Quelle: RKI. Auswertung und Grafik: Hilger Müller

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In den beiden vergangenen Wochen wurden im Kreis jeweils gut 24.000 Impfungen verabreicht; noch einmal deutlich mehr als in der ersten Impfkampagne im Frühjahr. Damit wird der Anteil der Personen, die bereits geboostert sind, rasch nach oben getrieben. Die eigentliche Impfquote kommt dagegen kaum voran – und auch das nur dank der neu zugelassenen Impfungen für Kinder.

Die Impfkampagne im Rheinisch-Bergischen Kreis ist in den vergangenen vier Wochen rasch auf Touren gekommen, mit zunächst 20.000 und zuletzt sogar gut 24.000 Impfungen insgesamt pro Woche. Daran waren die niedergelassenen Ärzte, die inzwischen eröffneten Impfstellen des Kreises und die Sonderaktionen (nicht nur) der Feuerwehr kräftig beteiligt.

Der Blick auf die Zahlen (Grafik oben) zeigt jedoch, dass es sich hierbei zu fast 90 Prozent um Auffrischungsimpfungen handelt, die sogenannten Booster. Inzwischen sind 38,5 Prozent aller Menschen in Rhein-Berg dreimal geimpft. Ein Wert, der genau dem bundesweiten Durchschnitt entspricht.

Davon hat vor allem die Altersgruppe der Über-60-Jährigen profitiert. In dieser Altersgruppe liegt die Booster-Quote derzeit bei 63,9 Prozent.

Insgesamt fehlt aber noch gut 90.000 Personen, die zweimal geimpft wurden, die Auffrischungsimpfung. Beim aktuellen Tempo würde es bis Ende Januar dauern, bis auch diese alle geboostert und damit besser vor der Omikron-Variante des Corona-Virus geschützt sind.

Quelle: RKI. Auswertung und Grafik: Hilger Müller

Nur langsam voran geht es bei der allgemeinen Impfquote: Aktuell sind in Rhein-Berg 70,4 Prozent der gesamten Bevölkerung zweimal und damit „vollständig“ geimpft. Auch das entspricht dem bundesweiten Durchschnitt, ist aber nur weniger höher als vor einer Woche (68,7 Prozent).

Zwar wurden in der vergangenen Woche 1507 Erstimpfungen durchgeführt, und damit mehr als in den zehn Wochen davor (siehe Grafik ganz oben). Doch davon entfielen 627 Impfungen* auf die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen, für die erstmals Impfungen möglich waren. Nur für Kinder bis vier Jahren stehen keine Impfstoffe zur Verfügung, sie machen in Rhein-Berg 4,6 Prozent der Bevölkerung aus.

64.000 Personen nicht durch Impfstoff geschützt

Die Impflücke ist damit (auch) im Rheinisch-Bergischen Kreis immer noch erheblich: 74 Prozent aller Personen, die sich impfen lassen können, haben das bislang getan. Wenn man diejenigen mitzählt, die sich wenigstens einmal haben impfen lassen, steigt die Quote nur wenig auf 77,4 Prozent. (Kinder bis vier Jahren sind hier herausgerechnet.)

Anders ausgedrückt: 22,6 Prozent der impffähigen Bevölkerung von Rhein-Berg hat noch keinen Impfstoff gegen das Corona-Virus erhalten. Das sind 64.000 Personen.

Nicht berücksichtigt sind bei dieser Rechnung die Genesenen; offiziell sind das in Rhein-Berg 16.600 Personen, das entspricht 5,8 Prozent der Bevölkerung. Wieviele von ihnen zusätzlich geimpft sind, ist nicht bekannt.


Diesem Beitrag liegen die Zahlen des RKI zugrunde. Die Aufbereitung der Daten und Erstellung der Grafiken hat Hilger Müller übernommen, der auch die Facebook-Gruppe „Corona – Rheinisch-Bergischer Kreis“ moderiert.

*Der Kreis meldet sogar 1300 Kinderimpfungen am vergangenen Wochenende. Die sind in der offziellen Statistik des RKI noch nicht enthalten, weil es auch bei den Impfdaten einen Meldeverzug von einigen Tagen gibt.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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