Benno Nuding ist als Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft bestätigt worden

Die FWG Bergisch Gladbach hat Benno Nuding erneut zum Vorsitzenden gewählt. Er kritisiert, dass die Stadt bei einer Kultur der Bürgerbeteiligung nicht vorankomme, forderte Einsparungen im Haushalt und eine endgültige Absage für den Flächennutzungsplan.

Benno Nuding ist auf der Mitgliederversammlung der Freien Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) am 18. November 2021 erneut zum FWG-Vorsitzenden gewählt worden. Sein Stellvertreter ist wie bisher Rainer Röhr. In den Vorstand wurden darüber hinaus Sonja Förster, Martin Freitag, Karin Nuding und Hanns-Eberhard Schulze gewählt.

Die FWG, gegründet im Januar 2019, ist seit gut einem Jahr als Fraktion im Bergisch-Gladbacher Stadtrat vertreten. Sie will dort ihre Arbeit weiterhin ideologiefrei und sachbezogen gestalten. Benno Nuding: „Die FWG möchte ganz bewusst keinem Lager angehören, sondern ist in erster Linie den Interessen der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt verpflichtet.“

Leider sei man bei einem der Kernziele der FWG, der Etablierung einer selbstverständlichen Bürgerbeteiligungskultur nicht wirklich vorangekommen, obwohl alle politischen Mitbewerber das im Wahlkampf auf ihre Fahnen geschrieben haben. Initiativen der FWG hat die Ampel aber dennoch verworfen. Das sei äußerst unklug, betont Benno Nuding, denn angesichts der erneut drohenden schwierigen Haushaltssituation müsse dringend der Dialog mit den Bürgern gepflegt werden.

Allein Steuererhöhungen zur Sanierung des Haushaltes seien keine nachhaltige Lösung, wenn nicht zunächst ans Sparen herangegangen werde. Dabei nimmt die FWG notwendige Investitionen bei Schulsanierung und -neubau sowie in die maroden Verkehrswege ausdrücklich aus. 

Auf Zanders als die große städtebauliche Aufgabe Bergisch Gladbachs dürfen wirtschaftliche Aspekte nicht ausgeblendet werden, erklärt Rainer Röhr: „Wir brauchen dort kein architektonisches Disneyland, sondern etwas, was zu unserer Stadt passt. Neu und alt im ausgewogenen Zusammenspiel mit genügend Frei- und Erholungsflächen.“

Die FWG-Mitglieder machten einmal mehr in Unverständnis für das Festhalten an der Umsetzung des Flächennutzungsplanes deutlich. Bisher konnte sich die Ampel trotz der Möglichkeit, auf dem Zanders-Gelände eine Vielzahl von Wohnungen zu errichten sowie der überaus regen Bautätigkeit in der Stadtmitte nicht dazu durchringen, zumindest die von der Bezirksregierung noch nicht genehmigten Flächen aus den Plänen zu streichen und sie als klimatisch notwendige Frei- und Waldflächen zu erhalten.

Zudem zeigt sich bereits seit längerem, dass die Verkehrssituation dem weiteren Wachsen der Stadt nicht standhalten kann. Benno Nuding: „Dies ist auch aufgrund der Topografie und bestehenden Bebauung nicht zu ändern, es sei denn, der Charakter der Stadt wird zum Nachteil der Bewohner dem von Köln gleichgesetzt.“

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