Von der Odenthaler Straße und durch die Gärten strömte das Wasser am 14.8. nach Unterhebborn hinein. Foto: Bacmeister

Nach der Flutkatastrophe Mitte Juli sind über 170.000 Euro auf dem Spendenkonto der Stadt eingegangen. Ein Teil kam kurzfristig besonderen Härtefällen zugute, die restliche Summe wurde nun an 44 weitere Betroffene ausgezahlt. Über die Zuteilung der bis zu vierstelligen Beträge entschied ein Gremium. Die Spendengelder sind laut Stadt vollständig den Geschädigten der Flutkatatrophe zugute gekommen.

Die Hilfsbereitschaft war groß unter den Bürger:innen von Bergisch Gladbach nach der Hochwassernacht vom 14. Juli: Bei Nachbarn oder Bekannten wurde aktiv mit angepackt, oder es wurde die Geldbörse geöffnet und eine oft großzügige Spende auf das Konto der Stadtverwaltung überwiesen, das eigens zur Hilfe für die Opfer eingerichtet worden war.

Das Spendenaufkommen belief sich am Schluss auf die beeindruckende Summe von mehr als 170.000 Euro. Sehr kurzfristig nach der Katastrophe wurden die Haushalte unterstützt, die wegen zu geringer Schadenshöhen (unter 5.000 Euro) vom Soforthilfe-Programm des Landes NRW nicht profitieren konnten, für die aber dennoch eine große wirtschaftliche Härte bestand.

Vom Hochwasser betroffene Haushalte, deren Schäden noch nicht kompensiert sind, können Wiederaufbauhilfe von Bund und Land in Anspruch nehmen. Anträge sind bereits seit dem 17. September möglich.
Informationen zum Förderpaket können im Internet beim Land sowie der Stadt nachgelesen werden.

Spenden für 44 Antragsteller

Nach Auszahlung dieser Mittel blieb immer noch eine erhebliche Summe übrig. Über deren Auszahlung im Einzelnen hat ein Gremium bestehend aus dem Bürgermeister, seiner Stellvertreterin Anna-Maria Scherer sowie den Stellvertretern Josef Willnecker und Michael Zalfen entschieden. 44 Antragsteller konnten berücksichtigt werden; die Einzelbeträge bewegten sich im Rahmen von 500 bis 8.000 Euro.

Bürgermeister Frank Stein: „Haben uns Entscheidung nicht leicht gemacht“. Foto: Manfred Esser

Zahlreiche Anträge waren gestellt worden. Bürgermeister Stein betont: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, es wurde sorgfältig geprüft und abgewogen. Es ging häufig um enorme Schadenshöhen, die wir nur teilweise in voller Höhe kompensieren konnten. Für diese Großschäden steht aber jetzt auch die Wiederaufbauhilfe von Land und Bund bereit.“

Gleichwohl habe die große Spendenbereitschaft dazu geführt, dass die Last der Schäden auf viele Schultern verteilt und für die am stärksten Betroffenen leichter zu tragen sei: „Es hätte schließlich jeden Haushalt und jede Familie im Stadtgebiet treffen können.“

Spendengelder komplett ausgezahlt

Die Antragsteller sind bereits per Mail benachrichtigt worden oder werden in den nächsten Tagen per Post informiert, ob und in welcher Höhe sie Spendengelder erhalten werden. Die Auszahlung wird parallel in die Wege geleitet; die Dauer der Transaktion ist ggf. auch vom jeweiligen Geldinstitut abhängig. Die Empfänger werden insofern noch um ein wenig Geduld gebeten.

Bürgermeister Stein weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass kein Cent der Spendengelder verloren ging: „Das Spendenkonto ist vollständig den Flutopfern zugutegekommen. Ich danke im Namen aller Betroffenen und aller Bürgerinnen und Bürger von Bergisch Gladbach ganz herzlich allen, die geholfen haben, die Folgen des schlimmen Hochwasserereignisses für viele zu mildern und für manche sogar zu beseitigen.“

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.