Das Kreishaus am Rübezahlwald ist Sitz des Kreistags und der Kreisverwaltung. Foto: Thomas Merkenich

Im Kreistag stellen CDU und Grüne zusammen die Mehrheit, in einem gemeinsamen Antrag mit den Freien Wählern fordern sie jetzt die Kreisverwaltung auf, die Energiewende schneller als bislang geplant umzusetzen. Konkret geht es um eine Infokampagne, um eine Klima- und Energieagentur, um grünen Wasserstoff und um ein Wärmekataster.

Energie bedarf es in diesen Tagen reichlich, um die Frage nach sicherer Beschaffung und Erzeugung von Wärme und Strom zu klären – sowohl für die kommenden Monate als auch für die kommenden Jahre. Denn die Antwort darauf bestimmt nicht nur, wie die Menschen und Unternehmen durch den bevorstehenden Winter kommen, sondern auch, welchen Beitrag der Rheinisch-Bergische Kreis zum Erreichen der Klimaschutzziele leistet.

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Aus diesem Grund beantragen die Kreistagsfraktionen von CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FREIE WÄHLER, Maßnahmen zur Energieeinsparung auf den Weg zu bringen, und gleichzeitig den Umstieg der Energieerzeugung in der Region auf Erneuerbare Energien mit voller Kraft voranzutreiben.

Hinweis der Redaktion: Fünf konkrete Forderungen richten die Fraktionen an die Kreisverwaltung, das geht aus dem Wortlaut des Antrags hervor, den wir unten dokumentieren. Bei diesem Text handelt es sich um eine gemeinsame Mitteilung von CDU, Grünen und Freien Wählern im Kreistag.

Jede Kilowattstunde Strom oder Gas, die nicht verbraucht wird, sichert die Versorgung in den kommenden Monaten. Benötigt wird dafür die Unterstützung aller Haushalte und Verbrauchsstellen.

Schlüsselrolle für Klima- und Energieagentur

Mit einer konzertierten Aktion von Kreis, Kommunen, Energieversorgungsunternehmen und weiteren relevanten Akteuren soll sichergestellt werden, dass diese Information tatsächlich überall verfügbar ist und wahrgenommen wird.

Gewonnen werden damit wichtige Monate, aber noch nicht die Zukunft. Dafür heißt es, unabhängig zu werden von der Nutzung fossiler Brennstoffe. Der beantragten Klima- und Energieagentur kommt eine Schlüsselrolle zu, die entsprechenden Weichen bei Energieeinsparung, Effizienzsteigerung, Ausbau Erneuerbarer Energien und Aufbau alternativer Technologien zu stellen.

Hier gilt es zum Schutz der natürlichen Umwelt aber auch für die Sicherung des Industriestandorts zu schnellen Ergebnissen zu kommen.

Uwe Pakendorf, stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag des Rheinisch- Bergischen Kreises: „Wir wollen dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort besser über die Möglichkeiten der Energieeinsparung aufgeklärt werden – insbesondere in dieser schwierigen Zeit. Viele kleine Bausteine führen insgesamt zur Energiewende. Es gibt nicht die eine große Lösung; wir brauchen Diversität. Wir wollen z. B. auch, dass regional produzierter, grüner Wasserstoff hier in der Region zum Einsatz kommt. Für die Umsetzung entsprechender Maßnahmen bedarf es Handwerker. So fördern wir gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort und die Umwelt.“

Ursula Ehren, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises: „Klimaschutz und Energieversorgung müssen wir zusammendenken, nicht gegeneinander ausspielen. Nur so können wir den Erhalt einer lebenswerten Umwelt in der Region auch langfristig sichern. Die Klima- und Energieagentur ist dabei der dringend benötigte Hebel zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.“

Werner Conrad, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER im Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises: „Die kommunale Wärmeleitplanung hat zum Ziel, Strategien für eine klimafreundliche und volkswirtschaftlich kostengünstige Wär- meversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Ein kommunaler Wärmeplan ist das zentrale Werkzeug, um das Handlungsfeld „Wärme“ innerhalb einer nachhaltigen klimaneutralen Stadt- und Gemeindeentwicklung gestalten zu können. Wir begrüßen, dass unser Vorschlag jetzt mit Unterstützung von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im RBK umgesetzt werden soll.“

Dokumentation

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3 Kommentare

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  1. Ach, das letzte große Massensterben soll vor 252 Mio. Jahren gewesen sein. Man weiß es nicht aber ich glaube , dass der Mensch dieser Generation von dem nächsten nicht betroffen sein wird. “ Lebt doch euer Leben, denkt nicht an den nächst Tag, denn wer weiß auf diesem Globus was der morgen bringen mag“. ( Ausschnitt aus Schenks,“ Es ist alles nur geliehen …“

  2. Sorry, aber das ist eine reine Aneinanderreihung von Worthülsen.
    Dass das Thema wichtig ist, haben (hoffentlich) inzwischen Alle verstanden – aber wenn aus dieser Erkenntnis keine wirksamen Taten folgen, hilft das wenig. Vielleicht gibt es ja schon konkretere Vorstellungen, aber dann frage ich mich, warum sie nicht erwähnt werden?

  3. Ganz tolle Sache Warum kann eine solche produktive Zusammenarbeit nicht auch in Bergisch Gladbach und auf Bundesebene gemacht werden.
    Zusammendenken ist ein tolles Wort, kennt man leider nicht überall