Die gelben Markierungen auf der Buddestraße werden jetzt wieder entfernt.

Die Testphase auf der Buddestraße in Bensberg ist abgeschlossen, jetzt sollen die Verbesserungen zugunsten von Radler:innen dauerhaft umgesetzt werden. Der Test hat einige neue Erkenntnisse gebracht, die nun in den Plan der Stadtverwaltung eingeflossen sind – und die Radfahrstreifen noch stärker hervorheben sollen.

Der Start der Testphase in der Buddestraße löste in den Sommerferien bei den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Nun ist die Testphase abgeschlossen. Innerhalb des Zeitraumes wurden verschiedene Punkte erkannt, die nun in verbesserter Form dauerhaft umgesetzt werden sollen.

Die Verwaltung schlägt daher der Politik zusammen mit dem aus Dortmund stammenden Planungsbüro dem am 23. November tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität zur dauerhaften Einrichtung der Fahrradwege, neben kleineren Maßnahmen, auch folgende Anpassungen vor:

  • Rotmarkierung der von Überfahren durch Kraftfahrzeuge gefährdeten Bereiche, vor allem kurz vor den Kreuzungsbereichen.
  • Taktile Markierungen auf dem Radfahrstreifen, die Vibrationen und Geräusche beim Überfahren erzeugen.
  • Rotmarkierung der Aufstellfläche für Radfahrende vor den Kraftfahrzeugen zum Abbiegen.
  • Angepasste Markierung des indirekten Linksabbiegers am Knotenpunkt Saaler Str./Buddestraße/Gladbacher Str. für die aus Norden kommenden und nach Osten fahrenden Radfahrenden.
  • Anbringung einer kleinen Extraampel für Radfahrende am Knotenpunkt Saaler Str. / Buddestr. / Gladbacher Str., die mit der Ampelschaltung des Kraftfahrzeug-Verkehrs gekoppelt ist.

Die Entscheidung ob diese Vorschläge umgesetzt werden, wird im zuständigen Ausschuss am 23. November im Rathaus Bensberg getroffen.

Im Verkehr kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Rad- und Autofahrern. Foto: Thomas Merkenich

Hintergrund: Lückenschluss im Radwegenetz

Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV) hat letztes Jahr die Durchführung einer verkehrlichen Testphase in der Buddestraße beschlossen, um in einem Zeitraum von drei Monaten die durch die geplanten Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen entstehenden reduzierten Fahrbahnbreiten und Fahrspuren auf ihre Belastbarkeit zu testen.

Für die Vorbereitung und Durchführung der verkehrlichen Testphase in der Buddestraße wurde ein Planungsbüro aus Dortmund beauftragt. Nach der Bewertung und Abwägung der Ergebnisse aus der Testphase soll nun im Ausschuss über die Umsetzung der Maßnahmen beraten und dazu ein Beschluss gefasst werden.

Die Buddestraße ist, gemäß des beschlossenen Mobilitätskonzeptes 2030 (MobiK), ein wichtiger Baustein für ein lückenloses Radverkehrsnetz in Bergisch Gladbach. Die Maßnahmen zur Verbesserung der Radfahrsituation auf der stark befahrenen Buddestraße soll unter anderem die bereits umgesetzte Maßnahme auf der Kölner Straße ergänzen und den anvisierten Lückenschluss in Richtung Busbahnhof Bensberg weiterführen. 

Die Streckenführung über die Buddestraße stellt die direkteste Verbindung für Radfahrende zwischen dem östlichen Teil Bensbergs und den nordwestlich gelegenen Bergisch Gladbacher Ortsteilen dar. Sie soll mit dazu beitragen ein attraktives, alternatives Mobilitätsangebot für den Alltagsverkehr, beispielsweise für Berufspendlerinnen und Berufspendler, zu schaffen. Dabei stehen ein schnelles Vorankommen mit dem Fahrrad und eine direkte Wegeführung im Vordergrund.  

Die Maßnahmen in der Buddestraße tragen dazu bei das Radwegenetz und das Radfahren in Bergisch Gladbach weiter zu attraktivieren. So wird angestrebt die Menge des Kfz-Verkehrs zu reduzieren, Lärm- und Schadstoffemissionen sowie Staus zu verringern, die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern, um somit einen positiven und wichtigen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.

Dokumentation

Pressestelle Stadt BGL

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23 Kommentare

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  1. Its over. KSTA berichtet bereits, dass die Ampel den Radstreifen zurücknimmt… Einzelne Maßnahmen machen eben keinen Sinn. Gesamtkonzept ist das Stichwort.

  2. Gut, dass die Kommentare zu diesem Thema nicht enden wollen, wobei ich manchen Text für mindestens fraglich halte.

    Christian-Andreas (für den Nachnamen zu feige?), welches Konzept meinen Sie? Konzept nenne ich ein Vorhaben, das Chancen auf eine wenigstens teilwewise Realisierung besitzt. Ihr „Mobik“ kann damit nicht dienen, jedenfalls nicht in naher Zukunft, was aber Zielsetzung war. Auch Sie träumen wie die Ampel von Kopenhagen. Haben Sie sich die Unterschiede zu BG wirklich mal angesehen? Auf unseren engen Straßen soll eine bauliche Trennung von Auto und Fahrrad möglich sein. Wovon träumen Sie denn nachts? Und warum müssen es denn an solchen Stellen wie der Buddestraße Fahrrad-Bevorzungen sein, wenn doch nicht nur 70 – 90jährige mit dem Bus fahren könnten?

    Lieber Herr Thimme, der Vorschlag ist nun wirklich nicht ernst zu nehmen. Ich kenne 60jährige, die den Berg nicht fahren könnten. Wenn also alle, die die Steigung nicht schaffen, mit dem Auto fahren sollen, dann ist ja das Gegenteil von dem erreicht, was die Ampel will. Aufs Fahrrad sollen die Leute, koste es (mindestens € 2.000,00/Stück, wenn’s was Gutes sein soll) was es wolle. Und schon reden wir über eine Zweiklassen-Gesellschaft.

    Wobei auf spätere Klugheit dieser Entscheider, Herr Smith, kaum zu hoffen ist.

    Gratulation, Herr Schlösser, Übung macht den Meister und ich habe übertrieben, weil Übertreibung deutlich macht. Und weitere Verneigung vor Ihren hehren Antrieben mit Ihren Kollegen. Leider lässt sich Ihr Engagement auf nur einen geringen Teil Ihrer Altersgenossen, mich eingeschlossen, übertragen. Und die Sache mit der Aku-Unterstützung habe ich schon oft abgehandelt, heute wieder weiter oben.

    @Gojdenko
    Leider habe ich keine Zeit, mir den Anteil der Pedelecs innerhalb Bergisch Gladbachs Fahrrädern anzusehen. Sie mögen80-90% errechnet haben, was ich allerdings bezweifele. Ebenso scheint mir Ihre Schätzung von 2-3% Steigung auf der Buddestraß arg tendenziös zu sein. In jedem Fall sind Sie einseitig unterwegs, was die vielen Kommentar gegen das Experiment Buddestr. zeigen. Und Ihre gnädige Zurkenntnisnahme des Chaos‘ auf der Montanusstraße wird Sie auch nicht des Vorwurfs entheben, sturer Autogegener zu sein.

    Ich wiederhole mich, das aber sehr gerne:
    Wenn man es in Bergisch Gladbach (anderswo geht das) nicht schafft, den Gesamtverkehr als Zusammenspiel gleichberechtigter Gruppen zu betrachten, ohne den MIV als Wurzel allen Übels zu brandmarken, die Fahrradfahrer in die Ecke zu drängen und über allem die Fußgänger ganz zu vergessen, dann haben wir einen status quo, der sich kaum bewegen lässt.

  3. @havermann

    ist ihnen eigentlich noch nie aufgefallen, dass in dieser Stadt eigentlich kaum jemanden gibt, wer älter als 40 eigentlich ohne einen Hilfsmotor unterwegs ist? Gefühlt sind es 80-90% und es werden immer mehr. Hier geht es nicht um den Ritzenberg oder Milchbornberg mit 16-20%+ sondern eine zumutbare kurze 1-3% Steige von 200m. Lassen sie bitte die Kirche im Dorf.

    Das Problem mit der Montanusstraße nehme ich zur Kenntnis. Wenn das doch so Überhand genommen hat mit dem Durchgangsverkehr: warum pollert man diese nicht ab wie auf der anderen Seite der Buddestraße? Oder macht sie zur Einbahnstraße? Ich bin auch dafür, dass dort nachgebessert werden muss.

    @schreiner: früher musste man den Hügel hoch und dabei mit dem MIV im Verkehr mitmischen. Da man entsprechend langsamer vorwärts kam (10-15km/h), war das dem Autoverkehr oft nicht schnell genug und man wurde bedrängt, angehupt und sehr eng überholt. Das hat einige Radelnde dazu bewegt verbotenerweise den engen Gehsteig als Radweg zu nutzen. Es gab immer wieder Konflikte mit dem Fußverkehr. Jetzt ist das Problem nicht mehr da, man hat ein deutlich besseres Sicherheitsgefühl auf der Teilstrecke. Hügel runter ist aktuell immer noch „Mitschwimmen“ mit dem Verkehr angesagt, was deutlich besser funktioniert, da man in einer Abfahrt ist. Die Signets auf der Fahrbahn sollen den Autofahrenden signalisieren, dass hier auch mit Radverkehr zu rechnen ist.

    Diese Radfahrstreifen sind nicht das nonplusultra der Radinfrastruktur, aber auf jeden Fall ein guter Anfang. Besser wärs noch den Radfahrstreifen abzupollern (wie das mittlerweile in Köln an einigen Stellen endlich passiert). So wird mehr Sicherheitsgefühl den Radfahrenden vermittelt und sorgt dafür das aufeinmal mehr Leute das Rad nutzen wollen, unabhängig vom Alter und Fitnessgrad.

  4. Ich bin wirklich für mehr Fahrradwege. Meine Mutter hat sich bereits in den 80er Jahren im Stadtrat für Radwege in Bergisch Gladbach eingesetzt und m.E. gibt es heute immer noch nicht genug davon. Aber so, wie das an der Buddestraße versucht wird, ist es einfach absurd.

    Kein Radfahrer, dem sein Leben lieb ist, wird darauf hoffen, dass ein paar Markierungen am Boden ihn sicher davor bewahren, nicht doch von einem der vielen Fahrzeuge (inkl. schwerer Laster) übersehen zu werden.
    Jeder der (sehr wenigen) Fahrradfahrer, die ich auf der Strecke beobachten konnte, ist vorher auf den Bürgersteig gewechselt. Und warum auch nicht? Auf den 30 Metern können sich die wenigen Fußgänger und Fahrradfahrer die Fläche problemlos teilen.
    Jedoch ist der Rückstau durch die viel kürzere Rechtsabbiegerspur deutlich länger geworden, weil jetzt oft nicht mehr ganz soviele Autos es durch die Grünphase schaffen. Ich kann hier keinen Vorteil erkennen, aber einige Nachteile. Und der Fahrradverkehr hat ebenfalls abgenommen. Was braucht es denn bitte noch, um einzusehen, dass diese Gestaltung totaler Unsinn ist?

    Wenn an dieser Kreuzung Fahrradfahrer bessergestellt werden sollen, dann bitte mit einem umfassenden Konzept, welches vermutlich (leider) dann eine Neugestaltung der ganzen Kreuzung erfordern dürfte. Aber ein paar Markierungen (egal ob in weiß, gelb oder rot oder „taktil“) werden die Fläche für Fahrradfahrer nicht attraktiver machen, den Stau aber faktisch verlängern.

  5. Zu Bernd de Lamboy:
    Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die sich darüber ärgern, dass sich die neue Ratsmehrheit zu ambitioniert für den Fahrradverkehr einsetzt (wozu sie ja auch gewählt worden ist). Was ich nicht verstehen kann, dass man „sportliche, kräftige, wetterneutrale Radfahrer“ als „militante Minderheit“ diffamiert.
    Wer militant ist, setzt Waffen ein. Welche denn… Fahrrad, Luftpumpe oder Fahrradhelm? Die Statistik verrät uns, dass es 2020 bundesweit rund 2.700 Verkehrstote und rund 300.000 Verletzte im Straßenverkehr zu beklagen galt, zum allergrößten Teil verursacht durch Kfz-Benutzer. Das ist bedauerlich und schlimm, aber deshalb würde ich die Unfallverursacher nie als militant bezeichnen. Diese traurige Statistik lehrt uns aber, dass zum Schutze der Rad fahrenden Bevölkerung noch sehr viel getan werden muss – ganz besonders im autobesessenen Bergisch Gladbach -, denn jeder achte der 2.700 Verkehrstoten war ein Fahrradfahrer.

    Ebenso schlimm, geradezu rufschädigend finde ich die Behauptung, dass sich SPD-Bürgermeister Frank Stein „von den Grünen und der FDP hat kaufen lassen“. Diese sollte der Autor doch bitte einmal sehr genau belegen.

    Zu Rolf Havermann:
    Nun stellen Sie mal das Licht der Ü-Siebziger nicht zu sehr unter den Scheffel. Ich nehme an, es war einer ihre Scherze, dass Sie sich einen die Buddestraße hochrollenden rüstigen Siebziger nicht vorstellen können.
    Diesem Mangel will ich gerne abhelfen. Für meinen fünfköpfigen Freundeskreis – der Jüngste zählt 71 Lenze – ist es eine lockere Übung, Gladbacher Straße und Buddestraße bergan zu fahren…mit Akkuunterstützung ein Kinderspiel, ohne diese auch kein Problem.

    Unser Antrieb, mit dem Rad zu fahren, besteht darin,

    … innerhalb der Stadt so rasch wie möglich von A nach B zu kommen,
    … einen bescheidenen Beitrag für die Umwelt zu leisten
    … und durch unseren Kfz-Verzicht der autofahrenden Bevölkerung mehr Platz zu verschaffen.

  6. Die Straße nutze ich mit dem Rad, dem Bus und eigenen PKW. Den Entscheidern gebe ich mit auf den Weg “ Es ist niemals falsch das richtige zu tun“. Ein kluger Mensch macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.

  7. Lieber Herr Havermann, derzeit ist ein geringer Anteil der Bevölkerung älter als 90 Jahre. Wenn dann nur dieser Anteil mit dem Auto fahren würde und der Rest sich auf das Fahrrad schwingen würde, der Umwelt und der eigenen Gesundheit zuliebe, wäre bereits sehr viel gewonnen.

  8. Ich begrüße prinzipiell die Maßnahmen als Teil eines Konzeptes. Das sog. MobiK scheint ja schon wegen des Zeitpunktes der Veröffentlichung nicht der Ampelmehrheit direkt zugeschrieben werden zu können.

    Taktile Markierungen sind besser als nichts und ein Schritt in die richtige Richtung. Grundsätzlich braucht man aber die echte bauliche Trennung von PKW- und Radverkehr, was ja Kopenhagen eindrücklich zeigt.

    Von einer „aus Minderheiten zusammengesetzten Ratsmehrheit“ zu sprechen ist eine mir bislang nicht geläufige Umschreibung des Prinzips der allgemein üblichen Koalitionsbildung im demokratischen Prozess.

    Persönlich würde liebend gern auch mit 70 noch solche Strecken fahren. Es ist aber für 70-jährige genauso wenig ehrenrührig den Bus zu nehmen, wie für 90-jährige oder 30-jährige.

  9. In welchen Zeiträumen rechnen Sie, Herr Thimme?

    Ich glaube, dass sich die E-Motoren – also ständig abnehmende Emissionen – etwa im gleichen Zeitraum auf den Straßen vermehren werden wie die Radfahrer. Nur dann tun Ihnen und mir keine Zähne mehr weh, aber ich bin viel älter als Sie. Wenn Sie noch mit 90 Fahrrad fahren, dann Chapeau, aber so lange wird es vermutlich dauern, bis BG zu der Stadt wird, die Sie sich wünschen.

    Nur wenn der Gesamtverkehr ins Auge der Planer und Politiker mit gleicher Akzeptanz für alle Verkehrsteilnehmer ins Auge gerät, komen wir weiter. Mit völlig ungenügenden Feigenblatt-Aktionen wie auf der Bussestraße sicher nicht.

  10. Ich kann Artem Goydenko nur Recht geben. Es sollte doch nittlerweile bei JEDEM angekommen sein, dass wir keine autogerechten sondern menschengerechte Städte benötigen. Ein immer mehr an Autos verstopft und verpestet nur die Umwelt. Wenn ein attraktives Angebot für Radfahrer angeboten wird und der Stau auf den Strassen kollabiert, wird die Fahrradfrequenz auch auf der Buddestr. zunehmen. Da lege ich die Hand für ins Feuer. @fahre übrigens auch mit dem Rad über die Buddestr. und gehe auf die 70 zu.

  11. @Artem Goydenko
    Mich würde Ihr Alter, Ihre Fitnes, der Typ Ihres Fahrrads und der Zweck Ihrer Radfahrten auf der Buddestraße interessieren. Ich kann mir keinen selbst rüstigen 70jährigen, keinen sportlich nicht geübten, keinen Normalrad-Fahrer (außer jüngeren Leuten) und keinen Pendler auf der Buddestraße berauf vorstellen, ob mit oder ohne dieser unsinnigen Radstreifen. Außerdem sei die Frage erlaubt, wo sich denn die Bergab-Fahrer bewegen sollen? Auf den netten Abbildungen von Fahrrädern doch wohl nicht, da ist nun gar kein Platz mehr. Also halbe Lösung wenn man von Lösung überhaupt sprechen kann.

    Der Plan wird auch große Teile der Bürger auf den Plan rufen, die die Ampel wählten, denn das sind wahrlich nicht alle Radfahrer.

  12. @Artem Gojdenko: Wo wurde man da denn vorher auf den Bürgersteig verwiesen?
    Bergauf- und ab fuhr man immer auf der Straße.

  13. Irgendwie geht mir der Vorschlag der Gutachter nicht weit genug: Warum macht man aus der Buddesstraße ab der Kreuzung Saalerstraße nicht eine Fahrradstraße bis zur Kölner Straße? PKW’s Richtung Overath können ja gefälligst (wie sie es bereits zu Hauff machen) Richtung Bensberger Stadtmitte abbiegen und Richtung Köln über die Montanusstraße ausweichen. LKW’s verbietet man einfach die Durchfahrt durch Bensberg und läßt sie über Refrath fahren, denn die dortige Dolmanstraße ist ja noch nicht genug belastet. Die Topografie in Bensberg ist schließlich prädestiniert für Radfahrer – und die soll man bevorzugt in der Planung berücksichtigen. Ende der Polemik und frei nach Asterix: „DIE SPINNEN DOCH DIE GUTACHTER !!!“

  14. Die Radfahrstreifen und die Aufstellflächen sind super und ich nutze diese jeden Tag! Ein ehrliches Danke für diese mutigen Entscheidungen. Man wird nicht mehr auf den Bürgersteig verwiesen, wo man sich am Fußverkehr (Und dort verkehren nicht wenige zu Fuß in der Rushhour) nicht mehr vorbeidrängeln muss. Die Maßnahme ist nicht perfekt, geht aber auf jeden Fall in die richtige Richtung.

    Der MIV wurde über Jahrzehnte hofiert, jetzt findet endlich ein Umdenken statt.

  15. Unglaublich, aber das ist die aktuelle Richtung der aus Minderheiten zusammengesetzten Ratsmehrheit. Hier wird für eine militante Minderheit von sportlichen, kräftigen und wetterneutralen Radfahrern ein Angebot durchgeboxt, was von den , “diesen Unsinn fordernden Radfahrern” überhaupt nicht angenommen wird. Wir wollen das, und wir machen das, weil wir es jetzt aufgrund unsere “zusammengerauften Mehrheit aus

    Minderheiten” können. Egal, ob das der Mehrheit der Verkehrsteilnehmer und Anliegern zum Schaden gereicht. Das ist also die heute in Bergisch Gladbach gelebte Demokratie! Ich habe den SPD Bürgermeister für sehr viel intelligenter gehalten. Er hat sich zwar von den Grünen und leider auch der FDP kaufen lassen, weil er BM werden wollte, OK- kann ich noch verstehen, aber die Mehrheit der Bürger derart zu veraschen, weil militante Radfahrer endlich mal zeigen können, wer hier( aktuell) das Sagen hat, ist einfach zuviel. Das ist eine Unverschämtheit und keinesfalls zu akzeptieren.

    Hier geht es nicht um die Grundsatzdiskussion Auto gegen Fahrrad, sondern um die Rücksichtslosigkeit, wie hier einfach gegen die Logik und auch gegen die versprochene Prüfung dieser Maßnahme, nach einer Probezeit entschieden wird.

  16. So ist das, wenn man viel zu spät realisiert, dass die individuelle Mobilität endlich ist, zumindest wenn man ausschließlich auf ein Fortbewegungsmittel setzt.

    Über den modalen Shift haben wir erst nachgedacht, als schon alles still stand. Die Bremsspur (Totzeit) ist verursacht durch die einschlägige Industrie und deren Lobbyisten, das Wissen war lange vorher verfügbar!!! Was wir hier sehen ist das Ergebnis.

    Wir können halt schneller und mehr Autos bauen, als Straßen. Der Stau ist regelrecht von der Automobilindustrie produziert!!! Um diesen Zusammenhang zu verstehen benötigte es offensichtlich erst den Stillstand und die erkennbaren und messbaren Auswirkungen für die Umwelt!!! Und nun das Ringen um die Veränderungen in der Mobilität.

    Intelligente Logistik ist nichts für Autobauer, der IT-Anteil ist komplexer als der Antrieb. Die neue Welt wird eine andere sein….mit vielen Lernkurven bis dahin, leider auch solchen die weh tun.

    Mir fällt im Zusammenhang mit der Diskussion um die Mobilitätswende immer der Spruch von Henry Ford ein: Wenn ich die Menschen damals gefragt hätte was sie haben möchten, dann hätten sie mir geantwortet, schnellere Pferde….
    Eigentlich ein Glück, dass er nicht gefragt hat.

  17. Zum Verwaltungsvorschlag „Buddestrasse“ gibt es noch erheblichen Diskussionsbedarf. Die Pressemitteilung der Stadt hat überrascht.
    Jörg Krell, Fraktionsvorsitzender FDP

  18. In der Programmierung würde man hier von einem Reihefolgenfehler sprechen. Den wohl am stärksten frequentierten Straßenabschnitt hätte man innerhalb eines Radverkehrsnetzes besser als einen der letzten Punkte realisiert. Damit wäre die – von der Sache her durchaus schwierige – Umsetzung für einen Lückenschluss plausibel geworden.
    Nun ist eine Problemdiskussion auch unter den Fahrradfahrenden aufgebrochen, welche die weitere Verwirklichung der noch ausstehenden Fahrradstrecken deutlich erschweren könnte.

    Gutachten allein reichen m.E. nicht aus. Nach meinem Kenntnisstand existiert bereits seit Jahrzehnten ein vom ADFC entwickelter Masterplan für die Einrichtung von Fahrradstrecken in Städten. Mir erschließt sich daher nicht, welchen Anteil die s.g. Fahrradlobby mit ihrem deutschlandweiten Erfahrungspotential an diesem nun strittigen Lösungsmodell hatte.

    Wir müssen uns jedoch im Klaren sein, dass diese Schwierigkeiten einer politischen Ignoranz gegenüber dem Klimaschutz über Jahrzehnte – ganz besonders in unserer Stadt – geschuldet sind.

  19. Diese Beschlussvorlage muss jedem normal denkenden Menschen wie ein schelchter Sherz vorkommen oder wie völliges Versagen beim Beurteilen der Lage. Obwohl trotz Radstreifen weniger Fahrräder fahren, obwohl die Nebenstraßen mit Umfahrungsverkehr zugestopft werden, obwohl keineswegs ein Radpendler über die Buddestraße bis zum Busbahnhof Bensberg kommt, wo schon auf der kölner Straße kein Radfahrer fährt, obwohl der breite Radstreifen auf der Buddestraße bergauf trotz allem Gefahr birgt, obwohl die lächerlichen Fahrradsymbole dort bergab kaum bemerkt werden:

    DIE STADT WILL DIESEN GEFÄHRLICHEN KNOTENPUNKT ALS RADSTREIFEN-STRASSE DURCHPRÜGELN.

    Man muss wirklich an der Urteilsfähigkeit der Politiker und Verwalter wzeifeln, die das auf den EWeg gebracht haben. Bergisch Gladbach wird nie zur Fahrradstadt werden, wenn solche Maßnahmen zulasten der Radfahrer durchgezogen werden.

    Ich weiß nicht, welcher Schimmel hier überlaut wiehert. Das einzige Ergebnis dieser Maßnahme ist der sich wiederholende Beweis, das wir uns wohl in Schilda befinden.

  20. Das war und ist eine halbe Sache. Die lieblos dahin gekleckerten Fahrradaufkleber hat kein Autofahrer ernstgenommen. Ich bin oft die Strecke mit dem Fahrrad gefahren und wäre von den Autofahrern auf den Bürgersteig gedrängt worden, wenn ich nicht brav im Stau hinter ihnen her gefahren wäre. Man muss sich entscheiden, will man den Autoverkehr weiter fördern, den Stau gibt es ja nicht, weil so viele Menschen mit dem Fahrrad fahren, oder will man wirklich ernsthaft, den Menschen, die statt dem Auto das Fahrrad benutzen einen sicheren Platz auf den Strassen einräumen?

  21. … kann hier Achim nur zustimmen. Reine Symbolpolitik. Ich fahre oft diese Route und sehe wirklich nie auch nur einen Radfahrer. Die Umweltbelastung steigt und der Stressfaktor für alle wird erhöht. Ich gehe hier auch von einem eklatanten Anfängerfehler der Städteplaner aus. Schade das sowas auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird. Na ja so wächst die Politverdrossenheit immer weiter.

  22. Mehr Staus, dadurch viel mehr Umweltbelastung, dann längere Busfahrzeiten und kaum Radfahrer. Klingt nach Anfängerfehler. Firmen würden so Aufträge verlieren und hier wird trotzdem weitergemacht. Unglaublich und unverständlich…..

  23. Wenn man sich die Beschlussvorlage durchließt und die Ergebnisse des Versuchs sieht, steht man fassungslos vor der Schlussfolgerung.

    Der Radverkehr hat trotz der Aufwertung abgenommen, der Ausweichverkehr hat zugenommen. Nicht erfasst wurde offensichtlich der Verkehrsfluss. Der hat sicherlich abgenommen. Daraus folgt also: machen wir dauerhaft.

    Das left den Schluss nahe, dass das Ergebnis schon vorher feststand und Ideologie vor Sachlichkeit geht. Vollkommen unverständlich. Da kann man nur hoffen, dass die nächste Kommunalwahl das wieder geraderückt.