Bahngleise über den Mutzbach? Was geht hier vor?

Nach so vielen Schlechtwetterwochen musste unsere Reporterin Evelyn Barth an die Luft. Ein Kontrollgang am Mutzbach war auch überfällig. Also hängte sie die Kamera um und verschwand im Wald. Als sie wieder herauskam, hatte sie Fotos für eine kleine Reportage dabei.

Es war komisch, den Reporterhund (im Ruhestand) zuhause zu lassen, aber ich muss das lernen. Die Stadtverwaltung hatte angekündigt, dass der Mutzbach neue Brücken bekommt. Das wollte ich mir ansehen – und sicher würde es auch Neues am Bach und im Wald geben, denn ich war sehr lange nicht mehr dort.

Im Wendehammer der Mühlenstraße standen die neuen Brückenteile.

Die alte Brücke war schon abgebaut. Die alten Stahlträger sind noch in Ordnung und dürfen auch die neuen Elemente tragen.

Im Wald ist der Frühling nicht mehr zu übersehen. Die Buschwindröschen blühen überall und auch die Bäume im Wald bekommen einen Grünschimmer.

Im Futter der Hochlandrinder bei der Diepeschrather Mühle schlief der Mäusejäger. Nein, die Heugabel steckte nicht in ihm drin.

Die Buchen leiden. Viele sitzen voller Pilze und die Rinde beginnt abzublättern, darunter sieht man Spuren der Borkenkäfer. Ob sie noch einmal grün werden weiß man nicht. Ich konnte keine Knospen erkennen, aber die sind wohl auch noch zu klein für das bloße Auge.

Im Bach fand ich dieses merkwürdige Ding. Ich hatte Gummistiefel an und bin ins Wasser gegangen um es mir anzusehen.

Es war ein mit den Wurzeln nach oben liegendes Stück Gras. Als ich es umdrehte, wimmelte es von kleinen Tieren, die ins Wasser flüchteten und dort in großer Menge rumwuselten.

Dort habe ich eine Weile zugebracht, um einigermaßen brauchbare Fotos zu bekommen, weil die Sonne an dieser Stelle voll auf den Bach schien. Es waren zahllose kleine Krebse, anscheinend bei der Paarung, denn sie hingen alle zu zweit aneinander.

Als ich wieder zurück zur Paffrather Mühle kam, lagen schon die ersten Balken auf der Brückenkonstruktion.

Inzwischen ist sie fertig und wirklich ein schönes Teil, mit „Antirutsch-Belag” auf den Balken. Das Warten hat sich gelohnt.

Die schweren Fahrzeuge haben dort in den weichen Wegen tiefe Spuren hinterlassen. Bei StadtGrün habe ich nachgefragt, ob das noch repariert wird. Antwort: Der Wegschaden direkt an der Brücke wird „in den nächsten Wochen” repariert. Die anderen Fahrzeugspuren werden im Herbst im Rahmen von „Maßnahmen zur Aufwertung der Wegeflächen an der Paffrather Mühle” ausgebessert.

So war die erste kleine Wanderung ohne den Reporterhund doch ganz interessant. Er hat derweil schlafend seinen Ruhestand genossen und lässt grüßen.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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