Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis lehnt eine Erhöhung des Eigenkapitals der Flughafengesellschaft Köln/Bonn ab und fordert stattdessen konsequente Maßnahmen zur Emissions- und Lärmreduzierung.

Zentrale Forderung der LINKEN ist eine Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr. DIE LINKE. möchte den Klimaschutz stärken und fordert eine Reduzierung des Flugverkehrs in Köln um 33% bis zum Jahre 2030 und die Konkretisierung eines Konzepts, mit der der Flughafen bis zum Jahr 2028 klimaneutral werden soll.

Nach Auffassung DIE LINKE. RBK steht die geplante Kapitalerhöhung um 75 Mio €, wie sie von CDU und GRÜNEN gemeinsam im Kreistag beantragt wird, diesen Zielen diametral entgegen, denn die damit geförderten Investitionen dienen auch einer Steigerung der Flugbewegungen und Emissionen. Der Rheinisch-Bergische Kreis ist mit 0,35% am Flughafen beteiligt und muss zusätzlich 262.000 € aufbringen.

Tomás M. Santillán – DIE LINKE. RBK

Tomás M. Santillán, Sprecher DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis: „Tatsächlich hat der Flughafen kein emissionsminderndes Konzept für „Airport-City“ vorgelegt. Der vorliegende gemeinsame Antrag von CDU und GRÜNE/B90 im Kreistag ist nichts anderes als „greenwashing“. Das neue Kapital soll nicht nur die aktuellen COVID19-bedingten Umsatz-verluste überbrücken, sondern auch zur Umsetzung des Projekts „Airport-City“ beitragen. Tatsächlich wird genau dieses zu Erhöhung der Emissionen beitragen. CDU und GRÜNE versuchen eigentlich klimaschädliche und lärmträchtige Investitionen als besonders „grün“, umweltbewusst und umweltfreundlich darzustellen und täuschen die Öffentlichkeit.“

Die geplante Investitionen sollen den dortigen Geschäftsbetrieb auf den Verkaufs- und Gastroflächen beleben und der Finanzierung von „Airport-City“ ermöglichen. Beides würde höhere Passagierzahlen und mehr Flugbetrieb bedingen. Das führe aber zu mehr Emissionen mit CO2, Stickoxiden und Lärm, so DIE LINKE. RBK.

„Airport-City“ soll den Flughafen für die dort arbeitenden Unternehmen attraktiver machen und neue anlocken. Dafür sollen auf freien Flächen neue Gebäude für Airline-Kunden oder Unternehmen und ein Hotel entstehen. Nach Auffassung der LINKEN funktioniere das aber nur wenn man nicht nur zu dem intensiven Flugbetrieb vor der COVID19-Pandemie zurückkommen und diesen nicht reduzieren würde. Köln/Bonn ist europaweit der Flughafen mit den meisten Flugbewegungen in der Kernnacht.

Arbeitsplätze langfristig und umweltgerecht sichern!

Darüber hinaus kritisiert DIE LINKE. dass Vorhaben des Flughafens viele Tätigkeiten in einer Tochtergesellschaft „Ground Services“ auszugliedern, um die Löhne langfristig und sozial unverträglich abzusenken. Auch hier würde deutlich, was tatsächlich geplant sei. DIE LINKE. lehnt ein unsoziales Vorgehen gegen die Beschäftigten des Flughafens, die Aushebelung betrieblicher Mitbestimmung und den geplanten Personalabbau ab.

Tomás M. Santillán fordert dagegen: „Um die Arbeitsplätze am Flughafen langfristig zu sichern, müsste das neue Kapital nicht dem Ausbau des Flugbetriebs dienen, sondern auf eine Konversion und nachhaltige Verkehrswende zielen, die den Klima- und Lärmschutz gerecht werden. Die neuen Pläne von „Airport-City“ sind das eindeutig nicht! Solange nicht ein nachhaltiges, lärmminderndes und klimafreundliches Konzept vorgelegt wird, welche auch die Arbeitsplätze dauerhaft sicherstellen kann, lehnen wir eine Kapitalerhöhung ab.“

Webseite DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis: www.dielinke-rbk.de

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2 Kommentare

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  1. Man kann alles besser aber auch schlechter machen. Wir leben in einer Zeit in der einfach fast jede Errungenschaft der Aufbaujahre in Frage gestellt und sogar verteufelt wird. Leider fehlen die Stimmen, welche kundtun wie gut und sicher wird gelebt haben. Totgräberstimmung wird uns jeden Tag über die Medien vermittelt. Fast reicht ein Menschenleben nicht aus um alle Krankheiten zu durchleben. Weltuntergang Stimmung alle Tage und wozu. Das hilft doch alles nicht weiter. Besinnen wir uns auf unsere Kräfte und die Möglichkeiten die wir haben. Es gibt Anlass dazu, am 14.2. Valentinstag dem Gedenktag des Heiligen der Zärtlichkeit werde ich 85 und da will ich quietsch fidel eine schluppe.

  2. Die Verzögerungen, welche sich beim Impfbeginn ergeben müsse wir hinnehmen, sie schmälern aber auch nicht die Erfolgsaussichten auf Beendigung der Pandemie. Viel wichtiger ist mir der Hinweis, dass jeder Impfwillige eine Einverständnis Erklärung unterschreiben muss. Wen will man da schützen. Als Zählregister für die Anteilnahme ist doch die Unterschrift kaum notwendig.