Noch in diesem Monat will die Feuerwehr alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis gegen Corona impfen. Die Basis dafür wurde am Wochenende auf einem Parkplatz in Bergisch Gladbach gelegt: in einem der ersten Drive-In-Impfzentren Deutschlands wurden 1.100 Feuerwehrfrauen und -Männer geimpft.

Um alle ehrenamtlichen Kräfte in Rhein-Berg zu impfen machen die Kreisfeuerwehr und die Feuerwehr Bergisch Gladbach ordentlich Tempo: Alleine am Sonntag wurden auf dem Zanders-Parkplatz 700 Feuerwehrleute geimpft, am Samstag waren es weitere 400.

Immer zu zwei in einem PKW fuhren die Feuerwehrfrauen und -männer vor, ließen die Fenster runter und krempelten die Ärmel hoch. Insgesamt sechs Ärzte aus dem Impfzentrum traten links und rechts ans Auto heran, führten die Anamnese durch und setzten die Spritzen.

„Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben häufig enge und direkte Kontakte – z. B. bei Verkehrsunfällen, Türöffnungen oder Tragehilfeeinsätzen im Rettungsdienst,” erläutert Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden die Aktion. Die Ehrenamtler seien „elementarer Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in den Städten und Gemeinden im Rheinisch-Bergischen Kreis” und daher nach der Impfordnung priorisiert zu impfen.

Um das ausgelastete Impfzentrum logistisch nicht zu behindern, wurde die Drive-In-Lösung aufbaut. Mit der Umsetzung wurde die Feuerwehr Bergisch Gladbach beauftragt, die bereits mit ihrem mobilen Testzentrum viel Erfahrung gesammelt hat. Das Team der Bergisch Gladbacher habe gesamte die Logistik für die Impfung in nur wenigen Tagen geplant und vorbereitet, berichtet der Kreisbrandmeister.

„Wir haben die logistischen Möglichkeiten und freuen uns, dass wir den Kreis und die Nachbarwehren unterstützen können. Rund 40 Einsatzkräfte werden einen reibungslosen Ablauf dieser einzigartigen Impfaktion gewährleisten“, sagte Frank Haag, Vizechef der Feuerwehr Bergisch Gladbach. Höchste Disziplin sei bei den zu impfenden Frauen und Männern gefragt. Alle wurden mit den erforderlichen Unterlagen vorab versorgt und haben eine Checkliste erhalten.

Thomas Merkenich

ist der Fotograf des Bürgerportals. Mittlerweile wohnt er „im schönen Kürten" und liebt das Bergische Land. Aber das sieht man seinen Fotos ja auch an. Mehr Infos auf seiner Website www.thomasmerkenich-fotografie.de, mehr Foto im Bildershop: https://www.pictrs.com/thomasmerkenich-fotografie

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8 Kommentare

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  1. grossartig! klingt wirklich besonders, ist aber in den USA Alltag. deshalb sind die ja auch schon so weit…
    auch das Thema Hausärzte kommt eigentlich 2 Monate zu spät.
    wären die direkt an den start geschickt worden, hätten wir nun die senioren zu 99% schon geimpft. wenn es ans spritzen geht, denkt doch jeder senior an seinen arzt, oder? Schließlich sieht er den ja regelmäßiger als seinen Pfarrer.

  2. Super Aktion!

    Mir ist schon der ein oder andere untergekommen, der nun bereits eine Impfung erhalten hat obwohl diese Person eigentlich erst viel später dran wäre aber who cares?

    Es geht voran (hat auch lang genug gedauert) und wenn in 1-2 Wochen die Impfpriorisierung aufgehoben werden dann kann nach und nach jeder geimpft werden.

  3. Super, solange es keine Impfpflicht gibt, wie verschiedentlich versprochen von der Politik, sollen sich alle gerne pieken lassen wie sie wollen. Ob im Schnellverfahren oder nach gründlicherer Anamnese beim Arzt. Mit einem Stoff mit Notfallzulassung. Alles Gute!

  4. Anja Kochaltzki Hier von Privilegierung zu reden, finde ich das Letzte. Die können doch bei einem Einsatz, wenn es brennt, nicht so genau auf Abstand achten. Die meisten sind doch ehrenamtlich und bringen sich für uns in das Risiko. Diese Missgunst bringt mich zum ko….. Nur zur Info ich bin nicht bei der Feuerwehr habe da auch keinen Verwandten

  5. Ein Drive-In Zentrum zu betreiben ist unbestritten eine hervorragende Impfunterstützung. Dennoch, die Feuerwehr gehört in die Prioritäten Gruppe 3 ! Genauso wie Lehrer der fortführenden Schulen, Personal der Jugendhilfe, Polizei etc. ALLE sollen sich an die Impfreihenfolge halten, alle haben viele Kontakte, aber wer hat hier die Priviligierung der Feuerwehr vorangetrieben. Wann gibt der RBK oder die Stadt Bergisch Gladbach denn die Gruppe 3 endlich zur frei ? Anderen Kreisen hier auch noch vorziehen zu wollen, die Stadtverwaltung (Aktuelle Stunde,WDR, 25.04.2021) vorzuziehen, aber ungeimpfte LehrerInnen zu hunderten von Schüler in den Präsenzunterricht zu schicken, ist in vertretbar? Das ist doch nicht euer Ernst !!!

  6. @ Klaus Fischer
    Lieber Herr Fischer,
    ich habe natürlich keine Vergleiche zu anderen Impfaktionen und weiß, dass auch in anderen Institutionen sehr gewissenhaft gearbeitet wird. Allein für einen Hausarzt ist der zusätzliche Organisationsaufwand schon ordentlich.
    Aber ich war doch wirklich beeindruckt davon, wie schnell und geordnet die Impfungen bei der Feuerwehr abliefen. Zusätzlich zur reinen Organisation der Impfungen, mussten die Feuerwehrleute nämlich auch so einbestellt und terminiert werden, dass alle Ortsgruppen der freiwilligen Feuerwehren ausreichend besetzt waren.
    Eine wirklich tolle Leistung.

  7. Der Drive-In-Zentrum sollte stehen bleiben. Bei 700 Impfungen am Sonntag bedeutet das ja 20.000 zusätzliche Inpfungen im Monat!