Die Strecke von Hebborn über Kuckelberg und Friedrichsruh nach Oberborsbach muss eigentlich nicht mehr beschrieben werden. Aber Schönes und Interessantes findet man dort immer wieder, wenn man die Augen auf die Umgebung richtet und nicht aufs Smartphone. Unsere Wanderreporterin war nach langer Zeit dort mit der Kamera unterwegs.

Nachdem ich nun eine Wanderung gemacht hatte, die nur bergab und eben verlief, wollte ich mich langsam an Steigungen heranwagen und habe meinen Lieblings-Walk dafür ausgewählt. Der ist ja auch ziemlich eben, bis auf die lange Steigung vom Hühnerhof Steffens hinauf nach Friedrichsruh. Gestartet bin ich am Begräbniswald an der Reuterstraße und dann quer durch die Siedlung am „Heidetor“ zum Hebborner Reiterhof.

Herr Lautz hat nicht nur die große Wiese an der Ecke Odenthaler-/Alte Wipperführter Str. komplett eingezäunt, sondern auch die große Wiese am Heidetor, auf der er immer Getreide oder anderes Futter anbaut und auf der BamBam sich mal von Mohn berauschen ließ.

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Auf dem Weg durchs „Tal der Pferde“ kann man jetzt, wo der Wald noch kahl ist, gut sehen, wie sich der Dolomitabbau in Hebborn langsam über den Hügel ausbreitet und Wald frisst. Die Wiesen im Tal erstrahlen in sattem Grün mit Frühlingsblumen.

Auf dem Waldboden raschelte ein Eichelhäher lange genug, dass ich ein Foto machen konnte.

In Kuckelberg dachte ich: „Was liegt da hinten in der Wiese?“

Es lag nicht, es stand: ein Reh.

Der Acker am Berg wurde gemäht. Und da war auch etwas, das ich nicht erkennen konnte. Auch mit dem ziemlich starken Zoom der Kamera, war es auf dem kleinen Display nicht zu erkennen, erst zuhause auf dem großen Monitor.

Aber dann stand es auf und schnürte die Heureihen entlang und ich wusste, ich hatte einen Fuchs erwischt.

Der Bauerngarten bei Steffens wird schon vorbereitet, bietet aber noch nicht viel. Natürlich gehört in den Bauerngarten eines Hühnerhofs ein Hahn.

Auf dem Weg den Berg hinauf musste ich immer wieder stehenbleiben. Nicht mangels Kondition, nein nein, nur wegen der tollen Wolken.

Oben angekommen freue ich mich immer über die Bank und die herrliche Aussicht. Auch andere Bauern haben zum ersten Mal gemäht.

Die Bank bietet einen traurigen Anblick.

Aber als ich da so saß kam eine Frau und setzte sich ans andere Ende. Der Abstand wurde gewahrt. Und wir sprachen über diesen wunderschönen Pausenplatz und wie toll es wäre, wenn jemand ein paar neue Bretter für die Bank spenden würde. Die Haltekonstruktion aus dicken Steinen und Eisenprofilen ist noch in Ordnung, man brauchte nur 9 neue Bretter dranzuschrauben.

Mit einander sprechen bringt manchmal gute Ideen zutage. Ich konnte ein bisschen Werbung fürs Bürgerportal machen und sie will nun mal den Bürgerverein Romaney ansprechen, ob sich da jemand findet, oder ob jemand einen kennt, der einen kennt, der sich der Bank annehmen mag. Sie ist ja ziemlich alt und wurde vom alten Gladbacher Fabrikanten Fritz Wachendorff gestiftet. Der würde sich sicher auch freuen, wenn sein Andenken ein paar neue Bretter bekäme. Schaun wir mal, was draus wird.

Oben an der Straße über den Berg waren Baumstämme in großen Mengen gelagert. Auch hier beginnt man, die toten Bäume aus dem Wald zu holen. Wenn man die Schnittflächen sieht, denkt man, es wurden gesunde Bäume abgeschnitten. Aber bei genauer Betrachtung der Stämme sieht man die Schäden.

Nach dem langen Schwatz bei Friedrichsruh musste ich mich auf dem restlichen Weg zurück nach Unterboschbach zum Bus etwas sputen, denn zuhause wartete der Reporterhund i.R. aufs nächste Gassi. Aber für einen Stop an der Milchtankstelle reichte die Zeit noch.

Hinweis der Redaktion: Viele weitere Wandertipps rund um Bergisch Gladbach, in Odenthal und in Kürten, zum Teil aufgeschrieben und gesammelt von Evelyn Barth finden Sie in unserem Wanderportal.

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Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Seit Herbst 2012 genieße ich meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Mit dem Reporterhund BamBam erkunde ich die Stadt und die Umgebung. Dabei halte ich Ausschau nach Schönem und Ärgerlichem. Über beides...

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