Vor dem Eiscafé und dem Toilettenhäuschen könnte eine weitere Treppe entstehen. Foto: Stefan Krill

Das starke Gefälle des neuen Stadtplatzes neben der Schlossgalerie in Bensberg lässt sich durch einen Umbau ein wenig mildern. Aber dafür wird eine weitere, inzwischen fünfte Treppe an der Schlossstraße benötigt.

Das Problem ist bekannt: Der neue Stadtplatz zwischen Schlossstraße, Schlosstreppe und Schlossgalerie weist soviel Gefälle in verschiedene Richtungen aus, dass der Wochenmarkt große Schwierigkeiten hat und eine Eignung für Stadtfeste von vielen Bensberger:innen bezweifelt wird.

Aber bislang ist der Platz nur provisorisch gepflastert, vor der endgültigen Gestaltung ab 2022 sind also noch Anpassungen denkbar.

Was geht, das hat das für die Umgestaltung der Schlossstraße zuständige Büro Club L94 inzwischen geprüft. Fünf Varianten seien theoretisch denkbar, aber nur eine sinnvoll, so das Ergebnis.

Mit der Variante 5 ließe sich das Gefälle an der steilsten Stelle von 7,5 auf etwas 5,0 Prozent vermindern – aber dafür ist der Einbau einer weiteren Treppe vor dem Toilettenhäuschen und dem Eiscafé erforderlich. Details siehe unten.

Schräge Flächen prägen den neuen Stadtplatz vor der Schlosstreppe und Schlossgalerie. Fast 2,8 Meter geht es hier bergab. Foto: Helga Niekammer

Bensberg liegt am Berg

„Die Schwierigkeit ergibt sich aus der örtlichen Topographie, sowie einigen Zwangspunkten, an denen die Höhe der Flächen nicht veränderbar ist“, erklärt Helge Mehrtens, Abteilungsleiterin der Stadtplanung.

Im Klartext: die ganze Anlage zwischen Schlossstraße und dem Alten Markt liegt an einem Hang, die Lage der Häuser an der Schlossstraße und der Schlossgalerie selbst lassen sich nicht verändern. Zwischen diesen Fixpunkten müssen die Planer:innen Flächen modellieren, die zu Fuß (auch mit Gehbehinderung) zu bewältigen sind, eine Zufahrt zur Schlossgalerie erlauben und als Markt- sowie Festplatz geeignet sind.

Ohnehin, das bekräftigt die Stadtplanung noch einmal, war es immer geplant, bei der endgültigen Fertigstellung der Schlossstraße und der Verlegung des Natursteinpflasters die Straße selbst ein wenig anzuheben und damit das Gefälle etwas zu mildern.

Jeder weiterer Abflachung sei jedoch mit einem erheblichen Aufwand verbunden, in der Regel mit einer weiteren Treppenanlage (von der es rund um die Schlossgalerie bereits vier gibt).

Hinweis der Redaktion: Die Details aller fünf Varianten finden Sie auf der Website der Stadt.

Vier der jetzt geprüften Varianten bringen laut Stadtverwaltung trotz des großes Aufwandes nur geringe Vorteile und stünden zum Teil im Konflikt mit den städtebaulichen Zielen für die „Straße der vielen Begegnungen“. Sie wurden daher von den Planern verworfen.

Neuer Absatz und neue Treppe vor dem Eiscafé

Übrig bleibt damit das Konzept einer neuen Treppe, die sich entlang eines Absatzes entlang der nördlichen Straßenfront der Schlossstraße zieht. Vor dem Eiscafé, der neuen Polizeidienststelle und der Toilettenanlage würde damit ein neuer, leicht geneigter Absatz entstehen (siehe Planskizze links oben in rot). Die Außengastronomie des Cafés bleibe (eingeschränkt) möglich.

Von diesem Absatz geht es über drei oder vier Stufen einen halben Meter hinab auf den großen Stadtplatz vor der Dreieckstreppe – der dadurch nicht wie bisher um 7,5 Prozent, sondern nur noch um rund fünf Prozent in Richtung des Anbaus der Schlossgalerie abfällt. Von der neuen Treppe zur Schlossstraße geht es dann nur noch 2,7 Prozent bergab.

Allerdings: Das Quergefälle entlang der Dreieckstreppe bleibt unverändert. Das Gefälle am Übergang zum oberen Stadtplatz (zwischen Toilettenhaus und Dreieckstreppe) erhöht sich sogar um einen Prozentpunkt.

In diesem 360-Grad-Bild können sie den Stadtplatz in alle Richtungen betrachten. Foto: Stefan Krill (panomedia360)

Weitere Nachteile: Der Bereich zum Rangieren der Wochenmärkte werde verkleinert, die Zufahrt zum kleinen oberen Stadtplatz erschwert.

Dennoch stelle dieses Konzept eine echte Alternative zur bisherigen Planung dar, urteilt das Club L94. Daher werde diese Variante nun weiter geprüft, teilt die Stadtverwaltung mit.

Über die zusätzlichen Kosten macht sie derzeit keine Angaben. Wahrscheinlich wird das Thema auch bei der anstehenden Sitzung des Ausschusses für strategische Stadtplanung am 15. Juni diskutiert.

Keine kurzfristige Lösung für den Markt

Klar sei aber bereits jetzt, so die Stadtverwaltung, dass eine solche Lösung nicht kurzfristig, sondern erst bei der Fertigstellung der Schlossstraße ab dem kommenden Jahr angegangen werden kann. Eine Zwischenlösung sei nicht möglich, dafür würde eine Neuplanung und Ausschreibung zu viel Zeit dauern.

Für die Marktbeschicker:innen bleibt es daher erst einmal dabei: Sie sollen sich mit den „erprobten Sofortmaßnahmen“ behelfen. Damit die die Auffahrkeile gemeint, die die Stadt verteilt hatte.

Gegen eine Sperrung der Schlossstraße zwischen den beiden Wendehammern, die die Grünen vorgeschlagen hatten, hatte sich die Verwaltung schon zuvor ausgesprochen.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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19 Kommentare

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  1. Wenn man den unschönen Toiletten/Belkaw-Bau komplett bis zur Hausfront abreissen würde und diese wenn möglich 2 Etagen tiefer legen würde, könnte man eine komplett grade Fläche mit nahezu 0% Steigung schaffen und hätte trotzdem oben Platz einen Weg vom Eiscafe zur neuen Sitztreppe zu schaffen, als Gallerie. Dann läg die Straße teilweise was höher aber dann kann der Markt grade stehen. Für den Aufwand könnte man aber lieber in moderne Marktwagen investieren, die sich der Schräglage anpassen. Viel wichtiger wäre zu prüfen ob Menschen mit Rollstühlen sich überall frei bewegen können (ohne E-Antrieb)

  2. Zur Schloßstraße als „Fußgängerzone“:

    Während man in Städten und Gemeinden Deutschlands zunehmend und mit großer Mühe darum kämpft, die Blechlawinen aus den Innenstädten heraus zu bekommen, erklärt man in Bensberg eine Durchgangsstraße zum zentralen Baustein der zukünftigen Stadtentwicklung – bewusst und ohne Not.

    Erscheint mir irgendwie total aus der Zeit gefallen.

  3. Die schräge Ebene von Bensberg bleibt ein veritables Schildbürgerstück mit reichlich Ansage. Eigentlich lustig, wenn es nicht ernsthaft gebaut worden wäre …

    Und was die unendliche Geschichte des (bisher vergeblichen) Versuchs einer klugen (zeitgemäßen, lebensfreundlich-aufenthaltslockenden, zukunftstauglichen) Gestaltung von Bensberg/City angeht:

    Da erinnert der Herr Schweikert hier sehr eindrücklich an etwas, dass es eigentlich nie hätte geben dürfen / können …

    Bensberg-City hatte über lange Jahre ‘mal eine sehr belebte Fußgängerzone!

    Dann aber rollte wieder der Fortschritt und wird noch heute bis zum letzten Parkplatz verteidigt – Denn sonst drohe der Untergang: Aller Geschäfte, der Stadt, der Zivilisation!

    Vermutlich sieht sich irgendwann auch noch das Erinnern an die Zeit der real und sehr vital existiert habenden Fußgängerzone als „anti-automobiler Frevel” oder „Anschlag auf bürgerliche Freiheit“ unter Strafe gestellt.

    Zudem wird der bedingungslose Kampf um freie Durchfahrt für freie Bürger und das heilige Recht eines jeden auf‘s Parken vor der Ladentür als herrschender Wille mindestens der Bensberger Bürger ausgegeben.

    Damit sich das änderte (sofern es bei den bestehenden Mentalitäten und strukturellen Kräfteverhältnissen denn zu ändern wäre …),
    müssten sich eben zumal die Bensberger Bürger in unüberhör- wie sehbarer Zahl ausdauernd zu Gehör und Gesicht bringen, um die blecherne-versteinerte Phalanx zu durchbrechen.

    Einfach würde das nicht, viele Interessen sind im Spiel, heilige Kühe stehen im Weg, Gewohnheit und Verstocktheit bilden robuste Widerstände usw.

    Aber vielleicht will eine Mehrheit ja auch tatsächlich allzeit Durchfahrtsrecht (auch an Markttagen) samt Parkprivileg vor jeder Ladentür und das bis zum letzten Baum …

    Das bliebe herauszufinden.

  4. Bensberg war für mich als es noch die Fußgängerzone gab,sehr liebenswert und ich bin gerne hier hin zum bummeln und einkaufen gefahren und habe öfter auch mehr Geld ausgegeben wie geplant. Seitdem allerdings der Verkehr frei gegeben wurde, zieht es mich mehr nach Bergisch Gladbach oder noch schöner nach Gummersbach. In Bensberg wird nur noch das „Nötigste“ erledigt.
    Ich könnte mir statt diesem gefährlichen Gefälle durchaus eine Art begrünte Empore mit Treppenaufgängen bzw. auch einer Rampe vorstellen, mit Sitzplätzen oder kleinem Cafe.
    Darunter könnte es einen bunten Markt geben.
    Platz für bis zur Ladentheke vorfahrende PKW wäre jedoch nicht mehr vorhanden.
    In diese seelenlose Betonwüste mit seinem Verkehr zieht es mich absolut nicht mehr hin.

  5. Liebe Frau Denner,
    Sie sprechen mir zum Thema Fußgängerzone aus dem Herzen. Der Trend anderer Städte, ist, Fußgängerzonen einzurichten. Für Bensberg ist die Öffnung der Fußgängerzone für Autos ein Rückschritt.
    Einer Bürgerinitiative für die Fußgängerzone würde ich mich sofort anschließen.

  6. Dieses ganze Chaos kann ich kaum glauben. Die örtliche Topographie hat sich nicht verändert und war dem PlanBüro wohl bekannt. Warum wird nicht die einfachste und über Jahre bewährte Lösung aufgegriffen und es wird wieder ein Stück Fußgängerzone zwischen den beiden Wendehämmer zum Wohle aller geben, außer evtl. einem Einzelhändler, der glaubt nur Kundschaft zu haben, wenn sie vor dem Laden parken kann.
    Somit wäre tatsächlich ein Wohlfühlplatz geschaffen, wo außer dem Wochenmarkt auch andere Veranstaltungen stattfinden können. Es soll doch um das Wohl des Bürgers gehen und nicht um die Verwirklichung des PlanBüros, zumal deren Vorschläge sehr diskussionsbedürftig sind. Jetzt eine weitere Treppe errichten zu wollen, deren Vorhandensein teils noch nicht mal ansatzweise zur Lösung beiträgt und teils sogar das durch das PlanBüro entstandene Problem noch verstärkt, kann man wohl nicht ernsthaft in Erwägung ziehen. Warum muss auf jeden Fall der Autoverkehr durch die gesamte Schlossstraße fahren? Die Begründung seitens der Stadt ist nicht akzeptabel. In Bergisch Gladbach z.B. wird die Laurentiusstraße nur noch für Fahrräder zu befahren sein. Warum werden in Bensberg auf der stark befahrenen Kölner Straße gleich 2 Fahrradwege errichtet und sämtliche Parkplätze vernichtet. Die örtliche Topographie ist hier so, dass nur sehr sportliche Radler den Berg hochfahren können. Entsprechend wird der Fahrradweg genutzt. Aber in der einzigen Einkaufsstraße in Bensberg, mit dem Schloss im Hintergrund und dem kleinen Marktplatz am Malerwinkel, soll mit Gewalt der Autoverkehr durchfahren. Ich habe schon seit langem aufgehört, den örtlichen Handel in Bensberg zu nutzen, weil die Stadt total verplant und hässlich geworden ist. So agieren auch viele meiner Freunde und Bekannten. Vielleicht lohnt es sich mal über alles nachzudenken.

  7. Liebe Frau Wünsch,
    Sie haben ja recht, aber manchmal kitzelt es einen, wenn man so viel Unsinn liest und mit Pseudonymen ver . . . . . . wird. Meinen Sachkommentar können Sie weiter unten lesen!

  8. Guten Tag die Herren Kommentarschreiber,
    ich finde es sehr schade, dass Sie bei Ihren Kommentaren die Sachebene, hier die schiefe Ebene des Marktplatzes, verlassen. Sie wechseln auf die persönliche Ebene und greifen sich gegenseitig an. Konstruktiv ist das nicht.

  9. Schon alleine an dieser Tatsache, dass plötzlich 2 „Bensberger“ auftauchen, lässt sich ablesen, wie lächerlich Pseudonyme sind.

    Meine Antwort galt dem „Bensberger“ von 12:24 Uhr, der sich dazu versteigt, ein bereits genutztes Pseudonym zu klauen. Feigheit, Schamhaftigkeit, falsche Scheu, was mag ihn dazu verleitet haben?

  10. Bensberger 1, Bensberger 2, Bensberger tralala…..
    eure Kommentare nerven; wer hat was unter welchem Pseudonuem geschrieben?? bekennt euch doch zu eurer Meinung..
    Ihr macht euch unnötig wichtig….einfach nur Kindergartenniveau

  11. Hallo, da sind ja viele und gut und schlechte Kommentare über den Marktplatz geschrieben worden.
    Es ist halt nicht einfach den Marktplatz in die Waage zu legen.
    Bensberg liegt eben am Berg.
    Eine Alternative wäre den Markt auf den Deutschen Platz oder Hindenburgplatz zu verlegen.
    Der Platz ist waagerecht angelegt und würde sich um eine Belebung freuen.
    Aber damit wäre man auch nicht zufrieden.
    Die Verantwortlichen werden schon eine Lösung für Alle (einige Ausnahmen wird geben) finden.
    Bleibt gesund.

  12. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    Herr Havermann, Sie antworten zwei verschiedenen Personen, da jemand seit einiger Zeit das gleiche Synonym wie ich nutzt. Unter anderem deshalb verwende ich seither den Einleitungssatz. Dass Ihnen Pseudonyme nicht gefallen, habe ich zur Kenntnis genommen, ich bin anderer Meinung, möchte das aber eigentlich nicht immer wieder mit Ihnen unter jedem Artikel diskutieren.

    In meinem Kommentar (13:38 Uhr) habe ich auf Ihren Fehler und den des anderen „Bensberger“ hingewiesen; die Verwaltung habe ich in meinem Kommentar nicht bewertet. Das möchte ich aber an dieser Stelle nachholen: Viele Planungsentscheidungen im Baubereich halte ich für bedenklich und seit der Kommunalwahl habe ich den Eindruck, dass dieser Teil (!) der Verwaltung eine Art von außerparlamentarischer Opposition betreibt. Mit anderen Teilen der doch großen Verwaltung habe ich selten schlechte Erfahrungen gemacht und deshalb teile ich Ihre (Herr Havermann) pauschale Kritik an „der Verwaltung“ nicht.

    Zitat: „Ich nehme an, dass sie kein Bensberger sind, was schon ihre Zuneigung zur Verwaltung zeigt.“ Sollten Sie mich meinen, so muss ich Ihnen leider widersprechen.

  13. Gab es da nicht lange vor Baubeginn dieses nun von zartem Beton gefassten Monuments der „rätselhaften“ Schräge jenen Kreis engagierter Bensberger um Lothar Eschbach und Andere, der die planenden Profis aller Provenienz mit bewundernswerter Beharrlichkeit davor gewarnt hatte:

    „Leute, wenn Ihr Eure Pläne so realisiert, geht das (und auch ganz plastisch) schief …“ ?

    Dabei lagen doch Orts- und Topographiekenntnis jedem jederzeit gerade vor Augen (oder hätten jedenfalls liegen können).

    Aber Schräge hin, Ebene her, Hauptsache die (auch zu Marktzeiten unantastbare) automobile Durchfahrt bleibt jederzeit gewährleistet und die zivilisationsrelevanten Parkplätze unmittelbarst vor jeder Ladentür erhalten (wobei deren Anzahl natürlich noch entschieden steigerungsfähig wäre) …

    Und was die ggf. nächsten „Stufen“ betrifft: Die legendäre Spanische Treppe wird vielleicht bald Konkurrenz bekommen von den alsdann kaum weniger berühmten Bensberger Treppen als Ausdruck einer ganz eigenen, wenn auch etwa schrägen Kultur …

  14. Wenn man die von der Stadtverwaltung vorgestellten Optionen betrachtet, gewinnt man den Eindruck, es müsse jetzt das geringste Übel gewählt werden. Als müsse man sich abfinden mit einem Grundkonzept, das ein Dauerprovisorium nach sich zieht: Alle Varianten haben gravierende Nachteile. Keine Option kann offenbar einen reibungslosen, vielleicht sogar entspannten Marktbetrieb sicher stellen.

    Damit kann man m.E. nicht zufrieden sein bei einem so bedeutsamen Projekt.

    Vielleicht müsste man tatsächlich einmal Lösungen außerhalb des bestehenden – auf Dreiecks-Treppen fokussierten – Entwurfs suchen. Vorschläge z.B. aus der Bürgerschaft dazu liegen seit 2 Jahren vor. Die aktuellen Kommentare hier gehen ja z.T. in eine ähnliche Richtung. Bisher gab es allerdings von Seiten der Verwaltung oder Politik wenig Interesse…

    In jedem Fall hoffe ich, dass nicht erneut erst nach vollendetem Bau festgestellt werden muss, dass man „schief liegt“.

    Von dem Treppen-Sammelsurium möchte ich dabei gar nicht sprechen. Vielleicht ist das wirklich einfach Geschmackssache.

    Insgesamt hoffe ich, dass sich der Stadtrat Zeit nimmt für seine Entscheidung. Zeit, die der Bedeutung des Projektes für Bensberg gerecht wird. „Augen zu und durch“ ist keine Option.

  15. Bensberger, auch wenn sie noch so oft den gleichen Text vor ihren Kommentar setzen, wird das ihr leidiges Pseudonym nicht heilen. Darum werde ich auch nicht gendergerecht in meiner Antwort an sie schreiben.

    Ich nehme an, dass sie kein Bensberger sind, was schon ihre Zuneigung zur Verwaltung zeigt. Wären sie einer, hätten sie für den von Hörung gesprochenen Satz auch nur ein Wort gehabt: Dämlich, und zusätzlich arrogant und überheblich! Auch wenn Höring kein Verwalter ist, so trifft diese Beschreibung in dieser Situation an dieser Stelle trotzdem zu, vor allem für ein Kreistagsmitglied und einen CDU-Kreisvorsitzenden.

    Was sie als Querulantentum bezeichnen ist nichts anderes als der gerechtfertigte Ruf eines Bürgers, dem Jahrzehnte lange vergebliche, teure und unerquickliche Arbeit in der Verwaltung längst über die Hutschnur gehen. Und dabei weiß ich mich mit vielen Bürgerinnen und Bürgern und Politikern aller Parteien in Bergisch Gladbach einig.

  16. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    Lieber anderer Bensberger und Herr Havermann,
    Herr Höring arbeitet meines Wissens nach nicht in der Stadtverwaltung, er hat also als Politiker und nicht als Verwaltungsmitarbeiter gesprochen.

    Zum wesentlichen Thema:
    Auch wenn es schwer fällt, sollten die beteiligten Planer akzeptieren, dass diese Fläche sich einfach nicht als Marktplatz eignet. Der Markt in der Fußgängerzone (als diese noch eine war) hat sich in meinen Augen bewährt. Das Parken direkt im Schwungbereich der Eingangstüren der Händler sollte sich mit dem Parkdeck der Schlossgalerie und des Aufzuges dort eigentlich auch erledigt haben. Das ergibt nun noch weniger Sinn.

  17. Die regelmäßig unqualifizierten Unverschämtheiten des Herrn Havermann (hier: „Noch dämlicher kann man sich als Vertreter einer erfolglosen Verwaltung nicht ausdrücken.“) gegenüber Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, lassen langsam die Vermutung aufkommen, dass bei ihm Querulant sein Lebenszweck ist.

    Zum Thema: Die Vor- und Nachteile der anderen vier Varianten kann ich, als Laie, nachvollziehen. Der Vorschlag, anstelle einer Treppe einen Pflanztrog zu installieren, ist m.E. eine Prüfung wert. Vielleicht gibt es ja aus der Bürgerschaft noch andere, sinnvolle Überlegungen, die den Fachleuten beim Planungsbüro und den Entscheidern in Politik und Stadtverwaltung Grundlage für eine Änderung sein können.

    Wie auch immer das Ergebnis sein wird: Dass es allen gefällt, ist ausgeschlossen. Es wird immer jemanden geben, der was zu kritisieren hat (zu viel Beton, zu eintönig, zu viel Grün, zu wenig Grün, zu flach, zu steil …). Wobei ich meine, dass Kritik erlaubt ist – Beleidigungen aber nicht!

  18. Aus heutiger Sicht müsste der Verursacher der Probleme dort „Kein-Plan-Büro Club L94“ heißen. Nach meinem Verständnis sollte ein Büro, das mit einer solchen Planung beauftragt wird, alle Imponderabilien in die Überlegungen einbeziehen. Also auch eine Stelle, auf dem ein Markt sich ausbreiten soll. In aller Regel erwarten die Beschicker, was sie überall angeboten bekommen: Ein horizontal ebenes Gelände.

    Dieses Kein-Plan-Büro hatte mit Sicherheit sämtliche Informationen, die nötig sind, einen vernünftigen Plan professionell zu erstellen. Sicher? Hat die Verwaltung vielleicht Wünsche einfließen lassen, die das heutige Dilemma verursachten? Oder hat sie vielleicht versäumt, die Entwürfe sachgerecht zu prüfen, bevor der Zuschlag erfolgte? Der geneigte Bürger weiß es nicht, wird er doch bei solchen Dingen – vor allem, wenn sie in die Hose gehen – dumm gehalten, er könnte ja bessere Vorschläge als die kluge Verwaltung haben, was nicht ohne Beispiel ist.

    Natürlich sind alle , die kein Verständnis und keine fachliche Notwendigkeit für den „Rodelhang“ haben bzw. sehen, Idioten. Wie das die Verwaltung sieht, äußerste ja Herr Höring bereits, als die Treppe in Gebrauch genommen wurde: „Es heißt ja auch nicht Benstal sondern Bensberg“. Noch dämlicher kann man sich als Vertreter einer erfolglosen Verwaltung nicht ausdrücken.

    Es kann, glaube ich, niemand intelligent vermitteln, dass die Rodelbahn Ergebnis klugen Nachdenkens und ebensolcher Planung ist. Es hätte nach Meinung von Fachleuten mehrere Möglichkeiten gegeben, den Platz, der ein Hang wurde, so zu bauen, dass er allen Anforderungen wenigstens in etwa gerecht geworden wäre. Jetzt soll nachgebessert werden, worüber die Verwaltung schon unmittelbar nach ersten Kritiken nachdenkt. Ob das nur ein Verschlimmbessern wird und was das kostet, darf man bange erwarten.

  19. Ich sehe die Variante einer 4. Treppe nicht als die sinnvollste Lösung. Alternativ kann ich mir gut vorstellen, das Gefälle mit einem eingefassten Beet anstelle einer 4. Treppe zu verringern. Das Beet verhält sich wie ein Gebäude in Hanglage. Auf der Seite der Toilettenanlage ist die Einfassung ebenerdig, auf der gegenüberliegenden Seite ragt es z. Bsp. 50-60 cm hoch über das Pflaster hinaus. Die Bepflanzung würde die öde Steinwüste der großen Pflasterfläche beleben. Hinter einer Hecke im oberen Bereich des Beetes könnte der Blick auf die hässliche Wand der Toilettenanlage verschwinden.
    Ist diese Variante vom Planungsbüro Club L94 betrachtet worden?
    Was spricht dagegen?