Die Kita in der Ferrenbergstraße. Foto: Thomas Merkenich

Zur Zeit werden die Kinder in Kitas mit Antigen-Schnelltests getestet. Das sorgt bei Eltern und Erzieher:innen zunehmend für Unmut – weil die Tests auf freiwilliger Basis zuhause durchgeführt werden können. Aussagekraft und Schutzwirkung leiden darunter. Doch damit soll nun bald Schluss sein: Kreis und Stadt wollen demnächst PCR-Lolli-Tests einführen.

„Die Lolli-PCR-Pool-Testungen werden in den Kitas in Burscheid, Kürten und Odenthal in Kürze eingeführt“, erklärt eine Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises auf Anfrage des Bürgerportals. Am Dienstag solle entschieden werden, ob der Start in Kalenderwoche 3 oder 4 erfolge. „Aktuell ist vom 17. Januar (KW 3, die Red.) auszugehen, da das Labor schon ab Montag anfängt, die Materialien an die Kitas auszuliefern,“ erläuterte die Sprecherin.

Von den 35 Kitas in Burscheid, Kürten und Odenthal würden 29 an den PCR-Pooltests teilnehmen, heißt es weiter beim Kreis. „Fünf Kitas wünschen weiterhin eine Belieferung mit Selbsttests zur Eigenanwendung durch die Eltern.“ Eine weitere Kita führe eigenständig Lolli-PCR-Pool-Testungen durch. Das Jugendamt des Kreises ist nur für die genannten Kommunen zuständig, Bergisch Gladbach, Rösrath, Overath, Wermelskirchen, Leichlingen und Bergisch Gladbach haben eigene Jugendämter.

Mit der Einführung der PCR-Pool-Tests bekommen Eltern, Kinder und Erzieher:innen wie hier in der Kita Quirl etwas mehr Sicherheit in der Corona-Pandemie

Termin bei Kitas der Stadt noch offen

„Auch die Stadt Bergisch Gladbach ist in der Planung der Durchführung der PCR-Lolli-Tests“, sagt eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage. Einen genauen Starttermin gebe es noch nicht, „es ist aber in den nächsten Wochen damit zu rechnen.“

Die Kitas nähmen auf freiwilliger Basis an den PCR-Lolli-Tests teil. „Wenn eine Kita beim Selbsttestverfahren bleiben möchte, ist das auch okay“, so die Stadt-Sprecherin. Details zur Organisation stünden noch nicht fest.

Nach Informationen des Bürgerportals führt das Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach derzeit eine Abfrage bei den Kita-Trägern durch. Die Einrichtungen sollen demzufolge angeben, ob sie beim bisherigen Schnelltest bleiben oder auf den Pool-Test umschwenken wollen.

Unmut über Schnelltests

Das Testmanagement in den Kitas hatte immer häufiger für Ärger bei Eltern und Erzieher:innen gesorgt. Für Kritik sorgte vor allem, dass viele Kita-Kinder auf freiwilliger Basis zuhause getestet würden. Infizierte Kinder seien so schwerer zu identifizieren.

In der Folge wurde der Ruf nach verbindlichen Pooltests in den Kitas immer lauter. Die Einführung der PCR-Pool-Tests könnte die Testsituation für Eltern, Kinder und Erzieher:innen in den Kitas entschärfen.

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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2 Kommentare

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  1. Die Pooltestungen werden leider für die Kindergärten zu spät kommen. Mittlerweile ist durch Omikron in vielen Kindergärten schon „der Wurm drin“ und die Schnelltestungen haben nicht angeschlagen. In unserem Kindergarten sind schon fast 50 % der Kinder krank zu Hause mit Fieber und Husten und was es nun ist oder nicht ist, weiss man jetzt eben nicht außer man quält seine Kinder jetzt noch mit 40 Fieber zu einem NasenPCRtest. Too little too late! Wenn die Pooltestungen dann mal irgendwann endlich kommen sind wir längst durch mit der Welle .

  2. Damit das Kind im Kindergarten an einem PCR-Pool Test teilnehmen kann, ist die schriftliche Einwilligung der Eltern einzuholen. Wenn diese nicht vorliegt, darf das Kind nicht getestet werden d.h. der Test ist immer noch freiwillig. So sind infizierte Kinder u.U. immer noch schwer zu identifizieren. Der Test müsste, wie in der Schule, verpflichtend sein.