Veranstalter und Schausteller ziehen eine ausgesprochen positive Bilanz der ersten Kirmes nach der Pandemie-Pause. Trotz des nicht optimalen Wetters waren alle vier Tage gut besucht – und das über alle Generationen hinweg. Ein besonderes Angebot gab es für Familien, die aus der Ukraine und anderen Kriegsländern geflohen waren.

Zwei Jahre Kirmes-Abstinenz schienen bei den Bergisch Gladbachern erhebliche Entzugserscheinungen verursacht haben. Diesen starken Eindruck vermittelte das Geschehen auf dem Konrad-Adenauer-Platz und der angrenzenden Fußgängerzone.

Bereits am Pfingstsamstag um 12.00 Uhr drängte sich die Menge rund um das „Frisbee“-Fahrgeschäft, auf dessen Rampe Burkhardt Unrau als Geschäftsführer des Bergisch Gladbacher Schaustellervereins und altgedienter Kirmes-Organisator den viertägigen Rummel eröffnete.

Illustre Gäste standen ihm zur Seite: Neben Bürgermeister Frank Stein und Kreisdechant Norbert Hörter war auch NRW-Innenminister Herbert Reul der Einladung gefolgt und half mit, die traditionellen Autoscooter-Freichips unter die Leute zu bringen. Nach leichtem wetterbedingten Besucherrückgang am Sonntag brummte dann das Geschäft am Montag und Dienstag wieder, sodass die Schausteller äußert zufrieden Bilanz ziehen konnten.

Junge und alte Kirmesfans knubbelten sich vor „Break Dance“ oder „Schweinchenbahn“, es wurden jede Menge Lose gekauft, Pommes gefuttert und Zuckerwatte geschleckt.

Bürgermeister Frank Stein ließ es sich nicht nehmen, das bunte Treiben aus der Nähe anzuschauen: „Die Kirmes ist eine Riesenattraktion in unserer Stadt, und was so vielen Menschen Freude bereitet, muss gut gepflegt werden. Ich freue mich, dass nach den zwei Jahren Corona-Pause die Pfingstkirmes in ihrem alten Glanz wieder hier ist!“

Viele Familien mit drei Generationen unterwegs

Stein weist dabei auf seine besondere Beziehung zum Volksfest hin: „Als Bürgermeister bin ich streng genommen selbst der Veranstalter der Kirmes. Umso glücklicher bin ich, dass zur Verwirklichung eines so komplexen und tollen Ereignisses viele meiner Kolleginnen und Kollegen, aber insbesondere auch Ehrenamtler wie Burkhardt Unrau sich gewaltig ins Zeug gelegt haben. Dafür meinen herzlichsten Dank!“

Burkhardt Unrau ist als Kirmes-Organisator ebenfalls überwältigt von dem Erfolg der Kirmes: „Solche Menschenmengen auf dem Kirmesplatz habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Das ging am Samstagmittag los und hörte am Dienstagabend auf. Besonders beeindruckt hat mich, dass viele Familien offenbar mit drei Generationen unterwegs waren. So viele Kinder und Jugendliche, das hat es lange nicht gegeben!“

Nach dem Grillfest im Kirchgarten auf die Kirmes

Besonders freuten sich auch 180 Kinder aus Familien, die vor Krieg und Zerstörung aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Der Verein Wir für Bergisch Gladbach e.V. lud sie zum Kirmesvergnügen ein und drückte jedem einen Umschlag mit Gutscheinen in die Hand, die sie beliebig auf der Pfingstkirmes einlösen konnten.

Vereinsvorsitzender Ferdinand Linzenich und sein Team hatten die jugendlichen Gäste mit ihrer erwachsenen Begleitung zuvor zu einem Grillfest im Kirchgarten der evangelischen Gnadenkirche empfangen; Pfarrer Thomas Werner stellte diesen großzügig zur Verfügung, und Quirls-Wirt Alexander Voßler versorgte die hungrigen Mägen der Gäste mit Würstchen, Steaks und Salaten.

Die Idee, Kinder aus Flüchtlingsfamilien Kirmesvergnügen zu schenken, kam Ferdinand Linzenich anlässlich des 40. Firmenjubiläums seiner Fitness-Gruppe; die Gäste seiner Jubiläumsfeier bat er, zugunsten des Vereins zu spenden.

Auch Bürgermeister Stein stattete dem Grillfest nach der Kirmeseröffnung einen Besuch ab, begrüßte die Gäste herzlich und verriet ihnen, dass Bergisch Gladbach mit Bucha bald eine Partnerstadt in der Ukraine haben wird. Dafür erhielt er einen kräftigen Applaus der ukrainischen Gäste.

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