Die Testphase an der Buddestraße in Bensberg beginnt. Auf dem stark frequentierten Abschnitt will die Stadtverwaltung erproben, ob ein Radfahrstreifen Verbesserungen für Radfahrer bringt und bringt gelbe Markierungen auf der Fahrbahn an. Die Probezeit läuft bis November.

Auf dem stark frequentierten Abschnitt zwischen Kölner Straße und Saaler Straße fehlen heute Radwege. Deswegen wurde die Verwaltung von der Politik beauftragt, diese Lücke im Radnetz zu schließen und die Auswirkungen zu prüfen. Fachlich unterstützt wird die Testphase durch das Gutachterbüro Planersocietät aus Dortmund.

Im aktuellen Projektschritt ist nun die Aufbringung eines Radfahrstreifens mit gelben Linien („Baustellenmarkierung“) vorgesehen. Der Radfahrstreifen wird auf der Fahrbahn der Buddestraße bergauf in Richtung Kölner Straße angelegt. Bergab in Richtung Saaler Straße werden Fahrrad-Piktogramme auf der Fahrbahn markiert. Auch die Kreuzungen mit der Kölner Straße und Saaler Straße werden zum Teil mit neuen Markierungen für den Radverkehr versehen.

Die Markierungsarbeiten sind voraussichtlich an einem Tag abgeschlossen. Es ist mit Einschränkungen im Verkehr zu rechnen. Während der Hauptverkehrszeiten wird nicht gearbeitet.

Nach der Fertigstellung folgt eine – bis voraussichtlich November angesetzte – Testphase, in der Erfahrungen gesammelt werden und das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden untersucht wird.

Foto: Thomas Merkenich

Anfang Juni wurde bereits eine automatisierte Zählung des Rad- und Kfz-Verkehrs in der Buddestraße sowie in möglichen Ausweichstraßen vorgenommen. Diese Zählungen werden später zum Abgleich genutzt, um mögliche Verkehrsveränderungen bewerten zu können.

Ende August folgt eine zweite automatisierte Verkehrszählung. Mit den Verkehrskameras, die an verschiedenen Stellen aufgestellt werden, können Rückschlüsse auf das Funktionieren des neuen Radfahrstreifens und mögliche Schwierigkeiten gezogen werden. Die Beobachtung mittels Kameras erfolgt datenschutzkonform.

Auch mögliche Ausweichstrecken zur Buddestraße sollen im August erneut gezählt werden, um sogenannte Schleichverkehre erkennen zu können. Sollten während der Testphase wider Erwarten gravierende Probleme mit der Verkehrssicherheit auftreten, ist ein Abbruch möglich.

Anfang 2022 soll das weitere Vorgehen im Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität auf Basis der Erfahrungen der Testphase beraten werden. Dann wird entschieden, ob die gelben Markierungen zurückgenommen oder in eine reguläre Markierung geändert werden.

Weiterführende Informationen und Kontaktdaten zur verkehrlichen Testphase auf der Buddestraße sind auf der Website der Stadt verfügbar.

Pressestelle Stadt BGL

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27 Kommentare

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  1. Wäre es nicht besser den berühmt, berüchtigten Bahndamm zu einem Fahrradweg umzubauen?
    Eine Anbindung von Stadtmitte aus wäre nun über das (leider) neu zu bebauende Zandersgelände Richtung Finanzamt auch möglich – von dort auf den Bahndamm Richtung Bensberger-Kaule .
    Und dann von der Kaule aufwärts nach Bensberg.
    Käme mir sinniger vor, als der Test, der jetzt schon in der Ferienzeit Staus verursacht.

  2. Meine Beobachtungen (Fotos in meinem Facebook Profil) an der Buddestraße am gestrigen Donnerstag habe ich im folgendem Kommentar zusammengefasst. Man mag von der lang geplante Einzelaktion aus dem umfangreichen Maßnahmenkatalog des Mobilitätskonzeptes von 2016, die eigentlich schon 2017 umgesetzt sein sollte, halten was man will, …

    Bergisch Gladbach – Fahrradstadt

    Ignoranz oder mangelhafte (Führerschein-Aus) Bildung? Fehlende Rücksichtnahme oder (trotziges) Aufbegehren? Oder einfach gelb/weiß Seh-Schwäche?

    Kann doch eigentlich nicht so schwer sein die Markierungen an der Buddestraße als verbindlichen Bestandteil der StVO zu respektieren.

    Der neue Radstreifen wird ganz selbstverständlich als Verlängerung der Rechtsabbiegespur zur Kölner Straße missbraucht. Neu eingerichtete aufgeweitete Radaufstellstreifen „ARAS“ schlicht missachtet. Abbiegespuren die deutlich zu Fahrrad-Schutzstreifen umgewidmet wurden einfach weiter benutzt.

    Hallo Stadt Bergisch Gladbach, bitte kontrollieren und verbindlich vor Ort aufklären. Liebe Autofahrende, zeigt den „Radrambos“ doch einfach mal als leuchtendes Vorbild, wie toll man sich an Regeln halten kann.

    @RS Die Radspur an der Buddestraße entspricht mit 1,85m vollumfänglich der ERA.

  3. Wurden dort schon mal Radfahrer gesehen? Kommt mir vor wie mit dem Wolf im Königsforst: alle reden darüber und es gibt Spuren (aber keine Gelben) aber gesehen wurde er auch noch nicht.

    Egal wann ich an dieser Kreuzung bin. Ich habe dort noch keine Radfahrer gesehen. Weder vor noch während der Aktion!

  4. Zu Drucker: besser schmale Fahrradwege neben den Straßen
    als diese super gefährlichen abgetrennten, schmalen Streifen auf Durchgangstrassen !
    SUVs halte ich ebenfalls für überflüssig.Schon allein wegen der Parkplätze in Parkhäusern, neben einem SUV muß meist ein Parkplatz ungenutzt bleiben .

  5. An Drucker: Es gibt mittlerweile ein Urteil Bay-VGH welches leider bei Radwegen die von der STVO geforderten mindestens 1,50 m unterschreitet. (Internet)

  6. @Drucker:
    Damit haben Sie die direkten Arbeitnehmer genannt, Sie müssten aber auch noch die gesamte Zulieferindustrie berücksichtigen.
    Zudem, wenn überall weniger gefahren wird, würden als nächstes Tankstellen, KFZ-Händler, KFZ-Werkstätten, Waschanlagen, Raststätten dran kommen.

    Kurzum: Es hängen schon einige Arbeitsplätze an der Autoindustrie, jedoch, wir können natürlich warten bis zum Tag X, wo der Schalter umgelegt wird und dann viele erstaunt aufwachen und sich fragen wann Sie den Wandel verschlafen haben. (Ruhrgebiet grüßt).

  7. @Günther Humbach: Natürlich finden nicht alle Kurzstreckenfahrten aus Bequemlichkeit statt. Genau deshalb habe ich auch nicht angeregt, grundsätzlich keine Kurzstrecken mehr mit dem Auto zu fahren.

    @RS:
    Zu 1): Es gibt nicht nur defekte Radwege, sondern vor allem sehr viele, die nicht den technische Vorgaben der Verwaltungsvorschrift zur StVO entsprechen. Häufig deshalb, weil sie zu schmal sind und ihre Benutzung auch dadurch gefährlich ist. Würde man diese Radwege benutzungspflichtig machen wollen, müsste durch eine Verbreiterung anderen Verkehrsteilnehmern ebenso Platz entzogen werden wie mit Schutzstreifen auf der Fahrbahn, und das wäre auch noch teurer.

    Zu 2): Die Steuer auf Kraftstoffe fließt in den allgemeinen Bundeshaushalt, ebenso die Kraftfahrzeugsteuer. Eine Zweckbindung ist mit der Erhebung nicht verbunden. Abgesehen davon genügen diese autospezifischen Steuern bei weitem nicht, die Unterhaltung der Verkehrswege und die kraftfahrzeugbedingten Umweltschäden zu finanzieren. Die tragen auch Radfahrer und Fußgänger mit.

    Zu 3): Laut Bundeswirtschaftsministerium waren das ca. 809.000 Beschäftigte im Jahr 2020. Die werden aber nicht alle arbeitslos, wenn andere Verkehrskonzepte greifen: Zum einen gehen etwa 75% der deutschen Pkw-Produktion in den Export, von deutschen Regelungen wären also (wenn überhaupt) nur 25% betroffen. Zum anderen werden Autos auch gekauft, wenn sie objektiv unnötig sind. Bestes Beispiel sind SUVs, mit denen lediglich der Nachwuchs zum Kindergarten gefahren wird – die Leute kaufen sich Försterautos, auch wenn sie nie einen Schritt in den Wald tun.

  8. 1) Wie wäre es wenn man erst einmal die vorhandenen Fahrradwege reparieren würde ,anstatt gelbe Farbe auf die Straßen zu malen!
    2) wohin fließen die Steuern auf Treibstoff ,die nur von den Autofahrern gezahlt werden?
    3) von welcher Industrie leben sehr viele Arbeitnehmer in Deutschland? Nämlich der Autoindustrie!

  9. Zu Lesnik: Danke, gewiss für manch einen eine nützliche Alternative. Aber eben nicht für alle. Viele alte Menschen die ein aktives Leben geführt haben möchten dieses auch bis zum Ende ihrer Leistungsfähigkeit behalten. Für mich ist das nicht akzeptierbar, warum soll ich im Verkehr gegenüber überwiegend jungen sportlichen Radler weichen. Zwei Räder sind doch im Verkehr flexibler als vier.

  10. Ich könnte mich mit Tempo 30 Innerorts gut anfreunden, davon haben wir mehr als die 20 Meter gelbe Fahrradfahrstreifen in Bensberg (Ich hab noch keinen Fahrradfahrer gesehen, der nun die Tage das Stück langeradelt ist).

    Was ältere Menschen angeht, hier könnte man mit den örtlichen Taxiunternehmen sicherlich einen vergünstigten Fahrdienst anbieten, in Wesseling gibt es z.B. einen Fahrdienst, der für 6-7 Euro innerorts die Leute transportiert.

  11. an Drucker. Es ist nicht immer Bequemlichkeit, wenn viele Kurzfahrten stattfinden.
    Es ist oft die einzige Möglichkeit für ältere oder kranke Menschen von A nach B zu kommen. Oft sind dann vor ihrer Arztpraxis die gelben Streifen und sie sind trotz Auto gezwungen sich mit einem längeren Fußweg zu quälen. Das einzige was meiner Ansicht nach hilft ist die Toleranz der Verkehrsteilnehmer. Die kann man ändern, das gewachsene Straßennetz unserer Stadt nur sehr begrenzt.

  12. @Rolf Havermann: So, so, alles Populismus? Na, mit dem Etikett kann man ja ganz bequem alles abwerten, mit dem man sich nicht mehr befassen möchte, und dann ein Bündel Unterstellungen hinterherschieben. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, echauffiert man sich über verwendete Namen. Jetzt könnte ich mit „Stammtisch“ antworten, und schon hätten wir ein Niveau wie bei Facebook erreicht. Mache ich aber nicht.

    @Günther Humbach: Sie schreiben (vielleicht ein wenig sarkastisch gemeint): „wenn man das so sieht, dann sind auch die Markierungen überflüssig. denn für alle gibt es ja auch den § 1 der STVO und der regelt doch alles“.

    Das ist gar nicht mal so weit von vorhandenen Modellen entfernt, die durchaus in der Realität funktionieren: Tempo 30 in allen innerörtlichen Lagen und zugleich überall Mischverkehr zulassen. Damit wäre durchaus einiges gewonnen.

    Und ehe jemand deshalb den ewigen Stau prognostiziert: Ein Auto (ganz überwiegend jeweils nur mit einer Person besetzt) nimmt auf der Fahrbahn so viel Raum in Anspruch wie vier bis fünf Fahrräder. Schon ein Umstieg für lediglich aus Bequemlichkeit mit dem Auto vorgenommene Kurzstreckenfahrten würde den verbleibenden Autofahrern ziemlich viel Platz für notwendige Fahrten verschaffen.

  13. Wem kann man denn auf einer öffentlichen Straße etwas wegnehmen? Oder doch, vielleicht der Parkplatz vor einer Arztpraxis. Natürlich gehört die Straße allen die sich darauf bewegen aber wenn man das so sieht, dann sind auch die Markierungen überflüssig. denn für alle gibt es ja auch den § 1 der STVO und der regelt doch alles.

  14. Die Angst, man könnte ihnen etwas wegnehmen, scheint wirklich bei vielen Kommentatoren die Triebfeder zu sein. „Drucker“ trifft es aber m.E. nach auf den Punkt: man kann niemandem etwas wegnehmen, was ihm/ihr gar nicht gehört. Der Verkehrsraum ist für Alle da. Und wer nun meint, mit der Kfz-Steuer würde man sich ein Vorrecht auf die Straßennutzung „erkaufen“, irrt. Die Kfz-Steuer deckt nur zu einem geringen Teil die Kosten des motorisierten Individualverkehrs. Der Rest kommt aus dem großen Topf den Alle mitfinanzieren, auch die, die kein Auto besitzen.

    Ich kann dazu folgende nett aufbereitete Doku des HR empfehlen:
    https://www.youtube.com/watch?v=Bq71VMB8aDk

  15. @Kordula:

    „ Im Vergleich: Für einen Fahrradkilometer fallen lediglich 0,36 Cent an. Dieser Betrag resultiert hauptsächlich aus der Herstellung des Rades.“

    Mmmh, fliegen diese Räder oder werden auch Wege/Beschilderung gebraucht?
    Keine Ersatzteile? Unfallkosten? Etc.
    Energieverbrauch, Strom oder Kalorien.

    Klingt sehr danach, dass man die eine Zahl schlecht gerechnet hat, die andere schön.

  16. Kordula (Vornahme oder leidiges Synonym?),
    ja, die verschiedenen Verkehrsteilnehmer auf EINE STUFE zu stellen, bin ich bei Ihnen. Das bedarf großer Anstrengungen, die auch Zeit brauchen. Die Buddestraße ist lediglich eine Alibi-Veranstaltung, um einige ewig Meckernden ein wenig zu beruhigen. Wer wie der adfc denkt, dass der Autoverkehr mittelfristig weitest gehend verschwindet, setzt auf Luftschlösser.

  17. Endlich starten Veränderungen! Ich hoffe es werden noch deutlich mehr Initiativen begonnen, um Radfahrer und Fußgänger dem motorisierten Verkehr gleichzustellen! Damit BG nicht das letzte „Gallische Dorf“ bleibt, dass auf ein „Weiter so“ setzt und die Stadt neben den Anforderungen an den Klimawandel auch für die Bewohner attraktiver wird, die den Pendler- und Schwerlastverkehr tagtäglich erleben!

  18. Drucker (leidiges Synonym),
    dem letzten Absatz Ihres Kommentars kann ich folgen, der Rest ist Populismus, den Radfahr-Verbänden folgend, Wahlversprechen einlösend ohne tatsächliche Lösung, andere Beispiele (Kölner Straße) ignorierend, die Typographie übersehend, alle Menschen, den Fahrradfahren aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist vergessend, die These „Autos weg, Bürger auf die Räder“ unverantwortlich unterstützend und gerade an dieser Stelle ein Chaos akzeptierend. Der Test wird’s zeigen, sofern man in Politik und Verwaltung Tatsachen nicht ignoriert.

  19. Da werden sich die Anwohner der Gladbacher Straße, der „kleinen“ Kölner Straße und der Schloßstraße aber freuen, wenn demnächst die Linksabbieger früher links abbiegen bzw. von der Saalerstraße aus kommend geradeaus fahren.

  20. @Bob: „räumliche Trennung“, „Fahrrad schieben“, „Benutzungspflicht“, „Radfahren verbieten“ – das sind verkehrspolitische Vorstellungen aus der Mottenkiste, die allein dem Zweck dienen, mit einem Auto ganz befreit ordentlich Gas geben zu können. Die Straße (vermutlich meinten Sie die Fahrbahn) gehört den Autofahrern nicht, also kann man ihnen auch nichts wegnehmen, was allein ihnen zustünde. Und glauben Sie im Ernst, die von Ihnen gewünschte räumliche Trennung würde keinen Platz brauchen?

    @Bernd de Lamboy: Sie zäumen das Pferd vom Schwanz auf. Wenn Sie einwenden, die geplante Raumverteilung auf der Fahrbahn entspräche nicht dem Verhältnis der verschiedenen Verkehrsmittel, dann verwechseln Sie Ursache und Wirkung: Wenn auf einer Strecke selten Fahrräder unterwegs sind, dann liegt das zumeist daran, dass die Strecke für Fahrräder schlecht geeignet ist. Genau deshalb sollen die Zahlen unter verschiedenen Bedingungen verglichen werden.

    Sie selber führen das CO2-Argument an. Das ist doch eins der stärksten Motive dafür, den Modalsplit auf den Straßen zu ändern. Wer sein Auto stehen lässt und stattdessen mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zum Einkaufen fährt, der verringert jedes Mal den Schadstoffausstoß auf der Straße. Und wenn man ehrlich ist, dann gibt es zahlreiche Autofahrten, die allein aus Bequemlichkeit unternommen werden und nicht wirklich nötig sind. Wer Umwelt- und Klimaschutz immer nur dann beherzigt, wenn es ihn selbst nichts kostet, der verantwortet die derzeitigen und noch drohenden Schäden mit.

  21. Neben den Markierungen auf der Fahrbahn, wo ich gestehen muss, das man hier bei dem Farbspektrum nicht mehr so richtig durchblickt, sollte auch die Steuerung der LSA überarbeitet werden. Nur etwas auf die Straße zu „pinseln“ löst das Problem nicht.
    Bedingt durch die „neuen“ Verkehrsströme werden die Schaltungen nicht mehr dem gerecht, wie sie einst gerechnet wurden. Radfahrer sollten dann auch eher eine Grünphase bekommen als der MIV/ÖPNV. Ich bin mal gespannt wie sich das nach den Ferien auswirkt. Ach ja, im Stau steht dann natürlich auch der ÖPNV, hier sollte dann auch die Fahrzeiten für die Reisenden in den Bussen angepasst werden.

  22. Eine realistische und für ALLE Bürger relevante Testphase wäre gewesen, wenn man:
    1.Nicht in der Urlaubszeit getestet hätte
    2.Zunächst einmal die Verkehrszählung ausgewertet hätte- und die Zahlen der PKWs, LKWs, Busse, Fahrräder und Fußgänger auch bekannt gegeben hätte
    3.die Verhältnismäßigkeit der benutzenden Verkehrsteilnehmer ermittelt hätte ( auf 50 oder 100 PKWs kommt 1 Fahrradfahrer?)
    4. der ohnehin schon sehr starke motorisierte Verkehr wird noch stärker eingeschränkt und die CO2 Belastung wird sicher dadurch nicht besser
    Darüberhinaus kann ich nur dem Kommentar von Bob vollumfänglich zustimmen.
    Hier handelt es sich um das Durchsetzen eines Wahlversprechens der Ratsmehrheit an die Grünen Radfahrer , und zwar ohne Rücksicht auf die Mehrheit der, auf den Autoverkehr angewiesenen Bürger.

  23. Heute befuhr ich mit dem Rad diese in gelber Farbe markierten Radfahrstreifen auf der Buddestraße in Richtung bergauf. Ich bin nicht ängstlich und habe etliche Monate genau diesen Weg auch ohne neue Markierung genutzt. Ich muss zugeben, dass mir der ausreichend breite Streifen mit durchgezogener Linie ein sehr angenehmes Sicherheitsgefühl vermittelt hat, das ich bis dahin an der Stelle nicht hatte. Zumal die Bergauffahrt per se eine besondere Fokussierung des radelnden Menschen auf sich und das Gefährt erfordert. Schockiert hat mich dann allerdings der Übergang in eine gestrichelte Linie und der abrupte Abbruch der Fahrradstreifenmarkierung. Endet sie doch genau dort, wo es wirklich wichtig und sinnvoll ist. Nämlich kurz vor dem Einmündungsbereich zur Kreuzung und unterbindet somit, dass Radler*innen sicher und ungehindert in den Kreuzungsbereich einfahren können. Bevor die Radler*innen zum Überqueren oder Abbiegen (auf) der Kreuzung kommen, finden sie sich (wie all die Jahre zuvor) mitten zwischen dem (Schwerlast)Verkehr wieder. Meiner Meinung nach muss man die ganze Sache noch mal sorgfältig überdenken…

  24. Man kann es nicht verstehen. In der Nähe auf der Kölner Straße ist auch die Radfahrer Markierung. Nur es fährt kaum einer weil zu gefährlich ist. Der Radweg ist viel zu eng. Bestraft werden bei solchen Lobby- Maßnahmen die Anwohner und die alten Menschen die z.B. zum Arzt müssen und nicht mehr parken können. Wie man hört, sollen noch auf einigen anderen Straßen diese Zwangssituationen durchgeführt werden. Wenn wir dahin kommen, dass Interessengruppen die Vernunft in den städtischen Verwaltungen ausschalten können, dann läuft etwas falsch. Die Sicherheit der Bürger muss immer Vorfahrt haben.

  25. Ok, so kann man die Sache natürlich auch regeln. Statt einer echten Lösung für Rad- und Autofahrer, nämlich die räumliche Trennung, werden jetzt gelbe Striche auf den eh knappen Verkehrsraum gepinselt. Dabei wird der Autofahrer immer mehr als „Täter“ hingestellt, den man beschränken muss und zur Strafe sogar die Straße wegnehmen darf. Für viele Hauptstraßen und wichtigen Wirtschaftswegen mit LKW-Verkehr ist das keine Lösung. Übrigens ändern gelbe Striche nichts am Verkehrsaufkommen, aber als Verantwortlicher macht man sich so halt auch rechtlich einen schlanken Fuß. Wie wäre es denn mit absteigen und schieben? Denn solange keine echten Lösungen umsetzbar sind, wäre es bestimmt sicherer, wenn man das Radfahren auf gefährlichen Teilstücken einfach verbieten würde. Genauso darf Radfahrern nicht freigestellt sein, ob sie auf dem Radweg oder der Straße fahren. Es muss eine Benutzungspflicht für Radwege geben.

  26. Ein Test ist immer vernünftig und zu begrüßen.
    Es bleibt nur zu hoffen, dass im Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität auf Basis der objektiv nachprüfbaren Erfahrungen der Testphase beraten und objektiv entschieden wird. Nicht parteipolitische Präferenzen oder sture Umsetzung von Partei-Grundsätzen sondern objektive Fakten sollten zu einer dann objektiven und für alle Bürger nachvollziehbaren Entscheidung führen.