) weil er einfach die bessere Kamera dabei hatte. Und weil wir uns alle an die Corona-Maßnahmen gehalten haben – Mundschutz oder Abstand – hat er von den Teilnehmern Portraitfotos gemacht, weil man sie sonst auf dem Gruppenfoto gar nicht erkennt.

Zweite von links auf dem Gruppenfoto ist Michaela Richenzhagen, Schriftführerin BV Romaney, und rechts neben ihr der Fotograf Malcolm Powell, die anderen sind in der Galerie benannt.

BamBam lernte neue Fans kennen, die alle seine Reportagen kannten und sich freuten, dass er dabei war.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden zwei Sektflaschen geköpft und auf die großartige Leistung der Spende und Montage von zwei Bankbrettern die Gläser erhoben.

Warum nur zwei Bretter und nicht alle?

Frau Dünner und ich waren ehrlich: wir hatten da eigentlich mehr erwartet. Warum also nur zwei Bretter?

Karl Hubert Hagen hat die Bretter aus der eigenen Tasche gestiftet. So etwas über den Verschönerungsverein zu machen, ist nicht so einfach, wie man das denkt. Wenn ich seine Erklärungen richtig verstanden habe, ist es für den Verschönerungsverein unkomplizierter, der Stadt eine Statue zu schenken, als eine Bank zu reparieren, weil Bänke nicht in das Ressort des Verschönerungsvereins fallen.

Außerdem steht die Bank auf einem Privatgrundstück und wäre damit vermutlich auch im Privatbesitz. Da wurden dann Vermutungen geäußert, aber genaues weiß man nicht.

Ein weiter Punkt ist der Holzpreis. Der sei in schwindelnde Höhen gestiegen. Und für eine Bank, die Wind und Wetter ausgesetzt ist, braucht man schon wetterfestes Holz. Da käme man tatsächlich für zwei Bretter mit 150 Euro nicht mehr aus. Eine Erneuerung aller Bretter wäre also momentan mit richtig hohen Kosten verbunden.

Jedenfalls waren alle stolz und glücklich, dass an der Bank nun wieder alle Bretter stabil und haltbar sind. Bis die anderen morsch sind und einen Menschen nicht mehr aushalten, dürften noch ein paar Jahre vergehen. Und dann starten wir die ganze Aktion noch einmal und freuen uns auf einen weiteren Umtrunk „an der Bank“.

BamBam gehts gut

Zum Schluss sei noch kurz erklärt, warum BamBam auf den Fotos einen Halskragen tragen musste, damit sich niemand Sorgen macht: Er trägt den nur zum Schutz einer winzigen OP-Naht am Auge, dass er sich nicht versehenlich den einzigen Faden zu früh da rauszieht. Es geht dem Reporterhund sehr gut.

BamBam und ich danken noch einmal Michaela Richenzhagen fürs Heimbringen. Denn der alte Reporterhund war doch ziemlich erschöpft nach dem Ausflug.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Seit Herbst 2012 genieße ich meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Mit dem Reporterhund BamBam erkunde ich die Stadt und die Umgebung. Dabei halte ich Ausschau nach Schönem und Ärgerlichem. Über beides...

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3 Kommentare

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  1. Überraschend das es so schnell geklappt hat. Gerade als Person die gerne wandert, freut mich das. ABER Deutschland sollte, wieviele andere Länder es auch machen, ihre Ausstattungen der Wald- und Wanderwege regelmäßig warten.
    Brüchige Hütten oder Bänke bin ich z.B. aus der Schweiz, Österreich, Italien, Polen, Tschechei oder auch Norgwegen nicht gewöhnt.

    Da muss Deutschland noch viel mehr machen und sich ins Zeug legen. Wir haben schöne Wälder, Wege und Natur.