Jörg Schmitter, stellvertretender Schulleiter am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, empfängt die Plakette, aus den Händen von Prorektor Prof. Dr. Schröder (Universität Köln), Foto: Silviu Guiman

Seit 2017 nimmt das NCG als erstes Gymnasium in Rhein-Berg beim NRW-Talentscouting teil. Das Programm soll leistungsstarke Menschen im Übergang von Schule, Studium oder Lehre durch Beratung und Betreuung fördern. Jetzt darf sich das NCG auch offiziell „Schule im NRW-Talentscouting“ nennen. Einige der teilnehmenden Schüler:innen berichtet, was das für sie bedeutet.

Ende August hat das NCG die Auszeichnung als „Schule im NRW-Talentscouting“ in Form einer Plakette erhalten, überreicht von Prof. Dr. Schröder, Prorektor der Universität Köln. An der Hochschule befindet sich eines von mehr als 70 Talentzentren in NRW. Von dort werden Talentscouts an rund 400 Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien in NRW entsandt. Sie begleiten Schüler:innen bei ihrem Übergang in die Berufsausbildung oder ein (duales) Studium bis hinein in den Beruf

Von links: Prof Dr. Schröder, Jörg Schmitter (stellvertretender Schulleiter), Melina Marqua, Norah Bitich, Thalia Baggio (Schülerinnen), Raphaela Schiffmann (Koordination am NCG), Verena Pfeifer (Talentscout), Foto: Silviu Guiman

Und sie kommen auch ans Nicolaus-Cusanus-Gymnasium. Stellvertretend für die vielen Talente am NCG nahmen die Schüler:innen Norah Bitich, Thalia Baggio und Melina Marqua nun die Plakette entgegen. Gemeinsam mit Raphaela Schiffmann, Koordinatorin des Projektes am NCG, und Jörg Schmitter (stellvertretender Schulleiter).

Talentscouting am NCG

Das Talentscouting am NCG richtet sich an Schüler:innen, die motiviert und leistungsstark sind, die aber auch das Gefühl haben noch Unterstützung zu brauchen, um ihre Zukunftsvisionen wahr werden zu lassen. Denn Leistung lässt sich nicht immer in Schulnoten messen, viele Leistungen werden im Unterricht nicht sichtbar.

Blitzen verborgene Talente im Schulalltag auf, dann können die Lehrkräfte des NCG solche Schüler:innen an die schulinterne Koordinatorin Raphaela Schiffmann vermitteln. Diese stellt den Kontakt zum Talentscout her.

Hintergrund NRW-Talentscouting: Weil in Deutschland oftmals nicht die Talente und Fähigkeiten über den Bildungsweg bestimmen sondern beispielsweise die Herkunft, werden Schüler:innen im Übergang zwischen Schule und Hochschule bei der Studien- oder Berufswahl von Talentscouts begleitet. Dabei zählt die Leistung, die junge Menschen in ihrem Lebenskontext erbringen.

Inzwischen sind insgesamt über 70 Talentscouts von 17 Hochschulen und Universitäten in mehr als 370 Schulen in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Sie unterstützen leistungsstarke Jugendliche bei der Entfaltung ihres Talents. Ob dabei Berufsausbildung, duales Studium oder ein klassisches Hochschulstudium das Richtige ist, entscheiden die Talente selbst. Aktuell sind knapp 17.000 Schülerinnen und Schüler in das Programm involviert. Dabei verteilt sich das Talentscouting nahezu gleichmäßig auf die  Schulformen Berufskolleg, Gesamtschule und Gymnasium. Quelle und weitere Infos: Ministerium für Kultur und Wissenschaft in NRW

Talentscout Verena Pfeifer von der Uni Köln bietet wiederum regelmäßig Scoutinggespräche am NCG und begleitet die Schüler:innen auch außerhalb der Schule auf ihrem Weg. So können Talente Erfahrungen sammeln: Im Frühstudium an der Uni. Oder an Talent-Akademien, während der Ferien. Unterstützung gibt es auch im Dschungel der Stipendienangebote.

Weitere Infos zum Talentscouting auf den Webseiten des NCG

Das sagen die Schüler:innen

„Nach 2 Jahre kann ich sagen, dass mir das Talentscouting wirklich geholfen hat herauszufinden, was ich später nach der Schule machen möchte und was mich interessiert“, sagt Melina Marqua, die in diesem Jahr ihr Abitur bestanden hat. „Das Talentscouting war für mich eine hilfreiche Beratung für das, was nach der Schule alles möglich ist und gleichzeitig eine große Unterstützung.“

Talente im Gespräch, Foto: Silviu Guiman

„Ich würde jedem empfehlen, sich einfach mal zu erkundigen, was es für Möglichkeiten gibt sich selber zu entfalten, sei es das Ausprobieren eines Schüler:innen Studiums oder verschiedenste Workshops, die ebenfalls immer wieder von dem Talentscouting angeboten werden“, meint Norah Bitich aus der Q2. Sie hat Erfahrungen mit einem Schnupper-Studium gemacht und konnte so neben den Fächern auch den Lehrbetrieb an der Uni kennenlernen.

„Ich habe zwei Workshops unter den Namen ,,Kreatives Schreiben‘‘ und ,,Future You‘‘ durchlaufen“, schildert Thalia Baggio, 17 Jahre. Im Großen und Ganzen sei es eine Zeit voller Austausch und positivem Dazulernen gewesen. „Die produktive Zusammenarbeit und die motivierte Stimmung haben mir dabei besonders gefallen.“

Talente entdecken

„Das Scouting animiert Menschen im System ihre Talente zu entdecken“, fasst Koordinatorin Raphaela Schiffmann vom NCG zusammen. „Wer es im Gymnasium bis in die Oberstufe schafft, hat schon viel geleistet. Dabei sehen wir Lehrkräfte selten, welchen Anteil elterliche Unterstützung und persönliches Netzwerk für die Jugendlichen haben.“

Talentscout Verena Pfeifer holt ihre Schützlinge dort ab, wo sie diese am ehesten trifft: „Ein Talentscout darf mit den Talenten auch in WhatsApp-Kontakt treten und kann auch dadurch Zeit und Nähe zur Verfügung stellen, die Lehrkräfte einfach nicht haben.“

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NCG

ist das Nicolaus Cusanus Gymnasium an der Reuterstraße in Hebborn. Mehr Infos auf der Website: ncg-online.de

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1 Kommentar

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  1. Offensichtlich gibt es nur noch weibliche Talente, oder die Jungs fühlen sich nicht angesprochen.