Foto: Stadt GL

Die städtische Abteilung StadtGrün hat gemeinsam mit der Biologischen Station Rhein-Berg die Lenawiese in Lükerath vom giftigem Kraut befreit. Die unscheinbare Wiese hat einen besonderen biologischen Wert – und steht für den Anspruch der Stadt, den Anteil an Wildblumenwiesen auszuweiten.

Die Lenawiese blüht gelb: Schön anzuschauen ist das Jakobskreuzkraut – aber leider giftig für Weidetiere, die dort möglichst bald wieder ihre Nahrung finden sollen. Deshalb rückte ein Team von StadtGrün aus, um die unerwünschten Kräuter auf dem städtischen Grundstück in Nachbarschaft des Lückerather Angers zu entfernen.

„Die Blütezeit ist dazu besonders gut geeignet, da man die Pflanze unverwechselbar erkennen und sie restlos entfernen kann“, erklärt Abteilungsleiter Christian Nollen, der selbst mit Hand anlegte.

Tatkräftig unterstützt wurden die Kollegen von StadtGrün von zwei jungen Männern der Biologischen Station Rhein-Berg, die dort ihren Freiwilligendienst absolvieren (rechts und links im Bild).

Hinter der Aktion steht das Engagement der Stadt, den Anteil an Wildblumenwiesen im Stadtgrün stetig zu vergrößern. Aktuell ist die Gesamtfläche extensivierter ehemaliger Rasenflächen bereits auf über 35.000 m² angewachsen, Tendenz weiter steigend. Die Lenawiese ist dabei ein ganz besonderer Leckerbissen für die Insekten und als sogenannte Glatthaferwiese eine besondere Vegetation.

Die Lenawiese an der Straße „Am Fürstenbrünnchen“. Sie wird rechts von der Straße „Pützchen“ begrenzt, dahinter liegt der Anger. Foto: Archiv

Bewegte Geschichte der Lenawiese

Die Lenawiese, benannt nach einem Pferd, das hier vor vielen Jahren häufig auf der Weide anzutreffen war, wurde in einer Aktion der Initiative „Blühendes GL“ vor vier Jahren mit Blühstreifen versehen, die insbesondere für Wildbienen den knapp bemessenen Lebensraum im urbanen Umfeld erweitern.

Die Überlegung, auf dem städtischen Grundstück eine im Stadtteil dringend benötigte Kindertagesstätte zu errichten, ist nicht mehr aktuell: Das Projekt soll nun auf dem Carparkgelände an der Gladbacher Straße verwirklicht werden, wo bereits bestehende Außenanlagen des dortigen Containerdorfes integriert werden können.

Am dauerhaften Erhalt und der Weiterentwicklung der Lenawiese arbeitet die Abteilung StadtGrün nun, um so die geleistete Arbeit von „Blühendes GL“ und der vielen damals Beteiligten zu würdigen und fortzusetzen.

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7 Kommentare

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  1. An Redaktion.
    Warum schreiben Sie so was, jeder Vorbeigehende sieht doch, das dort keine blühende Blumenwiese ist. Sie stimmen mich sehr nachdenklich.

    1. Sehr geehrter Herr Humbach, wenn Sie den Artikel lesen werden Sie feststellen, dass es hier um Wildblumen geht, die den Lebensraum von Bienen erweitern sollen. Durchaus möglich, dass das nicht mit Ihren Vorstellungen von einer „blühenden Blumenwiese“ übereinstimmt. Eine Blumenwiese ist es dennoch.

      1. Nun gut, aus welchen Gründen auch immer, sie wollen recht haben. Das ist keine blühende Blumenwiese. Wildblumen braucht man nicht zu pflanzen die wachsen überall. Auch das Edelweiß im Hochgebirge wird nicht angepflanzt. Ich wohne seit über 80 zig Jahren in einem Gartengelände und weiß wie Blumen aussehen und wie sie wachsen.

  2. Gut das der Rummel um die Lena Weide vorbei ist. Nur der Wahrheit halber möchte ich etwas richtig stellen. Die angedachte Blumenwiese hat nicht die Kita verdrängt, sondern die ursprünglich favorisierte Wohnhausbebauung,

    1. Sehr geehrter Herr Humbach, die Blumenwiese ist nicht angedacht, sondern existiert seit Jahren. Der Bau einer Kita auf einem Randstreifen war erst 2020 vorgeschlagen und 2021 wieder abgesagt worden. Mehr Infos zum Thema gibt es hier:

      https://in-gl.de/2020/06/21/naturschuetzer-keine-kita-am-lueckerather-anger/
      https://in-gl.de/2020/06/24/zanders-lenawiese-mehr-nahkampf-im-ratssaal/
      https://in-gl.de/2021/07/02/neuer-standort-fuer-kita-in-lueckerath-carpark-statt-lenawiese/

      1. Haben Sie die Blumen gesehen. Ich wohne 50 m daneben und sehe keine. Dank für Ihre Reaktion.