Chefarzt Dr. med. Marc K. Schuler (links) und der Ärztliche Leiter der Zentralen Notaufnahme, Dr. med. Benjamin Stüttgen; Foto: Daniel Beer

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat der Zentralen Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses eine hohe Behandlungsqualität bei schwerverletzten Unfallopfern bescheinigt – und als lokales Traumazentrum im Traumanetzwerk der Region Köln zertifiziert.

Bei der Behandlung von Unfallopfern mit schweren Verletzungen zählt jede Sekunde. Die Zentrale Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK) ist für die Versorgung unfallchirurgischer Patienten jetzt als lokales Traumazentrum im Traumanetzwerk der Region Köln von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert worden. Mit dem Qualitätssiegel wird dem Krankenhaus eine hochwertige strukturelle und medizinische Expertise bei der Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen Verletzungen bescheinigt.

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Chefarzt Dr. med. Marc K. Schuler, der seit drei Jahren die Verantwortung für die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie des EVK trägt, freut sich über die erfolgreiche Zertifizierung: „Wir stehen damit für eine hohe Qualität bei der Versorgung von Unfallopfern. Angefangen bei der Einlieferung in der Notaufnahme, über die Diagnostik und Behandlung im OP und auf Station bis zur erfolgreichen Entlassung in die Reha oder nach Hause. Damit tragen wir im besonderen Maße zur Rundumversorgung der Menschen in der Region bei.“

Für das Zertifikat musste das EVK die personelle und technische Ausstattung sowie standardisierte Strukturen in verschiedenen Situationen bei Polytraumata, also der Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen Verletzungen, nachweisen, wie Dr. med. Benjamin Stüttgen als Leiter der Zentralen Notaufnahme des EVK erklärt.

Die Arbeit des Traumazentrums beginnt dabei schon am Unfallort bei der Informationsübermittlung durch den Rettungsdienst. „Sobald ein Polytraumapatient angekündigt wird, hat dieser absolute Priorität und bei uns beginnt ein festgelegtes Ablaufschema“, so Stüttgen.

Unter anderem wird ein rund um die Uhr bereitstehendes Team aus Fachärzten, Anästhesisten, Chirurgen und Pflegekräften unter der Leitung eines Unfallchirurgen alarmiert und kommt im sogenannten Schockraum zusammen, wo bei schwerverletzten Patienten nach der Einlieferung die Erstversorgung stattfindet.

Hier wird die Standardisierung durch festgelegte Positionen der Beteiligten im Raum mit farbigen Punkten auf dem Boden symbolisiert. Stüttgen: „Jeder hat seine festen Aufgaben und es gibt einen Verantwortlichen, der die gemeinsame Versorgung des Patienten koordiniert.“

Parallel zur Alarmierung des Behandlungsteams werden entsprechende Kapazitäten im Labor und im OP sowie in der Radiologie und auf der Intensivstation geschaffen für eine schnelle Diagnose und Behandlung des Patienten. „Studien zeigen, dass ein von A bis Z standardisiertes Vorgehen die Überlebenschancen und spätere Genesung des Patienten signifikant verbessern“, erklärt Dr. Stüttgen. Weitere Kriterien der Zertifizierung sind außerdem die Wegeführung im Krankenhaus sowie der Aus- und Weiterbildungsstand der Mitarbeiter.

Im zertifizierten Traumanetzwerk der Region Köln arbeiten verschiedene Krankenhäuser zusammen. Die Zertifizierung wird in regelmäßigen Abständen überprüft.

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