Der Empfangsbereich des Impfzentrums in der RheinBerg Galerie. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis / Joachim Rieger

180 Bürger:innen im Alten von 80 oder mehr Jahren sind am ersten Tag im Impfzentrum in der RheinBerg Galerie geimpft worden. Einer der ersten war der ehemalige Pfarrer Gerhard Jakschas, der anschließend von seinen Erwartungen berichtete. In einem Video stellt der Kreis noch einmal dar, was die Impflinge vor Ort erwartet.

Pünktlich um 14 Uhr öffnete sich das Rolltor des Impfzentrums in der RheinBerg Galerie. Bereits vor der Öffnung fanden sich pünktlich die ersten über 80 Jahre alten Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis ein, um ihre Impfung gegen das Corona-Virus zu erhalten.

Darunter auch Gerhard Jakschas aus Bergisch Gladbach. Der ehemalige evangelische Pfarrer ist 86 Jahre alt und einer der ersten Bürger, der im Rheinisch-Bergischen Kreis in der RheinBerg Galerie geimpft worden ist. „Ich freue mich, dass ich jetzt dran bin und die Impfung bekomme. Der Tag ist ein besonderer für mich, weil ich jetzt sicherer bin und hoffentlich nicht so schnell an Corona erkranken werde,“ sagt Jakschas.

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Gerhard Jakschas wurde als einer der ersten geimpft. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis / Joachim Rieger

Die Damen und Herrn traten nacheinander in das Impfzentrum ein und wurden am Empfang begrüßt. Die Mitarbeitenden des Deutschen Roten Kreuzes überprüften im Anschluss die Infounterlagen und die Identitäten der Personen. Dann geht es weiter in den Wartebereich.

„Es sind einige Etappen, die man durchstehen muss“, sagt Gerhard Jakschas lächelnd. „Es ist alles sehr gut organisiert hier. Ich hoffe, dass wir durch die Impfungen die Statistik der täglichen Neuinfektionen verbessern und jeder ein Leben in Gesundheit leben kann, so wie er es möchte.“

Insgesamt wurden am heutigen Tag 180 Personen geimpft. Der Security-Dienst sorgte für einen geordneten Einlass und das Team der Johanniter betreute die Impflinge nach der Impfung.

Gerhard Jakschas wird bald zu seiner Zweitimpfung in die RheinBerg Galerie zurückkommen. „Ich bin gesund und wünsche mir weiterhin gute Gesundheit und hoffe, dass ich noch ein paar Jährchen leben kann.“ (Das Wortlaut-Inteview mit Gerhard Jakschas lesen Sie weiter unten).

So läuft die Impfung im Impfzentrum ab

In einem Film erläutert Landrat Stephan Santelmann die Abläufe im Impfzentrum und stellt die Akteurinnen und Akteure vor: 

Wer sich gegen das Corona-Virus impfen lassen möchte, benötigt einen Termin. „Am Eingang des Impfzentrums wird der Impfling zunächst vom Sicherheitsdienst in Empfang genommen und es wird kontaktlos Fieber gemessen“, erläutert Gerhard Weber, organisatorischer Leiter des Impfzentrums und beim Kreis für Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement zuständig. 

An der Anmeldung begrüßt dann das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Impfling. Dort prüfen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK, ob der Impfwillige alle Unterlagen parat hat. „Wir stehen bei der Anmeldung gerne für Fragen zur Verfügung, zum Beispiel beim Ausfüllen des Anamnesebogens“, versichert Ingeborg Schmidt, Vorsitzende des DRK-Kreisverbands.

Die Partner vor Ort: ngeborg Schmidt (DRK), Nadine Spiegel (Johanniter-Unfall-Hilfe), Gerhard Weber (Rheinisch-Bergischer Kreis), Landrat Stephan Santelmann und Margarita Kogan (KVNO). Foto: RBK / Joachim Rieger

Auch im Wartebereich werden die Bürgerinnen und Bürger vom DRK betreut und anschließend zur Registrierung und Impfung weitergeleitet.

Ab hier ist das Personal der Kassenärztlichen Vereinigung für die Impflinge da. An einem Schreibtisch mit Schutzscheiben erfolgt die Registrierung und dann geht es in eine der Impfstraßen. „In der Impfkabine geht der Arzt gemeinsam mit dem Impfling den Anamnesebogen noch einmal durch und beantwortet Fragen“, erklärt Uwe Berk, ärztlicher Leiter des Impfzentrums. Wenn es dem Impfling gut geht und er sich bereit fühlt, kann die Impfung vorgenommen werden.

Nach der Impfung werden die Bürgerinnen und Bürger nicht direkt nach Hause geschickt, sondern warten 30 Minuten im betreuten Bereich. Dort werden sie von medizinisch ausgebildetem Personal der Johanniter-Unfall-Hilfe beobachtet.

„Wir sorgen dafür, dass es den Menschen nach der Impfung gut geht und betreuen sie in einem gesonderten Wartebereich“, so Nadine Spiegel, Leiterin des Johanniter-Teams im Impfzentrum.

Hintergrund: Wer jetzt geimpft wird

Im Impfzentrum werden zunächst sogenannte vulnerable Gruppen der Bevölkerung empfangen. Vulnerable Gruppen sind etwa betagte Menschen über 80 Jahre oder Personen mit Vorerkrankungen, die jeweils in der Lage sind, eigenständig zum Impfzentrum zu kommen. Sie werden zuerst geimpft, anschließend die Angehörigen von Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur. Danach werden Termine für alle Bürgerinnen und Bürger vergeben. Die Impfungen sind freiwillig.

Der Rheinisch-Bergische Kreis macht darauf aufmerksam, dass nur Bürgerinnen und Bürger Zutritt zum Impfzentrum erhalten, die vorher einen Termin vereinbart haben. Für die Terminvergabe ist die KVNO zuständig, der Rheinisch-Bergische Kreis hat darauf keinen Einfluss.

Termine können bei der KVNO unter der Telefonnummer 0800 – 116 117 01 oder online auf dieser Website vereinbart werden.

Der Start der Terminvergabe zum 25. Januar lief leider etwas holprig, die KVNO hat dem Kreis jedoch versichert, dass am System Verbesserungen vorgenommen wurden und dass jeder Impfwillige auch zeitnah die Impfung erhält.

Gerhard Jakschas bei seinem Besuch im Impfzentrum. Rheinisch-Bergischer Kreis / Joachim Rieger

Interview mit Gerhard Jakschas

Gerhard Jakschas ist 86 Jahre alt und wohnt in der Bergisch Gladbach. Der ehemalige evangelische Pfarrer ist einer der Ersten über 80-Jährigen, der im Rheinisch-Bergischen Kreis im Impfzentrum in der RheinBerg Galerie geimpft wird. 

Wie fühlt es sich an der erste Impfling im Rheinisch-Bergischen Kreis zu sein?
„Sehr gut. Ich bin froh, einer der Ersten im Rheinisch-Bergischen Kreis zu sein, der heute geimpft wird. Es ist ein gutes Gefühl und ich habe die Impfung gerne gewollt. Daher freue ich mich, dass ich jetzt dran bin und die Impfung gegen das Corona-Virus erhalte.“

Was bedeutet Ihnen dieser Tag?
„Der Tag ist ein besonderer für mich, weil ich mich jetzt sicherer fühle und hoffentlich nicht an Corona erkranken werde und ein bisschen länger leben kann.“

Wie haben Sie den Ablauf hier im Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises in der RheinBerg Galerie empfunden?
„Es sind einige Etappen, die man durchstehen muss“, sagt Gerhard Jakschas lächelnd. „Es ist alles sehr gut organisiert hier.“

Wie erleben Sie persönlich den Lockdown? Beeinträchtig es Sie sehr im Alltag?
„Nein, ich komme damit zurecht. Ich bin alleinstehend und es gewöhnt, mich mit mir selber zu beschäftigen. Ich habe mich mit Lebensmitteln versorgt und konnte auch mal rausgehen. In meiner Freiheit habe ich mich nicht sehr eingeschränkt gefühlt, das war in Ordnung.“

Würden Sie es Ihren Mitmenschen empfehlen sich impfen zu lassen und wenn ja warum?
„Ich hoffe, dass wir durch die Impfungen gegen das Corona-Virus die Statistik der täglichen Neuinfektionen verbessern und jeder ein Leben in Gesundheit leben kann, so wie er es möchte.“

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?
„Ich bin gesund und wünsche mir weiterhin gute Gesundheit und hoffe, dass ich noch ein paar Jährchen leben kann.“

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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6 Kommentare

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  1. Die Erfahrung von Frau Rösler kann ich nur bestätigen.
    Mein Vater ist 93 mit Pflegestufe und wird auch täglich vertröstet.

  2. Mein über 80-jähriger Vater hat bereits aufgrund des Einladungsschreibens 10 Mal telefonisch einen Impftermine bekommen wollen. 10 Mal bekam er zur Antwort, es gäbe keinen Termin oder der Zweittermin sei nicht verfügbar. Online ist am Sonntag bis in den Juli hinein kein einziger Termin verfügbar… Seltsame Verhältnisse bei der Terminvergabe.
    Viele Grüße
    Gerlinde

  3. Wenn man über die Website 116117.de einen Impftermin in Berg. Gladbach buchen möchte, werden nie Termine angezeigt, die man auswählen könnte! Nachdem ich 3 Tage pausenlos die Wahlwiederholung gewählt hatte, dann in einer Warteschleife noch über 2 h gewartet habe und dann endlich eine lebende Person am Telefon hatte, sagte mir diese, dass für das Impfzentrum BG derzeit nicht klar wäre, wann Nachschub an Impfdose käme, daher würden bis auf Weiteres keine Termin mehr zur Verfügung stehen, ich sollte weiter immer auf die Website schauen – wenn dort Termine buchbar angezeigt würden, könnte man wieder buchen. Na prima – leider sind seit über 2 Wochen keine Termine mehr angezeigt – wann sind denn wieder Termine buchbar? Eine Info wäre großartig.

  4. Sehr geehrte Frau Mehrhof, das ist offenbar ein Missverständnis. Warum sollte Ihr Schwiegervater, wenn er in Odenthal wohnt, nicht im Impfzentrum in Bergisch Gladbachgeimpft werden können? Das ist für den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis zuständig, die Impftermine werden durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein vergeben. Für Dortmund ist dagegen die KV Westfalen zuständig – haben Sie ihn womöglich dort angemeldet?

  5. Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde es sehr traurig das mein Schwiegervater, 83 Jahre aus Odenthal nach Dortmund zum Impfen muss und nicht hier im Rhein Berg Zentrum gehen kann, Dortmund ist ja nicht mal um die Ecke.
    Mfg
    Ingrid Mehrhof