Der Standort für das neue Stadthaus am S-Bahnhof ist nicht mehr umstritten, aber das weitere Verfahren. Foto: Thomas Merkenich

Nach Ansicht von Grünen, SPD und FDP steckt das Projekt „Neubau Stadthaus“ in einer Sackgasse. Die Kosten seien kaum zu beherrschen, die Pläne würden den Megathemen Digitalisierung und Ökologie nicht gerecht. Daher plädiert die Ampel für einen vollständigen Neustart: mit einer neuen Ausschreibung soll ein Generalunternehmer gesucht werden.

Das Bauvorhaben weist nicht nur kaum beherrschbare Kostenrisiken auf. Es wird auch den heutigen räumlichen (Stichwort Digitalisierung) und ökologischen (Klimaschutz und Bauökologie) Anforderungen nicht gerecht. Auch ist es in der Vergangenheit versäumt worden, eine angemessene Projektstruktur aufzustellen.

Somit ist die Verwaltung derzeit gar nicht in der Lage, ein solches Projekt verantwortbar umzusetzen. Die Fraktionen plädieren deshalb für einen Neuanfang – sowohl hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung als auch der Grundkonzeption.

Planen und Bauen aus einer Hand – zum Festpreis

An Stelle des Modells „Architektenwettbewerb – Generalplanung – Errichtung im Wege einer Vielzahl von der Hochbauverwaltung zu koordinierender Einzelgewerke“ sollte ein kosten- und verwaltungsseitig beherrschbares Verfahren treten: „Planung und Bau aus einer Hand – und zwar zum Festpreis“, verbunden mit einer verbindlichen Kostendeckelung und höheren ökologischen Maßstäben.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Text handelt es sich um einen Beitrag der Ampelkoalition. Alle Positionen und Berichte zum / über das Stadthaus finden Sie hier.

Seit Monaten wird der Neubau des Stadthauses heiß diskutiert. Da die in den 1960er-Jahren errichteten Stadthäuser angesichts ihres Gesamtzustands fachlich und wirtschaftlich nicht sanierungsfähig sind, wurde im Jahr 2013 ein Neubau beschlossen, 2018 dann ein vorgeschalteter Planungswettbewerb durchgeführt.

Dessen Siegerentwurf konnte architektonisch durchaus überzeugen. Ihn umzusetzen würde die Stadt jedoch erheblich teurer kommen als geplant: Statt der ursprünglich vom Rat beschlossenen 46 Millionen Euro werden die Kosten einschließlich Einrichtung und Infrastruktur (Umgestaltung des Platzes) mittlerweile auf 81,9 Millionen Euro geschätzt.

Raumkonzept passt nicht mehr

Selbst dieser Betrag ist nicht extern überprüft und mit erheblichen Steigerungsrisiken (+30 Prozent) verbunden. Mit Blick auf eine Vielzahl neuer Aspekte, die nicht Gegenstand des seinerzeitigen Architektenwettbewerbs waren und die nachträglich implementiert werden müssten, ist mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen.

Hinzu kommt, dass ein Bau nach den Vorgaben des Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2018 schon bei seiner Fertigstellung nicht mehr den veränderten Ansprüchen genügen würde, die sich schon vor der Corona Krise abzeichneten und jetzt immer deutlicher werden: Elektronische Akte und die verstärkte Nutzung des Homeoffice haben dazu geführt, dass das vorgesehene Raumkonzept nicht mehr passt.

Nachhaltigkeit bisher kaum berücksichtigt

Besonders schwer wiegt, dass Nachhaltigkeitsaspekte in der bisherigen Planung kaum berücksichtigt wurden. Hier hat die Stadt nach Ansicht der Ampel-Koalition eine Vorbildfunktion, der sie gerade bei einem Projekt wie dem Stadthaus nachkommen sollte.

Im bisherigen Projektverlauf wurden im Wesentlichen die Baukosten betrachtet – die Betriebskosten wurden nicht im notwendigen Maß berücksichtigt. Dass eine nachhaltige Bauweise mit einer verbesserten Dämmung und der Nutzung von Photovoltaik, Restwärme und Regenwasser zu enormen Energieeinsparungen führt, also nicht nur die Umwelt, sondern auch den städtischen Geldbeutel schont, wurde so nicht sichtbar.

Neuer Ansatz ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Die Vielzahl der Probleme – zu niedrige Nachhaltigkeitsstandards, explodierende Kosten und veränderte räumliche Anforderungen – haben dazu geführt, dass Bürgermeister Frank Stein am 4. Februar 2021 im Ausschuss für Stadthausneubau thematisiert hat, den Prozess neu zu starten.

Der Ausschuss hat den Vorschlag sehr ernsthaft und intensiv diskutiert.  Die Grundsatzentscheidung soll in der Ratssitzung am 9. März getroffen werden. Mit ihrer aktuellen Vorlage schlägt die Verwaltung nun diesen Neustart vor.

Dem stimmen die Vertreterinnen und Vertreter der Ampel-Koalition zu: Nach einer erneuten Raumbedarfsprüfung in enger Abstimmung mit dem Personalrat soll das Projekt neu ausgeschrieben werden.

Mit der Komplettvergabe an einen externen Bauträger kann der Zeitverzug durch den Neustart weitgehend aufgeholt werden, wenn es nach der Vergabe zu keinen politischen Änderungswünschen kommt; dafür werde er sich einsetzen, so Dr. Friedrich Bacmeister von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Vorsitzender des Ausschusses für den Stadthausneubau.

Bauentwurf nach Kreislaufprinzip „Cradle-to-Cradle“

Neben einer Kostendeckelung soll auch Umwelt- und Energiezielen ein weit höherer Stellenwert eingeräumt werden. Konkret schlagen die Ampel-Fraktionen einen Bauentwurf nach dem Kreislaufprinzip „Cradle-to-Cradle“ vor. Dieses berücksichtigt sowohl die Betriebskosten und eine Verwendung des Baumaterials nach dem Abriss.

„Die Ressourcen werden dabei nicht teuer entsorgt, sondern wiederverwendet“, so Dr. Friedrich Bacmeister. „Der Cradle-to-Cradle-Ansatz schließt zudem die umweltfreundliche Produktion und die Nutzung erneuerbarer Energien ein.“

Der fachpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Corvin Kochan ergänzt: „Wir müssen jetzt die Reißleine ziehen. Das daraus resultierende Zeitfenster müssen wir nutzen, um den städtischen Hochbau so zu verstärken, dass er verantwortbar dieses Mammutprojekt stemmen kann.“

Und der FDP-Vertreter Stephan Winkelmann sieht im Neubeginn ein Gebot der Vernunft: „Wenn wir den bisherigen Projektansatz weiterverfolgen, werden wir die Kostenseite nicht in den Griff bekommen, weil sich seit Projektstart zu viele Einflussgrößen geändert haben. Wir wissen um die Zumutung für die Mitarbeiter in den alten Gebäuden, sehen aber leider keine Alternative zu einem Neustart.“

Die alten Stadthäuser am Markt sind schon lange Sanierungsfälle

Situation in den alten Stadthäusern verbessern

Wichtig ist, dass auch für die Situation in den alten Stadthäusern etwas getan wird – zumindest in dem Maße, das mit Blick auf die begrenzte Nutzungszeit wirtschaftlich vertretbar ist. Das ist die Stadt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung schuldig. Dem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung stimmt die Ampelkoalition ebenfalls zu.

Der Hauptausschuss wird am 9. März 2021 in Vertretung des Rates endgültig entscheiden. Wie das ähnlich gelagerte Beispiel des Stadthauses in Venlo zeigt, wäre ein Neuanfang nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch vernünftig.

„Wir haben mit diesem Projekt die Möglichkeit, jetzt in die Zukunft zu investieren“, appelliert Friedrich Bacmeister. „Das Stadthaus wird mindestens 40 Jahre lang genutzt werden – wir entscheiden jetzt, wie einschneidend sich die Klimakrise auf die Lebenschancen unserer Kinder auswirkt.“

Grüne FDP SPD

Die drei Parteien haben zur Kommunalwahl 2020 ein Ampel-Bündnis gegründet und treten mit einem gemeinsamen Kandidaten ab. Hier veröffentlichen sie ihre gemeinsamen Mitteilungen.

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14 Kommentare

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  1. @Herr Thomas

    Ich versuche einmal Antworten aus meiner Sicht auf Ihre Fragen:

    Herr Stein hat im Stadtanzeiger v. 16. Februar d.J. von bisherigen Planungskosten in Höhe von 600.000 Euro gesprochen.

    Selbst wenn man diese Summe abschreibt, würde sich dies (und auch mehr) lohnen, wenn man dafür auf der anderen Seite zig-Millionen einspart, indem man das Projekt neu startet. Herr Havermann hat ja bereits darauf hingewiesen.

    Einsparungen in dieser Höhe erfordern dabei, dass man das Projekt neu aufsetzt. Anforderungen sind grundsätzlich zu überarbeiten, um auch zu einer wirklich neuen Lösung zu kommen. Dies scheint die Ampel nun vorzuhaben. Anders kann ich den Passus „Neuanfang – sowohl hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung als auch der Grundkonzeption“ jedenfalls nicht interpretieren. Die Einsparungen scheinen daher möglich.

    Dabei sei daran erinnert, dass in der derzeitigen Lösung fast die Hälfte der geplanten Fläche von insgesamt ca. 10.000 qm für „Zusatzfunktionen“ (Bibliothek, Mediathek, Espressobar, Mobilitätszentrum, GL-Shop, Eine-Welt-Laden, Polizeistützpunkt) eingeplant ist. Die ursprüngliche Stadthaus-Lösung ist im Laufe der Zeit stetig angewachsen. Die „Kernfunktionen“ der Verwaltung, um die es zu Beginn einmal ging, gerieten offensichtlich aus dem Blick.

    Ein Zurückbesinnen auf diese „Kernfunktionen“, nämlich den Ersatz der heutigen Häuser, bietet damit die Chance, viel Geld einzusparen und das Projekt gleichzeitig kontrollierbar zu machen. Es gibt ein Einsparpotential von fast 50 %!

    Wenn man darüber hinaus festgestellt hat, dass sich Anforderungen bzgl. Raumbedarf und Ökologie grundsätzlich geändert haben, würde ein Beharren auf dem derzeitigen Lösungsansatz ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Fehlinvestition führen.

    Ein Neuanfang wäre m. E. daher klug.

    Zum Thema „Zeitverzug“ hat Herr Dr. Bacmeister bereits etwas gesagt. Ich habe daraus verstanden, dass Neustart nicht zwingend Verzögerung bedeutet.

    Anmerkung: Die eingesparten Millionen könnten in Bergisch Gladbach z.B in die Sanierung unserer Schulen oder in den Bau von Kindergärten investiert werden, oder auch in die Instandsetzung unserer z.T. maroden Straßen, Geh- und Fahrradwege.

  2. Gute Idee, sich mal andernorts umzuschauen, was es so an ökologisch gebauten ‘best practice’-Beispielen gibt.
    Warum wird das nicht viel häufiger gemacht?

    Digitalisierung hin oder her – es gibt genug Dinge, für die mensch ‘aufs Amt’ muss, daher sollte ein neues Stadthaus zentral und gut erreichbar sein. Auch eine Abtrennung des Bürgerbüros scheint mir nicht so sinnvoll.
    Der Platz neben dem Bahnhof wäre so gesehen durchaus geeignet; dafür spricht etwas Anderes dagegen:
    Wenn dermaleinst eine Straßenbahn auf dem alten Bahndamm verkehren soll – wo würde diese enden?
    Noch hat die KVB andere Sorgen, aber die Frage wird mit Sicherheit wieder auf den Tisch kommen.
    Wir dürfen uns diese Möglichkeit nicht verbauen!

  3. Ob es wirklich so klug ist, das Projekt zu beenden?
    Position 1:
    Kosten für die bisherige Planung, Wettbewerbe, interne Aufwände – verloren.
    Position 2:
    Kosten für notwendige Arbeiten an den alten Gebäuden, weil es nun noch viel länger dauert kommen dazu.
    Position 3:
    Kosten für eine neue Planung, Wettbewerbe etc kommen dazu.
    Position 4:
    Bis zum Baubeginn dauert es länger, also ist eine weitere Preissteigerung zu berücksichtigen.
    Wer kann diese 4 Positionen mal beziffern?

  4. Ich sehe ebenfalls im Abbruch der alten und Aufnahme einer neuen Planung für das Stadthaus den besseren Weg. Die Entwicklung sollte aber auch eine Lehre für die Planer sein, dass in 7 Jahren (bisheriger Planung) so viel passieren kann, dass:
    – eine Finanzplanung Makulatur wird und sich die Kosten verdoppeln, wenn das
    langt.
    – der prognostizierte Raumbedarf durch Veränderung der Arbeitsstruktur zu hoch
    angesetzt ist.
    – Werte wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit einen plötzlich viel höheren
    Stellenwert bekommen.
    – und durch Mehrheitswechsel ohnehin vieles infrage gestellt werden wird.
    Es wird nie möglich sein, alle Eventualitäten in Planungen einzubeziehen, weshalb man unbedingt kürzere Planzeiten anstreben sollte. Dass nun “der Steuerzahler mal wieder alles zahlen muss” ist ein Argument jener, denen nichts besseres einfällt und die nicht blicken, dass 20/30 Millionen geringere Bausumme mit Sicherheit relevanter sind als die Kosten, die bei Abbruch der bisherigen Planungen entstanden sind und noch kommen.

    Der alte Plan war protzig, die Verwaltung samt ihres Chefs wollten sich das Denkmal setzen, was hier der Ampel angelastet wird. Bekannterweise hat die Verwaltung weder Klimaschutz noch Emissionen nach Nachhaltigkeit tatsächliche Bedürfnisse wenig interessiert. Und den siegreichen Entwurf mit 50 Millionen zu veranschlagen, dessen Realisierung wahrscheinlich die 100 Millionen überschreiten würde, zeugt nicht von rechnerischem Können.

  5. Dieser Ansatz der Ampel-Parteien ist aus meiner Sicht wirklich sehr zu begrüßen!

    Es scheint damit möglich, das bisher geplante finanzielle und organisatorische Desaster zu verhindern. Und: Es hilft ja nichts, die Augen vor der Realität zu verschließen.

    Dass parallel zum vorgeschlagenen Neustart auch die Pflege der bestehenden Gebäude wieder aufgenommen werden soll und sie (u.a. zum Schaden der MitarbeiterInnen) nicht einfach weiterhin verfallen sollen, ist ebenfalls notwendig. Eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit.

    Ich hoffe, der Stadtrat stellt sich am 09. März nun insgesamt seiner Verantwortung für Bergisch Gladbach, unterstützt die Vorschläge der Ampel und stellt die Weichen um – in Richtung Zukunft.

    Dabei ist auch zu hoffen, dass die Bürgerschaft ab sofort über dieses für ihre Stadt zentrale Projekt gut informiert wird. Bisher konnte man ja nur mehr oder weniger staunend zusehen, wie die Kosten explodiert sind und die Diskussion in der Politik schärfer wurde.

  6. Die Vorgehensweise hat nichts mit zaubern zu tun, sondern nur mit Wissen und Wollen, natürlich auch mit Können. Das Stadthaus Venlo ist seit Mai 2016 in Betrieb, ein Besuch lohnt sich und auf Erfahrung baut sich besser.

    Stadtverwaltung in Venlo | Fassade | Büro/Verwaltung | Baunetz_Wissen

    VenloVerwelkomt | Verwaltungsgebäude der Stadt

    Stadtverwaltung in Venlo – GRÜNSTATTGRAU (gruenstattgrau.at)

    Stadthaus Venlo – C2C Expolab

    infographic-def-DU-def2 (c2cvenlo.nl)

  7. das war mir klar, dass das Ampelbündnis das Projekt Stadthaus kippt. Sie wollen sich selbst profilieren und zeigen, dass nur sie ein vernünftiges Konzept für den Neubau in der Tasche haben. warum haben sie bei den Beratungen und entscheidungen in der Vergangenheit all diese Bedenken und Überlegungen nicht vorgebracht. Die Mehrkosten, die jetzt entstehen werden sie natürlich der alten Koalition aus CDU und S P D anlasten. heute weiss man alles besser und das Rathaus in Venlo gibt es erst in den letzten Monaten im Visier. Alles über den Haufen zu werfen, was vor einigen Jahren gemeinsam beschlossen wurde ist wohl die neue Linie der SPD. Die Grünen wussten schon damals alles besser, konnten sich aber mit ihrem Wissen und Vorstellungen nicht durchsetzen. Die FDP ist erst jetzt aus ihrem Tiefschlaf erwacht und stellt ganz neue Kostellationen fest. Nur der Bürger muss jetzt alles mitragen und die Kosten übernehmen. Für wie blöd halten die Mitglieder der Ampelkoalition eigentlich die Bürger der Stadt. Es ist ja nicht das Geld der neuen Ratsmitglieder. Würden sie so mit ihrem privaten Vermögen umgehen? Sicher nicht!! Wie wollen sie denn dem Projektgewinner das alles erklären und dem Bürger die Mehrkosten die jetzt entstehen verdeutlichen.

  8. @ julius: genau das ist eines unserer Vorbilder; das neue Stadthaus in Freiburg ein weiteres

  9. Man sollte sich mal das neue Rathaus in Venlo ansehen. Das setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Nachhaltigkeit.

  10. Vergaberecht ist ein tückisches Pferd: wenn dem Sieger später neue Vorgaben gemacht werden, können die Platzierten klagen, weil sie bei anderen Vorgaben vielleicht gewonnen hätten.
    Um den Prozess beim nächsten Mal schlanker und schneller zu machen, wollen wir eine Gesamtvergabe an einen Generalübernehmer – und erwarten ein Gutteil der Verzögerung damit wieder aufzuholen (wenn es nicht neue Umplanungen gibt, was mit sorgfältiger Vorbereitung vermieden werden soll)

  11. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ein ehemaliger Kämmerer besser mit dem Geld der Steuerzahler umgehen könnte.
    Anstatt die Digitalisierung voranzutreiben ,werden immer neue Posten geschaffen und unsinnige Projekte angefangen und wahrscheinlich wieder nicht ausgeführt.Wer soll das denn noch
    bezahlen? Enttäuscht bin ich von der FDP!

  12. @Mehmet Schreiner: es ist ein Irrtum, dass der schmale Streifen längs des Bahnhofs ein “Sahnestück” sei: der Stadtentwicklungsbetrieb hat jahrelang versucht, das Grundstück zu vermarkten und ist gescheitert;
    erst daraufhin hat der damalige Rat beschlossen, dort das neue Stadthaus zu bauen, um diese Ecke planerisch aufzuwerten.

  13. Meine Meinung: Was soll das? Dann gibt die Stadt wahnsinnig viel Geld für Planungen, Experten, Berater und einen Wettbewerb aus, damit ein tolles Architekturbüro am Ende gewinnt und dann: STOP. Warum bitte kann das Büro die Planung nicht einfach in Sachen Digitalisierung und Ökologie umplanen?

    Ich fürchte: Am Ende kostet das den Steuerzahler fast denselben Betrag, aber es dauert Jahre länger. Die Mitarbeiter der Stadt tun mir jetzt schon leid.

    Und das alle nur, weil sich die neuen Herrscher im Rathaus ein Denkmal setzen wollen??? (**bewusst provokant geschrieben**)

  14. Wäre es nicht viel besser, den Klotz irgendwo an den Rand, bzw. auf nicht gut verwertbare Grundstücke, zu legen?
    Warum muss man diese Sahne-Stücke mit Verwaltungsgebäuden belegen, die im Endeffekt der Steuerzahler bezahlt.

    Sollte man sich nicht ein Beispiel am Kreishaus nehmen und in – dennoch verkehrsgünstiger – B- oder C-Lage bauen.

    In Zeiten der Digitalisierung würde ein kleines Bürgerbüro am Bahnhof oder in der FGZ völlig ausreichend sein. In 10 oder 20 Jahren erst recht.

    Hotels, Kino, FH-Campus, IT- und Dienstleistungsgewerbe würden dieses Sahnestück bestimmt mit Kusshand und zu einem anständigem Preis nehmen.

    Aber da ist wohl das Selbstverständnis der Verwaltung und Politik leider anders und man sieht sich als Mittelpunkt alles Wichtigen.