Zum 1. Januar sind einige wichtige Neuerungen für Unternehmen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Kraft getreten. Einige davon spielen in der aktuellen Pandemie-Lage eine Rolle. Die wichtigsten Änderungen kurz auf den Punkt gebracht.

Umsatzsteuersatzänderung

Die Umsatzsteuersätze erhöhen sich per 01. Januar 2021 wieder auf 19% bzw. ermäßigt 7%. In der Gastronomie gelten die ermäßigten 7% weiter bis 30.06.2021 und erhöhen sich danach wieder auf 19%. 

Kurzarbeitergeld und Corona-Bonus

Die bislang bis zum 31.12.2020 geltende Steuerfreiheit für Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld wurde bis 31.12.2021 verlängert. Auch die Möglichkeit zur Zahlung eines steuer- und sozialversicherungsfreien Corona-Bonus von bis zu EUR 1.500 wurde bis 30. Juni 2021 verlängert. Dies gilt allerdings nur für diejenigen Personen, die nicht bereits in 2020 einen solchen Bonus erhalten haben!

Entfernungspauschale

Ab dem 01. Januar 2021 beträgt die Pauschale ab dem 21. Kilometer EUR 0,35. 

Arbeitszimmer/Homeoffice 

Für jeden Kalendertag, an dem Steuerpflichtige ausschließlich im homeoffice arbeiten, können sie fünf EUR geltend machen, maximal jedoch EUR 600 p.a.. Dies gilt für alle Steuerpflichtigen, die die Anforderungen an ein Arbeitszimmer im steuerlichen Sinne nicht erfüllen. Die Mogelpackung: die Pauschale ist Bestandteil der Werbungskostenpauschale von ER 1.000. 

Verbilligte Vermietung

Bislang musste das Entgelt mindestens 66% der ortsüblichen Miete betragen, um weiterhin 100% der Werbungskosten absetzen zu können. Ab 2021 wird diese Grenze auf 50% abgesenkt. Wenn eine positive Totalüberschussprognose vorliegt, sind auch dann 100% der Werbungskosten abzugsfähig, ansonsten tritt hier eine Kürzung ein.

Elektronische Kassenführung   

Grundsätzlich war die Einführung einer sog. zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung zum 01.01.2020 verpflichtend, die Frist wurde aber bis 30.09.2020 verlängert. Bis 31.03.2021 wird nicht beanstandet, wenn es eine solche Einrichtung nicht vorliegt, aber danach soll es keine Nachsicht mehr geben.

Stärkung von Vereinen und des Ehrenamts

Die Corona-Pandemie zeigt, wie unentbehrlich der Einsatz für Andere ist. Deshalb werden Vereine und Ehrenamtliche gestärkt. Es werden

  • der Übungsleiterfreibetrag von 2.400 Euro auf 3.000 Euro und
  • die Ehrenamtspauschale von 720 Euro auf 840 Euro erhöht,
  • der vereinfachte Spendennachweis bis zum Betrag von 300 Euro ermöglicht (bisher 200 Euro),
  • die Einnahmegrenze zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb für gemeinnützige Organisationen auf 45.000 Euro erhöht,
  • die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung für kleine Körperschaften abgeschafft und die Mittelweitergabe unter gemeinnützigen Organisationen rechtssicher ausgestaltet. 

Wir beraten Sie gerne,

Ihre Claudia Rottländer 

DORNBACH ist eine überregional tätige Unternehmensgruppe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. National ist das Unternehmen mit mehreren Standorten  vertreten und beschäftigt insgesamt 400 erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im Verbund mit spezialisierten Rechtsanwälten und IT-Beratern. Dornbach betreut neben Privatpersonen vorwiegend mittelständische Unternehmen, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie gemeinnützige Einrichtungen.

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Claudia Rottländer

ist geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach. Neben der Gestaltungsberatung ist das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

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