Die VHS Bergisch Gladbach residiert an der Buchmühle. Foto: Thomas Merkenich

Auch das Gesundheitswesen steht vor der Aufgabe, Klimabewusstsein zu fördern und Klimaneutralität Schritt für Schritt zu realisieren. In der VHS informiert die Ärztekammer, wie Klimaneutralität in einer Praxis aussehen könnte und wie man klimabewusstes Handeln in den Alltag integrieren kann. Neben Ärzt:innen sind alle Bürger:innen angesprochen, die sich für den Klimaschutz bei der eigenen Vorsorge und Behandlung interessieren.

Extremwetterlagen, Luftverschmutzung sowie neue Krankheitserreger sind mittlerweile nicht mehr nur die Probleme ferner Kontinente, sondern finden sich direkt vor unserer Haustür.

Die Krisen der letzten Jahre haben gezeigt, dass durch diese Folgen des Klimawandels sowohl unsere Existenz, als auch unsere Gesundheit im Besonderen, bedroht ist. Klimawandel ist ein hochaktuelles Problem und kein abstraktes Problem der Zukunft.

Der Schutz unserer Ökosysteme und des Klimas ist somit ein Thema, das jedem Einzelnen als Privatperson besonders am Herzen liegen sollte, aber auch jeden Wirtschafts- und Industriezweig in die Verantwortung nimmt.

Da der Klimaschutz auch aktiver Gesundheitsschutz ist, nimmt der gesamte Gesundheitssektor hier eine Schlüsselposition ein, da er Sorge für die Gesunderhaltung und Gesundung der Bevölkerung trägt.

Klimaneutrale Praxis 2030 – eine Herausforderung
Kursleitung: Barbara vom Stein
Vorsitzende der Ärztekammer Nordrhein im RBK
Dienstag, 7. Juni, 20 bis ca. 22:15 Uhr
VHS Bergisch Gladbach, Buchmühlenstraße 12
Ansprechpartner: Ärztekammer Nordrhein, Claudia Koch, 02202 9430-72

Zur Veranstaltung eingeladen sind alle am Thema Interessierten.

Für die Veranstaltung gilt 2G+ und nach dem Hausrecht der VHS Maskenpflicht auch am festen Sitzplatz.

Anlässlich der Klimakonferenz in Glasgow 2021 hat sich der 125. Deutsche Ärztetag im November 2021 in Berlin umfassend mit dem Thema auseinandergesetzt und konkrete Klimaschutzmaßnahmen beschlossen.

Ein wichtiger und richtungsweisender Beschluss bezieht sich dabei auf das Potential des Gesundheitswesens selbst, den CO2-Fußabdruck deutlich zu verringern und bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu wirtschaften.

Damit der Begriff Klimaneutralität an Abstraktion verliert und dieses eng gesteckte Ziel erreicht werden kann, ohne qualitative Abstriche bei der Patientenversorgung hinzunehmen, steht allem voran eine sorgfältige Aufklärung und Fortbildung aller Beteiligten – sowohl von Beschäftigten im Gesundheitswesen, als auch von Patienten.

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Wie nachhaltig arbeiten unsere Krankenhäuser?

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Klima und Gesundheit bei den Klimafreunden Rhein-Berg haben sich gründlich mit dem Thema „Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen“ befasst und die drei lokalen Krankenhäuser unter die Lupe genommen.

Es gilt, Klimabewusstsein zu fördern und Klimaneutralität dann Schritt für Schritt zu realisieren.

Wir möchten darüber informieren, wie Klimaneutralität in der eigenen Praxis aussehen könnte und allen KollegInnen einen Leitfaden an die Hand geben, wie man ohne größere Kosten und Mühen klimabewusstes Handeln in den Praxisalltag integrieren kann.

Gleichwohl möchten wir unsere PatientInnen mit ins Boot holen und Klimabewusstsein bei der eigenen Vorsorge und Behandlung von Erkrankungen fördern.

Aus dem Programm:

Klimaneutralität in der Praxis der Niedergelassenen
Dr. med. Ralph Krolewski, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin, Gummersbach 

Klimakrise und Psyche – Wirkungen und Wechselwirkungen
Dr. med. Ludger Nohr, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und für Psychotherapeutische Medizin i.R. 

Veränderungsmöglichkeiten in der medikamentösen Behandlung
Barbara vom Stein, Fachärztin für Innere Medizin i.R.

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