Die Sperrung der Odenthaler Straße erfordert weite Umwege. Auch der Busverkehr ist stark betroffen. Foto: Thomas Merkenich

Ab Montag wird die Odenthaler Straße für fünf Tage voll gesperrt. Damit muss der motorisierte Verkehr weite Umwege in Kauf nehmen. Die Wupsi warnt vor „erheblichen Störungen und weiträumigen Umleitungen, die zu starken Verzögerungen führen.“ Die Routen werden verkürzt, viele Haltestellen nicht angefahren.

Wie berichtet nutzt die Stadt die ruhige Zeit der Sommerferien für eine Erneuerung der Straßendecke auf einem kurzen Teilstück der Odenthaler Straße: zwischen der Kreuzung zur Alten Wipperfürther Straße am Ortsausgang bis zum Hebborner Hof wird die Ausfallstraße vom 4. bis 8. Juli komplett gesperrt. Betroffen ist nur der motorisierte Verkehr, der marode Rad- und Fußweg wird nicht angetastet.

Das Nahverkehrsunternehmen Wupsi hat für die Zeit der Bauarbeiten die Strecken angepasst und warnt, dass „der Linienverkehr in diesem Zeitraum erheblichen Störungen und weiträumigen Umleitungen unterliegt, die zu starken Verzögerungen im Betriebsablauf führen“. Die betroffenen Linien 430, 431, 432, 433 und 434 werden eingekürzt, zahlreiche Haltestellen nicht bedient.

Für den individuellen Verkehr hat die Stadt eine sehr weiträumige Umleitung über Schildgen angekündigt: Paffrather Straße, Kempener Straße, Altenberger-Dom-Straße, Bergisch Gladbacher Straße).

Die Details zum Busverkehr

Die Linie 430 verkehrt während der Sperrung nur zwischen „Bergisch Gladbach S“ und „Blecher, Schulstraße“. Die Abschnitte zwischen Blecher und Burscheid sowie zwischen „Hebborn Friedhof“ und „Herzogenfeld“ entfallen.

In Richtung Bergisch Gladbach fährt die Linie 430 an den Haltestellen „Blecher, Schulstraße“ bis „Odenthal, Kirche“ 8 Minuten früher ab. Die Spätfahrten nach 20 Uhr beginnen und enden statt in Blecher bereits in „Glöbusch, Schöne Aussicht“.

Die Linien 431 und 433 verkehren ab „Bergisch Gladbach S“ auf dem regulären Linienweg bis „Jägerhof“ und fahren von dort weiter zur Endhaltestelle „Hebborner Straße“. Von dort starten sie wieder in Richtung „Bergisch Gladbach S“ und bedienen, ab „Hebborn Friedhof“ den regulären Linienweg. Die Haltestellen zwischen „Hebborn Friedhof“ und „In der Follmühle“ bzw. „Küchenberg“ entfallen.

Die Linie 432 fährt ab „Hebborn, Kirche“ über „Eikamp, Schule“ und „Scherf“ nach Schmeisig. Die Haltestellen „Unterboschbach“, „Voiswinkel“, „Funkenhof“, „Odenthal, Schule“ und „Höffe“ entfallen ersatzlos.

Die Fahrt um 05:53 Uhr ab „Odenthal, Schule“ nach „Bergisch Gladbach S“ wird nicht durchgeführt.

Die Linie 434 verkehrt ab „Bergisch Gladbach S“ auf dem regulären Linienweg bis „Hebborn, Kirche“ und von dort über die Alte Wipperfürther Straße und Schildgen nach „Odenthal, Schule“. Für die Verbindung von Odenthal nachVoiswinkel verkehrt stündlich ein Shuttle von „Odenthal, Schule“ über Heidberg bis zur Haltestelle „In der Follmühle“ und zurück.

Der Linienverkehr an den Haltestellen zwischen Schildgen und Dünnwald, bzw. Mülheim muss im oben genannten Zeitraum eingestellt werden. Alle Haltestellen auf diesem Streckenabschnitt entfallen ersatzlos. Details finden Sie in den Baustellenfahrpläne zu den Linien 430 und 434 und den Shuttle-Plan unter wupsi.de.

Sanierung des Radwegs nur bis zur Stadtgrenze

Für eine Sanierung des Radwegs entlang der Landesstraße ist der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Ein Spreche von Straßen NRW teilt mit, dass es zwar eine Vereinbarung mit der Gemeinde Odenthal gibt, den Radweg in 2023 zu erneuern. Aber nur bis zur Stadtgrenze Bergisch Gladbach.

Eine entsprechende Vereinbarung mit Bergisch Gladbach gibt es offenbar nicht.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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7 Kommentare

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  1. Fünf (Heute ist übrigens der 6. Tag) Tage für die Erneuerung der Straßendecke auf einem kurzen Teilstück???
    Echt jetzt? Bin ich der einzige, der das absurd findet? Sowas sollte in paar Stunden erledigt sein.

    1. Absurd finden das eigentlich nur diejenigen, die die technischen Abläufe bei einer solchen Erneuerung nicht kennen. Das Ganze soll schließlich wieder etliche Jahre halten – da ist es mit eben mal Auskippen und Einebnen nicht getan.

  2. Dann leider ist zu erwarten, dass der Hauptverkehr aus Richtung Odenthal rechts in die Alte Wipperfürther Straße einbiegt, dann in die Reuterstraße links abbiegt… von dort aus – um die verlorene Zeit wieder aufzuholen – recht zügig bis zur Paffrather Straße runterfährt… viel Spaß liebe Anwohner der Reuterstraße…

  3. Dass an der Odenthaler Straße in Hebborn nur die Fahrbahndecke, nicht aber die Deckschicht des begleitenden Radweges erneuert wird, ist völlig inakzeptabel und widerspricht auch einer anders lautenden Mitteilung des NRW-Verkehrsministeriums. Der ADFC hat Kontakt mit dem Landesbetrieb Strassen.nrw aufgenommen, um den Fehler zu revidieren und eine Sanierung auch des Radweges bis zur Stadtgrenze noch in 2022 sicher zu stellen.
    Für die Zeit der Vollsperrung für KFZ gilt: wer Fahrrad fahren kann, ist klar im Vorteil … :-)
    Bernd Beckermann
    (Verkehrspolitischer Sprecher des ADFC)

    1. Vielen Dank, ich gebe die Hoffnung nicht auf ;-)
      Ich bin heute wieder aus der Sonne kommen in ein Schlagloch eingefahren das ich im Schatten nicht gesehen habe. Ich dachte es zerlegt mir die Felge…

  4. Auch wenn für die Radwege Straßen NRW zuständig ist, kann ich nicht nachvollziehen, dass die Radwege nicht direkt mit saniert werden, die kaum noch befahrbar sind.
    Letzte Woche wurde auch die Straße zwischen Odenthal und Osenau saniert, die meiner Meinung nach noch keine Schäden hatte, aber der Radweg, der es mehr als nötig hat, wurde nicht angetastet. Ich kann das nicht nachvollziehen, so kommen wir nie vom vorletzten Platz der fahrradfreundlichsten Städte weg. Das sage ich als Auto und Radfahrer.

    1. Die Straße hat schon kurz vorm Kreisverkehr einige Schäden (Ausplatzer)
      Beim Radweg bin ich ganz bei Ihnen, nutze den täglich als Arbeitsweg. Ohne Federgabel meiner Meinung nach bis nach Schildgen kaum zu fahren.